Juli 2013: Erneut haben Hunderte Flüchtlinge ihre Fahrt über das Mittelmeer beinahe nicht überlebt. Die italienische Küstenwache konnte sie noch retten, so die Nachrichtenagentur Ansa

Freilich betreibt auch Europa (wie alle relativ reichen Erdteile / Regionen) mehr eine Abschottungspolitik, als eine nachhaltige Fluchtursachenbekämpfung, sogar oft im Gegenteil: Einer allzu oft immer noch fragwürdig mit korrupten Industrien/Eliten verzahnten "Entwicklungszusammenarbeit" steht immer noch der Profit aus extremer Ausbeutung gegenüber, z.B. über "Billigprodukte aus Übersee", seien es Rohstoffe oder verarbeitete Produkte, deren Import und Weiterverkauf / -verarbeitung in Europa meistens ganz legal ist. Dazu die Forcierung des Klimawandels mit gerade in Afrika schon heute massiven Folgen (Desertifikation etc) Hinzu kommen jährlich zig Milliarden für Erdöl und Erdgas, die wenig demokratisch eingestellte Personen bzw wenig demokratisch verfasste Staaten zunehmend reicher und mächtiger macht, welche ihrerseits wiederum direkt oder indirekt Flucht-Ursachen schüren, etwa durch Unterstützung sog "islamistischer" Extremisten (z.B. aus Saudi-Arabien und anderen, oft freilich nicht offiziell) oder, im Falle des Erdgasexporteurs Russland, das zu den wichtigsten Waffenverkäufern an Syrien gehört u.s.w.

Auch der Papst hat nun das Thema erkannt - Es wird aber auch Zeit, dass auch das "Oberhaupt" der röm kath Kirche, immerhin einer der Mitgliedsstärksten Organisationen weltweit, ausdrücklich dazu Stellung nimmt, auch über verschiedene Ursachen solcher verzweifelter Flüchtlings'ströme' (die ja nur zu relativ sehr geringem Teil Europa erreichen. Die meisten Flüchtlinge weltweit sind in jeweiligen Nachbarländern oder im 'eigenen' Land)
-- Exkurs: Eine "Revolutionierung" der röm kath Kirche ist das freilich/aber noch lange nicht, nebenbei bemerkt. Wo sind z.B. Priesterinnen, Bischöfinnen ...? Wieso soll der Papst in Lehrfragen "unfehlbar" sein? u.s.w. [Ende des Exkurses]--

Auch falsche Versprechungen (durch Medien, etwa TV u.s.w.) und dadurch falsche Hoffnungen gehören sicher zu den Flucht-Ursachen, aber letztlich ohne auf vielerlei Weise verursachte Armut und Kriege würden Menschen erst gar nicht nach solchen Hoffnungsstrohhalmen greifen
- und bis nach Europa, schon gar bis Deutschland, schaffen es die meisten, v.a. die Ärmsten, meist sowieso nicht, schon allein weil sie die 'Schlepper' etc nicht bezahlen können, für die Angehörige der Einkommensmittelschichten oft ihr gesamtes Vermögen opfern -
...
Laufend aktualisierte Seite der UNO über Flüchtlinge weltweit http://www.unhcr.org

K o n k r e t. und. p r a k t i s c h:

Neben
(1) deutlicher Reduzierung oben genannter Ursachen (von Krieg und Armut weltweit), sowie
(2) besseren humanitären Aufnahme-Konzepten, sollten
(3) alle Staaten der Welt endlich zugunsten der UNO 1 bis 10% des Vermögens der mind.10.000 reichsten Menschen als Abgabe erheben, direkt für UNHCR, unicef u.s.w.
und von dem Geld - unter anderem - nachhaltige Flüchtlingsstädte errichten
(mit aufzubauender Selbstverwaltung plus Schutz durch UNO Blauhelme), z.B an Küsten Tunesiens, Libyens, Ägyptens (z.B des Sinai), Somalias u.a., evtl auch an europ.Mittelmeerküsten, etwa Albaniens ...
mit Wasser aus energiesparsamer Meerwasserentsalzung (Elektrodialyse-Verrfahren), und 100% Energieversorung aus Solar u Windkraft, auch für 'urban gardening' (durch die Bewohnerinnen/ern selbst angelegte Gemüsebeete) u.s.w.

- - - Folgende nachträgliche Einfügung im Sommer 2015 :

Neues F o r e n t h e m a. eröffnet, das diesen Blog quasi fortführt,
mit einer Schnittmenge aus dem doppelten Thema:

Bessere Politik (und persönl. privates Alltagsverhalten)
(a) für Menschen, die wir heute meist als Flüchtlinge bezeichnen (wie kann eine humantiäre Aufnahme besser erfolgen (auch in ganz Europa), dann auch eine bessere Integration u.s.w
(b) gegen Nazis (auch was graduell in diese Richtung geht) - Wie können Vorurteile abgebaut werden ... u.s.w.
https://utopia.de/0/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/heidenau-etc-210741
- - - Ende der Einfügung - - -

Lesenswert allg zum Thema auch der
autobiographisch geprägte Roman "Der Bauch des Ozeans" von der afrikanischen Schriftstellerin Fatou Diome

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