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TV-Tipp Fleischkonsum ohne Folgen? 13.08. 21:00 Tier TV

Tibeter schrieb am 12.08.2008 um 22:33

13. August, 21:00 Uhr beim Sender Tier-TV
Fleischkonsum ohne Folgen?
Die Massentierhaltung und das Klima

Vorschau:
http://www.tier.tv/index.php?id=144?ref=50

Der Kunde ist König! Egal ob das Fast-Food-Restaurant um die Ecke, der rollende Bratwurststand in der Fußgängerzone oder der Pizzabote mit der 40-Zentimeter-Salami-Pizza: Wir essen überall, zu jeder Zeit – und immer mehr!

Nicht nur der Fleischkonsum ist in den vergangenen Jahren angestiegen, auch die Anzahl der gehaltenen Tiere in Deutschlands Massentierproduktionen wächst immer weiter. Schließlich wird immer mehr konsumiert – zwischen 1970 und 2002 ist der Verzehr von Fleisch pro Kopf in Deutschland jährlich von 65 auf 80 kg angestiegen.

Namhafte Tierschutz- und Naturschutzorganisationen sprechen sich seit Jahren für eine deutliche Reduzierung der Tierbestände in den Fleischfabriken aus, denn die Industrialisierung der Tierhaltung ist ein echter Klimakiller. Nicht nur der Ausstoß klimawirksamer Emissionen von zu vielen Tieren auf engstem Raum schädigt das Klima, auch hoher Energie- und Wasserverbrauch, Brandrodungen zur Gewinnung von Weideland und Futtermitteln sowie Tiertransporte.

Größer, schneller, billiger? In Deutschlands erstem Tierschutztalk wird Klartext geredet!

    bhellweg schrieb am 12.08.2008 um 22:44


    Namhafte Tierschutz- und Naturschutzorganisationen sprechen sich seit Jahren für eine deutliche Reduzierung der Tierbestände in den Fleischfabriken aus, denn die Industrialisierung der Tierhaltung ist ein echter Klimakiller. Nicht nur der Ausstoß klimawirksamer Emissionen von zu vielen Tieren auf engstem Raum schädigt das Klima, auch hoher Energie- und Wasserverbrauch, Brandrodungen zur Gewinnung von Weideland und Futtermitteln sowie Tiertransporte.

    Größer, schneller, billiger? In Deutschlands erstem Tierschutztalk wird Klartext geredet![/B][/I]

    Die Tierbestände entwickeln sich mit dem Verbrauch je mehr Fleisch nachgefragt wird, desto mehr wird produziert.
    Wie will man das Lösen? soll Fleisch rationiert werden? oder sollen Fleischkarten eingeführt werden? Oder soll Fleisch so teuer gemacht werden, das "Harz IV Empfänger" und "Billiglöhner" Zwangsvegetarier werden?

    Tibeter schrieb am 13.08.2008 um 00:43

    Hallo bhellweg,

    es gibt eine gaaaanz einfache Lösung,
    weniger Fleisch essen!

    Würden die Amerikaner ihren Fleischkonsum nur um 10% reduzieren,
    könnte damit der Welthunger gestillt werden.
    Jetzt bitte nicht wieder mit dem Argument kommen, wo soll denn der Dünger usw. herkommen, es ging vorher schließlich auch!

    Tatsache, Fleischproduktion verschlingt ein Vielfaches an pflanzlichen Lebensmitteln (zur Herstellung von 1 KG Fleisch sind 5-10 KG pflanzliche Futtermittel notwendig)

    Und die Tatsache, das Fleisch viel zu billig ist, muss in unsere Köpfe. Beispiel: aktueller Preis für 1 KG:
    Mischbrot = 2,40 Euro
    ganzes Hähnchen = 2,99 (häufig sogar nur 1,99 ?):confused:

    Übermäßiger Fleischkonsum bzw. Produktion schadet der Umwelt, dem Mensch und der Natur.

    Eine offene Auflärung über die Nebenwirkungen der Fleischerzeugung und dessen Verzehr ist für unsere Gesellschaft unabdingbar. Aber vor allem ein realistischer Preis der die tatsächlichen Herstellungs- und Folgekosten weitergibt.

    Aber schau dir doch einfach mal den Beitrag an.

    Suzy schrieb am 13.08.2008 um 01:57

    Ich kann nur meine Erfahrung schildern und hier scheint es mir die Fleischindustrie selbst, die versucht den Konsum zu steigern (durch Werbung, 'fettarmes' ('Diaet') Fleisch, etc, etc). Ich selbst habe lange Jahre vegetarisch gelebt ohne an Mangelerscheinungen zu leiden. Ich habe Flugsport auf nationaler und internationaler Wettbewerbsebene gemacht und dazu taeglich trainiert - ohne das mir Fleisch gefehlt hat.

    Inzwischen habe ich Kinder, die etwas Fleisch essen. Und mein deutscher Freund ist seit 3 Monaten hier und hat sich ohne Probleme (sogar mit Freude ;)) an unsere Essensweise gewoehnt (hat vorher schon nicht viel Fleisch gegessen - fuer deutsche Verhaeltnisse).

    Wir verzehren woechentlich 200 bis hoechstens 500 Gramm Fleischwaren (Aufschnitt fuer Schulbrote, Bio-Huhn) - insgesamt fuer vier Personen! Und es reicht. Der Rest unserer Ernaehrung ist ausgeglichen zwischen Getreide, Gemuese, Obst und Milchprodukten, unser Proteingebrauch wird von eigenen frischen Eier gedeckt. Dabei arbeiten wir teilweise am Computer (wie die meisten heutzutage, also sitzend) und teilweise draussen auf dem Grundstueck (also aktiv, teilweise schwer).

    Naechsten Monat kommt Besuch aus Deutschland, Vater meines Freundes (typisch deutsche Ernaehrung ;)), und wir sind interessiert zu beobachten ob er die anderen Essensgewohnheiten irgendwie bemerkt, vor allem wenn er ploetzlich hauptsaechlich vegetarisch ernaehrt wird. :D

    Es ist ein Mythos dass man unbedingt Fleisch essen muss - vor allem in solchen Mengen wie derzeit in vielen 'entwickelten' Laendern. Wenn ich mir die Gesundheitsstatistiken (oder auch nur die Kondition der Menschen auf der Strasse) anschaue hat es auch Auswirkungen.

    Vegetarisches essen ist fuer uns kein Entbehren. Gutes, gesundes Essen ist nicht nur wichtig fuer die Gesundheit, sondern die Zubereitung und das Geniessen ist auch wichtig fuer die Seele und fuer den Gemeinschaftssinn.

    Fleisch kann eine Rolle spielen in der Ernaehrung, sollte man aber vertraut sein mit dem Vorgang der das Fleisch von einem anderen Lebewesen auf dem Teller erscheinen laesst und dass dieser Vorgang wuerdevoll vorgeht und mit Dankbarkeit behandelt wird. (Mein deutsch scheint mir hier unzureichend um den Bewusstseinsstand zu beschreiben der mit Ernaehrung verbunden ist - wir leben von und mit der Natur und koennen nicht gegen die (unsere) Natur gesund (ueber)leben).

    Jedenfalls hat alles im Leben eine spirituelle Basis und dass betrifft auch unsere Ernaehrungswahl. Wenn diese Prozesse nicht bewusst geehrt/gelebt werden, dann schaden wir uns nur selber auf dieser Ebene - und damit unserer Gesundheit und Seele.

    Der heutige Gesellschaftszustand steht in direkter Verbindung zu unserer individuellen Lebensweise. Fleischverbrauch ist da nur ein Aspekt.
    Jetzt stelle ich mir schon das Kopfschuetteln so mancher Deutschen vor...
    :D Suzy

    bhellweg schrieb am 13.08.2008 um 08:27

    Hallo bhellweg,

    es gibt eine gaaaanz einfache Lösung,
    weniger Fleisch essen!



    Hallo Tibeter, dein Wort in Gottes Ohr.Klar: Würden die Menschen weniger Fleisch essen, würde es ihrer Gesundheit gewiss nicht schaden, ebenso käme es der Umwelt zu Gute.
    Das gilt natürlich für viele Konsumartikel wie: Autos und Auto-fahren, Reisen und und und....
    Zurück zum Fleisch: Hier in Deutschland steigt der Fleischverbrauch nicht mehr wesentlich an, er stagniert aber auf hohen Niveau. Da können dann auch noch soviele TV-Sendungen über die negativen Folgen des Fleischkonsums gesendet werden. Fleisch wird immer wieder nachgefragt, obwohl es bei weiten nicht so beworben wird wie Marken-Produkte im Lebensmittelbereich.
    Der Hunger nach Fleisch ist beim Menschen wohl tiefer angelegt. Sobald man es sich leisten kann steigt der Fleischkonsum, das sehen wir aktuell in den ostasiatischen Swellenländern.

    Tibeter schrieb am 13.08.2008 um 11:28


    Zurück zum Fleisch: Hier in Deutschland steigt der Fleischverbrauch nicht mehr wesentlich an, er stagniert aber auf hohen Niveau. Da können dann auch noch soviele TV-Sendungen über die negativen Folgen des Fleischkonsums gesendet werden. Fleisch wird immer wieder nachgefragt, obwohl es bei weiten nicht so beworben wird wie Marken-Produkte im Lebensmittelbereich.
    Der Hunger nach Fleisch ist beim Menschen wohl tiefer angelegt. Sobald man es sich leisten kann steigt der Fleischkonsum, das sehen wir aktuell in den ostasiatischen Swellenländern.



    Die Frage ist,
    wieviel Fleisch verträgt die Welt (noch)?

    Das der Fleischkonsum auf hohem Niveau stagniert, ist auf die (künstlich) niedrigen Fleischpreise zurückzuführen.
    Aber die Bemühungen der Industrie und Medien wird wohl dieses
    Niveau zumindest halten oder schaffen es weiter zu steigern.
    Bedenklich finde ich das Freizeitverhalten der Menschen, bei dem
    kleinsten Sonnenstrahl wird der Grill angezündet und Fleisch gebrutzelt.
    Offenbar wird heutzutage Freizeitgestaltung und schönes Wetter mit Grillen verbunden, z.B. startet der Radiosender SWR 3 bereits zum 2. Mal in diesem Jahr die größte "Synchron-Grillparty".

    Wir müssen im ganzen umdenken, ob in Sachen Gesundheit, Energieverbrauch, Ernährung usw., denn es hängt alles miteinander zusammen.
    Damit dies gelingt, ist Aufklärung und Umdenken unabdingbar, leben wir es unseren Kindern vor!