Klimagipfel – COP23 - Klimakrise - neue Botschafter für Klimagerechtigkeit – Sondierungen Jamaica – Klimakanzlerin?



In Bonn läuft die Klimakonferenz.

Viele Menschen aus vielen Ländern, die über das Thema reden und reden und reden…

Erwartet werden ca. 25.000 Teilnehmer aus allen 193 UN-Mitgliedsstaaten.

In den diesjährigen Verhandlungen in Bonn soll ein "Regelbuch" entstehen, das beim nächsten Klimagipfel Ende 2018 in Kattowitz in Polen verabschiedet werden kann. Durch dieses "Rule book" sollen die Zusagen der einzelnen Staaten überprüfbar und miteinander vergleichbar werden

Da geht es natürilch um das Kleingedruckte und der Teufel liegt im Detail.

Aber auch auf die Details kommt es an.

Immerhin gehen die Teilnehmer zumindest beim Wasser mit gutem Beispiel voran.

Es gibt in Bonn wiederverwendbare Becher und Wasserstationen zum Abzapfen.

Auch beim Papier wird gespart.

Coffee to go gibt es aber leider doch und damit eine Unmenge von vermeidbarem Müll.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/wie-klimafreundlich-ist-der-umweltgipfel-100.html

Mich hat auch entsetzt, dass der Plan, auf dem Gipfel ausschließlich vegetarisches Essen anzubieten für einen unglaublichen Shitstorm gesorgt hat. Es kann doch wohl kein Problem sein, sich mal kurzzeitig für wenige Tage auf evtl. ungewohnte und eine alternative Ernährung einzulassen und beim Klimagipfel mit klimafreundlichen Genüssen zu punkten. Regional und saisonal heißt doch auch nicht zwangsläufig: es gibt Kürbis und Kürbis und Kürbis.

(Dabei ist Kürbis nicht gleich Kürbis und auf ganz viele Arten und absolut lecker zuzubereiten, es muß nicht immer nur Suppe sein https://utopia.de/ratgeber/kuerbissorten-ueberblick-ueber-die-beliebtesten-arten).

Ebenfalls sollte mittlerweile klar sein, dass die wirksamste, die günstigste, die am einfachsten umsetzbare Sofortmaßnahme hinsichtlich Klimakrise ganz simpel durchführbar der Verzicht auf Fleisch ist.

Also, wenn da auch in der Sache nicht mehr an Kompromißbereitschaft vorhanden ist, mach ich mir lieber nicht so viel Hoffnung über konkret greifbare Ergebnisse zu schwieriger umsetzbaren Maßnahmen wie Kohlekraftwerke, Verbrennungsmotoren, Dämmmaterialien etc.

Dabei wäre es wirklich an der Zeit, über die Ursachen nachzudenken, statt über Fahrverbote bei Smogalarm.


Der Ausstieg der USA war ein übler Rückschlag, ist aber nur eines der vielen Probleme.

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/bonn-cop23-leonardo-dicaprio-will-zum-weltklimagipfel-kommen-aid-1.7186016

Da helfen auch die Appelle der Prominenten in Bonn relativ wenig.
Vielleicht sollte Leonardo DiCaprio seinen US Präsidenten dazu bringen, seine Doku „before the flood“ anzusehen.

Den Film fand ich absolut sehenswert. Aber vielleicht sind das für Donald Trump ja auch alles Fake-News.

https://www.youtube.com/watch?v=7nZyd4ZaHi4

Die Doku ist in voller Länger hier zu sehen.

Ich lasse mich wirklich gern positiv überraschen, aber vermutlich wird es in Bonn ein paar nette Absichtserklärungen geben.

Am Ende steht dann das übliche Abschluss-Communiqué, das von allgemeinen Formulierungen nur so wimmelt…
Man wird sehen.




Auch in Berlin sieht es nicht wirklich hoffnungsvoll aus.

Die Sondierungen für Jamaica laufen und noch ist nicht alles klar, aber zumindest ist schon durchgesichert, dass die Grünen auf feste Zusagen sowohl für den Ausstieg aus der Kohle als auch den Rückzug vom Verbrennungsmotoren verzichten. Schnellstmöglich soll es heißen.

Was das bedeutet, sollte wohl jedem klar sein.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/jamaika-koalition-gruene-kohleausstieg-kompromiss


Wie die Klimavorgaben dann erreicht werden können, ist fraglich.


Wie kürzlich bekannt wurde, ist die Situation ja sogar schlimmer als erwartet und wir sind weit davon entfernt, die Vorgaben einhalten zu können.

http://www.tagesspiegel.de/politik/treibhausgase-deutschland-verfehlt-seine-klimaziele-fuer-2020-deutlich/20299090.html

Dabei wollte sich Frau Merkel doch als Klimakanzlerin profilieren.



Wie wohltuend ist es dann, wenn es junge Menschen gibt, die anpacken.

Motto: stop talking – start planting.

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Schon lange unterstütze ich die Kinder- und Jugendorganisation Plant for the planet.

Entstanden ist die Idee für diese Organisation, als Felix Finkbeiner für die Schule ein Referat über Eisbären machen sollte.

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Er fing an, sich mit dem Thema Klimawandel zu beschäftigen.

Schnell stiess er u.a. auf Wangari Maathai. Diese kenianische Friedensnobelpreisträgerin hat mit ihrer Bewegung „The Green Belt Movement“ in 30 Jahren ca. 30 Millionen Bäume in Afrika gepflanzt.

Felix fing ebenfalls an, Bäume zu pflanzen und gründete 2007 im Alter von 9 Jahren die Organisation Plant for the planet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Plant-for-the-Planet

Bald finden sich u.a. durch die Kampagne „Stop talking – start planting“ viele prominente Unterstützer wie z.B. Harrisson Ford, Peter Maffay oder Prinz Albert von Monaco.

Jetzt retten die Kinder die Welt.

2011 spricht Felix sogar vor den Vereinten Nationen in New York und 2015 wird er als Europäer des Jahres ausgezeichnet.

https://www.youtube.com/watch?v=tGLtkbaeupI


Inzwischen haben Felix und seine weltweit tätigen Helfer die unglaubliche Zahl von 15.205.110.564 Bäumen gepflanzt.

Bis 2020 sollen weltweit 1.000 Milliarden Bäume gepflanzt werden!

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Ein paar davon darf ich mir auch selbst auf die Kappe schreiben.
Wir haben im vergangenen Jahr eine Aktion mit unserer Lokalgruppe der Global Marshall Plan Initiative gemacht.
Dabei ging es darum, Baumbilder zu malen. Wir haben erst selbst gemalt und dann Nachbarskinder motiviert.



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Am Ende haben die Malschule der Stadt, Kindergärten und Schulen mitgemacht und wir konnten knapp 1500 Baumbilder sammeln.

Ritter Sport hat dann in Kooperation mit Plant for the planet für jedes Baumbild einen echten Baum gepflanzt.
Das hat Spaß gemacht und es ist durch unsere Initiative ein richtig schöner Wald dabei entstanden.


Jetzt gab es eine Veranstaltung von Plant for the planet bei uns in der Gegend und natürlich wollten wir dabei sein.


67 hochmotivierte Kinder, meist im Alter zwischen 10 und 12 trafen sich am Samstag, 11.Nov.2017 in Mettmann.

Während im umliegenden Rheinland der Karnevals-Beginn und Hoppeditz-Erwachen gefeiert wird, haben sich diese Schüler die Zeit für ernsthafte Themen genommen und sich mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise beschäftigt.

Einige der Kinder kamen dafür sogar aus Minden und Herne.

Es gab spannende Spiele zum Thema Klimagerechtigkeit, es wurde viel diskutiert, es wurden tolle Ideen entwickelt und es machte Spaß zu erfahren, was jeder für das Klima tun kann.

Und auch von Nieselregen und Matsch ließ sich Niemand abhalten, natürlich wurden auch in Mettmann fleißig ein paar Bäume gepflanzt. <span>Diplomaten in Gummistiefeln</span>.

Zum Abschluss-Vortrag der Akademie kamen auch ca. 120-150 Erwachsenen dazu.

Dann präsentierten die Kinder, was sie zum Thema Klimakrise, CO2-Ausstoß etc. gelernt haben.

Anschließend bekam Jeder zusätzlich zum Plant for the planet T-Shirt noch ein großes Infopaket.

Dann erfolgte die feierliche Überreichung der Urkunden und die Ernennung zu neuen Botschaftern für Klimagerechtigkeit.

Viele Kinder wollen regionale Clubs gründen und auch weiterhin aktiv werden.

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Es war eine inspirierende Erfahrung, dabei zu sein und den Elan der Kinder zu erleben.

Man kann Hoffnung haben, dass die Menschheit und der Planet Erde noch eine Zukunft haben, wenn man sieht, wie ernst die neuen Klimabotschafter ihre Aufgabe nehmen.



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Natürlich wird „Bäume pflanzen“ allein nicht alle Probleme lösen können. Aber es verschafft uns mehr Zeit bis andere Lösungen greifen.



Übrigens:

Die Kinder von Plant for the planet haben auch ihre eigene Gute Schokolade entwickelt, bio, fair und klimaneutral.

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Auch dafür werden wieder Bäume gepflanzt. (für 3 Tafeln = 1 Baum)

Also, ich ess jetzt erst mal ein wenig Schokolade für den guten Zweck.

Klimaretten kann voll lecker sein



Wer noch mehr tun will zeigt der Welt seine Schokoladenseite.

Selfie von sich selbst mit einer Tafel der Guten Schokolade bei Facebook, Instagramm oder Twitter posten. Auch dafür wird wieder ein Baum gepflanzt.

https://www.plant-for-the-planet.org/de/mitmachen/so-kannst-du-mitmachen/die-gute-schokolade