ch versuchte meine Schwester mit dem Händi anzurufen, damit sie mit meiner Mutter telefonieren kann. Aber sie war wohl bei ihren Ziegen auf der Alm. Also ging ich mit meiner Mutter in den Park. Wir setzten uns in der Sonne auf eine Bank. Genauer gesagt setze ich mich in einen weißen Gartenstuhl neben die Bank und meine Mutter blieb in ihrem Rollstuhl sitzen. Aber wir genossen die Sonne und das schöne Wetter. Ich zog meine Ukulele aus dem Rucksack und begann für meine Mutter zu singen. Da sie dement ist und kaum noch etwas begreift, sang ich meine Lieblingslieder. Und das sind im Moment spirituelle Lieder. Ich spüre, wie ich dadurch schnell in eine spirituelle Energie komme. Sie tun mir gut.

Ich sang immer weiter. Der ganze Park tauchte in eine spirituelle Stimmung ein. Zuerst war der Park fast leer. Aber jetzt kamen nach und nach immer mehr Leute in den Park, setzten sich in etwas größerer Entfernung um mich herum und lauschten der Musik. Meine Mutter wurde auch von guter Energie erfüllt und wachte langsam auf. Deshalb sang ich nun ihre Lieblingslieder. Und oh Wunder. Sie sang sie mit, obwohl sie sonst nicht mehr singt.

Als wir eine Stunde gesungen hatten, ging ich noch etwas mit ihr in der Umgebung des Altersheimes spazieren. Meine alten Freundinnen waren heute mit dem Seniorenkegeln beschäftigt, so dass das gemeinsame Singen ausfiel. Dafür sang ich in dem Zimmer meiner Mutter mit ihrer Zimmernachbarin. Sie war heute sehr schlecht drauf und klagte über das Leben und das Altersheim. Ich fragte sie vorsichtig nach ihrem Liederwunsch. Und dann sangen wir gemeinsam drei Kinderlieder. Das öffnete ihr Herz und sie war wieder glücklich.

Ich hatte meinen Job getan und radelte nach Hause. Dabei merkte ich, wie viel Kraft und Energie mich der kurze Aufenthalt im Altersheim gekostet hatte. Ich musste mich also schnell wieder energetisch aufladen. Dabei fielen mir meine neuen Herzübungen ein, die ich gerade für meine Yogaleute entwickelt hatte. Mit meinem Musikerfreund habe ich sogar ein Video darüber gedreht. Ihr könnt sie also alle einmal ausprobieren.

Im Video mache ich zuerst einige Yogübungen im Stehen. Vorsicht, nicht erschrecken. Es wird laut. Es ertönen einige wilde Schreie aus meiner Karatezeit. Sie erwecken unsere Kraft und bringen uns in den Moment. Aber danach kommen die Herzübungen. Wir legen die Zeigefinger beider Hände vor dem Herzchakra zusammen und strecken die Arme nach vorne aus. Wir ziehen die Hände solange vor und zurück, bis der Herzkanal gereinigt ist. Das spüren wir. Plötzlich öffnet sich unser Herz und wir sind in der Liebe. Wir reinigen ebenso die anderen Chakren und bringen uns in den Frieden, die Einheit und das Glück.

Ich machte heute die Übungen auf dem Fahrrad mit einer Hand. Mit der anderen musste ich den Lenker betätigen. Aber es klappte trotzdem. Zuhause meditierte ich noch etwas und ging eine halbe Stunde im Yogiwald spazieren. Und war wieder in der Einheit und im inneren Glück.