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Eine Fashion-Revolution entwickelte sich aus diesem tragischen Ereignis. Jedes Jahr wird dazu aufgerufen, mit der Frage „Who made my clothes?“ an Unternehmen heranzutreten und die Produktionsbedingungen transparent zu machen. Zum Beispiel mit dem Hashtag #whomademyclothes die Firmen in den sozialen Medien zu involvieren.
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Seit dem ersten „Fashion Revolution Day“ hat sich die schöne Tradition herauskristallisiert, die Klamotten auf links zu tragen, sodass die eingenähten Schildchen sichtbar werden, auf denen der Markenname, die Waschanleitung und vor allem das Produktionsland steht. Und somit aufmerksam zu machen, wer genau die Klamotten „Made in Bangladesh“, „Made in China“, „Made in Turkey“ oder neuerdings „Made in Ethiopia“ hergestellt hat und unter welchen Arbeits- und Gesundheitsbedingungen. Denn herkömmliche Mode produziert dort, wo es am billigsten geht und wo die Menschenrechte gerade nicht viel wert sind. Fotos von den auf links getragenen Outfits können im Netz veröffentlicht werden und mit den Firmen verlinkt werden.
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Letztes Jahr wurde der „Fashion Revolution Day“ schon zu einer gesamten „Fashion Revolution Week“, auch dieses Jahr sind für die Woche vom 24.-30.April diverse Aktionen geplant, z. B. gelistet auf der offiziellen weltweiten Infoseite.
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Viel wichtiger ist jedoch, dass Einzelne aktiv werden, ihren eigenen Klamottenkonsum kritisch hinterfragen (Was und wieviel brauche ich wirklich? Muss es neu sein? Welche Firma will ich mit meinem Geld unterstützen?) und Zeichen setzen - beim Einkauf, aber auch in der Öffentlichkeit um andere zum Nachdenken zu bringen:
Entweder mit Fotos, Hashtags und Anfragen im Internet.
Oder im realen Leben die Klamotten einen Tag oder eine Woche linksherum zu tragen und darüber mit Menschen ins Gespräch kommen.
Oder politisch aktiv zu werden und die von der „Kampagne für saubere Kleidung“ initiierte Petition hier auf change.org zu unterzeichnen.
Oder sich selbst was Neues einfallen zu lassen. Denn diese Revolution geschieht durch uns, die wir durchschnittlich in Deutschland pro Monat fünf neue Kleidungsstücke kaufen, aber nur vier davon überhaupt anziehen werden.