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Abfallwirtschaft

Halbe Tonne Müll pro Kopf in Deutschland

Wo stehen die Deutschen im europäischen Müllreport? Hätten Sie gedacht, dass Sie jährlich auf über eine halbe Tonne Unrat kommen? Im Jahr 2007 ist jeder Europäer laut EU-Statistikamt für 522 Kilogramm Abfall verantwortlich gewesen. Die Spitzenreiter dieses Dreck-Rankings sind die Dänen mit 801 Kilo pro Nase.


Während die Deutschen den zweifelhaften Platz zehn erobert haben. Am wenigsten haben die Tschechen mit 294 Kilogramm Abfall pro Kopf produziert.

Dabei wurden 42 Prozent der kommunalen Abfälle im Jahr 2007 deponiert, 22 Prozent wurden recycelt, 20 Prozent verbrannt und 17 kompostiert. Immerhin sind die Deutschen mit den Belgiern und Schweden die Spitzenreiter unter den Recyclern: 46 Prozent des Unrats wurden in Deutschland wieder dem Materialkreislauf zugeführt. Während 18 Prozent des Abfalls kompostiert wurden. Dagegen verbrennen etwa die Luxemburger 47 und die Franzosen 36 Prozent ihres Mülls.

 


Traurige Prognose der Europäischen Umweltagentur ist, dass in zehn Jahren der europäische Müllberg um ein weiteres Viertel ansteigen wird. Das ergibt rein rechnerisch eine Zahl von 680 Kilogramm Unrat pro Europäer.  

 

Die Tabelle unten zeigt das Abfall-Aufkommen europäischer Länder auf:

 

Die  europäische AbfallstatistikQuelle: Eurostat

 

Durch die EU-Vorgaben für Recyclingraten ist immerhin das Aufkommen an recyclingfähigen Abfallstoffen erheblich gestiegen. Beispielsweise gibt es laut der Studie "EUA Signale" mittlerweile mehr recycelter Verpackungsabfälle (Papier und Karton) zwischen 1997 und 2005 stiegen diese von 24 auf 30 Millionen Tonnen. Während aus rund zehn Millionen Tonnen recycelte Kunststoffverpackungen im gleichen Zeitraum 14 Millionen Tonnen wurden. Aber ist das positiv für die Umwelt? Die Verwendung von recycelten Abfallstoffen anstelle von Primärrohstoffen ist im Prinzip gut. Denn bei der Herstellung von einem Kilo Papier aus recycelten Rohstoffen wird nur etwa halb so viel Energie verbraucht wie beim Einsatz von Primärrohstoffen. Es lohnt sich also, als Verbraucher aufs Verpackungsmaterial zu achten. Und ganz generell mal das eigene Müllaufkommen kritisch zu hinterfragen und einzusparen, wo es nur geht – nicht, dass wir noch im eigenen Müllberg ersticken.

 

Thema: Klima- und Umweltschutz, Stand: 12.03.2009 von
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