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Entsorgung Kaputte Elektrogeräte über Onlinehandel?

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mela fragte am 17.11.2017 um 16:35

Hallo Ihr,
unser Wasserkocher ist kaputt und muss entsorgt werden. Ich kann ihn entweder über die kommunale Sammelstelle entsorgen, oder über einen hiesigen Fachmarkt oder auch über einen Onlinehändler wie Amazon.
(Wenn kein Außenmaß > 25 cm ist, muss der Artikel offensichtlich von größeren Läden/Onlineversendern kostenlos angenommen werden, auch wenn ich nicht dort kaufe).
Bei Amazon gibt es kostenlose Versandetiketten zur Rückgabe.
Nun meine Frage:
Bei Entsorgung über einen onlinehändler fällt zudem der Versandaufwand (Umweltbelastung) an, beim hiesigen Elektromarkt kann ich einfach vorbeifahren, liegt auf dem Weg.
Ich möchte nicht den hiesigen Elektrohändler unnötig belasten, Amazon schon eher. (Ich vermute, dieser Entsorgungsweg wird wenig genutzt).
Weiß jemand, wie die Finanzierung der Entsorgung läuft? Trägt jeder Händler die Kosten für die bei ihm zurückgegebenen Geräte oder werden die entstandenen Kosten am Ende ohnehin auf alle Händler verteilt?

Danke und beste Grüße,
mela

  • antwortete am 20.11.2017 um 15:34
    Hallo mela,
    das ElektroG, also das Elektro- und Elektronikgesetz, regelt das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten. Es soll vor allem auch die Hersteller für den gesamten Lebensweg der Geräte in die Pflicht nehmen.
    Hier findest Du einen informativen Beitrag des Umweltbundesamts:
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/elektroaltgeraete/elektro-elektronikgeraetegesetz

    Viele Grüße
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      kommentierte am 23.11.2017 um 13:38
      Danke für die hilfreiche Info!
      Ich habe nun geschlussfolgert, dass der Handel selbst für das Einsammeln mit zuständig ist und seine Kosten dafür selbst trägt ? Der Handel gibt die Sachen dann weiter und die Entsorgung selbst finanzieren dann die Hersteller. Sehe ich das richtig?
  • antwortete am 18.11.2017 um 15:49
    Ich vermute das kommt auf die Region an in der man lebt. Hier bei uns kann jeder kleine kaputte Geräte mehrmals pro Woche Gratis am Bauhof abgeben . Oder wie auch große Geräte über den Sperrmüll Gratis entsorgen. Das muss man am Telefon anmelden und bekommt dann einen Termin für die Abholung innerhalb von 6 Wochen. Daher kann ich mir nicht Vorstellen das die Händler hier überhaupt dafür zahlen müssen. Die können ja auch abholen lassen.
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      kommentierte am 23.11.2017 um 12:43
      Hallo Regina,
      ja solche kommunale Sammelstellen gibt es glaube ich überall. Aber es gibt ja seit 2016 ein Gesetzt, dass man die Sachen eben auch über Händler zurückgeben kann. Je nach Größe kann man sie sogar dort abgeben, auch wenn man kein neues Gerät kauft. Ich finde das auch richtig, denn eigentlich ist es ja nicht Aufgabe einer Gemeinde sich um Elektroschrott zu kümmern, sondern es sollte Aufgabe derjenigen sein, die das Zeug herstellen oder verkaufen. Das macht vielleicht einen Anreiz, die Sachen so zu designen, dass sie auch gut recycelbar sind.

      Ich habe dem Gesetz so ungefähr entnommen, dass die Hersteller für die Entsorgung aufkommen müssen. Aber in welchen Anteil der Handel oder die Kommunen als einsammelnde Stellen selbst auch einen Anteil tragen müssen (zB das Personal und die Infrastruktur zum Einsammeln/Annehmen stellen), ist mir nicht klar geworden.

      Ich würde dann nämlich lieber Amazon meinen Elektroschrott schicken als der kommunalen Sammelstelle, aus oben genannten Gründen.
  • antwortete am 29.11.2017 um 17:28
    mal was ganz anderes - Warum das Teil nicht zum Repair-Café bringen, vielleicht kriegen die es wieder hin oder können es als Ersatzteil verwenden?

Sie haben eine passende Antwort? Dann immer her damit!

(5000/5000)