Die eigene Küche ist so ein Ort, der viele Gesichter haben kann und auch verbirgt. Unsere uralte und altbewährte Vielzweckschere auf dem Ceranfeld, hatte schon immer ein staunendes

[image] Scherengesicht,

dass ich aber erst nach Jahren und per Zufall bemerkte.



Auch der

[image] Ceranfeldreiniger

schaut ganz interessiert, ob er Erfolg bei der Arbeit hat, während das

[image] Capuchinogesicht

bestimmt schon vielen aufgefallen ist, weil es sich in unzähligen Varianten zeigt und vielfach reproduziert wird. Sie entstehen, weil viele Kaffeeautomaten oft zwei Ausläufe haben. Da bleiben schnell zwei Augen im Milchschaum zurück. Hingegen wird die

[image] grimmige Mohnschnecke,

anders als das Heißgetränk zuvor, schon deutlich eher der Zufall bestimmt. Das

[image] Deckelgesicht

hingegen entsteht, weil der Deckelöffner eine große „Mundöffnung“ für den aufziehenden Finger haben muss. Augen und Nase sind dagegen konstruktionsbedingt. Mein gesichteter Dosendeckel reizte mich dann doch noch, nach dem Fotoshooting, aus ihm kurzer Hand eine vollständige

[image] Dosenfigur

zu kreieren.

Zwei Holzformen, in denen Biobrote auf-, besser fertig gebacken und auch noch gleich darin verkauft wurden, machen gestapelt schon ein eher

[image] langes Gesicht,

nicht nur, weil sie sich sicher fragen, wer nutzt die Formen nachher weiter? (Bei mir müssen sie sich diese Frage nicht stellen.) Nach dem Shooting, als die „Backformen“ zufällig etwas andersherum gestapelt zu liegen kamen, ergaber die dann ein völlig anderes, nämlich eher ein

[image] Bulldoggengesicht.



Der Rauchmelder in unserer Küche hingegen, erinnert mich sehr an

[image] Caspar,

jener freundliche Comicgeist, der in Deutschland unter dem Namen Casimir &Co bekannt wurde.



Stephanie sah in meinem „Handtuchmönch“ ( https://utopia.de/0/blog/litter-art/guckst-du-nur-oder-kuckst-du ) eher einen Elefanten. Ich finde das trifft besser auf die danebenstehende Kaffeemaschine zu. Das graue kleine Handtuch zaubert ihr eher einen (breiten)

[image] Elefantenkopf.

Ohne Handtuch und Kaffeekanne sieht das Maschinchen hingegen verdammt einem

[image] Hushpuppy,

jenem dackelähnlichen Hunde mit seinem langen, bis zum Boden reichenden Ohren ähnlich. Den

[image] Entenkopf

wird jeder erkennen, hoffe ich. Er ist auch ein reines Zufallsprodukt und war zufällig in der Küche. Aber vielleicht regt das Beispiel auch andere an, Bananen einmal unter diesem Aspekt zu betrachten.



Im Badezimmer fand ich ebenfalls mehrere Gesichter. Unser

[image] Duschkopf

macht seinem Namen alle Ehre, besonders, da die leichte Verkalkung die Gesichtskontur besser hervorhebt.

Der Elektrorasierer erinnert mich an ein

[image] Erdmännchen,

sein Schutzdeckel allein, schon eher an den Kopf einer

[image] Kobra,

während die Kollegen aus der Gattung der Nassrasierer, auch schöne

[image] Rasierergesicht 1

[image] Rasierergesicht 2

haben.



Ein kleines, leicht geöffnetes Nippesdöschen in der Gästetoilette, sieht etwas einem

[image] Froschkopf

ähnlich. Die schwarzen „Augen“ sind in der Realität zwei Hühner.

Bei der Installation eines neuen Beckens, zeigte sich eine Seite der Schüssel, die einem sonst, auch der Hängung wegen, verborgen bleibt. Dieses



[image] Klogesicht

ist nach der Montage leider nicht mehr zu bewundern.

Auf einer öffentlichen Toilette schauten mich, schon leicht traurig,

[image]Dübel“

an, weil ein Gerät abgebaut wurde. Zettel ankleben und Graffiti sind hier verboten, aber Kacheln und irgendwie Dübel, sind erlaubt.

Noch einmal zurück ins Haus. Ob das

[image] Latschenkonterfei

auchzwei Latschenkiefer besitzt, ist schwer auszumachen, aber zu vermuten. Auch ohne Socken, übrigens der selbe

[image] Latschen,

sind die schreienden

[image] Zwillingslatschen

nicht von dem berühmten malenden Norweger, sondern von einer führenden deutschen Fußbett Latschen Firma, nämlich jener mit dem besonderen Gesundheitsanspruch.

Werkzeuge sind ebenfalls vielgesichtig. Eine im Garten verlorene und daher stark korodierte Teppichmesserklinge, gibt doch ein tolles

[image] Nashorn

ab. Das Sägeblatt mit seinem fast wie

[image] Killroy

wirkendem Gesicht (Wie hieß es damals noch so schön: "What a pleasure, what a joy, I was here before Killroy"), ist ja nichts gegen den

[image] Fuchs

des Sägegriffs. Das Sägeensemble heißt ja auch zusammen Fuchsschwanz, was aber nicht vom Griffholz her, sondern von der Sägeblattform abgleitet ist. Das sich der

[image] Fliegengaseschneider

als äußert patent und hilfreich erwies, ist ihm so nicht gleich anzusehen. Sieht aber doch irgendwie schon „scharf“ aus. Und danach gibt es ein bezauberndes und entspanntes

[image] Staubsaugerlächeln.

In meiner "Muckibude", die ich regelmäßig mit Ernst besuche, erfreute uns eine

[image] Geräteente

mit ihrem Anblick.

Wer den Kopf nicht nur unten hat, sondern auch einmal den Blick nach oben schweifen lässt, kann ein

[image] Hausgesicht

entdecken, oder ein

[image] Baumgesicht,

das fröhlich vor sich hin pfeift erspähen, oder staunen, wie viele unterschiedliche

[image] Zapfengesichter

an Mülltonnen existieren. Selbst ein

[image] Nummerschildgesicht

entsteht, wenn der Zufall hilft. Da fehlen wohl etliche Schrauben und die Emaille ist etwas demoliert.

Auf dem Trottoir fand sich unverhofft, wenn auch arg kubistisch, ein

[image] Plattengesicht.

Ursprünglich wollte ich nur die Maschinenschraube, die zufällig in eine der Plattne mit eingegossen wurde photographieren, aber die Flecken auf den darüber angrenzenden Platten, öffneten mir dann doch die Augen.

Zum Schluss noch ein paar traurige Rinnsteinfunde. Das

[image] Verpackungsgesicht

sieht schon futuristisch aus. Dagegen stimmen die folgenden Bilder vom

[image] Kaffeebecher

mich schon etwas traurig. Zwar geben die Tassenlogo dem Pappgefäß ein Paar Augen und ein Kaffeerest am Becherrand (Becher gedreht) sieht aus, wie eine Zunge. Dennoch empfand ich als die breit gedrückte Becheröffnung als ein höhnisches

[image] Grinsen

das der Einmalmüllrest für uns übrig hat. Nach einem nächtlichen Regenguss, fand ich den selben Becher am nächsten Tag dazu auch noch

[image] rauchend

vor, was mich als sein „Entdecker“ faszinierte, aber ob des schlecht entsorgten Abfalls, auch ärgerte und betroffen machte.

Die letzten beiden Gesichter passen eigentlich nicht so recht in diese Kategorie, aber die entdeckte ich im Fahrstuhl eines Krankenhauses. Ein frecher (?) Zeitgenosse, vielleicht musste der hier längere Zeit als Patient verbringen, verpasste den beiden Richtungslampen des Aufzugs die

[image] Emoticons.

passend zu ihren Richtungen.