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    C. schrieb am 22.05.2008 um 19:04

    1. es gibt auch stoffe aus bambus, die nicht aus viscose hergestellt werden. und was es damit auf sich hat, werde ich dann hier schreiben (oder auch nicht).
    2. bambus kann auch hier in europa angebaut werden, er war sogar hier schon heimisch.
    3. es ist heute kein problem mehr, fasern ohnr chemiekeule so zu bearbeiten, bis sie weich sind, irgendwer hatte sich da geäußert, dass die fasern total hart wären- wer schon einmal einen bambushalm von innen befühlt hat (vorsicht, haptik!), weiß, wovon ich spreche.
    4. man kann die viscoseschmelze recyceln, hatte ja schon erwähnt, dass es 2 firman in europe gibt, die genau das tun, man muß sich das aber auch mal durch lesen........

    ich hatte diesen thread auch nicht eröffnet, damit sich hier einge ihr halbwissen um die ohren schlagen, sondern um mich auszutauschen.

    das ist wohl mal gründlich in die hose gegangen, und damit beende ich die diskussion hier. ich hatte gehofft, anregungen und informationen zu finden, fehlanzeige.
    in diese forum setzte ich erst mal keinen fuß mehr, was hier geschehen ist, ist einfach nur traurig.

    C.:(

    spiderberlin schrieb am 23.05.2008 um 02:16

    Das Du nicht mit Tatsachen umgehen kannst. Aus Bambusgestrüpp lässt sich nun einmal kein Hemdchen flechten. Ob es Dir nun paßt oder nicht. Alles wird zu chemisch verseuchter Viskose verarbeitet. Ich versuche Dir nur logische Fakten aufzuzeigen. Klar tut es letzten Endes weh. Die Illusion ist futsch. Das schmerzt. Jedoch ist dieses der Werdegang. Belehre mich eines besseren. Ich habe niemals studiert und könnte von Dir sicher sehr viel lernen. Jetzt darfst Du gerne meine aufgestellten Thesen in der Luft zerreissen. Wenn Du es denn schaffst.....

    Gruß Spider

    spiderberlin schrieb am 23.05.2008 um 02:31

    Zitat: 1. es gibt auch stoffe aus bambus, die nicht aus viscose hergestellt werden. und was es damit auf sich hat, werde ich dann hier schreiben (oder auch nicht).

    Damit wärst Du meines Wissens weit voraus. Bin ich mehr als gespannt drauf.

    Zitat: es gibt auch stoffe aus bambus, die nicht aus viscose hergestellt werden. und was es damit auf sich hat, werde ich dann hier schreiben (oder auch nicht).

    Harrrr, jetzt bin ich noch gespannter.

    Damit topst Du alle Wissenchaftler. Jetzt werde ich richtig neugierig.

    Nur zu !!!!!!!!!!!!!!

    Spider

    just schrieb am 23.05.2008 um 09:26

    bin dankbar für diese Diskussion, denn bin ein Stückchen schlauer geworden, ich hatte bisher Viskose und Bambus für ziemlich unbedenklich gehalten

    spiderberlin schrieb am 23.05.2008 um 11:00

    Zitat: 3. es ist heute kein problem mehr, fasern ohnr chemiekeule so zu bearbeiten, bis sie weich sind, irgendwer hatte sich da geäußert, dass die fasern total hart wären- wer schon einmal einen bambushalm von innen befühlt hat (vorsicht, haptik!), weiß, wovon ich spreche.
    =======================================================

    Auf die Antwort wie das funktionieren soll, warte ich heute noch. @C., glaubst Du wirklich allen Ernstes, das die Halme darin so ganz roh zu einem Hemdchen verarbeitet werden? Alles ohne Chemiekeule? Dann träum mal weiter.

    Ich habe etliche Jahre in Ländern mit Bambuspflanzen gelebt. Habe die Sprossen gegessen und das Rohmaterial mit verbaut. Da bedarf es wohl kaum mehr eines Nachhilfeunterrichts. Aber ein Bekleidungsstück hat mir noch niemand dort daraus gestrickt. Vielleicht solltest Du den Menschen dort Deine neue Technologie vorstellen. Die kennt noch niemand.

    Gruß Spider

    spiderberlin schrieb am 23.05.2008 um 14:41

    Lieber @Heinrich, das mag alles sein. Jedoch soll man mir doch ein Beispiel aufzeigen wie es anders funktioniert, Bambusfasern zu verarbeiten. Ohne Chemie und ohne alles. Es klappt einfach nicht. Bisher wurde in der Hinsicht zumindest keine brauchbare Lösung gefunden. Berichtigt mich, wenn Ihr es könnt und etwas parat habt. Bin für alles aufgeschlossen. Bisher konnte es niemand.

    Wenn @C. jetzt eingeschnappt wieder geht, weil sie nicht das gelesen hat was sie lesen wollte, so tut es mir leid.

    Zeigt mir doch nach Euren Vorstellungen auf, wie ein Bambushemd ökologisch hergestellt wird. Könnt Ihr nicht? 6 setzen !!!!

    Ich habe zumindest aufgezeigt wie es momentan funktioniert. Verpestet mit Chemikalien. Vermarktet unter ÖKO. Es ist und bleibt Viskose. Was nicht sein kann, das nicht sein darf. Träumt mal weiter.

    Gruß Spider

    bastler schrieb am 23.05.2008 um 17:38

    ...
    Für die Umwelt fast schädlicher als jedes "normale" Baumwollhemd. Steht aber ÖKO dran. Wers glaubt....

    Für mich heißt das Spiel "Lug und Trug" was von den Gauklern abgezogen wird. Nichts anderes.

    Hi Spider,
    die Begriffe "Bio" und "Öko" sind nur im Nahrungsmittelbereich gesetzlich geschützt (sogar EG-weit).
    Seine Bekleidung kann aber jeder Produzent "Bio" oder "Öko" titulieren, wenn es ihm Spaß macht. Da viele Verbraucher den rechtlichen Hintergrund nicht kennen, denken sie "Wo bio draufsteht, muß auch bio drin sein, sonst wäre das ja garnicht erlaubt". Genau auf diese Art von Mißverständnis spekulieren offensichtlich viele Marketingleute. Für mich ist das Betrug, aber rechtlich läßt sich m.E. nichts dagegen machen.
    Das "Bio" in Biosprit kommt übrigens von "biogen" (biologischer Herkunft), das wird auch ganz gerne mißverstanden.

    Gruß,
    Axel

    spiderberlin schrieb am 23.05.2008 um 19:24

    Erst mal machen lassen. Läßt sich eh nicht mehr verhindern. Wenn schon, dann sollte man richtig auf die Fresse fliegen.

    Spider

    hummelus schrieb am 27.05.2008 um 10:13

    Hallo,

    hab grad gespannt die Diskussion verfolgt. Zuerst mal danke Heinrich für den Link:
    http://www.textination.de/frontend/daten_infos/view_press.php?lID_press=1116481811633882
    Dort hab ich das mit dem Etikettenschwindel auch entdeckt.

    Zum Thema Naturfaser: Laut meinen Informationen entwickelt Litrax gerade bzw. seit langer Zeit (und zwar als erste Firma) ein Verfahren zur natürlichen Gewinnung von qualitativ hochwertigen Bambusfasern. Wie so oft ist das wohl ein längerer Prozess, der aber mittlerweile ganz gut fortgeschritten sein soll. Vor allem die notwendige Verringerung der Faserdicke scheint hierbei recht aufwendig zu sein (is eben von Natur aus deutlich dicker als Baumwolle).

    Zur Umweltvertraglichkeit von Bambus im Vergleich zu Baumwolle: Da bin ich (noch) nicht informiert genug, speziell der Vergleich im Wasserverbrauch würde mich aber schon interessieren, da Baumwolle ja auch einen enormen Wasserverbrauch hat. Hat da jemand schon einen guten Vergleich gefunden?

    So das warst erst mal wieder von mir

    Schöne Grüße
    Michael

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    fairskate schrieb am 28.05.2008 um 17:24

    ...aber einen frei zugänglichen LCA(Lebenszyklus-Analyse)-Vergleich von Baumwolle und Bambus-Viskose habe ich leider noch nicht im Netz gefunden gefunden. )n der folgenden Studie im wird Literaturverzeichnis eine Studie zum Viskose-Baumwoll-Vergleich angeführt, aber ich konnte sie nirgends runterladen.
    http://www.organicexchange.org/Farm/Reading%20and%20References/Cotton%20Hemp%20Polyester%20study%20SEI%20and%20Bioregional%20and%20WWF%20Wales.pdf

    Polyester schneidet z.b. in der Gesamtbilanz besser ab als Baumwolle aus industrieller (nicht-bio) Landwirtschaft (siehe vorangegangener Link). Polyester hat aber eben auch ein ganz anderes Herstellungsverfahren. In jedem Fall kommts stark darauf an wo (Klima, künstliche Bewässerung notwendig?) und welche Bambusart angebaut wird.

    Der Transport von Fasern und Zwischenprodukten ist für die Ökobilanz von Kleidung - wie erstaunlicher Weise ja sogar bei manchen Lebensmitteln - eher nachrangig:
    http://www.ifm.eng.cam.ac.uk/sustainability/projects/mass/UK_textiles.pdf

    Dass es zumindest Ansätze für ein nachhaltigeres Verfahren der Bambusfasergewinnung gibt, steht zum Beispiel hier:
    http://textile.2456.com/eng/epub/n_details.asp?epubiid=4&id=2451

    Auch bei treehugger wird die "nachhaltigkeit" von Bambus-Kleidung skaeptisch betrachtet:
    http://www.treehugger.com/files/2008/01/rodrigo_alonso_bamboo_tshirts.php

    Schlechter als Kleidung aus nicht-Bio-Baumwoll-Kleidung wird Bambus-Kleidung in der Regel wohl kaum sein. Bambus als die große ökologische Innovation zu feiern ist aber sicherlich unangemessen. In der Studie "Well dressed" (zweiter Link in diesem Post) werden alternative Fasern und Herstellungsverfahren angesprochen, die weitere Verbesserungen bringen könnten. Letztlich wäre zweifellos auch eine regionale Produktion mit jeweils regional geeigneten Rohstoffen (Hanf, Brennnessel, Holz, Flachs) unzustreben.

    Und besser als neue Rohstoffe ist sowieso immer "2nd hand" und die Verwendung von Altfasern und -materialien, wie hier:
    http://www.junkystyling.co.uk/in-store-now/

    oder hier:
    http://www.patagonia.com/web/eu/product/product_focus.jsp?OPTION=PRODUCT_FOCUS_DISPLAY_HANDLER&catcode=MAIN_SP_EU.CLOTHING_GEAR.MENS.JACKETS&style_color=27170-932&ws=


    oder hier:
    http://www.wornagain.co.uk/


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