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Demeter, Bioland, Naturland – welcher Bio-Anbauverband ist der beste?

Zwetschgen_Mark fragte am 01.03.2013 um 10:57

Mir ist aufgefallen, dass die ökologischen Erzeugerverbände Demeter, Bioland, Naturland immer gleichwertig als die noch besseren Bioalternativen genannt werden.

Ich wollte fragen, ob es da Unterschiede gibt und welchem Anbauverband ihr empfehlen würdet?

  • antwortete am 01.03.2013 um 16:08
    Ja, es gibt unterschiedliche Richtlinien innerhalb der genannten Verbände.

    Grundsätzlich gilt:
    Demeter ist der Verband mit den strengsten Richtlinien.
    Danach kommt Bioland.

    Die von Berniewa genannte weltanschauliche Ausrichtung von Demeter hat mir früher auch Probleme bereitet, als ich meine Gärtnerlehre auf einem Bioland-Betrieb gemacht habe.

    Heute sehe ich das etwas anders.
    Die Methoden, die zum Einsatz kommen, tun sicher niemandem weh und ich kenne sehr viele Demeter-Betriebe und bin beeindruckt von dem Engagement, das weit über EU-Bio hinaus geht.

    Was mich sehr von Demeter überzeugt: Man wird schwerlich einen Betrieb finden, der gemischt arbeitet: Also Bio und Nicht-Bio-Produkte aus einem Betrieb.
    Wer Demeter wirtschaftet, der ist vom Bioanbau restlos überzeugt und macht das nicht nur, weil Bio momentan Trend und gut bezahlt ist.

    Wer Tierhaltung nicht von Haus aus ablehnt, findet bei Demeter auch die strengsten Auflagen diesbezüglich. Z.B. dürfen Rinder die Hörner nicht entfernt werden ect.

    Hier z.B. ein Vergleich zwischen EU-Bio, Bioland und Demeter:
    http://www.vzfbdww.de/informationen/unterschiede_richtlinien.html

    Hier noch mal allgemein ein Vergleich zwischen EU-Bio und Anbau in Verbänden:
    http://bio-tuerlich.de/index.php?page=ContentItem&contentItemID=3

    Wenn Du es noch genauer wissen willst, dann findest Du bei allen Anbauverbänden die Richtlinien auf der Webseite und zwar auch für die unterschiedlichen Bereiche, also Ackerbau, Viehzucht.

    Naturland ist leider in letzter Zeug häufiger mit genannt, wenn Unkorrektheiten entdeckt wurden.
    Dazu Stellungnahme auf der Webseite.
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      kommentierte am 01.03.2013 um 17:26
      "Was mich sehr von Demeter überzeugt: Man wird schwerlich einen Betrieb finden, der gemischt arbeitet: Also Bio und Nicht-Bio-Produkte aus einem Betrieb."

      Das ist doch ohnehin verboten, bei Demeter ebenso wie bei den anderen Verbänden, und zugleich auch einer der Hauptunterschiede zu den EG-Richtlinien, wo Mischbetriebe - also gleichzeitige bio- und konventionelle Erzeugung innerhalb eines Betriebs - erlaubt sind. Leicht möglich, daß dann mal ein paar konventionelle Eier in den Bio-Bereich kullern...
      Ansonsten: bei Demeter könnte ich gut und gerne auf die etwas esoterische Arbeitsweise verzichten, aber andererseits fand ich die Qualität ihrer Produkte bisher durchaus überzeugend. Vielleicht besteht ja auch ein innerer Zusammenhang zwischen ihren weltanschaulichen Besonderheiten und der besonderen Konsequenz in der Umsetzung des Bio-Gedankens, der sich eben auch in der Produktqualität bemerkbar macht.
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      kommentierte am 01.03.2013 um 17:37
      OK Bastler, sollte ich eigentlich wissen.
      Ich war mir bei Demeter und Bioland sicher, daß es keine gemischten Betriebe gibt.
      Aber nicht bei Naturland.
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      kommentierte am 02.03.2013 um 13:20
      "mit den strengsten Richtlinien" ... in gewisser Hinsicht ja, und teilweise sind sie auch aus meiner Sicht befürwortenswert, teilweise aber auch "streng", aber haaresträubend für den gesunden Menschenverstand, so seh ich das, vgl meine Antwort unten
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      kommentierte am 02.03.2013 um 14:13
      Wobei es wahrlich jedem selbst überlassen bleibt, was sein gesunder Menschenverstand ihm empfiehlt.
      Ich werde da sicher nicht drüber diskutieren.

      Es wird niemand belogen.
      Die zum Einsatz kommenden Methoden werden von Demeter offen gelegt und jeder kann selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgibt.
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      kommentierte am 07.03.2013 um 15:31
      Naturland- und Bioland-Richtlinien unterscheiden nur sehr geringfügig. Das kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die beiden Verbände schon seit einigen Jahren gemeinsam an der gegenseitigen Anerkennung ihrer Standards arbeiten.
      Unterschiede zwischen Bioland und Naturland gibt es v.a. in der unterschiedlichen Grundausrichtung: -während sich Bioland auf einheimische Erzeuger/Verarbeiter konzentriert, ist Naturland international engagiert.
      -tendenziell konzentriert sich Bioland auf kleinere Betriebe, wobei Naturland auch größere Betriebe aufnimmt.

      Demeter-Richtlinien sind i.d.R. noch ein wenig strenger als die vorgenannten, aber v.a. unterscheiden sie sich durch den anthroposophischen Ansatz dahinter.

      Hier auch noch ein Richtlinienvergleich von Naturland mit EU-Bio:
      http://www.naturland.de/fileadmin/MDB/documents/Verbraucher/Richtlinienvergl_01-2011_web-1.pdf

      Und hier noch etwas detaillierter:
      http://www.naturland.de/fileadmin/MDB/documents/Richtlinien_deutsch/RiLi_Vergleich_Naturland-EU_deu.pdf
  • antwortete am 07.03.2013 um 15:23
    Für mich liegt Demeter klar vorn! Denn hier wird ausschließlich sog. samenfestes Saatgut verwendet. Dieses kann immer wieder verwendet werden. Bioland dagegen verwendet Hybridsaatgut, das nur für einen einmaligen Anbau verwendet werden kann. Das finde ich persönlich nicht unterstützenswert.
  • antwortete am 08.03.2013 um 20:45
    Nachdem ich verschiedene Biohöe besuchte und auch mit meiner Familie Ferien auf dem Bio-Bauerhof verbrachte, kann ich sagen, dass Demeter der gediegenste Verband ist. Er fördert die bio-dynamische Wirtschaftsweise. Das Zubereiten und Ausbringen der fruchtbarkeitsfördernden Präperate ist ebenso aufwendig wie die wesensgemässe Tierhaltung.
    Auch bin ich beeindruckt, wie sich Demeter-Bauern gegen das Bienensterben und für die Artenvielfalt mittels eigenen Saatenbanken einsetzen.
  • antwortete am 01.03.2013 um 14:17
    Bei Demeter werden meines Wissens z.B. einige Methoden mit-angewandt, die auf anthroposophische Weltanschauung zurückgehen oder sehr mit ihr überlappen, z.B. sogenannte homöopahtische, und das obwohl z.B. letztgenannte in seriösen umfangreichen internationalen unabhängigen (human)medizinischen Studien als unwirksam bewiesen wurden ("unwirksam" in dem Sinn, dass sie nicht deutlich wirksamer sind als bloße Placebos). Auch von gern zitierte Studien, die belegt haben wollen dass im Sinne Hahnemanns etc "Wasser ein Gedächtnis" habe, wurde nachgewiesen, dass sie quasi wissenschaftlich unseriös durchgeführt wurden

    Bei einzelnen Demeterbauern/bäuerinnen (deren Freundlichkeit und guten Willen ich übrigens gar nicht in Abrede stellen will) geht der Aberglauben so weit, wie ich aus erster Hand gehört habe (ich könnte auch Namen nennen, aber es geht hier nicht um Diffamierung), dass sie allen Ernstes Photovoltaik auf ihren Dächern ablehnen, weil sie meinen, das könnte Elektrosmogbelastung für die Tiere bedeuten. Ob das für alle Demeterbetriebe gilt, weiß ich aber nicht.

    Ich persönlich bevorzuge meinerseits öko-vegane Ansätze (wogegen bei Demeter Tierhaltung immer inklusive ist) und ansonsten Naturland ggf auch Bioland, kaufe aber notfalls auch Demeter, wenn ich gerade keine Alternative finde
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      kommentierte am 02.03.2013 um 13:08
      zugegeben freilich, die Befürchtung bzgl Elektrosmog durch PV Module ist vergleichsweise immer noch weniger ideologisch-irrational, als an Hahnemannsche Hömöopathie und ähnl. zu glauben (denn) d a gegen ist sogar das vatikanische Dogma von der leiblichen Himmelfahrt Marias noch harmlos
    • kommentieren
      kommentierte am 02.03.2013 um 22:18
      Ich gehe davon, dass Du noch keine direkten Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht hast. Ich finde schon, das sie eine sehr ökologische Medizin darstellt. Reiner Milchzucker mit winzigsten Spuren pflanzlicher oder sonst welcher Rohstoffe. Das Thema Mikroschadstoffe im Abwasser durch Diclophenac, Chemo usw. wird man jedenfalls der H. nicht zuschreiben können. So, wo ist Dein Problem?
      Dass Du nicht bereit bist, daran zu glauben, würde ich als private Überzeugung einschätzen. Andere glauben daran und es funktioniert. Bei wieder anderen muss ein Medikament eine Reihe von gefährlichen Nebenwirkungen haben, bevor die Patienten an dessen Wirkung glauben können.
      Ich hatte mit der H. ein interessantes Erlebnis mit unserem damals 4 od. 5 Jahre alten Sohn. Er war an Nasenpolypen operiert worden und nach einem Jahr kamen diese wieder. Da wir zufällig bei einem alten Homöopathen in Behandlung waren, fragten wir ihn nebenbei, ob er helfen könne. Es folgten dann die üblichen Fragen, die wir so gut es ging beantworteten. Ergebnis 5 Globuli (Inhalt habe ich vergessen) irgendeiner Hochpotenz (also chemisch ohne Inhalt), die wir dem Jungen gaben. Nach 14 Tagen waren die Polypen verschwunden und kamen nie wieder. Kosten ca. 1980 einschließlich Mittel 25 DM, Kosten für die letztendlich erfolglose OP ca. 800 DM.

      Mir ist es letztendlich egal, wie die H. wirkt. Wenn sie wirkt und es unter dem Strich wesentlich günstiger ist, warum soll ich sie eigentlich nicht verwenden?
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      kommentierte am 03.03.2013 um 00:40
      Ich finde Bernie da mit seinen Aussagen ganz bodenständig realistisch. Was die Photovoltaik-Geschichte angeht, denke ich, o je, fantastisch merkwürdig, die Leute.
      "Andere glauben daran und es funktioniert."
      Bei mir funktioniert Homöopathie nicht, ich höre jedoch, dass sie bei Tieren und Kleinkindern und einigen Menschen angeblich wirkt. Und ich sage nicht, Leute sind verrückt, wenn sie daran glauben. Ich hab aber meine Zweifel, ob Erfolge mit Behandlung homöopathischer Mittel nicht ganz anders zu erklären sind!

      Und Demeter-Qualität ist unbestritten sehr gut, und das ist ein Kriterium der Wahl.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.03.2013 um 08:23
      Ich bin kein Anthroposoph und kein Fan der Homöopathie. Nur eines wird bei der Beurteilung der "Marotten" der Demeterbauern deutlich: Ihr große Wertschätzung gegenüber den Tieren. Dass sie keine PV-Anlagen über den Ställen bauen, entspringt ihrer Überzeugung bzw. einer bäuerlich rationalen Vorsicht. Man hat nun mal keine Langzeiterfahrungen darüber, wie sich die PV über unseren Köpfen auf unsere Generationenentwicklung auswirkt. Unser Bauer von nebenan denkt ähnlich, mit einem Unterschied: Die PV wird auf den Ställen installiert, über seinem Wohntrakt jedoch nicht. Zwischenzeitlich musste er seine Milchviehwirtschaft aufgeben. Ob es ohne PV anders gelaufen wäre? Ich kann es nicht beurteilen. Klar ist, dass er gegenüber seinen Tieren nicht die gleiche Wertschätzung aufbringt.
      Im Übrigen kenne ich mehrere Demeterbauern, die mit ihren Tieren sogar zusammen Weihnachten feiern... Ich kann da nur sagen, wer in so einem Geist Lebensmittel produziert, dem würde ich uneingeschränkt vertrauen. Der ist geistig noch nicht den Verlockungen der Technokratie erlegen. Von deren Naturverständnis kann sich mancher Forist hier eine dicke Scheiben abschneiden.
      Über solche engagierten Menschen rümpfe ich deshalb auch nicht die Nase.
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      kommentierte am 03.03.2013 um 11:32
      Wenn Demeterbauern PV-Anlagen ablehnen, dann ist das die Entscheidung der einzelnen Personen.
      Elektrossmog polarisiert und es gibt nun mal unterschiedliche Ansichten dazu.
      Genauso, wie ich Demeterbauern kenne, die selbst Milchvieh halten, aber kein Fleisch essen.

      Es gibt jedenfalls keine entsprechende Empfehlung seitens Demeter zur Vermeidung von PV.

      Ganz im Gegenteil gibt es einige Beispiele über PV-Anlagen auf Demeterhöfen:
      http://www.ebl-naturkost.de/unsere_partner/bauern/demeter_hof_schmidt
      http://hofgemeinschaft-heggelbach.de/

      Und Info zu Demeter-Aktiv-Partnern und Naturstrom.
      http://www.solarportal24.de/nachrichten_44932_demeter-aktiv-partner_jetzt_mit_„naturstrom“_im_angebot.html
      "Der Ökostrom-Anbieter „Naturstrom“ und die Demeter-Aktiv-Partner wollen mit ihrer Ökostrom-Wechselkampagne die grüne Energiewende vorantreiben."

      Wie ich es liebe, wenn Menschen, die selbst keine Akteure sind, solch pauschale Behauptungen aufgreifen und weiter verbreiten...
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      kommentierte am 03.03.2013 um 14:33
      was ich nicht begreife, da wird in der Frage nach dem besten Anbauverband gefragt und dann kommt hier in der Antwort vom berniewa ein Lamento über Homöopathie und den Ansatz von demeter. ja super - laßt uns über demeter streiten, während 95% der Leute da draußen weiter das konventionelle Billigzeugs in sich reinstopfen. um zur frage zurückzukommen: ich kaufe bio-produkte von allen 3 anbauverbänden und hab mit keinem bisher schlechte erfahrungen gemacht. finde sie alle gut, da sie eben deutlich über normal bio hinausgehen. einen besten gibts für mich daher nicht.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.03.2013 um 15:59
      Ich möchte noch eine Stange für Demeter brechen:
      Demeter macht Produzenten und Händlern Auflagen, welche Einzelhandel-Strukturen beliefert werden dürfen.
      Z.B. geht da nichts Richtung Discounter oder gemischte Supermäkrte.
      Obwohl ich selbst als Händler von der Einschränkung schon betroffen war, daß ich einen bestimmten Kunden nicht mit einem bestimmten Käse beliefern darf, finde ich die Einschränkung gut.

      Naturland hat sich drauf spezialisiert, auch die großen Konzerne zu beliefern und ist in letzter Zeit häufiger von den Skandalen mit betroffen.

      Auf der einen Seite grämen wir uns wegen der Bio-Skandale und Billig-Bio.

      Auf der anderen Seite wird Demeter nieder geredet wegen Methoden, die einfach nur fremd erscheinen.

      Hier noch mal eine kleine Auswahl dieser Methoden:
      - Es wird stark verdünnte Kieselsäure auf den Feldern ausgebracht
      - Der Kompost wird mit Kompostpräparaten aus Heilpflanzen, wie Kamille, Löwenzahn, Brennessel, Eichenrinde, Schafgarbe behandelt. Diese Präparate werden eine Zeitlang vergraben, um kosmische Kräfte zu sammeln.

      Ich habe da auch meine Probleme, mir diese kosmischen Kräfte vorzustellen.

      Aber ich frage mal einfach in die Runde:
      - wird durch diese Methoden die Umwelt geschädigt?
      - ist sie unfair oder unsozial?
      - tut sie jemanden weh?
      - wird jemand betrogen?

      Wohl eher kaum...
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      kommentierte am 03.03.2013 um 16:50
      Da stimme ich Dir vollkommen zu, Maria_L! Ein paar Methoden sind in unseren Augen sicherlich "verschroben", aber sie schaden niemanden. Und das Wichtigste: Für Demeter entscheidet sich niemand wegen der Subventionen, sondern nur aus Überzeugung.

      Ich habe meine Schwester bei Ihrer Arbeit auf zwei unterschiedlichen Demeter-Höfen für ein paar Tage unterstützt und durfte so direkt in diese Methoden reinschnuppern, die für mich zum Teil sehr befremdlich sind. Aber als Verbraucher muss ich das ja nicht selber umsetzen, sondern kann mich einfach nur über die sehr gute Qualität der Produkte freuen. Vorurteilsfrei kann ich an diese Debatte nicht gehen, denn diese Zeit auf den Höfen hat mich zu einem "Demeter-Fan" gemacht. :)
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      kommentierte am 03.03.2013 um 17:02
      Liebe Maria_L
      Volle Zustimmung für Deinen obigen Beitrag - mal wieder "punktgenau"
      DANKE!
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      kommentierte am 03.03.2013 um 17:07
      Es wurde hier zu Unterschieden der vesch. Vebände gefragt und dazu habe ich einen Beitrag geliefert. Sonst nichts. (vonwegen "Lamento") aber es ist mir schon klar, dass einige Wahrheiten hier bei einigen Leuten unerwünscht sind

      und auch wenn es die relative Mehrheit ist, die sich hier zugunsten von manchen Methoden äußert (auch das ist ja nichts neues), zählt für alle vorurteilslos denkenden Leserinnen und Leser ja zum Glück trotzdem nicht die Quantität, sondern die Qualität der Äußerungen

      naja, solage nicht Nazis für Ernährungspäpste gehalten werden, gehts ja noch (@ Bada ich hoffe meine Aufklärung zu deinem neulichen Lit."tip" hast du gelesen und entsprechend deine Meinung korrigiert- ?)
    • kommentieren
      kommentierte am 07.03.2013 um 11:28
      Mit dem Begriff „Wahrheit“ sollte man meines Erachtens sehr vorsichtig umgehen. Indem Du, Bernie, hier von Wahrheiten, welche manche nicht hören wollen, schreibst, deutest du an, im Besitze dieser zu sein, beziehungsweise jemanden zu kennen (die Wissenschaft), der im Besitze derer ist. Das halte ich für reichlich bedenklich!

      Sich milde und gütig über Leute zu stellen, die sich trauen, einen von der großen Mehrheit im besten Falle belächelten Weg zu gehen - hier den Weg der hinter Demeter stehenden Weltanschauung - halte ich für nicht besonders reif.

      Ich sehe Menschen, die nicht nur schon festgestellt haben, dass zwischen Himmel und Erde Dinge wirksam sind, die man gemeinhin nicht sehen und auch nie messen kann, UND sich darüber hinaus auch noch auf den Weg machen, darüber mehr herauszufinden anstelle es einfach nur negieren, uneingeschränkt positiv!

      Kein Mensch würde jahrelang nach Demeterrichtlinien arbeiten ohne vom Ergebnis, welches, das sei gesagt, für jeden Menschen bei entsprechender Beobachtung der Tatsachen am Feld ersichtlich ist, überzeugt zu sein.
      Der Wissenschaft ist es vermutlich ein leichtes, das Gegenteil nachzuweisen.
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      kommentierte am 07.03.2013 um 13:58
      Was ich immer wieder erstaunlich finde ist die Bemühung das vermeidliche "Haar in der Suppe" zu suchen.
      Es ist leider schon immer so gewesen, das wenn Menschen sich Gedanken machen, nach Lösungen suchen die jenseits des Mainstreams sich, belächelt, verspottet, offen angefeindet werden. Nicht das Positive wird herausgestellt, die Suche konzentriert sich auf das was angreifbar erscheint. Letztlich die gleiche Argumentation die Bio nicht so richtig vorankommen lässt. Hundertmal gehörte polemische und falsche Argumente. Ich wünschte das das Gute gewürdigt wird, der Hut gezogen wird vor Menschen die bereit sind andere Wege aus Überzeugung zu gehen und bereit sind dafür vermeidliche Nachteile in Kauf zu nehmen.
      Wirkt Homöopathie? Bei mir ja und sollte es ein Placebo sein auch in Ordnung. Was könnte mir das zeigen? Heilung findet durch mich statt, ist doch wunderbar zu wissen das ich dazu in der Lage bin.
      Nicht alles ist mess- und nachweisbar was nicht heißt das es das nicht gibt. Gefühle gibt es doch auch oder irre ich da?
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      kommentierte am 07.03.2013 um 14:53
      Was ist denn in einem Samenkorn, eine Buche, eine Eiche? In dem Samenkorn ist die Information enthalten,die zu dem "Endprodukt" führt. So sehe ich auch die Homöopathie, die auch bei mir sehr gut wirkt und auch bei meiner Enkelin, die gerade mal ein Jahr alt ist. Die Zahnungsprobleme sind weg und das nur mit einigen weissen Kügelchen.....

      Ich werde weiterhin Demeterprodukte kaufen, zeugen sie doch von einem sehr großen Einsatz für Mensch und Tier und Pflanzen. Was will ich mehr?
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      kommentierte am 07.03.2013 um 22:34
      Danke für die Beiträge, die darauf abzielen, bei unserem Handeln auch unsere rechte Gehirnhälfte einzusetzen. Die offizielle Naturwissenschaft setzt m.E. sehr auf reproduzierbare Laborversuche, Statistik, Doppelblindstudien usw. und glaubt, dadurch die Welt erklären zu können. Vergessen sind Menschen wie Max Planck, Konrad Lorenz o.ä. die erkannt haben, dass die Natur ein offenes System ist, deren ein oder anderen Mechanismus wir zwar im Labor genau studieren und reproduzieren können, das Gesamtspiel jedoch nicht. Das können wir wesentlich effektiver durch genaue Beobachtung.
      Und genau hier gehören Dinge wie der Placeboeffekt oder die Rolle der geistigen Einstellung des Untersuchers/Behandlers mit hinein. Von der Natur ganzheitlich zu lernen, heisst Effektivität zu lernen.
      Interessant ist die Wortwahl "Medizinstudium", früher nannte man das mal "Erlernen des Heilkunst". Heute bekommt man in der Sprechstunde folgerichtig Rezepte und Medikamente, früher "behandelte" der Arzt seine Patienten.
      Die Methoden von Demeter beruhen auf Beobachtung und Erfahrung. Offenbar funktionieren sie auch und die Umwelt wird nicht geschädigt. Wem nutzt es also, diese idealistische Produktionsmethode kaputt zu reden?
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      kommentierte am 14.03.2013 um 22:32
      Also zum Thema Demeter und Photovoltaik kann ich nur sagen: Meinem Bekannten ( der Demeter-Bauer) habe ich mit der Firma wo ich arbeite insgesat ca. 350 kW auf die Dächer montiert. Soviel dazu.
      Soweit ich ihn kenne wurde er Demeter-Bauer nicht aus esoterisch-antrosphischen Bewegründen - er fand es einfach pracktisch und naturnah, so wie er es eben gelernt hatte, eine klare Enschscheidung, vernünftige Landwirtschaft, wie denn sonst ?
      Grüße
      Eloy
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      kommentierte am 07.04.2013 um 18:18
      sine ira et studio, auf deutsch: ohne zorn und eifer (nicht dass mir da wieder mal jmd. etwas unterschiebt, was schlicht und einfach reine projektion ist, z.b. irgendwelche aggressivität oder dergl.) folgende relplys:

      @ dialog114: auch ich rümpfe über niemanden die nase.

      @ Achim Aikido: ich suche kein haar in der suppe, eher sucht ihr in meinem sachlichen beitrag, der sich nur genau auf die frage bezieht (betr. unterschiede von ...), ein haar, wie mir scheint, weil es euch nicht gefällt dass da jmd auch mal nicht nur 100% positiv über demeter schreibt.

      @ Ernst_M nun, du behauptest deinerseits ebenfalls, dass ich unrecht habe (und du nicht),
      und dein eigener wahrheitsanspruch ist (also) offenbar grundsätzlich nicht geringer, als meiner.

      @ Eloy: Danke, das ist eine erfreuliche Nachricht, denn Umso erfreulicher, dass das phänomen zum glück offenbar nicht allg. gilt (was ich n.b. gesagt auch nicht behautpet hatte)

      @llg. zum argument der vermeintl. aus persönl. erfahrung belegten wirkung von homöopathie:
      wie schon oft gesagt, in vielen einzelfällen scheint sie zu wirken,
      scheint aber nur, denn was wirkt sind offenkundig nicht therapien nach hahnemanns prinzipien etc selbst,
      sondern der glaube daran, dass sie wirken, verbunden mit dem gefühl eine gute behandlung zu bekommen etc (auch dieses gefühl wirkt oft schon fast wunder - übrigens kann dieses gefühl auch tieren vermittelt werden, so dass ein gewisser placebo-effekt nicht nur in der humanmedizin, sondern auch der tiermedizin existiert).

      n.b: auch dass die erde, der mond und die sonne, je eine scheibe seien, und die sonne um die erde kreise,
      war vermeintlich abertausende von jahren als je "persönl. erfahrung" belegt ...

      und das alles ist wie gesagt nicht im geringsten abschätzig gemeint,
      sondern einfach nur deskriptiv, beschreibend.
    • kommentieren
      kommentierte am 07.04.2013 um 19:28
      Demeter und Homöopathie sind ohne die Theorie des Vitalismus nicht verstehbar. Diese geht von einer Beseelung von Natur und belebter Materie aus.
      Obwohl die Wissenschaft schon viel erreicht hat, bisher ist dieser Ansatz noch nicht widerlegt. Im Gegenteil. Es gibt Erkenntnisse, dass geistige Energien offenbar materielle Versuche beeinflussen können. Nur haben wir in der Welt des Intellekts die Zugänge dazu verloren.
      In der Natur kennen wir die Erfolge bei der Bewirtschaftung mit dem "grünen Daumen". Menschen, die so mit ihren Pflanzen umgehen, verstehen diese viel besser und irgendwann erspüren sie, was diese Lebewesen wollen oder was sie nicht wollen.
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      kommentierte am 07.04.2013 um 20:06
      Tolle Beiträge :-)

      Bernie, im Gegensatz zu dir stelle ich keine Behauptungen auf. Du stelltest dich im Besitze der Wahrheit dar und geanu dieses halte ich für sehr bedenklich - nach wie vor. Wenn du mein Post genau gelesen hättest, wäre dir sicher aufgefallen, dass ich nicht mehr und nicht weniger geschrieben habe. Dein Umkehrschluss greift nicht, das ist zu simpel.

      Btw, es gibt viel zwischen schwarz und weiss auf dieser Welt. Und wenn man speziell daran interessiert ist, kann man auch herausfinden, was damit gemeint war, wenn behauptet wurde, es drehe sich die Sonne um die Erde.
    • kommentieren
      kommentierte am 07.04.2013 um 20:18
      @ Ernst, Jeder Aussagesatz im Deutschen und anderen Sprachen ist eine Behauptung, Da bist du keine Ausnahme

      Nur 1 Beispiel: Du behauptest, dass du keine Behauptungen aufstellen würdest, und dass ich im Besitze der Wahrheit zu sein beanspruche u.s.w. u.s.w.

      Du sagst damit implizit, dass (annähernd) was du sagst, wahrer ist, als was ich sage, und bei mir ist es einfach umgekehrt

      Die ganze und volle Wahrheit habe ich nirgends und nie zu besitzen behauptet. Ich habe umgganssprachlich von "Wahrheiten" gesprochen, das ist etwas ganz anderes.

      ed. Nachtrag: Zum Thema vielleicht auch hilfreich zwecks Klärung dieses Missverständnisses : https://utopia.de/0/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/was-ist-wahrheit
    • kommentieren
      kommentierte am 07.04.2013 um 21:04
      Bernie:

      dein Post:
      .... aber es ist mir schon klar, dass einige Wahrheiten hier bei einigen Leuten unerwünscht sind.....

      mein Post:
      ...Mit dem Begriff „Wahrheit“ sollte man meines Erachtens sehr vorsichtig umgehen. Indem Du, Bernie, hier von Wahrheiten, welche manche nicht hören wollen, schreibst, deutest du an, im Besitze dieser zu sein, beziehungsweise jemanden zu kennen (die Wissenschaft), der im Besitze derer ist. Das halte ich für reichlich bedenklich! ....

      dein Post:
      [email protected] Ernst_M nun, du behauptest deinerseits ebenfalls, dass ich unrecht habe (und du nicht),
      und dein eigener wahrheitsanspruch ist (also) offenbar grundsätzlich nicht geringer, als meiner......

      Ich finde mich da einfach nicht wieder, das wollte ich mitteilen! Des weiteren liegen mir Haarspaltereien nicht. Ich hab noch keine erlebt, die zu etwas sinnvollem geführt hat. Du vielleicht?

      Der geneigte Leser mag sich da nun seinen Reim drauf machen.
    • kommentieren
      kommentierte am 07.04.2013 um 21:07
      @ Ernst, dein eindruck kommt evtl. v.a daher dass du aus meinem reply nur bestimmte einzelne sätze herausreißt. ich habe mich sehr wohl sehr direkt auf deine aussagen bezogen bitte einfach nochmal lesen . wäre sehr nett. danke

      noch ein nachtrag (allgemein)

      genauer gesagt bedeutet alltagssprachlich "behaupten" freilich nicht genau dasselbe wie "sagen" oder "aussagen", sondern ist 'stärker', z.b. mit höherer subjektiver wahrscheinlichkeit, dass das gesagte wahr sei.
      und wenn diese subj. wahrscheinlichkeit sehr deutlich unter 1 (bzw 100%) liegt, wird das gängigerweise durch worte wie "vielleicht" oder "ich vermute ..." oder dergl. zum ausdruck gebracht.

      übrigens habe ich selber auch schon öfter demeter produkte gekauft,
      bin da also sehr wohl viel toleranter, als manche/r mir vielleicht unterstellen könnte.
      (bzw. anderswo schon unterstellt hat)

      und das obwohl ich wie gesagt eigtl bio-vegane landwirtschaft für idealer halte
      (und diese ist bei demeter, wie oben schon mal gesagt, meines wissens leider nicht möglich,
      weil demeter tierhaltung wg. bestimmter "kreislauf-theorien" sogar 'vorschreibt')

      noch ein punkt zu einem kommentar oben: ich kenne auch bäuerinnen/bauern die nicht im demeterverband sind, aber 'trotzdem' ihre tiere gern haben ;`)

      ich hoffe, damit sind alle wichtigen unklarheiten zu meiner antwort weitgehend ausgeräumt.
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      kommentierte am 07.04.2013 um 21:20
      Hallo Berniewa,
      kennst Du das Chinesische dike-pond-concept? Mit dieser integrierten Landwirtschaftsform produziert man 2/3 der Nahrungsmittel in geschlossenem ökologischen Kreislauf auf 1 ha, die für eine Versorgung von 149 Menschen ausreichen. Das schafft Demeter nun nicht...
    • kommentieren
      kommentierte am 08.04.2013 um 00:15
      Hui Bernie: deine Aussage im Wahrheitsblog:
      "Wahrheit ist eine Eigenschaft, welche eine Aussage umso mehr hat, je mehr sie von etwas, das der Fall ist, sagt, dass es der Fall sei. "
      Diese Ausage ist meines Erachtens sehr zweifelhaft, denn ein Lügner behauptet von etwas, das der Fall ist, nach seiner Drehung genauso dass es der Fall sei, nur mit anderer Aussage als der wahren.
      Diese Aussage bezieht sich ja darauf, dass nicht alle wissen, was der Fall ist. Denn wenn alle wissen, was der Fall ist, brauchen sie nicht mehr zu behaupten, dass es der Fall sei, weil alle kennen, was der Fall ist!

      Auf der anderen Seite sind Bernies meiste Sätze auch richtig: er hat lediglich einen Kommentar abgegeben, Und andere stellen ihre Kommentare auch als die Wahrheit hin. Wenn man wie auch ich zum Beispiel sagt, weil es nicht funktioniert bei mir, das man von Homöopathie nicht überzeugt ist, kommen gleich Leute, die sofort sagen, das ist falsch, und stellen einen in die Miesmachecke, dabei sind eindeutige Wirkprinzipien gar nicht exakt nachgewiesen!

      @dialog 114: Die Methoden von Demeter beruhen auf Beobachtung und Erfahrung. Das tun die Methoden der Wissenschaft auch! Und es heißt heute "Medizinstudium" aber auch Heilpraktikerausbildung, und Medizinmänner hießen meines Erachtens früher nicht Heilkundemänner, also diese Spitzfindigkeiten halte ich für weniger relevant.

      Was ich interessant finde, ist diese deine Frage: kennst Du das Chinesische dike-pond-concept? Hab ich auch noch nichts von gehört.

      Und was ich einzig interessant bei Demeter finde: die Qualität ist nachgewiesenermaßen sehr gut, das rechtfertigt, das besondere Anbauprinzip deshalb auch mal zu hinterfragen und zu vergleichen. Und in eine Demeter Möhre oder nen Kohlrabi zu beißen mit dem Qualitätsgenuß rechtfertigt schon den Preis und ist etwas anderes als weiße Kügelchen zu kaufen, die nix bringen real bei mir!, mir aber versprochen wird, die heilen, heilen eindeutig!... Und mit der Möhre oder dem Kohlrabi esse ich ja nicht die "esoterischen Gedanken" mit, wenn ich denke, wow, für den Preis hab ich aber auch supergesunde Lebensmittel, die meinem Körper ebenso gut tun und die Natur gleichzeitig schützen, bzw in Einklang mit der gesunden Natur hergestellt sind.
  • antwortete am 02.03.2013 um 12:51
    Lieber Zwetschgen Mark,
    Demeter ist eine Klasse für sich. mit ihrem anthroposophischen Ansatz und dem arbeiten im feinstofflichen Bereich betreiben sie biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Dazu gehört der Einsatz von Präparaten sowie das arbeiten mit den Elementarwesen...
    Der organisch-biologische Landbau von Naturland und Bioland arbeitet hingegen mit dem Fokus auf die Wirkmechanismen der Natur. Von den Richtlinien gibt es KEINE nennenswerte Unterschiede. Bei Bioland und Naturland müssen immer die ganzen Betriebe umgestellt werden. Der einzige Unterschied liegt in der Vermarktung der Produkte. Während bei Bioland sehr viele Direktvermarkter das Bioland Zeichen beim Verbraucher bekannt machen, hat sich Naturland durch die Bündelung der landwirtschaftlichen Produkte auf große Abnehmer konzentriert. So kann ein großer Abnehmer wie die Hofpfisterei in München oder REWE Bio beleifert werden. Tendenziell sind die viehlosen Ackerbau Betriebe eher bei Naturland zu Hause.
    Wesentlicher Unterschied zwischen Bioland und Naturland ist, das Naturland international arbeitet. Es werden weltweit Kleinerzeuger unterstützt, welche Kaffee, Tee und Gewürze für den europäischen Markt anbauen. (Beispiel Gepa Schokolade) Des weiteren werden neue Bereiche für den ökologischen Landbau erschlossen. (Beispiel Naturland zertifizierte Aquakulturen wie Shrimps und Spirulina aber auch Holz und Textilien)...
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      kommentierte am 02.03.2013 um 13:04
      naja, den "anthroposophischen Ansatz" kann eine/r auch gerade als Nachteil statt als Vorteil sehen. vgl. dazu z.B meine Antwort
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      kommentierte am 02.03.2013 um 13:12
      Das ist richtig!
  • antwortete am 07.03.2013 um 22:30
    wenn es um honig geht, ist demeter unschlagbar!
    demeter ist der einzige veband, der wesensgemäße bienenhaltung fordert bzw. fördert und die vermehrung durch den schwarmtrieb!
  • antwortete am 14.03.2013 um 22:26
    Das meiste Vertrauen genießen bei mir immer noch Demeter- und Bioland-Betriebe. Demeter und Bioland haben die längste Erfahrung im Bio-Bereich und resultieren aus einer Philosophie des Umwelt- und Tierschutzes vereinfacht gesagt, die nicht unbedingt die Ur-Philosophie eines neueren Anbauverbands wie Naturland zu sein scheint.
    Naturland will "bio für alle", in der Praxis heißt das "alle" dann Massenproduktion+Supermarkt+billig. Es wird ein so großer Betrieb wie Wiesengold trotz Skandalen im Verband mit Bio-Vermarktung gehalten. Die bisherige Kontrolle hat versagt.
    Für mich gibt es da zu viel Diskrepanz zwischen schön klingenden Grundsätzen, die ja auch Naturland vorgibt, und der Realität.
    Dabei wäre es besser, alle Konsumenten in Märkten, egal ob Bioladen oder Supermarkt, daran zu gewöhnen, dass Ware auch mal "aus" sein kann. Und dass sie nicht billig sein kann, wenn sich wirklich jemand darum gekümmert hat.
  • antwortete am 07.03.2013 um 19:30
    Was mich ganz schön schockiert hat, ist dass Demeter (von den anderen weiß ich's nicht, wird aber wohl nicht anders sein...) Anbindehaltung akzeptiert!!! ich hatte mal einen kurzen Mail-Kontakt deswegen und als ich nochmal nachgehakt hatte, kam keine Reaktion mehr.
    Ich war mir immer sicher, dass die Kühe auf Biohöfen in Laufställen untergebracht sein müssen und für mich ist Anbindehaltung ein absolutes No-Go!
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      kommentierte am 09.08.2014 um 22:00
      So ist das ... die Anbauverbände behaupten allesamt strenger als die Bio-Verordnung zu sein. Sollen sie doch mal die vielen Ausnahmegenehmigungen, die sie ihren Betrieben erteilen, um dann wenigstens aus EU-Niveau zu produzieren, offenlegen.
      Wir haben derzeit die Diskussion um eine strengere EU-Verordnung, in der viele bisherige Ausnahmegehmigungen, mehrere Kontrollstellen auf einem Betrieb (Grund für den größten Bio-Skandal den wir bisher auf einem Verbandsbetrieb hatten), Teilbetriebsumstellung, Hydrokulturen, zellmanipuliertes Saatgut ... ausgeschlossen wird.
      Warum wohl liefen die wohl so 'strengen' Anbauverbände dagegen Sturm? Setze sich der/die Verbraucher/In für eine umweltschonende und gesunde (!) Lebensmittelherstellung ein!
  • antwortete am 08.05.2015 um 11:02
    Aus eigener Erfahrung würde ich den vertrauen, die Sagen können, was Ihre zuliefernden Erzeuger aufs Feld tun, damit die Pflanzen wachsen und Ertrag bringen.

    Biodünger.

    Privat haben wir Honig vom Imker aus der Gegend gekauft und der meinte auf Nachfrage, dass sie Ihre Wagen nur noch an ein Feld stellen weil sie wissen, dass der Besitzer keine Neonicotiniode spritzt.
  • antwortete am 04.01.2016 um 17:32
    Man sollte sich erstmal bewusst werden um was es bei Bio eigentlich gehen sollte...
    Bei Demeter finde ich, wird an einigen Stellen wirklich überttrieben. Wenn Vorschriften ins "Übersinnliche" gehen, dann wirkt sich das natürlich auf die öffentlich Meinung aus. Für Menschen die gerade beginnen ein verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umwelt zu entwickeln und noch keine Hardcore-Ökos sind, sind solche Begriffe wie "Kosmische Kräfte" doch nur ein Grund dem Ganzen den Rücken zuzukehren. Man sollte sich lieber aufs Wesentliche, wie der artgerechten Tierhaltung und der nachhaltigen Produktion konzentrieren. Hömöopathische Heilmedizin ist sicherlich eine gute alternative zu herkömmlichen Methoden aber manche Ansätze sind dann doch wohl eher Hokuspokus...Von solchen extremen Leitfäden würde ich abraten, da diese nur belächelt werden und nicht ernst genommen! So entsteht ein falsches Blid vom "grünen Gedanken". An sich ist Demeter sicherlich ein Top-Label, aber bei manchen Punkten wird, so meine Meinung, das Gegenteil von dem bewirkt, was es eigentlich bewirken sollte! Das Ziel sollte doch sein das sich das ganze Land verändert und nicht nur ein paar wenige Prozent. Meine Meinung ist das sich alles auf ein Niveau begeben sollte und das wird mit den Richtlinien von Demeter wahrscheinlich nie der Fall sein. Bei den katastrophalen Produktionsbedinungen die derzeit auf der Welt herrschen sollte man die Ziele nicht zu hoch stecken. Es wäre sicherlich schon ein riesen Erfolg wenn alles auf dem Eu-Biosiegelstandard wäre...
    Die Frage welches Siegel "das Beste" ist, ist meiner Meinung nach die Falsche, es sollte heißen: Welches ist das sinnvollste Siegel??? oder Welches Siegel verändert die Welt???
    Natürlich sollte man jeden Betrieb der sich mit einem Siegel das über dem der EU ist auzeichnet, mit Achtung und Wertschätzung gegenübertreten...
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      kommentierte am 04.01.2016 um 18:03
      Ich bin durchaus kein Freund von Demeter-Hokus.Pokus, aber ich mag auch nicht stehen lassen, daß Demeter übertreibt.
      Es gibt auch viele handfeste Punkt, wo Demeter strenger ist.
      (Kühe mit Hörnern, kein Vertrieb in Discounter ect.)
      Die Angst, daß Demeter wegen Hokus-Pokus nicht ernst genommen oder gar belächelt wird, ist wohl unberechtigt.
      Immerhin waren sie schon wiederholt unter den 50 Top-Marken in Deutschland.
      Z.B. gleichauf mit CocaCola die 3. beliebteste Lebensmittel-Marke.
      http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Demeter-unter-den-50-beliebtesten-Marken-der-Deutschen-1594012.html
      Das gibt's nicht für Hokus-Pokus, sondern für ein überzeugendes Gesamtkonzept und hohes Kunden-Vertrauen.

      Ich finde es wichtig, daß es auch Low Level-Angebote für Bio-Einsteiger gibt, aber parallel darf man sich auch hohe Ziele stecken.
      Das ist ja das Gute an den diversen Siegeln, daß für jeden was dabei ist.
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      kommentierte am 04.01.2016 um 20:32
      Ich selber bin ja froh das es Demeter mit seinen strengen Richtlinien gibt, damit man auch Wahlfreiheit hat und den Markt die Richtung vorgeben kann. Ich kritisiere ja Demeter nicht grundsätzlich...ganz im Gegenteil! Mich stört es lediglich das ich nicht nur für die für mich wichtigen Dinge zahle, sondern leider auch für die Überflüssigen. Vielen Leuten ist zb. der artgerechte Umgang mit Tieren wichtig (das ja bei Demeter sehr enrst genommen wird) und zahlen dafür ja auch etwas mehr. Aber was wenn man nicht für Überflüssiges zahlen möchte??? Viele meiden Bio einfach nur wegen des Preises, sollte man nicht auch den anderern Menschen ermöglichen diese Produkte zu erwerben? Ein kleines Beispiel wären die völlig übertriebenen Verpackung, die aufwändig von Produktdesigner und Werbespezialisten gestaltet werden! Immer mit dem Argument das der Kunde es ja so haben wolle...NEIN! Der Kunde will nicht die Verpackung kaufen, der Kunde will das vielleicht gute Produkt das drin steckt. Genauso möchte ich die "glückliche Kuh" kaufen und nicht Sachen die eher in Rubrik Religion und Glauben passen.
      Das Demeter gute Umfragewerte hat bestreite ich auch nicht bzw. darüber habe ich mich auch noch nicht Informiert (da wird einem ja hier geholfen ;-) ) ! Aber Umfragewerte sind keine Verkaufszahlen. Ich glaube kaum das Shell besserer Werte als Greenpeace bekommen würde, aber gekauft wird trotzdem und das ist der entscheidende Unterschied...
      Ich möchte betonen das ich nicht gegen Demeter bin, sondern zur Verbesserung beitragen möchte...
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      kommentierte am 05.01.2016 um 08:22
      Tja, wir haben halt nun mal eine Demokratie und was Überflüssig ist, entscheidet nicht der Einzelne.
      Ich lege auch keinen großen Wert auf Verpackung. Aber es gibt genug Studien, die zeigen, daß Verpackungsdesign und Marken-Gestaltung für den Verbraucher wichtiger sind, als das Produkt..

      Demeter will nicht für die Masse sein und in ihrer Nische sind sie unschlagbar.
      Billig können andere.
  • antwortete am 04.01.2016 um 21:36
    Betr. Kommentar von Maria v.05.01.16, 08.15Uhr
    auf meine Antwort vom 04.01.16, 21.36 Uhr.

    Hallo Maria,

    welches Damokles-Schwert hängt den über Deinem Haupte ?

    Ätsch bätsch, Dein Zusatz den Du in der Veröffentlichung gelöscht hast,ist aber in meiner Email noch enthalten :

    Zitat: Tut mir leid, Eisbär, dein Account ist unglaubwürdig.

    Warum sollte ich Preise nennen,die nicht den Tatsachen entsprechen ?

    Fakt ist, ich bezahle für 0,5 ltr. Demeter-Rohmilch in der Pfandflasche, Euro 1,20.
    Nach meinem Dafürhalten ist dieser Preis zu gering,ich bin auch bereit dafür Euro 2,00 zu entrichten.

    Eine Freundin von mir trinkt keine Rohmilch und kauft deshalb die Bioland Milch im Tetrapack o,5 ltr. und bezahlt dafür je nachdem wo sie die kauft

    zwischen Euro 1,29 und 1,05 Euro ( im Edeka).

    Selbstverständlich kosten 0,5 ltr. Milch im Verhältnis zum 1,0 ltr. Behältnis mehr, aber aufgrund der Tatsache, daß der Verpackungs- und Abfüllaufwand derselbe ist, wohingegen der Transportaufwand bezogen auf die Milchmenge höher ist, muß sich das logischerweise auch auf den Preis niederschlagen.

    Das Denken und die Schlußfolgerungen von Hildegard v.Bingen ist sehr wohl mit dem anthroposophischen Denken von Demeter bzw.Rudolf Steiner vergleichbar,jedenfalls haben sie ein vergleichbares Fundament, wenngleich Hildegard von Bingen im 12.Jhd.noch nichts von dem denken eines Rudolf Steiner wissen konnte.

    Ich halte die Vorgehensweisen von Demeter für nachvollziehbar, aber selbst dann,wenn ich manches für nicht plausibel hielte, würde ich mir nicht anmaßen etwas für Hokus-Pokus zu halten,wenn ich nicht das Gegenteil beweisen kann. Ich kann sagen ich glaube das nicht,in Ordnung. Es gab in der langen Geschichte der Menschheit schon so viel Hokus-Pokus,und
    letztlich hat sich eben derselbe als Fakt herausgestellt. Tja so ist das nun mal im Leben.
    Es heißt nicht umsonst, die Wahrheit von heute, ist der Irrtum von morgen, oder um es sinngemäß nach Sokrates auszudrücken:

    Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, daß ich nichts weiß.
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      kommentierte am 05.01.2016 um 08:15
      Hildegard von Bingen und Demeter-Hokus Pokus haben nicht das Geringste miteinander zu tun.

      Die Preise, die Du nennst, sind völlig aus der Luft gegriffen, wo zahlt man 1,29€ für 0,5 Liter Bioland-Milch? Davon träumen die Bauern.
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      kommentierte am 05.01.2016 um 13:02
      Das die unterschiedlichen Tageszeiten sich auf die Pflanze auswirken, ist mir durchaus bewusst. Es gibt natürlich Pflanzen die (fast) nur keimen wenn sie bei Vollmond ausgesäht werden...aber solche Beispiele haben nichts mit Glauben zu tun! Diese Dinge beruhen einfach nur auf Tatsachen wie zb. die Schwerkraft des Mondes (wirkt sich auf den Fllüssigkeitransport in der Pflanze aus). Ich will und habe auch nicht behauptet das der Preis für Demeter allgemein zu teuer ist! Natürlich sollte man allgemein einen höheren Preis für Lebensmittel bezahlen. Das man immer auch für Überschüssiges mit bezahlen wird ist mir genauso bewusst. Aber wo ist die Grenze???

      Ich denke aufjedenfall, das die Ausgewogenheit zwischen Werbung und dem eigentlichen Produkt nicht mehr gegeben ist! So stolpert man blind in eine Konsum und Wegwerfgesellschaft...

      Genauso wie man die Werbung auf ein vernünftiges Maß begrenzen sollte, so sollte man auch bei anderen Dingen immer ein gesundes Mittelmaß anstreben.

      Ich bin übrigens auch bereit für die Sortenvielflalt zu bezahlen!!! Ich habe ja schon erwähnt das ich Demeter nicht Grundsätzlich kritisiere..., sonder die anderen Ansätze sehr lobenswert finde! Ich muss auch nicht von Bio überzeugt werden, da ich es bereits bin.

      In einer Demokratie löst man Probleme indem man über diese diskutiert und einen Weg findet der für beide Parteien einen Kompromiss darstellt...
      Ich denke das es durchaus berechtigt ist gewisse Dinge zu kritisieren! Nur so findet sich eine sinnvolle Lösung!
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      kommentierte am 05.01.2016 um 14:44
      "Es gibt natürlich Pflanzen die (fast) nur keimen wenn sie bei Vollmond ausgesäht werden."
      Du bist genauso ein Witzbold, wie Eisbärin.
      Könntest fast aus der gleichen Account-Schmiede stammen...
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      kommentierte am 05.01.2016 um 16:17
      Als Witz würde ich andere Dinge bezeichnen. Ich wollte nur aufzeigen das es manche Dinge in der Natur gibt, die augenscheinlich was Unerklärbares an sich haben, aber dann auch mit "normalen" Vorgängen erklärt werden können (das wurde bei einer Naturdokumentation über erstaunliche Vorgänge in der Pflanzenwelt gezeigt).

      Als Witz bezeichne: Wenn auf einer Seite der Weltkugel Hörner vergaben werden und auf der anderen, Tieren eine artgerechte Haltung verwehrt wird!
      Was ist also der Sinn hinter solchen Richtlinien???
      Klar gibt es Leute die daran glauben, aber haben wir nicht andere Probleme die viel wichtiger sind? Warum nicht erst alles auf ein anstädiges Niveau bringen und sich erst dann Gedanken über mehr als umstrittene Vorschläge machen...
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      kommentierte am 05.01.2016 um 16:47
      Ich denke, man sollte das nicht überbewerten.
      Es tut ja auch keinem weh, daß Hörner vergraben werden und Kieselgur in homöopathischer Menge verspritzt wird.

      Das macht die Produkte sicher nicht nennenswert teurer.
      Teurer werden sie duch strengere Auflagen beim Pflanzenschutz (Kein Kupfer für Kartoffeln ect. was bei anderen Bio-Verbänden erlaubt ist) und in der Tierhaltung.

      Lieber auf das Positive konzentrieren und davon hat Demeter genug zu bieten.
  • antwortete am 07.08.2017 um 11:01
    Seit ich mit Quantenphysik beschäftige, glaube ich das alles möglich ist, ja, dass der Glaube eine entscheidende Rolle bei der Erschaffung der Realität spielt. Alles beruht letztendlich auf quantenelektrodynamischen Vorgängen. Ich würde jede(r)m empfehlen, sich einmal mit der Quantenphysik und deren neuesten Erkenntnissen auseinander zu setzen.
    Z.B. kann man auch die Wirkungsweise der Homöopathie schlüssig damit erklären.
  • antwortete am 28.02.2018 um 11:10
    Ich stelle im Rahmen einer Kooperative seit 7 Jahren Räucherbündel traditioneller Medizinpflanzen aus drei Kulturkreisen her (www.wild-natural-spirit.org). Nun haben wir 3,5 Hektar Land in Bayern hinzubekommen, das seit 50 Jahren unberührt und reich an seltener Fauna und Flora ist.
    1 Hektar soll für den traditionellen (100% händischen und zusatzfreien) Anbau der keltischen Kräuter genutzt werden. Es wird neben den Räucherbündeln auch Tees und Essenzen geben.
    Nun gibt es auf dem Markt erheblich höhere Preise für "Bio" als für nicht zertifizierte Produkte - ganz gleich, wer hier nach welchen Kriterien sein "Zertifikat" verkauft hat.
    Welche Erfahrungen habt ihr mit Zertifikaten - Auflagen, Preisen etc. ? Macht das Sinn ??

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