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Alternativen zum Amazon-Partnerprogramm

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    buch7.de schrieb am 27.02.2014 um 11:41

    Gelöscht von buch7.de am 05.08.2014 um 11:08

    Stephan Rieping schrieb am 10.03.2014 um 09:21

    @buch7.de, wirklich gut wäre es, wenn ihr über den lokalen Buchhandel ausliefern würdet. Grundsätzlich ist der Onlinehandel insgesamt nämlich ein Riesenproblem für den lokalen Handel. Insgesamt gehen vor allem die kleine inhabergeführten Geschäfte auf dem Land kaputt.

    Und die sind ein wirklicher Verlust da sie ungemein wichtig sind für die Lebensqualität.

    buch7.de schrieb am 11.03.2014 um 23:13

    Hallo Stephan. Vielen Dank für deine Anregung!

    Wir hätten nichts dagegen, wenn der lokale Buchhandel über uns bestellen würde. Da wir aber den gleichen bzw. ähnliche Großhändler nutzen, hat der Buchhändler keinen wirtschaftlichen Anreiz, uns noch mit in's Boot zu holen, da wir nur ein weiterer Zwischenhändler wären, der zwangsläufig auch ein bisschen was verlangen muss, um nicht draufzuzahlen. Die Händler vor Ort würden dann noch weniger verdienen (und dabei brauchen Sie ja jeden Euro).

    Uns ist es aber sehr wichtig, dass wir unsere Umsätze und Spenden nicht zu lasten der inhabergeführten Buchhändler vor Ort machen. Wir schalten sogar regelmäßig einen Banner, auf dem wir sagen: "Am liebsten bestelle ich beim lokalen Buchhandel, aber wenn schon online, dann bei buch7.de".

    Für Ideen, wie wir uns darüber hinaus mit dem lokalen Buchhandel verbünden könnten, sind wir immer aufgeschlossen! Bis dahin liegt es sicherlich auch bei den Kunden: Wir wünschen uns, dass sie ein Buch, das sie lokal gekauft hätten, nicht stattdessen bei uns kaufen. Gleichzeitig wünschen wir uns aber, dass sie ein Buch, das sie sowieso nur online gekauft hätten, bei uns kaufen und damit Spenden generieren.

    Und schließlich sind wir auch ein kleines inhabergeführtes Geschäft, mit dem wir uns auch jetzt schon für die Lebensqualität vor Ort einsetzen (z.B. Bio-Ernährung im Kindergarten unseres "Firmensitzes"). Wenn die Umsätze und spenden weiter steigen, werden wir uns sicherlich noch stärker vor Ort (aber auch darüber hinaus) einsetzen können.

    Viele Grüße
    Benedikt

    Stephan Rieping schrieb am 12.03.2014 um 07:48

    Lieber Benedikt,

    gleich mal vor weg, ich finde Euer Engagement grossartig und Euer Geschäftsmodell vorbildlich.
    Mir geht es im Wesentlichen darum, zum einen die grundsätzliche Problematik des Onlinehandels bewußt zu machen, zum anderen aber auch Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

    Wir haben uns in der folgenden Gruppe auch schon viele Gedanken dazu gemacht:
    https://utopia.de/0/gruppen/gruendung-nachhaltiger-1089

    Gut wäre es, wenn ein Onlineportal die Nachfrage zunächst an die Anbieter vor Ort weiterleitet und z.B. dem stationären Buchhandel die Gelegenheit gibt, das Geschäft zu machen. Das hätte den wichtigen Vorteil, dass Kaufkraft und Wertschöpfung vor Ort bleibt.

    Vielleicht könnt ihr eine solche Vermittlungsdienstleistung (gegen Provision) für Eure Partner anbieten.

    Sonnige Grüße
    Stephan

    buch7.de schrieb am 15.03.2014 um 19:17

    Lieber Stephan,

    vielen Dank für Dein tolles Feedback! Apropos nachhaltiger Versandhandel: Könnte man in Liste der "vorhandenen Beispiele" aus Deinem Link auch buch7.de eintragen? Wir sind ja immerhin bezüglich der Verwendung der erträge sozial und ökologisch nachhaltig aufgestellt und aktiv dabei, unsere eigene Unternehmensführung so nachhaltig wie möglich gestalten - auch wenn wir noch nicht genügend Einfluss haben, um z.B. bei unserem Großhändler einen CO2-neutralen Versand durchzusetzen (O-Ton: "Sie sind der erste, der danach fragt - wenn noch andere danach fragen, können wir das vielleicht einmal anbieten").

    Die Sache mit der Weiterempfehlung an lokale Buchhandlungen ist nicht ganz unkompliziert, da wir zum einen die ganzen Adressen bräuchten, zum anderen auch sicherstellen wollen, dass dort auch wirklich faire Arbeitsbedingungen herrschen und die Gewinne sinnvoll verwendet werden (und nicht z.B. an irgendwelche Finanzinvestoren fließen). Außerdem können wir natürlich jede Bestellung brauchen, denn je mehr Bestellungen wir bekommen, desto geringer sind unsere Fixkosten, so dass wir überproportional mehr spenden können - in diesem Sinne wäre eine einseitige Werbung für andere Buchhändler zumindest schwierig. Die Provision könnte hier eine Lösung sein, aber unsere bisherigen Erfahrungen mit Provision zeigen, dass hierdurch schon ein nennenswerter bürokratischer Aufwand erzeugt wird, den wir mit dem aktuellen Personal nicht flächendeckend für Buchhändler in ganz Deutschland leisten können - schließlich muss ja mit jedem Händler eine Vereinbarug getroffen werden und ein Abrechnungsmodus und eine "Bestellweiterleitungsfunktion" festgelegt werden.

    Sehr spannend wäre aber eine zweiseitige Partnerschaft mit regionalen Buchhändlern: Wir empfehlen Kunden an ausgewählte Buchhändler vor Ort weiter und diese empfehlen ihren Kunden buch7.de, damit die Kunden - wenn sie schon online bestellen - nicht bei den großen Konzernen bestellen. Das wäre aus meiner Sicht die faire Lösung, bei der wir auch auf Provision von beiden Seiten verzichten könnten und so der Organisationsaufwand nur einen Bruchteil beträgt. Wenn es also Buchhändler vor Ort gibt, die an so einem Modell interessiert sind, würden wir es gerne mal testweise ausprobieren! Am besten wäre ein Buchhändler im Großraum Augsburg, damit wir zumindest für dieses Pilotprojekt kurze Wege haben.

    Viele Grüße
    Benedikt

    GREENnow schrieb am 16.03.2014 um 12:16

    Hallo an alle,

    eine weitere mögliche Alternative zu Amazon ist Fairnopoly (www.fairnopoly.de), eine genossenschaftlich organisierte Online-Plattform zum Kauf und Verkauf von Büchern, Filmen, Alltagsgegenständen etc., die sich für eine möglichst faire und transparente Geschäftspolitik einsetzt und ökologisch oder fair hergestellten Artikeln bessere Verkaufskonditionen bietet.

    Markus Dietz schrieb am 11.09.2017 um 17:26

    @buch7.de: gibt es inzwischen das Partnerprogramm?

    Für Publisher, also Betreiber von Websites, ähnlich einfach zu nutzen wie bei Fairmondo (vormals fairnopoly)?

    https://www.fairmondo.de/partnerprogramm


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