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Gentechnik, nein danke!


Die Genmanipulation von Pflanzen soll laut Agrarindustrie die Erträge steigern und den Einsatz von Pestiziden verringern. Wie sich die Gentechnik aber langfristig auf unsere Gesundheit, die Tierwelt und die Umwelt auswirkt, ist aufgrund fehlender Langzeitstudien nicht absehbar. In Deutschland stehen die Verbraucher der Agrar-Gentechnik äußerst kritisch gegenüber. Über Futtermittel, Zusatzstoffe oder Kleidung findet sie dennoch ihren Weg in unseren Alltag – eine umfassende Kennzeichnung gibt es nicht.


Artikel
  • Der Gen-Food-Wahnsinn Der Gen-Food-Wahnsinn

    Wie gefährlich sind gentechnisch veränderte Organismen wirklich? Wie mächtig sind Monsanto & Co.? Und welche Rolle spielen die Verbraucher in der Gentechnik-Debatte? Die Dokumentation "Der Gen-Food-Wahnsinn" stellt die aktuellen Erkenntnisse über die Gentechnik-Branche in den USA vor.

  • Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Gentechnik"

    Wieviel Gentechnik steckt in den Eigenmarken von Aldi, Edeka & Co.? Ab sofort können sich Verbraucher in der aktualisierten Neuauflage des Greenpeace-Ratgebers "Essen ohne Gentechnik" informieren, welche Supermarktketten genmanipulierte Produkte verwenden und welche darauf verzichten.

  • Gekaufte Wahrheit: Doku-Thriller zum Thema Gentechnik Gekaufte Wahrheit: Doku-Thriller zum Thema Gentechnik

    Zwei
 führende
 Molekularbiologen
 in
 Schottland
 und
 Kalifornien haben brisante Ergebnisse 
ihrer 
Forschung 
zu 
gentechnisch 
veränderter 
Nahrung veröffentlicht
. Anschließend 
verloren sie 
ihre
 Arbeit 
und
 wurden 


persönlich 
ruiniert. Darauf basiert der neue Dokumentarfilm "Gekaufte Wahrheit". Sein Thema: Gentechnik im Magnetfeld des Geldes.


Gentechnik: Unberechenbares Risiko

Die „grüne Gentechnik“ versucht, die Eigenschaften von Nutzpflanzen durch genetische Manipulation zu verändern. Die am häufigsten genveränderten Pflanzen sind Soja, Mais, Raps und Baumwolle – bei Soja und Baumwolle liegt der Anteil genmanipulierter Pflanzen am weltweiten Anbau derzeit bei rund 80 Prozent. Agrarkonzerne wie Monsanto und Syngenta entwickeln Pflanzen, die resistent sind gegen Pestizide, die besonders robust sind oder besonders hohe Erträge liefern. Selbst Pflanzen mit besonders hohem Vitamingehalt werden gezüchtet. Entgegen der Versprechungen der Konzerne aber belegen wissenschaftliche Studien immer wieder die Ineffektivität der Gentechnik: der Pestizideinsatz steigt mittelfristig, es entwickeln sich multiresistente Schädlinge, die Erträge können mit dem Bio-Anbau kaum mithalten. Da Monsanto & Co. Patente auf das Saatgut und die Pflanzenschutzmittel haben, müssen die Bauern diese immer wieder für viel Geld kaufen und sind abhängig von den Konzernen. Gegen den Welthunger, den die Gentechnik angeblich bekämpfen will, wirkt die Etablierung kleinbäuerlicher ökologischer Landwirtschafts-Strukturen weitaus effektiver.

Unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen

Das größte Risiko der Gentechnik liegt in ihrer Unbeherrschbarkeit: Einmal freigesetzt, ist die Ausbreitung der Pflanzen nicht kontrollierbar. Genpflanzen können sich auf den umliegenden Feldern mit konventionellen Pflanzen vermischen. Die Folge ist ein Rückgang der Artenvielfalt; traditionelle Pflanzensorten könnten verschwinden. Langzeitstudien zu den Auswirkungen auf die Gesundheit von Tier und Mensch gibt es nicht. Greenpeace und andere Umweltorganisationen bezweifeln die Grundannahme der Gentechnikbefürworter, dass ein Gen nur eine Wirkung habe. Welche ungeplanten Folgen – auf die Pflanzen selbst, auf die Umwelt, auf unsere Gesundheit – die Gentechnik also in Zukunft haben wird, weiß niemand. Dieses unkalkulierbare Risiko alleine sollte Grund genug sein, auf grüne Gentechnik zu verzichten.

Ungenügende Kennzeichnung

Hierzulande möchten die Verbraucher gentechnikfreie Lebensmittel. Darum finden sich praktisch keine genveränderten Produkte in unseren Supermarktregalen. Gen-Lebensmittel bzw. -Zutaten müssen in Deutschland klar gekennzeichnet werden. Leider erlaubt diese Regelung aber einige Hintertüren: Werden Nutztiere mit genetisch veränderten Pflanzen wie Mais oder Soja  gefüttert, so muss das Endprodukt – Milch, Käse, Eier oder Fleisch – nicht gekennzeichnet werden. Dasselbe gilt für Lebensmittelzusatzstoffe und Enzyme, die mithilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt werden. Nur wer Bio-Lebensmittel kauft, kann den versteckten Einsatz von Gentechnik wirklich ausschließen.