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Aktionen und Petitionen / Tierschutz

Quälerei in Schlachthöfen beenden

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berniewa schrieb am 22.05.2015 um 19:54

Mit Worten kaum beschreibbar sind Zustände in Schlachthöfen (weltweit, aber auch in Deutschland)
v.a. bzgl der Quälerei durch 'versehentliche' Nicht-betäubung (forciert durch Akkordarbeit, Zeitdruck, zwecks Profitmaximierung).
Sogar viele Tiere aus Bio-Landbau sind übrigens davon betroffen, weil auch sie oft in konventionellen Schlachthöfen landen (und das Biosiegel bezieht sich auf die 'Haltung' der Tiere, aber nicht darauf, wie sie getötetet werden)

Quellen.:
-- Jonathan Safran Foer : Tiere essen (ins Deutsche übersetztes Buch, wo im Anhang zu den US-Daten des Autors vom Vebu deutsche Vergleichsdaten aufgelistet werden)
-- Tierschutzbund e.V. (2012): Systemimmanente Probleme beim Schlachten;
-- außerdem unter http://gruene-bayern.de/gruende-gegen-industrielle-tierhaltung/
ist eine Broschüre des LAK Ökologie zu finden.
Dort einfach bis zur Überschrift "Das Leiden der Tiere: Grausamer Tod" scrollen,
ebd. sind weitere Quellen und Links zum Thema "Schlachten"

diese millionenfach und täglich geschehenen quälereien können verhindert oder zumindest stark verringert werden,
(wenn sich genügend menschen dafür genügend stark einsetzen),

durch drastische, gesetzliche maßnahmen wie verpflichtende videoüberwachung dieses bereichs und häufige stichprobenweise auswertung, sowie empfindliche strafen bei verstößen, und zwar nicht nur für verantwortliche arbeiter, sondern auch für schlachthofbesitzer/eigentümer

! schreiben wir deshalb an abgeordete und parteien in kreistagen, landtagen, im bundestag, und im EU parlament

sowie an nichtregierungsorganisationen die sich dafür viell. noch stärker oder überhaupt erst einsetzen könnten


    berniewa schrieb am 23.05.2015 um 19:22

    abgeordnete des je eigenen wahlkreises sind übrigens z.b. mithilfe dieser seite zu finden http://www.abgeordnetenwatch.de/

    berniewa schrieb am 23.05.2015 um 19:32

    Vorsicht vor folgendem Trugschluss :

    Es ist keineswegs, wie eine/r viell. gern glauben möchte, so,
    dass die Tiere ja spätestens dann wenigstens mit dem Abstechen und folgendem Ausbluten schnell oder gar sofort tot sind,
    im Gegenteil kommen etliche (laut Schlachthofarbeitern (vgl z.B J. S Foer, oben schon genanntes Buch) sogar durch den starken Schmerz erst wieder zu Bewusstsein, die eigtl betäubt waren,
    bei einigen Rindern z.B geschieht das noch bei Beginn des Hautabziehens , wo sie plötzlich wieder aufwachen und versuchen um sich zu schlagen (was natürlich schwer geht, da sie schon kopfüber am Fließband hängen)

    Auch das Ausbluten dauert (v.a. bei größeren Tieren wie erwachsenen Rindern) durchaus sehr viele ggf Hunderte extrem qualvolle Sekunden, also ggf etliche Minuten
    und da sie kopfüber hängen, ist ausgerechnet im Gehirn noch länger Blut, als in einigen anderen Teilen des Körpers, und mit Blut im Gehirn bleibt auch das Bewusstsein leider oft noch erhalten - bzw wird wie gesagt durch starken Schmerz in vielen Fällen sogar wieder geweckt --
    und die Formulierung "in vielen Fällen" ist hierbei nicht übertrieben, selbst wenn es nur 1% wäre, denn es werden allein in D. jährlich mehrere Dutzend Millionen Rinder, Schweine, Schafe etc geschlachtet .

    berniewa schrieb am 27.05.2015 um 16:00

    Lasst uns auch E-Mails, Facebooknachrichten, Kommentare .... schreiben an Medien wie z.B.

    ARD, ZDF, Arte, 3sat, Phoenix, 'Dritte Programme',

    taz, Süddeutsche etc.

    ZEIT, Spiegel u.s.w.

    z.B. mit kurzem Wortlaut wie etwa Folgendem :


    ... bis heute sehr ignoriert, sind die
    jährlich Millionen Tiere betreffenden Zustände in Schlachthöfen

    wo mehr als jedes 20.Tier
    nicht korrekt betäubt wird und infolgedessen unsagbare Qualen erleidet

    (z.B. Schweine die bei Bewusstsein gesiedet/gebrüht werden usw)

    berniewa schrieb am 27.05.2015 um 16:02

    auch Kommentare bei Twitter (wer dort einen Account hat) oder Facebook etc

    vielleicht sogar bei Medien, die sowieso meist nur Müll drucken oder senden,
    z.B Privatfernsehsender u.s.w.,

    dort z.B. wenn ein Horrofilm oder ein Krimi angekündigt wird,
    einen Kommentar, der sinngemäß sagt, es wäre besser, sich mal um das alltägliche .r.e.a.l.e. Grauen zu kümmern, statt sich vom fiktiven abstumpfen zu lassen

    smarla schrieb am 27.05.2015 um 17:24

    Danke Dir für diesen Hinweis.

    Das erinnert mich an ein "vergrabenes" Erlebnis während meiner Ausbildung, wo ich den "Bolzenschuß" auf ein Rind miterleben "durfte": als "Labormensch" sollte ich schließlich wissen, woher meine Proben kommen-und als Fleischesser sollte es sowieso jeder wissen.

    Das Rind wurde in diese Box geführt, der "Schuss saß": und sofort fiel das Tier um.
    Soweit es in dieser engen Box umfallen konnte: für einen "guten Schuss" musste diese Box so eng sein-so konnte das Tier nur nach unten kippen, als seine Beine nachgaben.

    Also "eigentlich alles gut"..

    Das ist fast 30 Jahre her: ich habe es lange verdrängt.
    Selbst wenn man es mit eigenen Augen mitverfolgt hat: der Mensch ist vor allem ein "Verdrängungskünstler".

    Für mich ist es das Minimum, unseren Tieren, die wir Essen möchten, zumindest einen schnellen und schmerzfreien Tod zu ermöglichen.

    Da ich aber der Überzeugung bin, dass eine gut formulierte Petition mit vielen Unterschriften mehr bringen würde als die Schreiben Einzelner: Berniewa, mach' was draus.

    simko schrieb am 28.05.2015 um 07:49

    Ja schrecklich, und ich unterstütze es auch schon lange nicht mehr.

    Meine Philosophie ist aber im Laufe der Jahre vom Radikalen etwas mehr übergegangen in das Vorbildhafte. Ich merke, dass ich mit konsequentem ruhigen Fleischkonsum-Boykott mehr erreiche und habe das Gefühl das mich die Menschen um mich herum damit ernster nehmen, als wenn ich immer total aufgewühlt bin und das noch mal etxra bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck bringe.

    Genau, die Menschen sind Meister im Verdängen. Aber es ist einfach so, die Nachfrage regelt das Angebot. Die Menschen als Volk müssen lernen ihre eigene Kraft wieder zu nutzen! Man sieht hier und da ganz klar das es funktioniert: In Mönchengladbach, eine Stadt die im Vergleich zu Berlin eher unterentwickelt ist, gibt es jetzt hunderte von Veganern die sich regelmäßig treffen und zahlreiche Restaurantbesitzer damit förmlich zwingen, vegane Speisen anzubieten. Wenn du in Mönchengladbach vegan essen willst, ist das überhaupt kein Problem.

    Ich kenne aber das Gefühl der Verzweiflung wenn man die Bilder sieht, oder auch sieht wie manche Menschen allgemein mit Tieren umgehen. Mit Gewalt jedoch erreicht man ebenso wenig, wie mit E-Mails an Fleischproduzenten usw...

    Für mich die beste Lösung: Die Nachfrage friedlich reduzieren, bis auch der Letzte es geschnallt hat.

    Sema schrieb am 28.05.2015 um 09:02

    Ich wünschte dieses Verbrechen wird bald Geschichte :-(

    berniewa schrieb am 28.05.2015 um 19:11

    Musterbrief, z.B an das ZDF für die Maybrit Illner Sendung, oder ARD für Anne Will, oder PHOENIX für die Phoenix-Runde u.s.w.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    sehr interessant fände ich einmal eine Diskussions-Runde mit einem Titel wie in etwa
    "Tierqual in Schlachthöfen - Muss die Politik eingreifen?"

    Tierquälerei ist illegal. Trotzdem findet sie jährlich sogar millionenfach statt, oftmals grob fahrlässig, z.B. weil Schlachthöfe Zeit und (elektr.)Strom und damit Geld sparen wollen ... und so den Betäubungsvorgang vielfach völlig unzureichend durchführen lassen.
    Auch staatliche Kontrollen finden so gut wie überhaupt nicht statt, weil sie meist auf die Fleisch-Beschau beschränkt werden (weil nicht das Tierwohl (obwohl mittlerweile sogar grundgesetzlich relevant), sondern nur die Gesundheit der 'Konsumentinnen/en' den Ämtern und 'dem Gesetzgeber' wichtig erscheint). Eine Folge sind unsägliche Qualen, die mindestens jedes 20.ste Tier in deutschen und anderen Schlachthöfen erleidet, weil die Betäubung mittels E-Schock oder Bolzenschuss etc völlig unzureichend 'funktioniert'. Hintergrundinfos z.B hier zu finden https://utopia.de/0/gruppen/aktionen-und-petitionen-357/diskussion/tgl-quaelerei-wg-nicht-betaeubung-in-schlachthoefen-210359 --
    - Als Gäste interessant wäre z.B. Bärbel Höhn (B90/DieGrünen) und jemand vom derzeitigen Verbraucherschutzministerium; desweiteren vielleicht jemand von der Süddeutschen Zeitung oder der taz, gegebenenfalls auch jmd. von einer Tierschutz-/Tierrechts-Organisation oder dem VEBU (Vegetarierbund).

    Freundliche Grüße (...)

    berniewa schrieb am 01.05.2017 um 15:02

    eine relativ neue Quelle von vielen : http://www.sueddeutsche.de/bayern/exklusiv-wie-in-bayerischen-schlachthoefen-schweine-gequaelt-werden-1.3285117

    berniewa schrieb am 24.08.2017 um 21:58

    E r f o l g immerhin : Einige Medien haben mittlerweile über das Thema berichtet, sogar große wie BR24 wie ich gehört habe, und in letzten Monaten erneut auch die SZ beispielsweise, weil sich, und das ist der schlechte Teil der Nachricht, leider so gut wie immer noch Nichts an den Zuständen geändert hat: http://www.sueddeutsche.de/bayern/tierschutz-schlachthoefe-betaeuben-schlampig-und-es-scheint-ihnen-egal-zu-sein-1.3380349



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