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Luftentfeuchter selber herstellen?

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Sequent fragte am 06.02.2015 um 13:10

Hallo,
im Badezimmer muss ich einen Luftentfeuchter verwenden, da ich sonst größere Probleme mit Schimmel bekomme. Kann man so einen Entfeuchter auch selber bauen? Denn diese ganze Verpackung um die Entfeuchter und die Chemie in den Tüten gibt mir stark zu denken. Kann man selber mit einer größeren Menge Salz und einem Kaffee- oder Teefilter so ein Ding bauen? Ich finde dafür aber keine wirkliche Bauanleitung.

VG Sequent

  • antwortete am 06.02.2015 um 15:20
    hier nochmals der link (hatte sich überschnitten):

    http://www.schimmel-schimmelpilze.de/tipps-zur-vermeidung-von-schimmel.html

    Hast Du keine andere Möglichkeit in einem besser durchlüfteten Raum, wo Du Deine feuchte Kleidung aufhängen kannst?
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      kommentierte am 06.02.2015 um 15:26
      Die Uhrsache ist z.B. dass ich Abends um 9 Uhr von Training komme und dann die nassen Sachen in der Tasche habe. Da die sonst in der Tasche schimmeln, hänge ich die auf und daher kommt die Feuchtigkeit ins Badezimmer.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:01
      Also: 2 Std. später bzw. vor dem Schlafengehen querlüften und morgens nochmal.
  • antwortete am 06.02.2015 um 16:05
    Schraub doch einfach einen Harken in die Decke, in dem Zimmer, in dem geheizt wird und wo es die Möglichkeit gibt öfter durchzulüften.
    Hänge dort die Sachen - natürlich nicht tropfnass :-) - auf einem Bügel zum Trocknen auf.
    Bei meinem Sohn hat dies in seiner Studentenbude gut funktioniert, ohne Schimmelproblem.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:10
      Vielleicht würde es ja sogar genügen, nachts die Badezimmertüre nicht ganz zu schließen, damit eine gewisse Luftzirkulation stattfindet und die Feuchtigkeit sich auf ein größeres Luftvolumen und eine größere Kondensationsfläche verteilen kann.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:18
      Gute Idee: in Wohnräumen ist die Luftfeuchtigkeit oft zu niedrig-somit hat man einen "natürlichen" Luftbefeuchter in diesem Raum.

      Weiterer Tipp: Badezimmer-Tür nach dem Duschen offen lassen, damit die Feuchtigkeit, die in diesem Raum "zuviel" ist, sich auf die anderen Räume ausdehnen kann, wo es "zuwenig" ist; netter Nebeneffekt-es riecht in der ganzen Wohnung "frisch geduscht" ;-)
  • antwortete am 27.02.2015 um 20:56
    Also, das mit dem Salz geht eher nicht, denke ich. Das Trockensalz in diesen großen Pads ist kein Kochsalz, sondern (nehme ich an) Ammoniumchlorid. Das ist nämlich wesentlich hygroskopischer als NaCl. Insgesamt ist das alles Saukram mit Salz. Das muss auch hergestellt werden usw., die Tüte drumrum ist zwar lästig, aber macht in der Ökobilanz des Ganzen eher den geringsten Teil aus.

    Tipp 1: Alle Sachen zunächst trockenschleudern (bei Vollgas!). Dann ist da schon mal mindestens die Hälfte Wasser raus. Früher gab es Trommelschleudern (bei meiner Großmutter, lach) http://bit.ly/186sdNg zeigt eine. Die macht 2.800 Touren, mehr als jede Waschmaschine, da kommen sogar Baumwollsachen fast trocken raus. Solche Biester gibt´s auch gebraucht. Hinterher die Sachen einfach irgendwo auf die Leine.

    Tipp 2: Ich habe irgendwo gehört, die Schweden haben in manchen Häusern "Trockenkammern". Also extra beheizte Miniräume, in die die Sachen reingehängt werden.
    Vielleicht magst Du sowas bauen? Nimm einen alten Schrank, nur eben so groß, dass Du Dein Zeugs darin aufhängen kannst. Unten seitlich baust Du einen Lüfter ein, der die Zimmerluft ansaugt und nach drinnen bläst. Oben am Schrank ein Abluftrohr, welches auf allerkürzestem Weg zum Fenster führt - da geht die feuchte Luft raus. Das ist echt nur was für so Bastler wie mich, glaube ich... :-)

    Bei beiden Tipps ist das Ziel, nicht die ganze Wohnung zu befeuchten, sondern das Wasser auf möglichst engem Raum einzufangen, sozusagen.

    viel Erfolg!

    Molzen
  • antwortete am 06.02.2015 um 13:28
    Glaubst Du wirklich, eine "größere Menge Salz" ist letztendlich weniger problematisch?

    Die beste Luftentfeuchtung ist immer noch ausreichend zu heizen und richtig zu lüften. Außerdem in problematischen Räumen anfallende Nässe auf Fliesen usw. sofort abzustreifen und feuchte Handtücher, Wäsche etc. nicht in diesen Räumen zu trocknen.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 15:25
      Ich halte das Salz als umweltverträglicher als die Chemie aus den Taps und den Tüten. Dazu der gesammelte Abfall aus den Verpackungen. Daher schaue ich wie sich die umgehen lässt.

      Ich habe leider keinen Balkon oder Garten, daher muss ich meine Schwimmsachen im Badezimmer trocknen.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 15:43
      Am besten ist MEHRMALS täglich Stoßlüften, möglichst mit Querlüftung. Und nach jeder Dusche sowieso.
  • antwortete am 06.02.2015 um 15:12
    Wie stellst Du Dir das mit dem Salz vor?
    Soll das dann immer wieder ersetzt werden?
    Oder irgendwo getrockent?
    Du kannst ja mal einen großen Eimer billiges Streu- oder Viehsalz in das feuchte Zimmer stellen und danach in einem Raum wieder trocknen, wo die Luft eher zu trocken ist.
    Aber ob das Ganze praktikabel ist und welche Mengen Salz man braucht - keine Ahnung.

    Wenn Du das Ei des Kolumbus erfindest, dann lasse es mich wissen.
    Wir haben auch so ein Problem-Zimmer, das als Speisekammer und Überwinterungsraum für Pflanzen dient.
    Wenn wir nicht regelmäßig einmal am Tag hochheizen und die angewärmter, Feuchtigkeisgesättigte Luft raus lüften, dann wird das Zimmer viel zu feucht.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 15:26
      In meinem jugendlichen Leichtsinn hatte ich mir vorgestellt, dass man z.B. ein Kilo Salz in einen Beutel füllt und dieses Salz dann der Luft die Feuchtigkeit entzieht.

      So wie hier im Video beschrieben, nur ist die Plastikflasche doof und ich glaube die Luft kann zu wenig um das Salz zirkulieren. Hatte drüber nachgedacht eventuell ein Edelstahlsieb mit Salz zu füllen und dass dann in ein Gefäß zu hängen.

      http://www.helpster.de/luftentfeuchter-selber-bauen-so-geht-s_40906

      Das Salz müsste dann von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Die gekauften Taps und der Inhalt der Tüten für die Dinger lösen ich ja auch auf und sind dann im Wasser gebunden.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 15:50
      Probier doch mal aus, wie viel Wasser 1 kg Salz aufnehmen kann. Dann kannst Du schon mal den Salzbedarf grob kalkulieren. Und unterschätze dabei auf keinen Fall den Wasseranfall in Deinem Bad, der dürfte Dich erstaunen! Anschließend kannst Du Dir überlegen, was Du mit dem unbrauchbar gewordenen Salz anstellen möchtest. Einfach wegkippen dürfte auch nicht so umweltfreundlich sein. Und glaube ja nicht, dass die Herstellung von herkömmlichem Salz gar so harmlos ist.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 15:57
      @ Maria_L:
      Ich vermute mal so aus der Entfernung, dass Ihr Euch das kurzzeitige Hochheizen sparen könnt. Davon werden die Wände, auf denen bei Taupunktunterschreitung der Wasserdampf kondensieren kann, nicht warm. Konsequentes Lüften dürfte genügen.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:21
      Werner, wir haben das schon probiert.
      Wenn wir nicht hochheizen sondern nur mehrmal stäglich lüften, werden die beschlagenen Fenster kaum trocken.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:24
      @Sequent , ich dachte schon eher an 20 kg.
      Und da müßte man dann schon einen Weg finden, die wieder zu trocknen.
      Wobei das natürlich komplett verklumpt.
      Und dann nach dem Trocken vermutlich kaum noch mal Wasser aufnimmt.
      Warum ich das so gut weiß?
      Weil wir in dem besagten Zimmer mal eine etwas größere Menge Salz gelagert hatten zur Pflege von Käserinde. Das Salz war danach nur noch brauchbar, wenn man es vorher zerstoßen hat...
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:30
      "Wenn wir nicht hochheizen sondern nur mehrmal stäglich lüften, werden die beschlagenen Fenster kaum trocken."
      Abwischen? Dürfte billiger sein.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:41
      Salz trocknen:
      Wie? > Energieverbrauch!
      Wo? > In der Wohnung? Dann ist die Feuchtigkeit genau da, wo sie vorher auch schon war.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:45
      Also ich bleibe dabei: Ausreichend heizen und lüften, lüften, lüften...
      Luftentfeuchter, egal ob gekauft oder selbst gebaut, sind nur der allerletzte Ausweg, wenn alles andere nichts bringt und in ihrer Leistungsfähigkeit natürlich auch begrenzt.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 16:46
      @Maria_L,

      zu Deinem Beitrag am 06.02 15 um 16.21 Uhr (wie kompliziert: hoffe, die Zitierfunktion wird auch hierfür demnächst möglich sein ;-)):

      ->Wenn wir nicht hochheizen sondern nur mehrmal stäglich lüften, werden die beschlagenen Fenster kaum trocken.-<

      Dieses Problem kenne ich: da helfen nur neue Fenster-wenn die Behebung aller anderen möglichen Gründe ausgeschöpft ist.
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      kommentierte am 06.02.2015 um 17:55
      Ja, wenn das Salz seine Rieselfähigkeit und damit Wasseraufnahmefähigkeit behalten würde, könnte man es in einem geheizten Raum der Wohnung trocknen lassen.
      Dem steht eben die Entklumpung entgegen.

      Neue Fenster sind vermutlich weniger das Problem, als eine völlig ungedämmte Außenwand.
      Abwischen machen wir schon.
      DAnn hat man auch das Problem, wo hin mit den ständig nassen Tüchern...
      Das mit dem Heizen ist nur einmal ganz kurz am Tag.
      Die Raumtemperatur muß nur minimal überschlagen sein, dann ist das ganze Wasser in der Luft und kann danach per kurzem Stoßlüften entlassen werden.
  • antwortete am 09.02.2015 um 17:33
    Es gibt doch die Entfeuchter auf Zeolithbasis oder? Das sind so Säcke mit Granulat drin, stell ich mir so ähnlich vor: http://www.zeo-tech.de/pdf/Entfeuchter_deutsch.pdf

    Ich kenn die für Autos, die ja im Winter auch oft ein Feuchteproblem haben, wo Heizen und Lüften aber nicht so einfach funktioniert.

    Sowas könntest du dir ins Badezimmer legen. Klar bleibt das Problem, dass du bei der Regeneration (also Entfeuchtung des Granulats) sowohl Wärme brauchst, als auch die Feuchtigkeit irgendwie loswerden musst.
    Aber wenn ein anderer Raum bei dir leichter zu lüften ist, könntest du das zeug ja einfach dort auf die Heizung legen zwecks Entfeuchtung.
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      kommentierte am 09.02.2015 um 18:51
      Interessant. Aber sicher wären da auch größere Mengen nötig, als diese kleinen Tütchen.
  • antwortete am 09.02.2015 um 21:10
    hy, ich hab da was gesehen unterhttp://l-tv.de/staedte-gemeinden/kunde/2446.html

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    ich fand es klasse
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      kommentierte am 09.02.2015 um 21:58
      Nützt aber auch nichts, wenn ständig nur Feuchtigkeit anfällt, die nicht irgendwann mal z. B. durch ausreichendes Lüften, wieder abgeführt wird.
  • antwortete am 09.02.2015 um 22:08
    Der Werner hat Recht. Bei mir war es auch so, bis ich nicht richtig angefangen habe zu lüften.
  • antwortete am 10.02.2015 um 20:36
    Lüften ist das wichtigste, was sehr hilft ist Katzenstreu z.B. in eine Socke packen dadurch wird die Feuchtigkeit im Raum entzogen.
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      kommentierte am 10.02.2015 um 22:57
      Und was machste dann mit dem feuchten Katzenstreu?
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      kommentierte am 11.02.2015 um 08:00
      Oh...das müssen dann aber schon sehr viele Socken sein. ;-)
  • antwortete am 19.02.2015 um 12:25
    Also ich stimme da WernerMax zu. Wenn man keinen Luftentfeuchter hat und das Geld auch für sowas nicht ausgeben will ( der Preis lohtn sich aber fast immer) dann hilft nur abwechselnd zu heizen und Stoßlüften
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      kommentierte am 27.02.2015 um 21:05
      Luftentfeuchter saufen aber eine Menge Strom. Es sind nämlich eigentlich Klimaanlagen bzw. Wärmepumpen, die im Innern Kälte erzeugen, daran die feuchte Luft vorbeiführen und somit das enthaltene Wasser auskondensieren. Die Wärme aus dem Wasserdampf plus der Wärme aus den Aggregaten erscheint als Abwärme am Gerät.
      Da geht schnell eine KWh durch, da die Biester 500-1500W Anschlussleistung haben...
      Und das alles nur, weil die Feuchtigkeit zuvor unkontrolliert in den Raum gelangt ist.
      Das muss anders gehen - siehe meinen Beitrag weiter unten!

      Molzen
  • antwortete am 24.02.2015 um 18:14
    Der Grundgedanke, ordentlich zu lüften, ist natürlich der beste, denn dabei fällt garantiert niemals Müll an (es sei denn, jemand wirft Müll durchs geöffnete Fenster hinein *g*).

    Man muss allerdings darauf aufpassen, WANN man lüftet. Wenn man da kein glückliches Händchen hat, bewirkt man im schlimmsten Fall, dass mehr Luftfeuchtigkeit in die Wohnung hineinkommt als hinausgeht. Ein Berechnungs-Tool, mit dem man da Klarheit bekommen kann, findet Ihr hier: http://web-docs.gsi.de/~giese/luftfeuchtigkeit.php

    Ansonsten gibt es aber leider Wohnungen, in denen das Lüften nicht die Luft der gesamten Wohnung austauscht; in einigen Ecken und Winkeln bewegt sich die Luft einfach nicht. Was man dagegen machen kann, weiß ich auch nicht. Weil selbst meine damalige Hausverwaltung (!) eingesehen hat, dass man ohne zusätzliche mechanische Belüftung das Schimmelproblem nicht mehr aufhalten kann, bin ich aus dieser Wohnung ausgezogen. Ich habe sogar eine Entschädigung erhalten, was mir zeigt, dass Lüften – so gut das in der Regel auch sein mag – nicht für jeden das Allheilmittel ist. Manche Bau-Sünden, insbesondere Wohnungen mit Baujahr um die 1970, machen ein sinnvolles Lüften einfach unmöglich :-(
  • antwortete am 17.11.2017 um 12:22
    Katzenstreu ( das billige graue nicht klumpend) geht wirklich gut, ich hab 1 Baumwolltasche damit gefüllt und oben zugebunden im Auto liegen da mir da immer die Scheiben von innen gefroren sind . Die nehm ich morgens vor der Arbeit einfach raus und trockne sie während der Arbeit auf der Heizung. In der Firma haben wir eh sehr trockene Luft. Evl. Geht auswärts trocknen ja auch bei anderen Leuten?

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