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Freiwilliger CO2 Ausgleich - was haltet ihr davon?

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Burnie schrieb am 04.12.2007 um 12:26

Mich würde mal interessieren, wer von euch Utopisten schon mal an den Ausgleich von emittierten Kohlendioxid gedacht hat oder praktische Erfahrung damit gemacht hat.

Was würde euch interessieren, was seht ihr als sinnvoll an, auszugleichen, das Freizeitvergnügen, den Urlaubsflug, die fossile Heizung, einfach alles, oder..??

Es ist ja, und das muss ich offen zugeben, erstmal ein moderner Ablasshandel.

Auch ist ein Kritikpunkt, dass sich die Leute mit den dicken Geländewägen von Porsche, BMW, Benz etc. ihr Gewissen frei kaufen und munter weiter enorme Spritmengen durch die Motoren jagen... was natürlich ökologisch völlig daneben ist.

Mir persönlich auch ist da immer wichtig, was mit dem Geld geschieht und wer hinter den Projekten steht.

Es gibt ja verschiedenen Ausgleichsmöglichkeiten, sehr bekannt ist inzwischen atmosfair, das ich persönlich kritisch sehe. Auch wegen der Nähe zu den Flugreiseveranstaltern und der GTZ.

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Bevor Spekulationen aufkommen, sollte jeder wissen, dass ich selbst gerade auch ein solches Projekt aufbaue und dafür 2000ha Urwaldfläche in Nordargentinien gepachtet und schützen hab lassen... und natürlich Mitstreiter, Förderer und Ausgleichsinteressenten suche und auch brauche, denn sonst muss ich den Wald wieder aufgeben.... denn auch die Holzfällunternehmen zahlen Pacht und Geld zählt dort erstmal mehr als Idealismus.

    inaktiver User 1038 schrieb am 27.12.2007 um 14:54

    Ich werde das demnächst das erste mal machen:
    nicht weil ich fliege, sondern weil ich an einer Feldenkrais-Ausbildung teilnehme, deren Trainer fliegt. Was ich damit kompensiere, ist ja mein Bier, soweit ich weiß, wird das Flugticket nicht verlangt :-)

    Ich könnte natürlich auch den Kurs (nach einem von vier Jahren) abbrechen, aber dazu kann ich mich nicht durchringen.

    Gruß,
    Jonas
    ( https://utopia.de/0/user/1038 )

    lacarpe schrieb am 27.12.2007 um 19:43

    Mich würde zunächst einmal interessieren, ob ich mit meinem Verhalten überhaupt zuviel CO2 produziere. Ich denke mal, ein gewisses Maß an Pro-Kopf-CO2-Emisson verträgt die Natur. In meinem Fall: Kein Auto, kleine Wohnung für 5 Personen, Öko-Strom, auch mein Server Öko-Strom, 98% Biolebensmittel, so gut wie kein Fleisch, keine Flugreisen, Menschenrechtsarbeit (hat letztlich auch mit Ökologie zu tun). Reicht das vielleicht schon aus, was meinen persönlichen CO2-Ausstoß angeht?

    Damit ich nun nicht falsch verstanden werde: Natürlich gilt "Je mehr, desto besser" - Aber für wen ist dieses "mehr"? Für die Kompensation meines eigenen CO2-Ausstoßes? Oder für den Porschefahrer, den es einen Dreck interessiert?

    Burnie schrieb am 28.12.2007 um 20:14

    Vorneweg erstmal vielen Dank für die vielfältigen Meinungen. Ich denke ja selbst noch sehr differenziert darüber nach und freue mich über die weiteren eingegangen Gedanken.

    Für mich selbst waren verschiedene Punkte entscheidend. Ich sehe immer mehr Menschen, die sich der Probleme bewusst werden, ich sehe viele Ansatzpunkte für Hebel und ich möchte selbst einen weiteren sinnvollen Beitrag leisten. Leider habe ich selbst die Mittel nicht um die wirkungsvolle Umsetzung selbst zu finanzieren die über die lokalen Aktivitäten hinaus gehen.

    Zu den Argumenten von Lebensfreude möchte ich anfügen, dass gerade die Projekte wie Biogasanlagen leider oft die Abhängigkeiten von Importen vergrössert und eigene Entwicklungen unterdrücken. Es macht zwar sehr viel Sinn z.B Abwasser damit zu reinigen, aber wenig Sinn wenn die Anlage technisch komplex ist und nicht eigenständig in Betrieb gehalten werden kann. Chinesen hatten schon vor 3000 Jahren Biogasanlagen.
    Bäume genauer Pflanzungen wie die Utopia Plantage sind keinesfalls eine klimawirksame Massnahmen. Das ist Marketing. Die Realität ist so komplex und auch erschlagend traurig, dass nicht einmal die Anpflanzung von 5 ha täglich die globale Situation irgendwie wesentlich verändern würde.
    Anderseits sind Wälder sehr wichtige Naturräume, die es zu erhalten gilt und auch wieder zu erschaffen. Allerdings sollte da der Natur die Möglichkeit und Freiheit gelassen werden. Ohne aktiven Beitrag wird das aber nicht überall gelingen können.

    Der Erhalt des natürlichen Wald in dem Projekt dient neben dem Schutz als Beitrag zum Klimaschutz der Beschaffung von Mitteln, denn ohne diese kann ich
    1. den Schutz nicht finanzieren (die jährliche Pacht),
    2. den anderen Waldbesitzern dort nicht vermitteln, dass es auch andere wirtschaftlichen Nutzungen gibt, ausser Raubbau, der täglich fortgesetzt wird,
    3. keine Mittel bereit stehen um Entwicklungsprojekte anzustossen, die dann wirklich CO2 vermeiden und andere Verbesserungen bieten.

    Es soll aber nicht als Alibi für den SUV Fahrer herhalten, damit er weiter Gas geben kann! Jeder Teilnehmer soll genauso seinen eigenen Ausstoss überdenken und reduzieren, dazu möchte ich ebenso Möglichkeiten aufzeigen (und tue es schon heute..). Jedoch benötigt vieles gebaute Beispiele und die müssen finanziert werden.

    Auch ich pflanze hier Bäume, auch auf öffentlichen Flächen, spreche dies hier aber mit dem Bürgermeister (etc) ab. Für das kommende Jahr will ich Walnussbäume pflanzen.

    --

    sandrama deinen Standpunkt sehe ich auch in Zusammenhang mit anderen Beiträgen von dir. Du tust selbst einiges und denkst aktiv nach. Auch sehe ich manches ähnlich radikal. So soll man Wald wirklich am Besten für sich wachsen lassen. Deshalb dieses Projekt.

    Das Kommerzialisieren des Bereichs ist eine Idee aus Rio 1992. Dennoch ist nicht alles nur eine Frage der technischen Lösungen. Wichtig finde ich die Vermittlung von Wissen, freiem Wissen wie Dinge besser gemacht werden können, am Besten mit eigenen, lokalen Mitteln.

    Die Frage ob bei uns oder in Indien ist für mich klar: Jeder muss etwas tun, die Entwicklungsländer genauso wie die Schwellenländer zB Indien oder wir als Industrienation. Jedoch sind jeweils unterschiedliche Strategien gefragt.

    Und mein Projekt WasserundErde.de ist genau wie du es schreibst für alle Dinge da, nicht nur fürs Fliegen, auch für die Heizung, den Busausflug einer Schulklasse und alle anderen Aktivitäten und Quellen von CO2 Emissionen/ Äquivalente oder einfach als Spende/ Patenschaft direkt für den Walderhalt.

    Viele können nicht einfach so handeln wie du, "heimliche Revolution von unten anstecken", sehen für sich nicht viele praktische Möglichkeiten für den eigenen Beitrag. Diesen Beitrag kann nun erbracht werden, mit dem "universellen Mittel Geld" und die Grössenordnung kann letztendlich jeder selbst bestimmen.

    ---
    Jonas schön dass du es ausprobieren möchtest. Schreib mir was dich im Detail noch interessiert. Deine Ausbildung klingt sehr interessant und die Richtung war mir bisher nicht bekannt. Kannst darüber etwas schreiben?

    ---
    lacarpe zuviel CO2 ist bereits ausgestossen worden. Die Tatsache, dass wir heute in diesem entwickelten Land und der Welt überhaupt diesen Lebensstandard und Stil erreicht haben, wurde auch mit grossem Klimagasausstoss in der Vergangenheit ermöglicht. Auch die Möglichkeit einen Server zu besitzen, zu betreiben, ob mit Ökostrom oder nicht, ist Bestandteil davon.
    Dennoch ist deine Frage unabhängig von diesem kollektiven Verschulden richtig. Der öffentliche Konsum, also was Vater Staat umgerechnet pro Kopf Einwohner verbraucht ist bereits 1,2 to CO2.
    Angedacht sind die 2 to pro Kopf global, was im Bereich des von dir angesprochenen "Vertragens" liegen dürfte.
    Die Frage nach dem Genug ist erst zu beantworten, wenn wir es geschafft haben, das Ruder herum zu reisen. Du erzeugst Abwasser das eventuell in einer konventionellen Kläranlage gereinigt wird, du nutzt eventuell Nahverkehrsmittel und die sind gut, doch erzeugen auch diese Emissionen und viele Menschen dieser Erde können sich dies noch nicht leisten und möchten aber auch dort hin.

    Wenn jeder so aktiv wäre wie du, hätten wir viele Problem nicht. Auch ich mache seit vielen Jahren einiges um meine negativen Auswirkungen zu minimieren. Von regenerativen Beheizung mit lokalen Brennstoffen bis zu energiearmen, natürlichen Farben & Baustoffen, gerne auch Alte wiederverwendet, von eigener Abwasserreinigung, Solaranlage für eigenen Strom (also nicht gegen Einspeisevergütung, sondern für Hauslicht, Lüfter, Radios..) und Wärme, vom Verzicht auf Flugreisen, viele Autofahrten und viele andere Kleinigkeiten. Dennoch sehe ich, dass ich noch mehr machen muss, viel mehr, nicht nur dieses hier andiskutierte Projekt mit dem ich alleine 2007 mehr CO2 ausgeglichen hätte als ich in den nächsten Jahrzehnten selbst erzeuge.
    So sehe ich auch viel Arbeit in Deutschland gerade bei der öffentlichen Infrastruktur. Jeder der so weit gedacht hat, kann erkennen, dass der Weg noch sehr weit ist und die Chancen gar nicht mehr so gut für uns stehen.

    So kann ich nur sagen, dass zukünftig viel mehr das aktive Entfernen von CO2 relevant werden wird und nicht mehr nur das "wieviel darfs noch mehr" werden. Auch dazu habe ich Ideen und Pläne, allerdings nicht die üblichen rein Technischen... .

    Auch dient das Projekt ja eben nicht nur dem Gegenrechnen, also einen privaten Emissionshandel, sondern eben der Entwicklung von CO2 Vermeidung, mit unterschiedlichen Konzepten für die verschiedenen Regionen.

    So hoffe ich, dass das Projekt 2008 anlaufen wird und lange bestehen kann .. guten Rutsch!


    Burnie

    Burnie schrieb am 03.01.2008 um 12:57

    Hemse, du hast das sehr deutlich geschrieben, wir müssen alle handeln.


    Hier zum neuen Posting...

    Eine andere Relation ist, dass momentan rund 1,8 ha Fläche pro Weltbürger zur Verfügung stehen würde, im Schnitt jedoch bereits heute rund 2,2 ha benötigt werden.

    Da es nicht gleichmässig zugeht, sind unsere Werte überdurchschnittlich:
    In Europa sind es rund 4,5-5 ha in USA rund 9,5 ha pro Mensch.

    So leben wir von dem Kapitalstock der Natur und nicht von dem jährlichen Zuwachs.

    Damit ermöglichen wir unser Leben, unseren Lebensstandard und alle Versorgungsgeschichten!

    Das ist einen Sackgasse, in der wir nicht einmal mehr wenden können, denn was weg ist, ist nicht wieder herstellbar.
    Arten sterben, Flächen verkarsten und das ehemals ertragreiche System wird in der Substanz geschunden..

    Haben das die Utopia Macher eigentlich bedacht, frag ich ich immer mehr... ??

    Strategischer Konsum muss auch heisen, reduzierter Konsum und Beschränkung auf das sinnvolle und nötige!

    Vor einigen Jahren wurde der Knickpunkt überschritten, seit dem ist das Ende des Systems mathematisch greifbar.
    Für mich unverständlich, dass Merkel, Bush und Co noch immer nicht verstanden haben und nur vordergründiges Geschwätz beitragen.

    inaktiver User 2 schrieb am 07.01.2008 um 10:38

    Das hier ist eine spannende Diskussion, die auch ich seit Jahren mit gemischten Gefühlen führe.
    2 Themen sind angesprochen worden, die mir sehr am Herzen liegen:

    1. Der Ablasshandel:
    Habe selbst jahrelang mit mir gehadert, ob das nicht ein ganz biliger Weg für Leute ist, sich freizukaufen ohne nachzudenken, bis mir ein echter Umweltpionier ins Gesicht lachte und sagte: ?Na und, wenn?s unterm Strich hilft, bin ich einverstanden.?
    Für mich war das erstmal schwer zu verstehen und dann auch wieder nicht, denn....... alles hilft!
    Ich mache mit meiner Familie seit fast 3 Jahren einen Totalausgleich unseres C02 Verbrauchs und glaube, dass unsere Erfahrungen ziemlich repräsentativ sind:
    1. Reduktion: Das Prinzip Klimaneutralität basiert ja immer zuerst auf Reduktion des eigenen Verbrauchs, wo immer das möglich ist.
    2. Bewusstwerdung: Durch die Berechnung deines Verbrauchs wird dir erstmal strukturiert vor Augen geführt, was du täglich tust und verbrauchst! Die großen Posten hat man schnell zusammen, aber dann gibt es da auch noch Restposten, die sich fürchterlich aufaddieren: Unsere Kinder fahren z.B. mit dem Schulbus in die Schule, das war bis letztes Jahr ein alter Iveco 19 Sitzer, nicht eben umweltfreundlich, und es gibt andere Posten, die ich in der Überschlagsrechnung die Jahre davor nie im Blick hatte.
    Unweigerlich und das ist die Erfahrung, die ich mit Freunden teile, ändert sich das Bewusstsein, wenn man sich vor Augen führt, was man selbst verbraucht.
    (Und egal, wie man es berechnet und wie vorbildlich wir leben, wir verbrauchen in der ersten Welt immer zuviel!)
    Mir hat das wirklich die Augen geöffnet. Und ich habe sofort angefangen zu sparen und sensibel zu werden für Energieverschwendung, auch wenn wir wahrlich noch weit von unserem Ideal oder eurer zum Teil bewundernswerten Konsequenz entfernt sind.
    3. Aktion: Erst dann kommt ja der Ausgleich. Und zwar für den Rest, den jeder einzelne nicht reduzieren kann, der also bleibt. Der Ausgleich geht in Projekte, die zusätzlich initiiert werden können aufgrund unserer, ja, ?Ablasszahlungen?. Ich mag es, dass diese Projekte konkret sind und ich mir aussuchen kann, wo mein Geld hingeht.
    4. Man kann nicht zuviel tun: Ich kenne die Diskussion seit Jahren. Für manche Wissenschaftler ist Aufforstung nach wie vor ungeeignet, für manche des Rätsels Lösung, da gibt es immer wieder ganz unterschiedliche Meinungen.
    Ich finde es gibt noch geeignetere Methoden des Klimaschutzes, aber wir unterstützen auch Aufforstungsprojekte.
    Und, lacarpe, ich finde dich wirklich vorbildlich, aber für mich ist es nie die Frage, ob man damit vielleicht andere entlastet. Ich habe gemerkt, welche Sogkraft, es auf meinen Freundeskreis ausübt, seitdem sie wissen, dass wir unseren Verbrauch ausgleichen.
    Also finde ich, dass es sich lohnt, wenn jeder einzelne von uns als Vorbild vorangeht, das auch kommuniziert und andere ansteckt.

    Und last but not least: Genug Menschen in Deutschland könnten es sich leisten ihren CO2 Verbrauch zu neutralisieren. Für mich ist es eine spannende Investition in die Zukunft unserer Kinder, Entwicklungshilfe, da ich nur in bestimmte Länder ?investiere? und ein Zeichen an Politik und Industrie. Wir schaffen Nachfrage!

    Und da sind wir dann bei Thema Nr. 2: Strategischer Konsum
    Natürlich glauben wir nicht, dass Konsum das allein Seeligmachende ist, natürlich geht es auch um Nichtkonsum. Da wo wir aber konsumieren, können wir sehr schnell Zeichen setzen und das ohne große Anstrengungen.
    Und diese Zeichen werden aufmerksam beobachtet und besitzen enorme Hebelwirkung.
    Spätestens mit dem Web 2.0 hat sich der Markt und das Verhältnis von Herstellern und ?Abnehmern? schlagartig verändert. Und wir erleben Unternehmen, die sehr hellhörig und offen für Kommunikation sind und sehen das als Riesenchance für uns alle.
    Wir sind alle jeden Tag unweigerlich Konsumenten und können durch kleinen Entscheidungen viel bewegen.
    Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Jahr und uns allen, dass wir durch strategischen Konsum Zeichen setzen.
    Oder da, wo es geboten scheint, eben auch durch Nichtkonsum.

    Claudia

    PS: Bei Utopia setzen wir natürlich auch alles daran unseren Fußabdruck gering zu halten und gleichen unseren Verbrauch vollständig aus.

    PS 2: Und ich träume davon, dass alle Utopisten zusammen in 2008 gemeinsam ihren Verbrauch ausgleichen und wir irgendwo in der Welt ein tolles Projekt initiieren, ein Biomassekraftwerk zum Beispiel, das wäre doch was.

    Jessica schrieb am 23.01.2008 um 13:52


    PS 2: Und ich träume davon, dass alle Utopisten zusammen in 2008 gemeinsam ihren Verbrauch ausgleichen und wir irgendwo in der Welt ein tolles Projekt initiieren, ein Biomassekraftwerk zum Beispiel, das wäre doch was.


    Das wäre wirklich was!!! Ich finde, die Idee darf nich einfach so untergehen!

    Ich hadere gerade mit mir, ein Atmosfair-Zertifikat zu kaufen, um einen Flug auszugleichen. Hier wurde ja doch teilweise sehr kontrovers darüber diskutiert und ich bin verunsichert, würde es aber im Grunde schon gerne machen!

    @Burnie: Da ich selber gerade nach einem Weg des "Ausgleiches" suche interessiert mich den Projekt sehr! Ich habe den Newsletter deiner Homepage abonniert :).
    Leider habe ich Probleme, den Link zu "so können sie ihren Beitrag leisten" zu öffnen. Kannst du mir dazu mehr sagen?

    Gruß,
    Jessica

    Burnie schrieb am 24.01.2008 um 10:59

    Hi Jessica,

    schön dass du dir die Seiten mal angesehen hast. Es ist noch nicht alles optimal, mach mir gerade auch einige Gedanken, diverses zu verbessern, auch die Benutzerführung..

    Der Teil "Ihr Beitrag" ist normal mit ssl Verschlüssungen. Eventuell lags daran. Versuch doch mal den html Link: Ihr_Beitrag
    Da sollte es dann unabhängig von ssl gehen. Ist auch der kleine Link unter dem roten Rechtspfeil.
    Dort solltest du dann je nach Auswahl zu der Flächenpatenschaft oder zum CO2 Ausgleich weiterkommen und auch einen kleinen CO2 Rechner finden.

    Alternativ kannst du dir auch die pdf- Dokumente laden.

    Wasser und Erde ist gedacht Alternative zu der "üblichen , betonierten" Entwicklungshilfe, die i.A. Abhängigkeiten schafft. Was hilft einem Land, einer Bevölkerung eine technische Biogasanlage, wenn regelmässig die Ersatzteile mit Devisen aus dem Ausland bezogen werden müssen? Motoren von Siemens, etc...

    Das ist die Art Entwicklungshilfe die ich für sehr ineffizient betrachte und wie sie die GTZ zB mit Geldern von atmosfair betreibt.

    Mit Wasser und Erde möchte ich neben der wirtschaftlichen Alternative zur Abholzung für die Waldbesitzer, wie in dem ersten Waldprojekt in Südamerika, Entwicklungshilfeprojekte anstossen, wo die Leute selbst in die Lage versetzt werden, Verbesserungen durchzuführen.

    Das Abwasserproblem, mit dem auch ein Teil der Kindersterblichkeit (aktuell wieder in den Medien, jährlich 9,7 Mio Kinder unter 5 sterben, 26.ooo täglich) bzgl den Durchfallerkrankungen, dem Prinzip der hohen Geburtenrate etc. zusammenhängt möchte ich mit Wissenstransfer und beispielgebenden Projekten in Afrika unterstützen, bzgl realisieren.

    So denke ich, das es ideal ist, zu den geplanten Schulen für Afrika nicht nur die Frischwasserversorgung zu sichern, sondern ebenso die Abwasserreinigung zu etablieren. Neben der eigentlichen Abwasseranlage für die Schule, sind die Informationen über die Arbeitsweise der Anlage, also die Biologie und das Anlageprinzip entscheidend. Dazu erarbeite ich zB auch Dokumente die in der Schule zur Ausbildung der Kinder genutzt werden können, so dass die Kinder ein Verständnis entwickeln und den Kreislaufgedanken in der Natur, der auch für die Abwässer gilt, zu verstehen. Gleichzeitig werden sie damit in die Lage versetzt selbst mit lokal vorhandenen Mitteln solchen Anlagen in ihren Heimatdörfern zu bauen und dies kann sogar zu einem lokalen Wirtschaftszweig werden.

    Auch dem Klima wird dadurch geholfen, denn die ungereinigten Abwässer gasen ja Methan aus und das ist ein 20fach wirksameres Klimagas gegenüber CO2. Durch die Reinigung wird dies verhindert.

    Jedoch ist das Projekt nicht auf Abwasseranlagen beschränkt, obwohl die weltweit ein riesen Thema ist, 80% alle Abwässer werden nicht gereinigt, vergiften Flüsse und Meere.
    Auch in den Tourismuszentren der Schwellenländer oder wie im Osten Deutschlands, wo durch sinnvolle "Pflanzenkläranlagen" nicht nur viel Geld gespart werden kann, sondern insbesondere der Strombedarf der nötigen Abwasserpumpstationen gespart werden kann.
    Es werden zB auch kleine Pakete geschnürt, ein Windenergiepaket, ein SolarStrompaket um die Unabhängigkeit zu fördern, jedoch ist dies alles noch Zukunftsmusik.

    Bitte schreib mir kurz, ob es nun klappt... !

    Grüsse
    Burnie

    PS: Auch zu Claudias Beitrag wollte ich noch etwas schreiben, kommt noch...

    Burnie schrieb am 29.01.2008 um 10:51

    Gut zu dem Thema CO2 - Ausgleich passt die neue Unterschriften - Greenpeace Aktion auf die ich hier hinweisen möchte und deren Liste man hier laden kann.

    Es wird ja in manchen Kreisen sehr kontrovers diskutiert, ob Waldschutz auch Klimaschutz ist.

    Hier Infos dazu

    Waldschutz ist Grundlage für die Zukunft von Mensch und Tier, ist wesentlicher Faktor für den Wasserhaushalt und ein ungeahntes Reservoir für Medikamente, die uns alle irgendwann man helfen können.

    Noch immer wird täglich eine Riesenfläche vernichtet.

    quitte schrieb am 21.05.2008 um 21:18

    Die gemeinnützige Gesellschaft "atmosfair" ist Testsieger. Ihre Berechnungen der Emissionen wirklich wissenschaftlich belegt und richten sich genau nach den Maßgaben des Weltklimarates IPCC. Andere Anbieter sind meist im Vergleich überraschend günstiger, was den zu zahlenden Kompensationsbetrag betrifft, sind aber m. E. zu genießen.
    Atmosfair hat beispielsweise einen Verwaltungskostenaufwand von nur 8%. Zudem sind die meisten von atmosfair unterstützten Projekte zertifiziert nach dem sogenannten "Gold Standard", ein vom WWF entwickeltes, strenges Beurteilungsverfahren. Wenn schon, dann auch richtig kompensieren!:)

    Mehr dazu: http://images.zeit.de/text/2008/02/Klimawandel-Reisen
    http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/-Klimabewusste-Flugreisen/1522263/1522263/1522446/default.ashx

    Gottfriedsen schrieb am 22.05.2008 um 01:54

    Co²-Ausgleich und auch noch kaufen????
    Für ernsthafte Utopisten??????:mad:

    Liebe Utopia, bin nur noch erschüttert.............

    Da wird schon wieder und immer noch, genau wie im Wald, am Anfang FALSCH angefangen. Dabei ist doch alles ganz einfach.

    Jeder??? Utopist weiß, dass CO² das aktuell wesentliche Weltproblem ist, denn alles hängt irgendwie damit zusammen.

    Da kann es doch nicht angehen, wenn dieses Thema, wie immer im menschlichen Bereich, fast NUR dazu dient, wieder einmal GELD zu verdienen. Mit dem Gewissen und vor allem der pardon: DUMMHEIT oder vorsichtiger ausgedrückt mit der UNWISSENHEIT der Menschen.

    Es kann doch wirklich nicht darum gehen, CO² zu kompensieren!

    Vermieden werden muss die Freisetzung dieses Weltgiftes!

    Das KANN jeder! Und das weiß auch jeder??? zumindest Utopist.

    Selbstredend hat da jeder seine persönlichen Grenzen. Das ist vollkommen legitim. Auch ist völlig utopisch, dass es ohne CO²-Freisetzung geht. Ein "gewisses" Maß verträgt sie ja auch, unsere Erde. Nur dieses Maß gilt es einzuhalten.

    Längst ist das Maß nicht nur voll, sondern mehr als übergelaufen. Da hilft es gar nichts, wenn eine paar "Wohltäter" wie z.b. Krombacher ein paar Hektar Urwald noch nicht einmal neu anlegen sondern nur schützen. Oder die RWE großspurig verkündet, als ERSTE 10.000 ha, sehr pardon, "Völlig besch..." Energiewaldplantagen anlegen wollen. Oder: Tut mir leid, jetzt ein paar Beispiele von "edlen" Umweltfreunden, die durch CO2-Ablasshandel ein paar Hektar mit Urwald schützen oder gar neu anlegen, wobei letzteres eher nicht vorkommt, weil aufwendig und renditeschmälernd.

    Hört doch auf! Hört doch auf!

    Da entwickelt ein Carbon Fix e.V. Standarts im Rahmen des Kyoto-Protokolls, wie sich ganze Länder CO²-freie Gewissen kaufen können. Dies auch noch unter Federführung eines berühmten Forstprofessors, der bis heute nicht weiß, dass ökologisch/ökonomisch vollendeter Neuwald nur durch SAAT entstehen kann. (Die berühmte 20 jährige, forstliche Keimruhe des Forstgehirns)

    Da gibts es Firmen wie LifeCO2, die nachvollziehbar 20% der Geldes der armen Gewissensnöter vorweg schon mal für sich brauchen.

    Oder KlimaBONUS, bei denen man sich für 2 Ct je Liter Spritverbrauch des Autos freikaufen kann. Immerhin haben diese erfreulichen Mitmenschen schon 5.500 ha geschützt. Was sie selbst dabei verdient haben, wird nicht nachgesagt.

    Oder Co2ol, Silvainvest, Bauminvest, lifeCO2, global-woods, plant my tree, forestFinance und noch einige andere mehr. Die haben nach meiner Einschätzung begriffen, dass sich mit der Angst der Menschen recht gut Geld verdienen lässt.

    Ausnahme : Plant for the Planet. Die wollen nicht reich werden, sondern eigentlich was GUTES. Machen aber auch alles am Anfang falsch, indem sie TOTwald PFLANZEN. Eine Pflanze, die aus der Erde schaut, kommt eben optisch oberirdisch gut rüber. Ein Samenkorn sieht man erst ein Jahr später. Ist für das Augentier Mensch nicht so der (Sofort) Hit. Die wirklichen Effekte einer Saat sind da völlig uninteressant weil zuweit weg.

    Hat jemand was gemerkt bei der Aufzählung der CO²-Ablasshändler?

    Ich hoffe doch. Allein die Namensgebung spricht für sich.

    Verzei(zweifl)(h)ung:

    Utopia-Projekt : BIOMASSE-Kraftwerk????????

    BIO-Masse wollen wir(oder unsere Tiere) essen oder zur CO²-Bindung nutzen und NICHT verbrennen!!!!!!!! (2 MIO. Ausrufezeichen)

    Die Menschheit ist zu intelligent, diesen falschen Weg tatsächlich in großer Dimension und dauerhaft einzuschlagen. (Hoffe ich immer noch) Und ich weiß es auch. Habe ich schon mal bei Utopia gepostet. Keine Wiederholung hier.

    Kurz: Ist z.Zt. nur eine gute Geldquelle(für einige). Und diese Quellen muss man immer und unter allen Umständen NUTZEN!

    So, bevor ich explodiere( was sicher viele wünschen;)) komme ich zum Schluss:

    Da ich die Welt nicht erreichen kann, aber ein paar Utopisten, bitte ich zumindest diese :

    HÖRT AUF !!!!!

    Vermeidet CO²-Emissionen, wo es geht und ihr es einrichten könnt. Oder wollt. Kauft auch nicht frei, Ihr Pharisäer???

    Bewegt die Welt in die richtige Richtung. Viele kleine schaffen Großes.

    Nicht nur ich will der Welt ihre Wälder zurück geben. Wir alle können es schaffen. Nur bitte nicht mit TOTwald, CO²-Gewissensfreikäufen mit zweifelhaften Ergebnissen, dem Schutz von ein bisschen (pardon Burnie, Wolfgang Ihr macht es richtig) Urwald.

    SONDERN : Durch UNTERSTÜTZUNG der Gründung eines WFF, dessen Aufgabe es sein wird, den NEUEN Wald der Welt auf den Flächen, wo der ALTE Wald vernichtet wurde, wieder zu erschaffen. Und dies durch Saat der nötigen Bäume in maximaler Ökologie und optimal ökonomisch. OHNE jeden Selbstbereicherungsaspekt.

    Dazu habe ich bereits Frau DR. Merkel, Herrn Töpfer, Herrn Governator (Woodinator) Schwarzenegger, Bill Gates, Warren Buffet, die Utopia-Crew und viele andere aufgefordert.

    Habe die Nase so voll von nur Reden, Labern, sich toll finden. Verdammt noch mal : WIR müssen was TUN!!! (3 mio. Ausrufezeichen)

    Aber bitte nicht ein paar Euros mit Krombacher versaufen oder ein paar Flugmeilen oder Autokilometer im Urwald "versenken" und schon gar kein ESSEN verbrennen.

    Wer mehr wissen will, braucht mich nur zu fragen.
    Wage schon nicht mehr, um Mitstreiter zu bitten...........

    Dietmar Gottfriedsen (Quer- und anders-DENKER)




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