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inaktiver User 38734 schrieb am 10.08.2010 um 16:17

"Öl wird sehr viel teurer"

Internationale Energie Agentur warnt vor Ölknappheit

Sendung Frontal21 heute Abend 21 Uhr



http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,8096950,00.html

von Hans Koberstein

"In den kommenden Jahren werden wir nicht genügend Öl haben, um die Nachfrage zu decken", erklärt der Chefökonom der Internationalen Energie-Agentur IEA, Fatih Birol, gegenüber dem ZDF-Magazin Frontal21. Grund dafür sei, dass ein großer Teil der Ölfelder immer weniger Öl produziere. "Jedes Fass Öl, das in den nächsten Jahren auf den Markt kommt, wird sehr viel schwieriger zu fördern und sehr viel teurer sein", so Birol. "Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei." "Regierungen und Industrie müssen sich darauf vorbereiten", so Birol.

Auch Robert Falkner von der London School of Economics rechnet mit stark steigenden Ölpreisen schon in den kommenden Jahren: "Uns geht das Öl nicht aus, aber wir werden eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage sehen", so Falkner. Die Folge wäre "höchstwahrscheinlich ein dramatischer Anstieg des Ölpreises".

Fatih Birol schlägt Alarm: "Alle müssen sich darauf vorbereiten: Regierungen, Industrieunternehmen, und sogar die Verbraucher sollten sich gut überlegen, was für ein Auto sie sich kaufen", so Birol. Seine Behörde berät die westlichen Industrienationen. Die müssten jetzt schnell handeln. "Heute stammen 95 Prozent des Nachfragewachstums aus dem Transportsektor - Autos, Lkw und Flugzeuge. Hier müssen wir Alternativen zum Öl finden. Wir müssen das Öl verlassen, bevor es uns verlässt."



Steigende Arbeitslosigkeit

Haushalte mit niedrigem Einkommen seien von steigenden Ölpreisen besonders schwer betroffen, erklärt Dr. Wolfgang Schade vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Für sie würden Heizung und Sprit zukünftig zum unverhältnismäßig großen Kostenfaktor.

Nach Berechnungen des Instituts im Auftrag der EU-Kommission hätte ein hoher Ölpreis außerdem einen starken Rückgang von Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosigkeit zur Folge. Bis zu zehn Prozent weniger Beschäftigung wäre die Folge, so Schade gegenüber Frontal21.



Die Sendung sollte man unbedingt anschauen !

    Jens.Hansen schrieb am 11.08.2010 um 08:16

    Und da wird in der Automobilindustrie immer noch auf Verbrennungsmotoren gesetzt. Wann wird endlich mal im großen Stil umgedacht?

    inaktiver User 38734 schrieb am 11.08.2010 um 08:36

    Wer die Sendung gestern nicht sehen konnte, hier in der ZDF Mediathek:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1111002/Oel-Explodieren-die-Spritpreise%253F-#/beitrag/video/1111002/Oel-Explodieren-die-Spritpreise%3F-

    Manuskript der Sendung:

    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/download/0,6753,7017277,00.pdf

    bhellweg schrieb am 11.08.2010 um 08:50

    wenn das Öl zu teuer wird.....
    weden die Motoren auf Erdgas umgestellt

    inaktiver User 38734 schrieb am 11.08.2010 um 09:18

    Und was ist Erdgas ?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas

    Auszug:

    ...Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht.



    Es ist also genau so endlich wie das Erdöl !

    Andes schrieb am 11.08.2010 um 10:40

    Irrsinnig finde ich die Beschreibung der Differenz von prognostiziertem Ölbedarf und förderbarem Öl als "unidentified projects" (ausm Gedächtnis gestern, ich hoffe das stimmt)! Typische Wirtschaftler-Begrifflichkeit, oder?

    Ölmangel und die Preiserhöhungen werden zuallererst bei den Wenigverdienern spürbare Folgen haben und wie viele andere Gesichtspunkte nicht gerade zu sozialeren Verhältnissen in der Zukunft beitragen. Sich diese Szenarien ausgiebig auszumalen macht mir immer wieder Angst!

    bhellweg schrieb am 11.08.2010 um 10:46

    Gelöscht von bhellweg am 11.08.2010 um 10:46

    bhellweg schrieb am 11.08.2010 um 10:48

    Gelöscht von bhellweg am 11.08.2010 um 10:48

    bhellweg schrieb am 11.08.2010 um 10:50

    aber Erdgas ist wohl länger endlich als Erdöl, und dann haben wir ja auch noch das Methaneis da soll auch noch eine Menge Energie gespeichert sein

    und dann haben wir ja auch noch das Methaneis da soll auch noch eine Menge Energie gespeichert sein

    inaktiver User 38734 schrieb am 11.08.2010 um 10:57

    Nenne mir einen vernünftigen Grund auf etwas endliches zu setzen, wenn ich doch bereits unendliche Recourcen als Alternative habe ?

    Mal ganz von den CO2 Emissionen abgesehen.

    Jens.Hansen schrieb am 11.08.2010 um 10:58

    Wenn aber nun im großen Maßstab Öl durch Erdgas ersetzt wird sind die Kapazitäten auch nicht mehr so reichhaltig.
    Weche Risiken in der Ausbeutung der Methaneisförderung liegen ist auch noch nicht klar.
    Warum also einen endlichen Stoff durch einen weiteren ersetzen, wenn es andere Wege gibt?
    Wir werden unsere Lebensweise an die veränderten Bedingungen anpassen müssen.