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Gibt es einen ethischen E-Book-Anbieter?

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jeanvaljean fragte am 07.10.2013 um 19:03

Ich versuche, neue Bücher (aus Papier) bei einem ethischen Großhändler zu kaufen, der nicht mit Weltbild, Bertelsmann, Amazon, etc. verbunden ist und habe -nach den bisherigen Recherchen- "www.buchkatalog.de "(Koch, Neff und Volckmar) für mich gefunden.

Nun suche ich einen ethischen E-Book-Anbieter

Der auf Utopia gelistete Ecobookstore ist leider nicht so ökologisch und ethisch, denn, wie ich leider feststellen musste, verbergen sich hinter diesem schönen Namen "Libri" und somit Firmen wie Tchibo, Beiersdorf, Bertelsmann, Thalia und Amazon. Wikipedia gibt zum Glück Auskunft über die unübersichtliche Verknüpfung von Firmen.

Für mich sieht das verdächtig nach "Greenwashing" aus.

Kennt ihr also ethische E-Book-Anbieter? Ich freue mich auf eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus für eure Mühe!

Achim

  • antwortete am 07.10.2013 um 21:37
    Hallo Achim (jeanvaljean),

    auf unserer Webseite http://www.ecobookstore.de/shop/action/mymagazine/89212/alternativen_zu_amazon.html?aUrl=90008524 haben wir unter anderem die folgenden Informationen zusammengestellt:

    "...Wer verbirgt sich dahinter
    Ecobookstore ist ein Produkt von Macadamu, ein kleines Familienunternehmen aus dem Allgäu. Betrieben wird der Online-Shop in Kooperation mit dem deutschen Traditionsunternehmen Libri, das seit Jahrzehnten eine faire Zusammenarbeit mit den Verlagen und auch mit den eigenen Mitarbeitern pflegt. Hierbei greifen wir auf die komplette Logistik unseres Großhändlers zurück, angefangen vom Warenlager über die Auslieferung bis hin zum Kundenservice.
    Hinter dem Familienunternehmen Macadamu verbergen sich aktuell 3 Personen. Markus der IT-Berater, Catherine die Leseratte und Samuel der Weltverbesserer - eine ideale Zusammensetzung für die Verwirklichung des grünen Online-Buchhandels Ecobookstore.
    Aus diesem Kreis kommen die Beiträge und Rezensionen, werden die Webseiten gestaltet und die nächsten Werbeaktionen geplant und durchgeführt - das Ganze mit viel Zeit und im Rahmen eines Hobbys ohne eines finanziellen Ausgleichs. Das bedeutet, dass aktuell keinerlei Personalkosten mit den Einnahmen verrechnet werden und lediglich die Kosten für den Betrieb des Shops und der Marketingmaßnahmen bei der Berechnung des Spendenanteils zum Ansatz kommen..."

    Hinter dieser Aussage stehen wir und es ist nicht wirklich schön wenn dieses Engagement als "Greenwashing" abgetan wird.

    Natürlich wäre es schön, wenn wir einen komplett eigenen Shop hätten und diesen mit 5 Millionen fair und ökologisch hergestellten Büchern befüllen könnten… doch dafür sind wir (im Moment noch) viel zu klein. Unser ökologischer Beitrag liegt in den monatlichen Spenden für den Schutz des Regenwaldes (70% des Gewinns durch den Verkauf in unserem Shop).

    Mit Libri als Partner haben wir aus unserer Sicht eine sehr gute Wahl getroffen und dass ein Buchgroßhändler die unterschiedlichen Firmen mit Büchern beliefert ist nicht außergewöhnlich (auch Amazon muss irgendwo seine Bücher kaufen).

    Den Shop zu betreiben und zu bewerben ist sehr viel Arbeit und der Spendenbeitrag von fast 3.000 € für den Schutz des Regenwaldes in den ersten 18 Monaten seit Bestehen von Ecobookstore kann sich unserer Meinung nach wirklich sehen lassen.

    Ich hoffe, dass wir unseren grünen Online-Buchhandel wieder etwas ins rechte Licht rücken konnten…

    Grüße Markus
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      kommentierte am 07.10.2013 um 22:12
      Hallo Markus,

      generell finde ich es gut, wenn man auch bestehende Strukturen verändert und verbessert. Daher finde ich euer Engagement sehr gut und bewundernswert.
      Unter "Impressum" findet man auf der von Dir genannten Seite als Verantwortlichen nur "Libri". Die von Dir erwähnte kleine Familienfirma wird hingegen an anderer Stelle genannt.

      Ich weiß auch nur das über Firmen, was ich im Internet und anderen Medien finde. Ich denke allerdings, dass die Mitarbeiter von Wikipedia in der Regel vertrauenswürdige Informationen veröffentlichen und habe daher weiterhin meine Bedenken gegenüber "Libri" und anderen Firmen.

      Trotzdem euch alles Gute!

      Achim
  • antwortete am 08.10.2013 um 21:46
    Mein "ethischer E-Book-Anbieter" ist meine Stadtbibliothek in Hannover: dort kann ich frei wählen, was ich lesen möchte.

    Der Leseausweis für ein Jahr kostet 20 Euro: ich kann damit sowohl Bücher "real" ausleihen, als auch e-books laden.

    Die notwendige software ist kostenlos:

    http://www.chip.de/downloads/Adobe-Digital-Editions_22405039.html

    Habe diesen link gewählt, da ich verstehe, was dort geschrieben wird.
  • antwortete am 13.10.2013 um 12:58
    Ein deutscher Ebook-Anbieter mit großer Titelauswahl, der nicht zu den großen Medienkonzernen gehört, ist "beam eBooks": http://www.beam-ebooks.de/

    Für Comics gibt es außerdem die deutsche Plattform "Mad Dog Comics": http://www.maddogcomics.de/

    Inweiweit die einen ethischen Mehrwert haben, kann ich nicht beurteilen, aber immerhin unterstützt man keinen Monopolkonzern oder Steuertrickser wie Amazon.
  • antwortete am 10.10.2013 um 17:44
    Also ich unterstütze in jeder Hinsicht nur den lokalen Buchhandel. Was wären wir ohne diese wunderbaren Orte. Und dort bekommt man auch Ebooks - wenn man will.....
  • antwortete am 10.10.2013 um 22:43
    Ich selbst geh' gern zum lokalen Buchhandel (leider nicht unmittelbarer Nähe) und kaufe gelegentlich, wenn mein Buchhändler etwas rasch Benötigtes nicht auf die Schnelle besorgen kann, bei www.ecobookstore.de ein.
    Bin mit dieser Entscheidung sehr zufrieden, insbesondere, damit, dass ich über ecobookstore gleichzeitig noch das Regenwald-Schutzprojekt unterstützt weiß.
    .
    .
  • antwortete am 07.10.2013 um 19:10
    Hi jeanvaljean,
    leider habe ich keine Antwort für Dich.
    Bzw. ich dachte gerade an Ecobookstore, bis ich dann weiter gelesen habe.
    Hast Du einen Link auf diese Wikipediaseite, die über Verknüpfungen zu Amazon informiert?
    Bei der normalen Wikipedia-Seite finde ich nichts über Ecobookstore.
    • kommentieren
      kommentierte am 07.10.2013 um 21:42
      Hallo Maria,

      vielen Dank für Deine Antwort!

      Ich habe gerade gesehen, dass "buchkatalog.de" auch E-Books anbietet. Bisher die ethischste Möglichkeit, glaube ich.

      Wenn Du bei Ecobookstore auf den Punkt "Impressum" gehst, siehst Du, dass die Seite zur Firma "Libri" gehört. Wenn Du dann den Begriff "Libri" bei Wikipedia eingibst, erscheinen auch Informationen zu Geschäftsverbindungen bzw. Teilhabern, etc.

      Liebe Grüße

      Achim
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      kommentierte am 08.10.2013 um 06:27
      Ah, danke.
      Wirklich interessant.
    • kommentieren
      kommentierte am 28.04.2014 um 23:16
      www.buch7.de hat inzwischen auch E-Books, auch wenn ich grds. lieber was handfestes zum Lesen/Schmökern habe ;)
  • antwortete am 08.10.2013 um 18:58
    Ich würde dir als Alternative www.buch7.de empfehlen aber die werden auch von libri beliefert.
    Jetzt weis ich nicht was KNV besser da stehen lässt als libri als Buchgroßhandel.

    Ich kann nur von meinen Erfahrungen aus dem KNV Lager in Köln aus dem Jahre 2008 berichten dort war ich für ca. 2 Wochen für meine Zeitarbeitsfirma im Einsatz als Krankheitsvertretung. Zeitarbeiter wurden dort hauptsächlich am Fließband eingesetz wo die Pakete im Akkord in Gitterboxen nach PLZ eingeräumt werden mußten . Die normale Bezahlung war sehr schlecht nur Lohngruppe 1( schlechter als z.B. bei amazon) auch gab es keine Schichtzuschläge.


    Vorort gab es kostenloses Wasser aus dem Wassersprudler .
    Die Behandlung durch den vorgesetzten von KNV war ok.
    Und KNV hat ebenfalls wie Libri Bücher an amazon geliefert.
    ( Laut Wikipedia Zitat"Das Barsortiment und seine Dienste beanspruchen auch amazon... " )
    Also scheint Libri nicht amazon zugehören.

    Wobei ich bei Informationen von Wikipedia immer etwas vorsichtig bin.

    Als Alternative kannst du dich z.B. bei deiner Stadbücherei anmelden dort kannst du dir die ebooks für 3 Wochen ausleihen ( ist zumindest bei der Landes und Stadtbücherei Potsdam so)
  • antwortete am 10.10.2013 um 10:45
    Ich beziehe meine Bücher über die Büchergilde Gutenberg. Man muss dort zwar eine Mitgliedschaft abschliessen, aber die Bücher, die angeboten werden, sind teils illustriert und haben damit für mich einen Mehrwert. Ich bin sonst kein Anhänger von Buchclubs, aber dieses Projekt unterstütze ich gern, da die Büchergilde jungen Künstlern Chancen bietet, bekannter zu werden.
    Es gibt einerseits in verschiedenen Städten Läden, aber man kann auch Online einkaufen.

    https://www.buechergilde.de/mitglieder.html
  • antwortete am 10.10.2013 um 18:17
    Hallo,

    mein Tipp wäre libreka.de. Diese Plattform wurde vom Börsenverein des deutschen Buchhandels ins Leben gerufen. Entsprechend steht da kein einzelnes Unternehmen oder ein Konzern dahinter, sondern ein Zusammenschluss von Buchhändlern, Verlegern, etc. pp., die alle ein starkes Interesse an Nachhaltigkeit und Diversität im deutschen Buchmarkt haben. Inwiefern dies nun "ethisch" korrekt ist, wird sich jeder selbst überlegen müssen. Aber zumindest umgeht man damit die großen Konzerne wie Amazon, Thalia oder auch KNV.
  • antwortete am 13.10.2013 um 14:28
    was ist mit
    http://www.ebuch.net/ ?
    Ein Zusammenschluss von Buchhandlungen. Der Buchhändler meines Vertrauens vor Ort verkauft über diese Seite seine eBooks. Hier kann man nach Postleitzahlen suchen:
    http://www.ebuch.de/
  • antwortete am 14.10.2013 um 17:16
    Hallo Achim,

    unter www.buchkatalog.de (Koch, Neff und Volckmar) kannst Du auch eBooks einkaufen, die von unserem Verlag hey! publishing sind dort jedenfalls gelistet, es gibt in der Navigationsleiste auch einen eigenen Reiter für eBooks.
    Wir stellen unsere eBooks, die unter anderem auch direkt in unserem eigenen eBook-Shop www.heypublishing.com gekauft werden können, übrigens hier in unserem kleinen Verlag in München selber her.

    Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen
    Sabine

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