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berniewa schrieb am 05.06.2013 um 17:30

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Zur Einleitung an dieser Stelle ganz grundsätzlich einige Gedanken von mir
zum Verhätltnis : Türkei und Europa

Bzgl. der Frage nach der Mitgliedschaft der Türkei in der EU
wäre es für beide langfristig ehrlicher und vorteilhaft,
die Türkei zu unterstützen,
sich - außerhalb der EU -
als eine Art von Brücke zwischen Europa und dem 'Nahen & Mittleren Osten'
zu entwickeln.
Die bisher etablierten Schwarz-Weiß-Denkweisen wären aufzugeben
und die Möglichkeit einer Schattierung, bzw. graduellen Abstufung zu schaffen,
etwa einen Status der "engen Partnerschaft".

Zugleich hätte die Entwicklung der Türkei als Brücke
eine stärkere positiv ansteckende Wirkung als dann hoffentlich fortgeschrittene Demokratie,
auf ihre östlichen und südlichen Nachbarstaaten,
als wenn sie ein EU Mitglied wäre.

-- nb.: Eine ähnliche 'Brücken'Funktion wäre übrigens auch im Falle
von Staaten wie Moldawien, Ukraine und anderen vorteilhaft.
Nicht zuletzt würde es damit verbundene Konflikte mit Russland entschärfen. --

Diese Einschätzung, die ich schon seit Jahren vertrete,
ist wohlgemerkt zu unterscheiden von Gründen der Ablehnung
wie sie viele 'Konservativen' seit vielen Jahren haben,
und die häufig primär auf irrationalen Ressentiments fußen.
Leider gibt es auch hier wie so oft in der Politik und im sonstigen Leben
einen *Umkehrfehlschluss* (der 'konträr' mit 'kontradiktorisch' verwechselt):
Viele der Linken, der SPD und den Grünen nahestehenden Menschen, auch Politikerinnen/er selbst,
meinen aufgrund dieser rechtslastigen Motive eines auch langfristigen 'Nein' zu einer Mitgliedschaft
dass ein langfristiges 'Ja' dann richtig sein müsse
und kommen so erst gar nicht auf die Idee, Alternativen zu entwickeln,
weil hier eben *nicht* gilt:
Tertium non datur (zu Deutsch: Ein Drittes gibt es nicht)
Doch, gerade ein 'Dritter Weg' ist hier der 'goldene Mittelweg'.


- - - - Soweit meine kurze Einleitung.
Nun zur aktuellen Situation .i n. der Türkei :

Für einen Stadtpark und gegen eine Brücke zu protestieren, damit hat die neue Protestwelle in der Türkei begonnen, aber nach den überzogenen Reaktionen der Sicherheitskräfte ist viel mehr daraus geworden

Bei der Heinrich Böll Stiftung dazu nun ein ausführlicher Beitrag
http://www.boell.de/weltweit/europanordamerika/europa-nordamerika-zwischen-strassenfest-strassenschlacht-17490.html

    berniewa schrieb am 05.06.2013 um 17:32

    AKW.s plant die türkische Regierung übrigens auch immer noch zu bauen. Bitte unterstützt auch diesbezüglich den Widerstand, z.B. von Greenpeace Türkei (Teilorganisation von Greenpeace-Mittelmeer)

    inaktiver User 67453 schrieb am 05.06.2013 um 18:00

    schöner Artikel zu den Ereignissen

    das Volk und nicht dern "angebliche Mob" hält zusammen - in der Türkei und darüber hinaus - vereint alle Schichten.

    die Regierenden wirken absolut ratlos.


    "Bei der Heinrich Böll Stiftung dazu nun ein ausführlicher Beitrag
    http://www.boell.de/weltweit/europanordamerika/europa-nordamerika-zwischen-strassenfest-strassenschlacht-17490.html"

    berniewa schrieb am 05.06.2013 um 18:09

    das positive Feedback freut mich . danke !

    Leider beruft sich der türkische Ministerpräsident (vergleichbar mit Kanzler-in bei uns) nicht ganz zu unrecht darauf, formal demokratisch ziemlich korrekt gewählt zu sein, und ob Neuwahlen wirklich eine neue Regierung bringen würden, ist leider tatsächlich unsicher, aber die türkische Bevölkerung wird zunehmend "wacher" und das lässt hoffen ... Der Staatspräsident (vergleichbar. mit Bundespräsident-in bei uns) versucht offenbar zurzeit eine quasi vermittelnde Position einzunehmen

    berniewa schrieb am 09.06.2013 um 19:19

    türkischer Radiosender, der mit der Protestbewegung sympathisiert . falls jmd türkisch versteht oder Menschen kennt, die das tun ...: Gezi Parkı'ndaki seslere kulak veren bir radyo kanalı açıldı. Parktan canlı yayın canlı olarak http://geziradyo.org/

    berniewa schrieb am 14.06.2013 um 21:02

    Zwar ist Brasilien in sehr vieler Hinsicht ganz anders als die Türkei, aber aus aktuellem Anlass von großen sozialen Protesten mit letztlich vielen überlappenden oder ähnlichen Zielen, sei hier auch folgender Hinweis gepostet

    Es finden zurzeit ebenfalls große Proteste statt, vgl https://utopia.de/0/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/brasilien-205909

    p.s. Aus Zeitgründen und weil hier offenbar dazu kaum Interesse besteht,
    werde ich diesen Thread / diese Forenthema hier einstweilen nicht weiterführen

    berniewa schrieb am 08.02.2016 um 00:24

    Mittlerweile hat sich manches ereignet (seit meinem letzten Eintrag hier), unter anderem bzgl der Relationen zwischen der Türkei (Regierung, Gesellschaft u.s.w) und
    - Syrien
    - Russland
    - da-esh (IS)
    Auch der türkisch-kurdische Krieg wurde (va seitens türk.Regierung u Militär) neu angeheizt

    Bezgl der Fluchtkatastrophe in Syrien u Irak hat sich die Lage in Syrien, der Türkei und Griechenland drastisch verschärft. Es werden nun sogenannte "Hotspots" heftig diskutiert.
    Ich schlage folgende hier nachlesbare, nachhaltigere Alternative vor
    https://utopia.de/0/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/fluechtlinge-menschenrechte-medien-lampedusa-paepste#comment-610665

    Sicher ist jedenfalls : Damit auch innerhalb der Türkei wie auch innerhalb Europas die Flüchtlingsaufnahme und -integration besser gelingen kann, müssen auch internationale Lösungen viel stärker vorangetrieben werden; nicht der einzige, aber ein großer Baustein dafür könnte obiger Vorschlag sein

    berniewa schrieb am 19.02.2016 um 00:44

    "kurdische Gebiete" u.s.w. Dazu ein Info-Video bei heute plus :
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2464266/heute%2B-vom-12.-August-2015#/beitrag/video/2464266/heute%2B-vom-12.-August-2015

    berniewa schrieb am 11.03.2016 um 18:15

    Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte hat starke Vorbehalte gegen das
    geplante Abkommen zwischen der EU und der Türkei bzgl. der Flüchtlingsfrage geäußert.
    Besonders besorgt sei er wegen zu erwartender "kollektiver und willkürlicher Abschiebungen"
    von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei,
    sagte er am Donnerstag in Genf vor dem UN-Menschenrechtsrat
    und fügte ausdrücklich hinzu, solche Abschiebungen ohne Feststellung der Umstände jedet Einzelnen Person
    seien eine "Verletzung internationalen und europäischen Rechts", also "illegal".
    Er werde seine Bedenken vor dem EU-Gipfeltreffen am 17. und 18. März in Brüssel vortragen.

    Quelle: AFP u.a. 11.03.2016

    berniewa schrieb am 19.03.2016 um 16:26

    mutiger Journalist Can Dündar, Chefredakteur der Tageszeitung Cumhuriyet, ist nach fast 100 Tagen Gefängnis ist der vorläufig wieder in Freiheit ...:

    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/tuerkei-erdogan-zeitung-100.html

    berniewa schrieb am 20.03.2016 um 17:09

    Die komplette Rede von Anton Hofreiter am 16. März: https://www.youtube.com/watch?v=ynGj-nQDf-8


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