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REWE Group

Frage an REWE Group

Nachhaltigkeit- Bioobst/Gemuese in Plastikfolie

Wenn REWE sich angeblich so auf Nachhaltigkeit spezialisiert, warum ist dann fast das ganze Bio-Obst und Gemüse in Plastikfolie eingepackt. Wie paradox ist das ? Die konventionelle Gurke liegt ohne Plastik im Karton. Die sogenannte Biogurke ist in Plastikfolie. Damit könnte REWE doch ein Zeichen setzten und grundsätzlich Bio Obst und Gemüse ohne Plastik verkaufen.

Gefragt von
schauster
am 13.Juni 2013, 19:05

Nur REWE Group kann diese Frage beantworten.

Antwort von REWE Group

Hallo schausten,

vielen Dank für deine Frage. Hauptsächlich werden Bioprodukte bei uns verpackt, um den Kunden eine sichere und unverwechselbare Trennung der Bioprodukte von konventionellen Produkten zu garantieren. Vielleicht macht ein Beispiel deutlich, warum das nötig ist: Ein Kunde greift im Markt zu einer konventionellen Gurke, entscheidet sich später aber für eine Bio-Gurke und legt die konventionelle Gurke zu den anderen Bio-Gurken. Dann hätten die folgenden Kunden keine Möglichkeit, zwischen konventionell und bio zu unterscheiden. Auch an der Kasse könnte es ohne separate Kennzeichnung zu Komplikationen kommen.

Bei den Verpackungen berücksichtigen wir, dass Materialien und Mengen verwendet werden, die das Produkt schützen und die Haltbarkeit positiv beeinflussen. Natürlich bemühen wir uns stets, Verpackungen so sparsam wie möglich einzusetzen. Aus diesem Grund verpacken wir z.B. auch die Bio-Gurke und nicht die konventionelle Gurke: So verpacken wir das Produkt mit dem kleineren Anteil am Sortiment und sparen damit Verpackungsmüll ein.

Viele Grüße,
Julia aus dem REWE Group Team

Antwort von REWE Group am 18.Juni 2013, 14:08 Auf die Frage „Nachhaltigkeit- Bioobst/Gemuese in Plastikfolie“ von schauster am 13.Juni 2013, 19:05

Kommentare zu dieser Antwort (11)  

  • Na das ist ja vielleicht eine Logik. Darüber muss ich aber wirklich schmunzeln. Kleine Papieretiketten auf der Gurke zum Bsp. täten es ja auch. Für mich ist klar keine Biogemüse bei Rewe sondern im Bioladen oder Biosupermarkt. Da stimmt eben die Philosophie. Aber interessant mal zu hören. Hat ja auch fast eine Woche gedauert bisman sich wohl überlegt hat was man zu der Frage sagt.

    Kommentiert von schauster am 19.Juni 2013, 22:05
  • @schauster: du hast versäumt, erstmal alle Fragen durchzulesen, hier findest du zur Frage weiteres:
    https://utopia.de/0/gutefragen/fragen/plastikeingeschweisste-bio-gurken-aus

    Kommentiert von gruenebine am 19.Juni 2013, 22:34
  • Hallo schausten,

    vielleicht greift unsere erste Antwort etwas kurz, daher möchte ich gerne nochmal ausführlicher auf das Thema Verpackungen eingehen.

    Die grundlegende Herausforderung habe ich ja bereits erwähnt: Da unsere Märkte sowohl konventionelle als auch ökologisch erzeugte Lebensmittel verkaufen, müssen wir zusätzlichen Aufwand betreiben, um eine Verwechslung auszuschließen.
    Unsere Kunden müssen sich darauf verlassen können, das Bio auch Bio ist.

    Bisher wurde dies klassisch dadurch erreicht, dass die Bio-Produkte gesondert verpackt werden. Nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Händlern, die biologische und konventionelle Ware anbieten.

    Wie du selbst festgestellt hast, ist bisher zum Beispiel Plastik als Verpackungsmaterial weit verbreitet. Natürlich stellt das – auch aus unserer Sicht – einen Widerspruch dar.

    Daher beschäftigen wir uns mit dem Thema und erproben Alternativen. Dazu gehören Netze (z.B. bei Äpfeln und Zitronen).
    Oder auch Aufkleber für bestimmte Produktgruppen. Ob sich diese im Alltag eines Supermarktes bewähren, testen wir derzeit in einem Versuch (Bananen), der in den kommenden Wochen von einigen REWE-Märkten auf das gesamte Bundesgebiet ausgerollt werden wird.

    Banderolen, die den handelsüblichen Umgang mit der Ware durchlaufen (z.B. Einpacken in Transportkisten, Transportwege, Kommissionierung, Entnahme der Transportkisten, Auslage im Supermarktbereich, Kundenkontakt), werden leider schnell beschädigt und gehen dann „verloren“, wie unsere Erfahrungen zeigen.

    Man muss sich bewusst machen: Auf dem Weg vom Feld in den Einkaufswagen durchläuft das Obst und Gemüse mehrere Stationen. Insofern müssen Alternativen zur Plastikhülle sehr robust und widerstandsfähig gegen jede Art von Einflüssen (Feuchtigkeit, Abrieb etc.) sein und dürfen dabei die Ware selbst nicht negativ beeinflussen. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt.

    Oberste Priorität hat für uns aber, dass unsere Bio-Kunden sich zu 100 Prozent darauf verlassen können, auch Bio-Ware zu bekommen. Unter dieser Maßgabe werden wir weiter nach den „besten“ Lösungen suchen. Ein Thema, über das übrigens die gesamte Bio-Branche intensiv und lange diskutiert.

    Reine Bioläden sind hier sicherlich im Vorteil, haben aber im Gegenzug zum Beispiel den Nachteil des deutlich geringeren Vertriebsnetzes.

    Abschließend geben wir zu bedenken, dass der Verzicht auf Verpackungen nicht zwangsläufig zu einer Schonung der Umwelt führt, da unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kunden die Ware dann selber verpacken, zum Beispiel im Knotenbeutel der Obst&Gemüse-Abteilung.


    Viele Grüße
    Julia aus dem REWE Group Team

    Kommentiert von REWE Group am 21.Juni 2013, 15:29
  • Mich interessiert das Thema auch sehr, da ich ungerne Bioware in Plastik kaufen möchte.
    Wie wäre es denn, wenn die Bananen erst im Markt mit Aufklebern oder Banderolen versehen werden?
    Bei Äpfeln funktioniert das mit dem Aufkleber doch auch ganz gut.

    Ich hoffe Sie finden eine bessere Lösung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Nils

    Kommentiert von Steglauufer am 22.Juni 2013, 15:44
  • Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Ich zögere auch beim Griff zu Biobananen etc in Plastik. Und ich bin mir zeimlich sicher REWE kann eine Alternative finden.

    Viele Grüße,
    Ute

    Kommentiert von ometepe am 22.Juni 2013, 22:43
  • Edeka schreibt mit Kuli einfach auf jede Biobanane ein "B" zusätzlich zum kleinen Aufkleber auf jeder Biobanane.
    Das ist schonmal deutlich weniger Müll.

    Kommentiert von Steglauufer am 08.Juli 2013, 16:50
  • Auch ich ärgere mich darüber, dass ausgerechnet Bio-Ware Plastikmüll verursacht. Für mich wäre es logischer, die konventionell produzierte Ware in Plastik zu verpacken, wenn Ihnen wichtig ist, dass man sie an der Kasse unterscheiden kann. Das würde besser zusammen passen. Nein, Scherz beiseite. Wenn ich Obst oder Gemüse einkaufe, wiege ich sie und lege sie lose in einen Korb. Die ausgedruckten Zettel für den Scanner an der Kasse klebe ich auf den Rand des Korbes. ICH verwende keine zuknotbaren Tüten.
    Empfinden Sie nicht diesen Widerspruch, wenn Bio nicht Öko ist? Für mich gehört beides zusammen, für die Hersteller und Verkäufer vieler Bioprodukte leider (noch) nicht. Ich denke da vor allem an die Bio-Süßigkeiten.

    Übrigens läuft im WDR am 22.07.2013 um 20:15 Uhr eine Sendung mit mir als einem der Hauptdarsteller unter dem Titel "Darf ich oder darf ich nicht", in der es genau um dieses Thema geht. Dort können sie sehen, wie ich bei Edeka (!) das Obst lose kaufe. Ich habe bei den Fernsehaufnahmen tatsächlich konventionelles Obst und Gemüse statt Bioobst gekauft, weil ich sonst zuviel Abfall gehabt hätte!
    Hier geht es zur Vorankündigung der Sendung:
    http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=4305977

    Kommentiert von wamaschu am 09.Juli 2013, 12:38
  • Also, liebes REWE- Team, diese Begründung finde ich ja wirklich happig... Habe mich da auch immer schon drüber geärgert. Auch über die Tatsache, dass Bsp die Bio- Gurke verpackt und aus Spanien kommt, die normale (unverpackte) immerhin nur aus Holland. Da fragt man sich doch wirklich, welche Gurke besser für die Umwelt ist...

    Mittlerweile habe ich es aufgegeben, Obst oder Gemüse bei REWE zu kaufen, habe da zu oft nach dem Geschmack gesucht :-)

    Auch finde ich es höchst ärgerlich, dass es z.Bsp. In unserem REWE-Markt nur Plastiktüten gibt. Da scheint man nicht wirklich hinter der Idee von Umweltschutz zu stehen (insofern wirken die etwas zögerlich beworbenen Aktionen auch leider etwas lächerlich).

    Kommentiert von isenheimer am 10.Juli 2013, 22:03
  • Hallo,

    es geht vor allem auch um den Austausch von Pestizidrückständen von konventionellen Produkten. Die Leute grabbeln alles an, oftmals auch unbeaufsichtigte Kinder, und übertragen so Gifte auf das biologische Gemüse.

    Warum aber überhaupt in einem konventionellen Laden kaufen, die dortigen Bio Lebensmittel sind eigentlich gar keine Bio Produkte. Das EG- Siegel ist nur eine Möglichkeit für die normalen Läden, auch ein bisschen auf Bio zu machen, es fällt in die Kategorie "greenwashing".

    Konventionelles Bio, was das EG Bio ja ist, verschlechtert auch die wirtschaftliche Lage für die echte Bio Landwirtschaft. Bio im übergroßen Stil geht nicht gut, vor allem die Landwirte erhalten von Supermärkten bekloppte Vorgaben, wie Aussehen und Beschaffenheit einer Gurke, sowas geht einfach nicht. Außerdem erhalten die EG Bio Bauern kaum Geld für ihre Ware.

    Tierschutz gibt es bei EG-Bio überhaupt nicht, die Tiere werden genauso gehalten und bekommen keine Medikamente gegen die Krankheiten oder Verletzungen, so ist das kein Bio. Und die ganzen Skandale von wegen "Bio ist auch nicht besser", betreffen einzig die Biomacher, die nicht einem Verband wie demeter angehören.

    Wer echtes Bio will, ohne Plastik übrigens, der muss im Bioladen zu demeter greifen, alles andere ist Schwachsinn.

    Übrigens nehmen die Supermarkt-Bio Unternehmer den eigentlichen Biolandwirten wertvolle Landflächen weg, die aber aufgrund stark gestiegener Nachfrage zwingend gebraucht werden. Biogasanlagen werden subventioniert und nehmen auch Land weg, aber das gehört woanders hin.

    Für MCS kranke muss übrigens zwingend das Biogemüse von konventionellen getrennt werden

    Kommentiert von biologisch-lecker am 22.Juli 2013, 13:35
  • Ja liebes Rewe Team,
    auch ich kaufe nur in Ausnahme-Fällen im Rewe nebenan (hier in FFM sehr häufig zu finden, liegt gleich 3x auf dem Weg von zuhause zur Arbeit). Da die Wege zum Bio-Bauern in FFM leider etwas weiter ausfallen, habe ich eine Öko-Kiste abonniert, in der alles unverpackt, höchstens in Papiertüten, drin liegt. Als ich nach FFM gezogen bin, habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass nach dem Auspacken aller Rewe-Einkäufe mein Grüner-Punkt-Müll voll war. Auf die spezielle Plastik-Problematik brauche ich wohl nicht mehr hinzuweisen...Und in der Tat: wenn man annimmt, dass das konventionelle Obst und Gemüse quasi "verseucht" ist mit Pestizidrückständen, dann sollte man doch erst recht diese Ware extra gesichert verpacken und nicht die Bioware?!?

    Kommentiert von rosazehen am 01.August 2013, 11:39
  • Liebes Rewe Team

    Mir stellt sich unmittelbar die Frage was das Motiv ist, dann nicht "normale" Produkte in Plastikfolie zu verpacken und Bio unverpackt zu verkaufen. Außerdem stellt sich mir die Frage warum nicht durchgängig Netze oder biologisch abbaubare Verpackungen wie zum Beispiel selbstauflosende Verpackungen aus Algen verwendet werden.

    Ich persönlich werde in Zukunft alle Bio Produkte im Markt hinter der Kasse auspacken und die Verpackung Rewe zum Entsorgen überlassen.

    Eure Argumentation die Kunden wollen das so kann ich leider gar nicht akzeptieren. Auch als Gewinn orientiertes Unternehmen hat man eine Verantwortung.

    VG Dirk Hasloewer

    Kommentiert von DirkHasloewer am 05.April 2016, 21:08

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