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Können Fotografien die Welt retten?

Anna Lena schrieb am 18.07.2008 um 18:40

"Prix Pictet - The World's Premier Photographic Award in Sustainability" nennt sich eine neue Auszeichnung für das beste Foto im Bereich Nachhaltigkeit.

Neben hochkarätigen Mitgliedern in der Jury konnte man unter anderem den ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan Ehrenpräsidenten gewinnen.


Was wir wissen möchten - wie sehen Utopisten ihre Welt um sich herum? Was sind ihre besten Nachhaltigkeits-Fotos? Bitte fleißig anfangen diese hier zu posten (man kann in Forumsbeiträge auch Bilder einfügen. Bei technischen Schwierigkeiten einfach fragen).

Wir freuen uns auf bewegende, erschütternde und aufrüttelnde Bilder. Geben Sie Utopia ein Gesicht!

    Wolfgang schrieb am 23.07.2008 um 11:47

    Die letzten Tage konnte ich mich nur sehr selten im Internet aufhalten sonst waere schon laengst etwas zu Anna Lenas Aufruf hier erschienen. Ich kann mich nur wundern das hier bislang nichts gepostet wurde obwohl die Aufforderung Utopia ein Gesicht zu geben enthalten ist. Das sollte doch vielen Kritikern die Gelegenheit geben etwas beizutragen und Utopia interessanter zu machen und zu beleben.
    Werde mal meine alten Fotos durchsehen ob da etwas passendes dabei ist. Fuer die Zukunft kein Problem. In Kamerun wird es genuegend Motive zum Thema geben und Utopia wird dann nachhaltig mit passenden Fotos eingedeckt.
    Ein gutes Foto sagt oft mehr aus als ein Text das koennte. Andererseits kann kein Foto ausdruecken was der Fotograf da live vor sich hat bevor der Ausloeser gedrueckt wird.

    Anna Lena schrieb am 23.07.2008 um 12:18

    Hallo Wolfgang, wir freuen uns auf Deine Fotos!

    Olaf Sander schrieb am 23.07.2008 um 15:29

    Liebe Anna Lena,

    erkläre mir das bitte einmal, wie man das mit den Fotos macht, wenn man die ins Forum stellt. Ich bin bei so etwas nicht ganz so technisch versiert.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Olaf

    Anna Lena schrieb am 24.07.2008 um 12:51

    Hallo Olaf,

    Du gehst ganz normal auf "Antworten" und über dem Textfeld befindet sich ein Symbol (so [image] siehts aus).

    Damit kann man Bilder direkt in den Beitrag einfügen. Dazu muss man eine URL eingeben, das heißt sie müssen schon irgendwo hochgeladen sein (auf Utopia in "Meine Welt" oder Flickr oder sonstwo).

    Viele Grüße,

    Anna Lena

    Wolfgang schrieb am 24.07.2008 um 13:16

    ... koennen sicherlich nicht die Welt retten aber dazu beitragen. Fotos hier im Forum koennen aber noch etwas anderes. Sie koennen das Forum beleben. Ein Foto sagt oftmals mehr aus als ein Text das koennte.
    [image]
    Obiges Foto mal als Test. Es handelt sich um eine Fotomontage. Wilde Elefanten in Sri Lanka im Hintergrund. Ein Maedchen aus Sri Lanka, Susannes Kinder Silvio und Mirella und ein afrikanischer Junge.
    Silvio und MIrella sind die juengsten Mitglieder bei WPE und so engagiert das die meisten Erwachsenen da nicht mitkommen. Den Kindern gehoert die Zukunft und genau da setzt WPE mit seinen Projekten an. Wir die Erwachsenen sind allerdings verantwortlich und ich muss sagen das die Resonanz bislang sehr traurig ist. Ausser einer Handvoll Menschen scheint unsere Erwachsenenwelt doch ziemlich abgestumpft. Da kann es ja nur weiter bergab gehen.

    Wolfgang schrieb am 24.07.2008 um 19:11

    Kinder veraendern die Welt.
    Bin im Moment bei Susanne und den Kindern zu Gast. Silvio und Mirella, unsere juengsten WPE Mitglieder, haben sich zu diesem Anlass etwas besonders ruehrendes einfallen lassen.
    Zum Kaffee gab es einen, von den Kindern selbst gemachten Kuchen, als erste Ueberraschung. Davon abgesehen das der Kuchenh sehr gut geschmeckt hat war die Schmetterlingsform mit WPE in Sahne verziert.
    [image]
    Damit nicht genug. Als zweite Ueberraschung gab es einen Elefanten aus selbstgemachter Marzipan.
    [image]
    Der war sehr lecker.
    Ich fand die Aktion der Kinder sehr lieb und ruehrig. Ein Grund mehr sich in Kamerun besonders viel Muehe zu geben und auch fuer die Kinder etwas nachhaltiges auf die Beine zu stellen.
    Weiterhin gesucht werden Kinder, Lehrer und Erwachsene die sich an den Aktionen beteiligen.

    Rinaldo schrieb am 26.07.2008 um 22:49

    das sehe ich nicht so. ich meine wir (deutschen) könnten uns eine wesentlich entspanntere sichtweise antun.

    letztens las im focus nr 28. ein interview mit dem zukunftsforscher matthias horx, zitat:

    martin seligmann, begründer der positiven psychologie, hat einmal formuliert: "eine wichtige aufgabe der kommenden elterngeneration wird es sein, die welt ihrer kinder zu dekatastrophieren."

    damit hat er bestimmt?! die deutschen gemeint, bei den spanischen gibt es da nichts......

    Serpente schrieb am 27.07.2008 um 00:48

    Hallo Rinaldo!

    Katastrophendenken halte ich auch für falsch. Katastrophen werden als unabänderlich empfunden - die Menschen denken doch dann gar nicht mehr über mögliche Veränderungen zum Besseren und vor allem ihren eigenen notwendigen Beitrag dazu nach.

    Eine entspannte Sichtweise - Lebensfreude statt Katastrophenstimmung - ist gerade für unsere Kinder sehr wichtig. Wie sonst sollten sie mit dieser Welt zurechtkommen? Das darf aber nicht bedeuten, die Augen vor den Dingen zu verschließen, sondern - ganz im Gegenteil - sie anzusehen und zu handeln.

    Bei meinen Kindern habe ich versucht, ihnen Lebensfreude zu vermitteln, sie aber gleichzeitig (ihrem jeweiligen Alter entsprechend) auf jene Dinge hinzuweisen, die nicht in Ornung sind - und darauf, was sie selber zu positiven Veränderungen beitragen können.

    Ein Beispiel aus den letzten Tagen: An einem Abend vor dem Schlafengehen haben meine beiden Jüngsten einen Film über Bushmeat gesehen. Dieser hat sehr deutlich aufgezeigt, dass vor allem geschützte Menschenaffen in etwa 15 Jahren nicht mehr existieren werden, wenn nicht schnell etwas dagegen unternommen wird, dass sie gejagt und ihr Fleisch weltweit geschmuggelt und - auch in Europa - gegessen wird. Dieser Film ist auch für mich einer der berührendsten, die ich gesehen habe.

    Die Kinder waren offensichtlich ebenfalls sehr berührt, hatten aber kein Problem, danach ins Bett zu gehen und gut zu schlafen. Sie fühlen sich berechtigt, ihr Leben zu genießen und gleichzeitig verpflichtet, sich für die Veränderung von Missständen zu engagieren, wo immer ihnen dazu eine Möglichkeit geboten wird. Von mir erwarten sie dabei natürlich zu Recht größtmögliche Unterstützung. Von ihrer Einsatzbereitschaft kann ich mir öfter noch etwas abschauen.

    Entscheidend finde ich, wie wir mit der Realität umgehen. Sie zu ignorieren oder zu versuchen, gerade die Kinder möglichst lange davor zu bewahren, halte ich für einen Fehler. Wie sollten wir ihnen das später erklären?

    Das Leben kann so wunderschön sein - und unsere Aufgabe muss es sein, dafür zu sorgen, dass es das in Zukunft für immer mehr Lebewesen ist.

    Liebe Grüße
    Susanne

    Rinaldo schrieb am 27.07.2008 um 11:24

    seligmann damit gemeint hat weiß ich nicht und wie die deutschen mit den veränderungen umgehen, da bin ich auch überfragt. den einzigen berührungspunkt, den ich dazu habe ist literatur, filme, deutsches tv, utopia, u.ä.

    hier, bei utopia, ist meine einzige auseiandersetzung mit diesem thema.

    was mir auffällt ist, daß viele (nicht alle) recht krass in ihren meinungen sind, geradezu verbohrt und festgefahren. man könnte den eindruck bekommen es sind fundamentalisten, eine glaubensgemeinschaft die sich "abschottet" (durch ihre argumentation) und als bessere menschen sieht.

    die wenigen die hier aktiv teilnehmen, von den sowieso nur 18.000, die sich irgendwann mal mit namen angemeldet haben, könnte man als indiz dafür sehen, dass sich viele ausgegrenzt fühlen, nicht teilnehmen wollen oder dieser "kirche" gar nicht erst beitreten?!?

    wie gesagt mein eindruck, der -für mich- selbstverständlich für niemand anderes maßgebend sein soll/muss.

    hasta luego aus dem sonnigen spanien
    rinaldo

    Serpente schrieb am 27.07.2008 um 12:05

    Bei Utopia kommen die verschiedensten Menschen mit ihren Überzeugungen und Lebensweisen zusammen. Gut so - aber jeder steht eigentlich mit seinen Erkenntnissen an einem anderen Punkt, hat andere Erfahrungen und in seinem Leben andere Möglichkeiten.

    Für mich ist bisher der Eindruck entstanden, dass oft versucht wird, die Mitmenschen von der eigenen Meinung zu überzeugen. Viel wichtiger wäre aber gegenseitiger Respekt. Daraus könnten sich Möglichkeiten ergeben, aktiv zu werden und gemeinsam tatsächlich etwas zu erreichen. Stattdessen scheint es, als wären manche erst bereit, gemeinsam "die Welt zu retten", wenn Einigkeit über Putzmittel, Beleuchtung, Ernährung und sonst noch was erreicht ist. Alles nicht schlecht - doch hätte das nicht Zeit, bis ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. Energiewende, Lösung des Hungerproblems, Erhaltung der Natur etc. erledigt sind? Wunderbar, wenn wir uns dann noch über die Zahnpasta einig werden!

    Und, um auf Anna Lenas Frage zurückzukommen, welche Fotos könnten dabei was bewirken - wenn überhaupt?

    Grüße
    Susanne