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ARD: Kapitalismus macht sich nackig! Otto Group mitverantwortlich für die Ausbeutung von Hermes Paketboten

topist schrieb am 04.08.2011 um 13:18

Ausbeutung in der Paketbranche: Der ARD-Film "Das
Hermes-Prinzip" zeigt Zusteller, die für Hungerlöhne schuften. Das
Unternehmen von Milliardär Michael Otto spricht von Einzelfällen -
doch treibt das Hermes-Geschäftsmodell die Subunternehmer zu drastischen
Methoden?


Weiter in Spiegel Online



Und hier sitzen auch Utopisten in der ersten Reihe:

Zum ARD Bericht

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage---dokumentation/7836004_ard-exclusiv--das-hermes-prinzip---ein-milliard-r-u?type=null

    berniewa schrieb am 04.08.2011 um 18:27

    Spannender Hinweis ! Sollten wir vielleicht auch mal hier im Unternehmensdialog nachfragen (ist ja dieselbe Otto-Firma, oder?)

    Das Wort "Hungerlöhne" finde ich allerdings hier ein bisschen unnötig überspitzt, angesichts v.a. dessen, dass jeden Tag weltweit Menschen tatsächlich infolge von Hunger schwer krank werden und sogar sterben, und davon sehr sehr wenige in Deutschland - womit ich, wohlgemerkt, keine solche Ausbeutung beschönige

    topist schrieb am 04.08.2011 um 19:58

    "Sollten wir vielleicht auch mal hier im Unternehmensdialog nachfragen (ist ja dieselbe Otto-Firma, oder?)"

    Ja.

    "Das Wort "Hungerlöhne" finde ich allerdings hier ein bisschen unnötig
    überspitzt,..."

    Hast du den Film gesehen? "Hungerlöhne" ist zum Teil durchaus wörtlich zu nehmen.

    "...angesichts v.a. dessen, dass jeden Tag weltweit Menschen
    tatsächlich infolge von Hunger schwer krank werden und sogar sterben"

    Ja, man findet immer einen Maßstab, der das normal Brutale noch vergleichsweise erträglich erscheinen lässt. Ja, vom Programm "Vernichtung durch Arbeit" sind die Zustände in der Paketzustellbranche noch weit entfernt.

    berniewa schrieb am 06.08.2011 um 14:02

    zu deinem letzten Absatz:

    Ja, nur bezieht sich das sicher nicht auf meinen Kommentar.

    Falls doch, dann muss ich sagen: Man kann auch wenn man unbedingt etwas missverstehen will, es so hindrehen. ggf. auch indem man einfach nicht liest, was jmd schreibt, vgl meine letzte Zeite "womit ich, wohlgemerkt, keine solche Ausbeutung beschönige"

    berniewa schrieb am 06.08.2011 um 14:27

    Übrigens bin ich - eigentlich und langfristig - für ein weltweit (prima facie: bedingungslos) gleiches Einkommen aller Menschen; Bildung und medizinische Versorgung kostenlos. [/i]

    [i]Mehr dazu hier
    https://utopia.de/0/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/gleiches-einkommen-fuer-alle-weltweit-bildung-medizin-197055

    topist schrieb am 06.08.2011 um 14:35

    Dazu passt das alte Lied.

    "Das alles und noch viel mehr würde ich machen, wenn ich der kindliche Kaiser wär."

    berniewa schrieb am 06.08.2011 um 14:45

    Das würde auch genauso zu Manifesten etc deiner Lieblinge Marx u Engels passen, ebenso zu letztlich allen langfristigen Konzepten weitreichender Veränderungen

    nur insofern weder hier, noch dort, weil nirgendwo steht, dass eine Person (Kaiser) das machen würde

    berniewa schrieb am 06.08.2011 um 15:01

    Weil der Link oben nicht geht: nochmal: Mehr dazu hier: https://utopia.de/0/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/gleiches-einkommen-fuer-alle-weltweit-bildung-medizin-197055

    topist schrieb am 06.08.2011 um 16:22

    >>Dazu passt das alte Lied: "Das alles und noch viel
    >>mehr würde ich machen, wenn ich der
    >>kindliche Kaiser wär."

    "Das würde auch genauso zu Manifesten etc deiner Lieblinge Marx u Engels
    passen,..."


    Bin äußerst gespannt, ob es dir gelingt, etwas zu zitieren, das deine Behauptung stützt. Das heißt, .... nein, das war jetzt nicht ganz ehrlich. In Wirklichkeit bin ich sicher, dass es dir nicht gelingen wird. Eloise d_Artagnan meint das übrigens auch ;-)

    inaktiver User 1038 schrieb am 06.08.2011 um 19:13

    Irgendwoher müssen die Milliarden der Otto- und IKEA-Besitzer ja kommen?

    Laut Wikipedia hat die Familie Otto 16,6 Milliarden Euro Vermögen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Otto

    Wenn man mal ein riesiges Monats-Einkommen von 10000 Euro (6000 netto?)
    zugrunde legt, dann sind das 6000*12 = 72000 Euro netto im Jahr.
    Um die 16,6 Milliarden zu erarbeiten, bräuchte Herr Otto also
    16.600.000.000 / 72.000 = ca 230.555 Jahre

    So alt sieht er gar nicht aus.