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30. 10. 2015

(Für die ganz Eiligen ist nur das Fettgedruckte. Wer mehr wissen will, für den ist auch der 'Rest'.)

Unerwartet gleich vorweg: Das beste Geld ist das, was wir gar nicht erst einnehmen und ausgeben bzw. anlegen. Klingt reichlich illusorisch, dennoch lasse ich es hier einfach zum Start so stehen.
Dies über mich vorweg: Ich verfüge über ein leicht überdurchschnittliches Monatseinkommen und kann davon im Konsumzirkus gut mithalten. Doch welchen Schaden richte ich damit an mir selbst, an meinen Mitmenschen, an Pflanzen, Tieren, Boden, Wasser und Luft an? Diese Frage bleibt hier ebenfalls vorerst noch ohne Antwort. Nur Geduld! Beides wird folgen.
Auf jeden Fall schreibt hier einer, der im Sumpf dieses Geldsystems aufwuchs und sich darin systemtreu einrichtete. Es erfordert Mut, diese eingetretenen, scheinbar sicheren Pfade zu verlassen und sich im Umgang mit Leistungen und deren 'Bezahlung' neu einzurichten. Aber es ist ein spannender Vorgang.

Geld in der heute bei uns verwendeten Form ist für uns äußerst praktisch - gleichzeitig wirkt es aber an vielen Stellen auch stark destruktiv. Also Geld abschaffen? Doch was soll dann unser Tauschmittel für so ziemlich alles Materielle sein?
Ich will den Nutzen des Geldes nicht kleinreden; er besteht ohne jeden Zweifel. Doch es kann nicht angehen, dass unsere Spargelder für Lebensversicherungen, Arbeitsunfähigkeitsversicherungen oder einfach für unseren 'Sparstrumpf' einfach so mit daran beteiligt sind, dass mitten in Europa ganze Staaten finanziell geknebelt werden können und dass unzählige Jugendliche kaum Aussicht auf eine wirtschaftlich tragfähige Arbeit haben - nicht zu verschweigen, dass unser Zinsniveau gegen Null strebt, weil in unglaublichen Mengen Geld aus dem Nichts auf den Markt geworfen wird. Genau das mindert den Wert allen Geldes von Menschen mit alltäglichen Einkommensgrößen.

Es ist zu 'billig', auf die 'Großen' in Banken, Big Business und reichen Staatsführungen zu zeigen und ihnen die alleinige Schuld für diese Missstände geben zu wollen. Leider ist es so einfach nicht, denn wir mischen dabei kräftig mit.
Geldinstitute wie Banken und Versicherungen bekommen ihre Einlagen nämlich in riesigem Gesamtumfang auch von uns, die sich für späteren Bedarf finanziell absichern wollen. Unsere riesige Zahl schafft gewaltige Geldmengen, die den Geldhäusern anvertraut wird.
Hast du dich mal gefragt, wozu es so etwas Dämliches wie ein 'Bankgeheimnis' gibt, das es ermöglicht, Auskünfte über die Verwendung deines und meines Geldes in der Hand von Managern dieser Branche zu verweigern? Das entmündigt dich als Sparer oder Versicherungsnehmer, wenn du dies hinnimmst. Dein Vertrag mit dem Geldhaus erteilt diesem einen Freibrief, mit deinem Eigentum 'nach Gutsherrenart' zu wirtschaften. Solcherlei bedeutet in aller Regel alles andere als einen zimperlichen Umgang damit. Die Masse des Geldes ermöglicht es den Instituten, es auf diese Weise vor allem maximal gewinnbringend einzusetzen für das Geldhaus selbstverständlich - aber nicht für dich und auch keinesfalls für die Mitwelt. Zu so kurzsichtigem und selbstschädigendem Wirtschaften lassen wir uns von klein auf verführen.

Wie funktioniert das?
1. Schon seit langer Zeit ist es allgemein üblich, Spareinlagen 10- bis 100-fach als Kredit zu verleihen. Du bekommst zwar Zinsen; das Geldhaus aber bekommt seinen erhöhten Kreditzins aber 10- bis 100-fach als Einnahme. So verfielfacht sich die vorhandene Geldmenge automatisch in wenigen Jahren, wovon sich auf deinem Konto allerdings nicht viel zeigt. Warum nur lassen wir uns so plump übervorteilen und spielen das mit?
2. Weitaus mehr noch bringen finanzielle Wetten um das Eintreten oder Ausbleiben bestimmter Ereignisse: der Wert von Unternehmen, Ernteausfälle, Unwetterschäden, Entwicklung von Rohstoffpreisen und so weiter. Dieser Bereich erfordert jedoch schon meist größeren Geldbesitz, denn wer verzockt schon gerne seine ihm wichtigen Spargroschen?
3. Im ganz geoßen Finanzkarussell wird dann im Millisekundentakt um Schwankungen von Währungen gezockt. Alle wirklich Großen sind daran beteiligt - mit Riesenbeträgen
4. Notenbanken haben dazu noch die Möglichkeit, nach Belieben die in Umlauf befindliche Geldmenge auf dem Markt zu vergrößern. Davon wird seit Jahren auf beiden Seiten des Atlantiks kräftig Gebrauch gemacht.

Mit solidem Wirtschaften hat dies alles nichts zu tun - keiner dieser vier Punkte ist mit ökologischen und sozial-ethischen Grundsätzen vereinbar: Dieses so beschaffene Geldsystem pumpt automatisch Geldbesitz un den weniger Vermögenden fort - hin zu den duetlich mehr Vermögenden. Es findet ein vollständig legaler Raub statt - auch wenn man das lieber diplomatisch als 'Umverteilung' bezeichnet.
Es entstehen immer größere Geldanhäufungen in den Händen von relativ wenigen, die auf diese Weise immer machtvolleren Einfluss innerhalb dieses Wirtschaftsbereiches ausüben können. Mit Realwirtschaft hat dies alles nicht viel zu tun; doch in den Händen dieser Menschen liegt auch dein und mein Schicksal.
Wir Normalverdiener machen bei diesem dummen Spiel mit, als gäbe es für uns absolut keine Alternativen. Soll das klug sein?

Ach so: Haben wir nicht selbst unser Geld dafür hergegeben? Sind wir wirklich so unschuldig, wie wir uns gerne betrachten wollen? Haschten wir nicht nach maximalen Renditeversprechen und nach kostenloser Kontoführung, was wir beides gerne annahmen, ohne zu fragen, wie das funktionieren sollte? Da ließen wir uns auf die gleiche Gier ein, die wir den Bankern so gerne mit erhobenem Zeigefinger unterstellen. Beides ist ein Verlangen von Leistung anderer ohne Gegenleistung von uns selbst - sozial untragbar also. Wir ließen uns zur Vernebelung unserer Wahrnehmung diesen Verdummungsspruch einreden: "Ich lasse mein Geld für mich arbeiten."
Die Aussage ist schon in sich purer Nonsens, denn Geld kann nicht arbeiten. Doch der Spruch soll gezielt etwas verschleiern: dass andere für mich und mein gespartes Geld arbeiten sollen - egal wie lange, unter welchen Bedingungen, mit welcher Bezahlung und mit welchen Folgen für die gesante Mitwelt, übrigens auch für dich und mich selbst. Hauptsache viel Erlös, denn viel Geld ist gutes Geld.
Was für ein dummer Glaubenssatz, dem wir da nachlaufen: Längst ist weltweit vielfach nachgewiesen, dass ein Gewinn an Lebenszufriedenheit durch Geldeinkommen nur bis etwa 1000 € (in reichen Ländern) monatlich zu erzielen ist. Jedes Mehr bringt also eigentlich nichts ein, wofür es sich lohnen würde es anzustreben.
Wir aber halten treu an diesem Glauben fest: "Viel hilft viel!" Er reiht sich in die Reihe der großen Irrtümer ein wie "Die Erde ist eine Scheibe" oder "Atomkraft ist sicher und günstig".
Noch so ein erfolgreicher Verdummungsspruch: "Unterm Strich zähl ich!" Dieser Slogan der Postbank als Tochtergesellschaft des Global Players 'Deutsche Bank' suggeriert, es gehe tatsächlich um den Kunden. Doch 'unterm Strich' zählt für jedes Unternehmen dieser Art einzig die vorweisbare Rendite auf der Aktionärsversammlung. So sind nun einmal nüchtern und sachlich die tatsächlichen Verbindlichkeiten im Business. Wie muss es um unsere geistig-seelische Verfassung beschaffen sein, dass sich eine solche Werbung jahrelang erfolgreich hält wie früher 'Geiz ist geil' von Saturn? Offensichtlich haben wir 'wachen' Kunden uns diesen Unsinn nicht energisch genug verbeten und die übrigen fanden sogar echten Gefallen an diesen Sprüchen, die sich ausschließlich an niedere menschliche Motivationen richten. Doofheit sells - nicht nur Sex.

Ich muss aus eigener Erfahrung einräumen, dass es schmerzhaft ist, sich das Scheitern des eigenen Umgangs mit Geld als widersinnig, unverantwortlich und destruktiv einzugestehen. Ich habe es dennoch getan, denn ohne diesen Schritt ist eine Wende zu einer neuen Sichtweise , einer neuen Einschätzung und zu einer besseren Alltagspraxis so gut wie ausgeschlossen.
Warum? Von 'oben' her wirst du logischerweise keine Änderung erwarten können, denn dort profitiert man ja am meisten von diesem naiven Kinderglauben. Die Änderung kann also nur von der Seite der demnächst sicheren Verlierer kommen, zu denen ich auch mich zähle (übrigens habe ich in meinem Schicksal schon einmal unverschuldet finanzielle Not erfahren und in ihr lernen müssen, wie man sie überwindet - mit einer tatkräftigen, sparsamen und kreativen Gattin an meiner Seite und an der unserer drei Kinder). Am motiviertesten müssten diejenigen sein, die heute noch über eigenes freies Geld verfügen sind, dass sie noch über Möglichkeiten verfügen, über die Verwendung dieses Geldes zu selbst bestimmen. Wer heute bereits im finanziellen Armutsstatus lebt, muss schon über viel Disziplin verfügen, um finanziell noch zu brauchbaren Entscheidungen zu kommen. Doch auch das geht noch. Ansonsten gilt hier längst, wofür ich in diesem Blogbeitrag auch werbe: kreative Lösungen für Probleme, die bei ausreichendem Bankkonto reflexartig mit Geld gelöst werden. Davon gleich mehr.

Diese lange Einleitung sollte dir die Fehleinschätzung eines Restglaubens an deine finanzielle Unschuld noch einmal vor Augen führen, wobei ich noch vieles aus dem Bereich des alltäglichen Konsumierens einfach überging, z. B. die Neigung zu Billigangeboten aller Art in allen Bereichen. Da geizen wir selbst wie Dagibert Duck und finden uns dabei noch clever, obwohl wir vieles davon ungenutzt wieder in den Müll werfen oder in mehrfacher Weise besitzen und horten.


Was also ist guter Umgang mit Geld, wenn alles oben Beschriebene, was Alltagsnormalität in unseren Breiten ist, dazu alles andere als tauglich ist?
Die Einleitung gibt dazu einige Hinweise:

1. Geld ist eigentlich ein Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen - nicht mehr und nicht weniger.
(Jede Form der Anhäufung davon birgt bereits den Keim seines Missbrauchs, der heute allgemeiner, gesellschaftlich akzeptierter Grundsatz ist.)
2. Davon nicht mehr für sich anstreben, als zur Befriedigung eigener Grundbedürfnisse notwendig ist
(Das bedeutet weniger Arbeitszeit, weniger Stress, mehr Freizeit und Selbstbestimmung - übrigens spielt auch der Arbeitgeber oder die Wahl des selbstständigen Wirtschaftsbereichs eine große Rolle: Dient mein Arbeitseinsatz wirklich vorrangig mir und meinen Mitmenschen und nicht 'mitsaugenden' 'Mitessern'? Beschädigt er nicht unnötig anderes Leben und die irdischen Lebensgrundlagen?)
3. Es ist sinnvoll, begrenzte Mittel für späteren Bedarf anzusparen, der die Möglichkeiten von Normalverdienern überschreitet.
(Wer darüber verfügt, ist nicht von Wucherbedingungen anderer abhängig; er ist sogar selbst verhandlungsfähig.)
4. Jedes Anvertrauen von Geld an andere bedarf der kontrollierbaren Selbstbestimmung, wofür es eingesetzt werden darf und wofür nicht.
(Es ist und bleibt mein Eigentum, für das ich stets verantwortlich bin. Verzichte ich auf Mitbestimmung und Kontrolle, dann öffne ich Tür und Tor für Missbrauch, den ich auch bei Nichtwissen verantwotlich bleibe. Lehne Institute mit jeglicher Art von 'Bankgeheimnis' grundsätzlich ab! Deine eigenen Renditeerwartungen richte an dem aus, was Kreditnehmer auch realwirtschatlich ohne Selbstausplünderung leisten können!)
5. Willst du deinen Geldbedarf wirkungsvoll vermindern, dann sorge dafür einfach selbst durch gute Kontaktpflege zu dir und gute Beziehungen zu anderen.
(Geld taugt nicht als Ersatz für positive geistige und seelische Zuwendung. So etwas wie z. B. Zuwendung, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Glücksgefühle wird in unserem Kulturkreis gerne in den Bereich des Käuflichen verlagert. Wie sonst ist der hier ausufernde Bereich der Genussmittel, aufreizender Speisen und Getränkezubereitungen, ein ausgeprägtes Sammler- und Liebhaberwesen und das Vielfach-Kaufen von Kleidung und Gebrauchsgegenständen zu erklären?)
6.Das beste Geld ist das, das erst gar nicht benötigt wird. Selbermachen und gegenseitige Hilfeleistung bewirken oft nicht nur das Gleiche, sondern bewirken auch echte Erfolgserlebnisse und Zufriedenheit.
(Damit bin ich zurück bei meinem Einleitungssatz. Geld wird in unserer Gesellschaft stark überhöht in seinem tatsächlichen Wert eingeschätzt. Daraus resultoert auch die an Religiösität erinnernde Ausrichtung, die wir für dieses Tauschmittel eingetrichtert bekamen - in vielerlei mehr oder weniger subtiler Form.)
7. Erledige selbst, was dir aus eigener Kraft möglich ist!
(Ein geringerer Grundbedarf an Geld führt zu verminderter Arbeitszeit in fremdbestimmter Form. In Kombination mit geringerer Selbstvernebelung durch überall zur Verfügung stehende 'Genuss-Einlagen' gibt das Gelegenheit zu einer besseren Selbstwahrnehmung. Die wiederum macht den Geist frei zu erkennen, was wirklich den ureigenen Interessen dient und wo eher Selbstausbeutung im Spiel ist, die unsere Tage in großem Ausmaß füllt.)
8. Entmachte das Geld in deinem Leben!
(Es heißt im Volksmund nicht zu Unrecht, dass Geld die Welt regiert. Geld zu entmachten ist kein Angriff auf unsere Gesellschaftsform, sondern nur ein wirkungsvoller und geschickter Weg, die eigenen Bedürfnisse auf andere Art und Weise zu befriedigen - mit dem angenehmen Nebeneffekt größeren Lebensglücks: durch Erfolgserlebnisse und echte Zufriedenheit.)
9. Gewinne die Selbstkontrolle über bisher an das Geld abgetretene Lebensbereiche zurück, wo immer das möglich ist!
(Im extrem arbeitsteiligen Leben unserer Gesellschaft lassen wir uns extrem viel von anderen 'besorgen'. So verlieren wir gleichzeitig auch die Kontrolle darüber, was wie hergestellt und angeboten wird - unter welchen ökosozialen Bedingungen zum Beispiel. Viele der heute drängenden sozialen Probleme wie auch der ausgeplünderten Umwelt wären bei größerer persönlichen Nähe zu dem, was ich mir zulege, nicht in der heute so destruktiven Geld- und Warenwirtschaft möglich gewesen.)
10. Bevorzuge in deinem Kaufverhalten die kleinen und regionalen Anbieter!
(Sie haben nicht die Größe multinationaler Konzerne, stehen nicht im destruktiven Finanzkarussell und führen kein unktrollierbares Eigenleben, das sich um die Bedürfnisse von Menschen, ja ganzer Gesellschaften nicht zu scheren brauchen - alleine verpflichtet dem an sie vergebenen Risikokapital und den dafür verlangten Tribut in Form hoher Renditen. Die Kleinen sind meist etwas teurer, weil sie echte Kosten nicht so leicht wie multinationale Konzerne auf irgendjemanden oder die Umwelt abschieben können. Gerade das aber verpflichtet die Kleinen aber auch zur Bodenständigkeit und zum Dienst an den Menschen. Insofern profitieren letztlich alle, wenn immer mehr von uns die Angebote der ganz Großen ausschlagen und nach Alternativen suchen - auch wenn das etwas Zeit kostet und auch vielleicht nicht ganz so schnell erledigt ist. Das Spiel mit Ungeduld und Bequemlichkeit spielt letztlich immer denen in die Hände, die die wirtschaftliche Macht haben, andere zu knechten und auszubeuten. Also wieder niedere eigene Motivationen, über die wir leicht zur Beute dieser Geldkraken werden! Aber erinnere dich daran: Du und niemand sonst entscheidet darüber, wer für ein Geschäft mit dir den Zuschlag bekommt!)
11. Erwarte nicht, dass andere den ersten Schritt tun oder dass von 'oben' her Besserung eintritt! Du änderst nämlich etwas zu deinen persönlichen Gunsten. Das kannst du nicht einfach von anderen erwarten!
(Dieser Tipp ist ganz zentral, denn er durchbricht die Kette der ständigen Outsourcungen und Abwälzungen auf andere. Lass dein Vorbild, deine Lebensfreude damit und auch deine Zufriedenheit anderen als Ansporn dienen. Glück ist ebenso ansteckend wie Elend.)

Geld muss deine und meine Welt also nicht regieren; es hat nur einen begrenzten Sinn und begrenzte Bedeutung. Seine heute quasi-religiöse Bedeutung ist Dummheit - wenn auch genial gemacht, denn irgendwie sind wir ja äußerst wirkungsvoll in dieses Glaubenssystem verstrickt.
Guter Umgang mit Geld reduziert es wieder auf seine Bedeutung als Tauschmittel, als welches es wirklich den Menschen dient und nicht wie heute üblich umgekehrt.

Obwohl ich als Ruheständler immer noch einen recht aufwändigen Lebensstil pflege - mit Eigenheim und kleinem Wohnmobil unter anderem - bleiben mir trotz ansonsten ziemlich umfassendem ökosozialem Konsumieren pro Monat immer noch einige hundert Euro übrig, die ich sparen, spenden oder einfach zum Freude machen verschenken kann. Nicht erst sobald für größere Neuanschaffungen und Reparaturen oder auch Notzeiten genug da ist, bekommen Spenden und Verschenken zum Zuge:
Gerade die Formen des bedingungslosen Hergebens schenken gleichzeitig ein gutes Gefühl an den Hergebenden selbst. Ist das nicht eine ebenso wichtige Form von Reichtum, die wir schätzen und nutzen können - ohne jede Schufterei?


Noch einmal in kurzem Überblick, wie guter Umgang mit Geld aussehen kann:
1. Geld ist nur Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen. Dessen gefühlsmäßige Aufladung lehne ab!
2. Davon nicht mehr für dich anstreben, als zur Befriedigung deiner Grundbedürfnisse notwendig ist.
3. Spare begrenzte Mittel für späteren Bedarf, der deine Möglichkeiten im finanziellen Alltag überschreitet.
4. Gib dein Geld nur an solche, die dich über dessen Verwendung mitbestimmen lassen!
5. Deine Zinsen muss ein Kreditnehmer auch unter ökosozialen Bedingungen real erwirtschaften können.
6. Mindere deinen Geldbedarf wirkungsvoll durch gute Kontaktpflege zu dir und zu anderen.
7. Nicht benötigtes Geld ist das Beste: durch Selbermachen und gegenseitige Hilfeleistung.
8. Erledige selbst, was dir aus eigener Kraft möglich ist!
9. Gewinne als Lohn deine Selbstkontrolle über bisher an das Geld abgetretene Lebensbereiche zurück!
10. Bevorzuge in deinem Kaufverhalten die kleinen und regionalen Anbieter!
11. Erwarte nicht, dass andere den ersten Schritt tun oder dass von 'oben' her Besserung eintritt!


Welche Ideen könnt ihr Leser hier noch ergänzen?