[image] kleine Auswahl I

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Verpackungen sollen einmal ein Schutz für die Ware sein, andererseits auch zum Kauf anregen. Folien-Verpackungen für Kaffee oder Tierfutter zählen dazu und kommen deshalb meist attraktiv und farbenprächtig designt daher. Dennoch fristen sie meistens, wie eigentlich fast alle Verpackungen, nur ein kurzes Einmaldasein und werden oft kurz nach dem Öffnen zügig und achtlos entsorgt.

(M)ein Rettungsversuch (?) Verpackungsfolienportemonnaies:

[image] Kleine Auswahl II

Viele Kaffeesorten, ob Bohne oder schon gemahlen, oder auch Tierfutter für Hund und Katze werden vielfach in stabile Metallfolienschläuche "eingeschweißt". Innen haben sie eine Schicht Schmelzkleber, damit sie einfach und schnell mit Hitze, auch vakuumdicht verschlossen werden können. Das nutze ich für meine Kaffee-Portemonnaies. Sie entstehen durch Falten des vorhandenen Folienschlauchs und für die Fixierung benutze ich jenen innenseitigen Schmelzkleber, weil ich damit, sowohl die Folie selbst, als geeignete Abschnitte daraus, je nach Bedarf, nur mit einem Bügeleisen, dauerhaft zusammenfügen und gleichzeitig noch verstärken kann. Denkbar wäre auch, das Ganze zu nähen, ist aber nicht unbedingt mein Ding.



[image] "Ökologisch Korrekte"

[image] "Standart-Modell Heimbs"

Die obige Heimbs-Tüten eignet sich für Modelle aus einem Guß. Bei anderen muss das Logo extra plaziert werden.

[image] "Del Moro"

Logo extra eingearbeitet.



[image]

"Logo auch hier extra hinzugefügt."

Damit die entsprechenden Firmen-Logo richtig herum als Verschlusslasche auf den Geldbörsenfächer zu liegen kommen, falte ich die Schmalseiten des Folienschlauches nach innen und verschweiße die Verpackungsöffnung, die nun den Boden bildet. Für die Geldfächer reduziere ich Verpackungsrückseite, einschließlich der Faltung auf die gewünschte Börsenhöhe, lasse aber die ehemalige Vorderseite länger, so dass sie nun als Verschlusslasche über den Börsenkörper gelegt werden kann.Das vorher auf dem Kopf stehende Logo, ziert nun richtig herum die Börsenvorderseite.

[image] "Modell Melitta"


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"Modell Dom Rep", Kaffeeverpackungen kamen extra mit der Post!

Kleidet man das Ganze innen noch mit Folienabschnittsresten aus, erhöht das nicht nur die Stabilität, sondern erlaubt auch zusätzlich farbliche Akzente zu setzen und, was eigentlich wichtiger ist, noch das Einfügen einer Innentrennwand. Somit entsteht ein zweikammeriges Portemonnaies aus einem Guss.

[image] Auskleidungsbeispiel I




[image] Auskleidungsbeispiel II

(Katzenportemonnaies mit Nußmischungsinnerverkleidung)

Da die Folien nicht explizit für ein Portemonnaies gestaltet sind, lassen sich Logos und andere wünschenswerte Details aus größeren Verpackungen ausschneiden und intarsienartig fast unsichtbar, sowohl in den Grundkörper innen , als auch auf der Vorderseite platzieren, was gut beim „Alfredomodell“ zu sehen ist.

[image] "Alfrdo vorn"

Die Dame ist leider wegen der Tütengröße überwiegend hinten. Dafür ziert sie mit ihrem Dekollté alle Innenfächer.


[image] "Alfredo innen"



So komme ich zu handlichen Modellen aus den riesigen Tüten für die Espressomaschinen oder Tierfuttertüten.

Drei Beispiele von Katzenfuttertütenmodellen


[image] [/i]



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Bei den Portemonnaeis aus Tennisballschlauchfolien (gibt es leider nicht mehr) bin ich gleich so vorgegangen. Da diese Folien meist in der Mitte geöffnet werden, war ein Schnittmuster nötig, um aus den meist unsensibel aufgerissenen Verpackungen brauchbaren Elemente aussuchen zu können.

Die zurechtgeschnitten Einzelteile wurden danach verschweißt. Um etwas Pepp in die sonst silbrigen Portemonnaies zu bringen habe ich Farbelemente aus Kaffeeverpackungen um die Außenränder gelegt und, je nach Bedarf, auch den Innenbereich z.B. mit goldener Kaffeeverpackungsfolie ausgekleidet.

[image] [i]Tennisballverpackung (alt)


[/i] [image] [i]"Modell Dunlopp"

Diese Folien sind extrem wiederstandsfähig und mein eigenes hält inzwischen schon über 7 Jahre.

Leider sind die Schmelztemperatur von Folie zu Folie oft unterschiedlich, so dass vorheriges Probeschweißen immer gemacht werden sollte.



Nachtrag in eigener Sache:

Diese Börsen habe ich bereits ab 2005 für mein kleines Berliner Designlabel „nee,doch!design“ kreiert. Ich verkaufe aber heute keine Börsen mehr! Wer gerne so Geldtäschchen besitzen möchte, muss es sich leider nun selber herstellen weil ich keine Kunsthandwerkerambitionen habe und Ratschläge wie, gib das doch einfach nach … und lass es dort billig in Serie machen, lehne ich kategorisch ab.

Sollte dagegen jemand etwas Hilfestellung brauchen, gebe ich die gerne, so ich das kann.