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berniewa schrieb am 22.10.2013 um 13:34

Unglaublich! GB baut neue Atom- Reaktoren : http://www.tagesschau.de/wirtschaft/akw-grossbritannien100.html "(...) Die Anlage im südwestenglischen Hinkley Point soll spätestens ab 2023 in Betrieb gehen. (...)". Dazu meinerseits folgender Kommentar:

"Hilfe, die spinnen, die Briten !" könnten nicht nur Asterix und Obelix da aus gutem Grund sagen - obwohl genauer gesagt "die Briten" zu pauschal ist, denn auch unter Britinnen und Briten gibt es zum Glück längst viele, die den Atomwahnsinn als solchen erkannt haben.

Unterstützen wir daher die Kräfte für eine Energiewende auch im "UK",
sei es Greenpeace, Friends of the Earth, die Green Party oder andere!

Immerhin haben die brit. Inseln wirklich genug Wind und Wellen (vgl. z.B. dänisches Wind-Wellen-Kraftwerksmodell Poseidon: http://assets.inhabitat.com/wp-content/blogs.dir/1/files/2010/04/Floating-Power-Plant.jpg )
und daneben sogar auch ein bisschen Sonne :`)
um eine Energienwende zu schaffen, wenn sie wirklich gewollt und als richtig erkannt ist.

Ein utopischer Gegen-Entwurf zu den aktuellen britischen Plänen:
irisch-britischer Energie-Friedenspark
https://utopia.de/0/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/irisch-britischer-energie-friedenspark


Übrigens auch andere Länder planen immer noch neue AKW zu bauen,
z.B. die Türkei. Auch dort sollten wir die Kräfte der Vernunft unterstützen, finde ich.


Alle konkreten Aktionen (Petitionen etc) gegen den Neubau der genannten Reaktoren in GB

bitte. h i e r .bündeln >>
: https://utopia.de/0/gruppen/aktionen-und-petitionen-357/diskussion/neue-akw-in-gb-verhindern-207111



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    lukita schrieb am 30.01.2014 um 22:22

    Hinkley Point C

    In Planung sind derzeit zwei weitere Reaktoren vom Typ Areva EPR. Im März 2013 wurde der Électricité de France (EDF) die Genehmigung für den Bau eines neuen Kraftwerks erteilt. Da der Bau aufgrund der hohen Investitionskosten von umgerechnet 19 Mrd. Euro wirtschaftlich nicht rentabel ist, hatte EdF als Bedingung für einen Bau staatliche Subventionen in Form eines garantierten Stromabnahmepreises verlangt, über den bis Oktober 2013 mit der Regierung verhandelt wurde. Laut BBC würde ein garantierter Mindestpreis unterhalb von 90 Pfund/MWh dazu führen, dass das Kernkraftwerk Verluste schreibt.[10][15][16][17]

    Am 21. Oktober 2013 gab EdF bekannt, sein französisch-chinesisches Konsortium habe mit der britischen Regierung in einer "accord de principe" (etwa: Grundsatzvereinbarung)[18] vertraglich vereinbart, für 16 Milliarden Pfund Sterling (GBP; zu dieser Zeit ca. 19 Milliarden Euro) zwei Druckwasserreaktoren mit einer gemeinsamen Bruttoleistung von 3260 MW (Nettoleistung 3200 MW) errichten zu lassen.[19] Der letzte Kernreaktor in Großbritannien wurde 1995 in Betrieb genommen. Dem Konsortium gehören neben der französischen EdF mit 40-50% und dem Kraftwerksbauer Areva mit 10%, die chinesischen Unternehmen CGN (Guangdong Nuclear Power Corporation Holding) und CNNC (China National Nuclear Corporation ) mit einem Anteil von zusammen 30% - 40% an.[20], eine Beteiligung von Staatsfonds aus Kuwait bw. Katar wurde diskutiert.[21]

    Um das Projekt für das Konsortium rentabel zu machen, sagte die britische Regierung ihm für 35 Jahre ab Inbetriebnahme eine garantierte Einspeisevergütung in Höhe von 92,5 Pfund/MWh plus einem jährlichen Inflationsausgleich auf Preisbasis 2012 zu (derzeit 113 Euro/MWh[22]). Dies ist vor Indexierung das Doppelte des durchschnittlichen englischen Strompreises 2013 [23] und liegt deutlich oberhalb der 2013 gültigen EEG-Einspeisevergütung für große Photovoltaik- oder Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland, die jedoch nur 20 Jahre gezahlt wird. Zusätzlich wurde eine staatliche Kreditgarantie in Höhe von 10 Mrd. Pfund (11,8 Mrd. Euro) gewährt, um die Finanzierungskosten zu senken. Die Kernreaktoren sollen 2023 ans Netz gehen und voraussichtlich 60 Jahre laufen.[24][25] Sollten die Kraftwerke aufgrund der Marktumstände gedrosselt oder gar abgeschaltet werden müssen, werden die Betreiber für den entgangenen Ertragsausfall durch die Regierung finanziell entschädigt.[26]

    Der Bau ist unsicher, da die Regierung eine hohe Förderung in Form einer garantierten Einspeisevergütung von umgerechnet ca. 109 Euro/MWh plus Inflationsausgleich garantiert. Eine solche Subvention muss durch die Europäische Union genehmigt werden[27]. Im Dezember 2013 berichtete die britische Zeitung The Guardian, dass EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia diesbezüglich eine Untersuchung einleiten wolle. Neben der generellen Überprüfung, ob es sich bei der ausgehandelten Förderung um eine unzulässige Subvention handelt, soll überprüft werden, ob die Förderungsbedingungen verhältnismäßig und alternativlos waren.[28]

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Hinkley_Point

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    Der aktuelle Strommix in Großbritannien: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/218659/umfrage/stromerzeugung-in-grossbritannien-nach-energietraeger/

    lukita schrieb am 19.09.2016 um 22:32

    Die konservative britische Regierung unter Premierministerin Theresa May hat das neue Atomkraftwerk Hinkley Point im Südwesten Englands genehmigt. [...] Der britische Rechnungshof hatte Mitte Juli gewarnt, die Kosten könnten noch um weitere 30 Milliarden Pfund (35,8 Milliarden Euro) höher liegen, erneuerbare Energien seien wahrscheinlich kostengünstiger.

    Weiterlesen...
    http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/21922-gruenes-licht-fuer-hinkley-point-c

    Weitere Meldungen...
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/atomkraft-britische-regierung-stimmt-umstrittenem-bau-von-hinkley-point-zu-a-1112404.html
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/atomkraft-furchtbare-liebe-der-briten-zur-atomkraft-1.3163155