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  • schrieb am 02.05.2011 um 18:51
    Das ist mal wirklich ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema nachhaltige Kleidung! Bitte mehr davon!
  • schrieb am 03.05.2011 um 16:27
    Der Artikel war wirklich sehr gut! Ich hätte sogar gern noch mehr Informationen und werde mich weiter schlau machen.
    Gute Arbeit
  • gelöscht am 04.05.2011 um 16:10 von BenjaminJoon
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 03.05.2011 um 22:26
    "Völlig ökorrekt lassen sich hemmungslose Einkaufsräusche aber auch im Secondhandladen ausleben".

    GENAU!
    (und auf dem Flohmarkt)
  • schrieb am 04.05.2011 um 13:40
    Destroying the environment less ist not protecting it. (M. Braungart)
  • schrieb am 04.05.2011 um 13:49
    H&M betreibt ja nicht nur über die Better Cotton Initiative eine fiese Form des Greenwashing. Noch viel "amüsanter" ist, dass ihre grün markierten ORGANIC-Kleider meist nur zu 50% mit irgendeinem von H&M selbst als für ökologisch befundenen Stoff hergestellt worden sind. Wieso das so ist, hat H&M mal zu erklären versucht...

    Die Antwort findet sich hier:
    http://montagsmailer.ch/2011/03/08/hm-begrunt-seine-laden/
  • schrieb am 04.05.2011 um 14:45
    Hallo!

    Vielen Dank für den interressanten Artikel. Es freut mich, dass Sie sich mit unseren Bemühungen beschäftigen und Anregungen nehmen wir immer gerne auf.

    Darf ich aus H&M-Sicht eine Ergänzungen loswerden? Die "Better Cotton Initiative" ist nicht als Ersatz für biologische Baumwolle gedacht, sondern als Ergänzung. Biologischer Baumwollanbau wird auch weiterhin gefördert (Zum Beispiel durch die Initiative "Organic Exchange") aber das Angebot an nachhaltigerer Baumwolle muss schrittweise gefördert werden um die Nachfrage decken zu können. All unsere Produkte, die mit "organic" gekennzeichnet sind, sind auch geprüft und zertifiziert biologisch.

    Falls jemand mehr Informationen möchte, haben wir diese hier zusammengestellt: http://www.hm.com/de/consciousactions2010

    Viele Grüße aus Hamburg

    Hendrik Heuermann

    H&M, Pressestelle
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    schrieb am 05.05.2011 um 13:52
    Hallo Herr Heuermann,

    Sie schrieben: "Die "Better Cotton Initiative" ist nicht als Ersatz für biologische Baumwolle gedacht, sondern als Ergänzung. Biologischer Baumwollanbau wird auch weiterhin gefördert..."

    Warum diese halbherzige Vorgehensweise? Dadurch ergibt sich m. E. eher eine Erosion des bestehenden Bio-Segments. Weshalb weiten Sie statt "Better Cotton" nicht die Förderung des "echten" Bioanbaus aus? Hier verpassen Sie aus meiner Sicht gerade eine Chance, sich in eine Vorreiterrolle zu begeben. Aber vielleicht wollen Sie das ja auch gar nicht...
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    schrieb am 05.05.2011 um 14:16
    Hallo Herr Walter,

    danke für die Nachfrage. Biologischer Anbau und die Better Cotton Initiative stehen sich wirkich nicht im Weg. Im Gegenteil: Nicht überall kann man komplett auf Bio-Baumwolle umsteigen, aus den verschiedensten Gründen.

    Dafür will ich gern ein Beispiel geben: In bestimmten Gebieten (Süd-Ost Asien etwa) kommt es jedes Jahr zu einer Heuschreckenplage, die in wenigen Minuten ganze Ernten und damit Existenzen vernichten kann. In solchen Fällen sind die Baumwollbauern verständlicher Weise nicht bereit auf das eine Pestizid zu verzichten. Dennoch sehen wir es als erstrebenswert an, den Baumwollanbau in diesen Gebieten so umweltschonend wie möglich zu gestalten. Deshalb haben wir allein in 2010 68.000 Baumwollbauern in nachhaltigeren Anbautechniken geschult.

    Wir denken, Baumwolle sollte so umweltschonend wie möglich angebaut werden. Biobaumwolle, Better Cotton und recycelte Materialien werden gemeinsam immer weiter gefördert, denn spätestens 2020 wollen wir ausschließlich Baumwolle aus nachhaltigerem Anbau verwenden.
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    gelöscht am 05.05.2011 um 13:53 von Steffen Walter
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 09.05.2011 um 22:27
    Hallo Herr Heuermann,

    super, dass Sie sich der Diskussion stellen. Darf ich fragen, warum sich H&M bisher nicht unter die Gruppe der Unternehmen getraut hat, die hier ein Unternehmensprofil und den regelmäßigen Austausch mit den Mitgliedern pflegen?

    Herzlichst
    BioBanane
  • schrieb am 04.05.2011 um 16:10
    Ich freue mich über den kritischen und sehr informativen Beitrag. H&M muss sich die Kritik gefallen lassen, etwas zu viel um die grüne Vermarktung zu kümmern als tatsächlich grüne Umsetzung zu betreiben. Ich möchte aber auch aus Sicht eines kleinen Unternehmers zu Bedenken geben, dass es sehr schwierig ist, seine Firma auf 100% ökologisch und fair umzustellen. Wir sind ein Unternehmen mit 25 Mitarbeitern und 2 Geschäften. Die Umstrukturierung von konventionelll zu 100% Bio hat bei uns 1,5 Jahre gedauert. Wirtschaftlich stehen wir zur Zeit schlechter als vor der Umstellung da (trotz wesentlich höherer Umsätze). Für ein Riesenunternehmen wie H&M ist es sicherlich sehr viel komplizierter. Die Ansätze sind gut und andere Branchenriesen tun absolut garnichts oder behindern diese Entwicklung sogar bewusst.. Übrigens wenn heute alle Menschen entscheiden würden nur noch Bio/Faire Mode und Bio/Faire Lebensmittel zu konsumieren, könnten wir den Bedarf garnicht decken. Die Grüne Revolution muss, wenn Sie nachhaltig sein soll langsam und bewusst wachsen. Fazit: Kritik und Wachsamkeit ist angebracht, Hetze unangebracht.

    Herzliche Grüße aus Berlin
  • schrieb am 05.05.2011 um 15:28
    immer mehr Firmen wollen mitmischen in Sachen Ökologie, doch dabei wollen viele nur ihr Image aufbessern. Dazu habe ich schon einen Blogeintrag geschrieben. Als Verbraucher muss man da gut aufpassen und darf nicht auf die Masche der "grünen Werbestrategie" hereinfallen. Es fängt schon bei der Verpackung an. Ist euch schon mal aufgefallen wie viele herkömmliche Firmen jetzt grünes Verpackungsmaterial verwenden oder die Wörter "CO2 Neutral, Natürlich oder Bio verwenden. Als kritischer Verbraucher schaut man natürlich auf die Siegel und stellt fest, diese Produkte haben gar kein Siegel. Auch bei Kleidung kann man da sehr schnell zwischen wirklich guter Ökokleidung (Maas, Hess Natur, Grüne Erde, Waschbär, Vivanda usw) unterscheiden.
  • schrieb am 05.05.2011 um 18:40
    Der Artikel rührt an einer interessanten Frage, die er leider nicht ansatzweise beantwortet: Wie sieht denn wirklich der quantitative ökologische Vergleich zwischen BCI und BIO aus? Hier wäre eine unvoreingenommene Gegenüberstellung sehr hilfreich , ob durch Utopia oder glaubwürdige Dritte.

    Mangels dieses Vergleichs entsteht die Gefahr einer weltanschaulichen Debatte nach dem Motto: Nur Bio kann die Welt retten. Auch wenn ich seit gut 30 Jahren überzeugter Bio-Konsument bin, erscheint mir diese (verzeihung) monotheistische Erlösungslehre doch sehr suspekt. Klar: "Bio" kennt jeder, hat nur drei Buchstaben, und ist anerkanntermassen gut. Wer es einfach mag, scheidet so die Welt in hell und dunkel, gut und böse.

    So einfach ist das aber leider nicht. Nachhaltigkeit ist und bleibt komplex, vielschichtig, konfliktbeladen und manchmal widersprüchlich. Da gibt es nicht wirklich eine klare Linie zwischen gut und böse, sondern viele Graubereiche. Wichtig ist, dass sich möglichst viele auf den Weg machen und unaufhaltsam einen Schritt nach dem anderen gehen. Das lässt sich dummerweise nur nicht so einfach in drei Buchstaben zusammenfassen. Das sollten auch und gerade wir ökorrekte Konsumenten anerkennen, und den Anbietern etwas mehr Aufmerksamkeit auch für die komplizierteren Sachverhalte widmen - wenn wir es wirklich ernst mit der Nachhaltigkeit meinen, statt nur nach plakativen Labeln zu Beruhigung unseres eigenen Gewissens zu suchen.

    BCI ist ein komplexer Ansatz, bei dem es um schrittweise, koordinierte Verbesserung in vielen Aspekten der Nachhaltigkeit geht, einschliesslich der Ökonomie der Beteiligten. Aber eben nicht im Sinne eines prägnanten Labels.

    Beispiel: BCI adressiert Wasserverbrauch und soziale Bedingungen in der Lieferkette. Bio tut das nicht, oder nur sehr begrenzt. BCI lässt sich mit vielen Bauern und breiten Lieferketten zügig umsetzen, Bio bräuchte dafür viele Jahre mehr. M.E. nach hat BCI sehr wohl das Potential, viel sinnvolle und notwendige Verbesserung schnell und in grosser Breite umzusetzen, auch für einen Massenmarkt. Das bedeutet aber auch mengenmässig beachtliche Verbesserungen. Das kann Bio wohl nur schwerlich in dieser Menge und Geschwindigkeit leisten. Und wenn BCI Bauern dann noch auf Bio "aufrüsten" - was könnte besseres passieren? Für mich ist BCI sinnvoll und richtig, um das Massenprodukt Baumwolle schnell in die richtige Richtung zu bewegen. Vorausgesetzt das geschieht konsequent und energisch. Da könnten die Unternehmen sicher noch für mehr Transparenz sorgen, und die erreichten Verbesserungen ordentlich beziffern.

    Zum "Fast-Fashion-Bashing" des Artikels und einiger Kommentatoren: Als ökologisch engagierte Familie mit solidem Einkommen geht für uns trotz intensivem Second-Hand-Konsum kein Weg an H&M vorbei. Die Kinder wachsen einfach zu schnell, und selbst die hochwertigsten Bekleidungsteile werden rasant verschlissen. So muss immer wieder Neuware ins System eingeschleust werden... nicht nur aus Coolness-Gründen, auch um die Familienkasse nicht überzustrapazieren ist H&M eine sehr nützliche Adresse. Die ziehe ich hier vielen anderen Marken in diesem Preissegment vor, denn sie tun doch mehr als die Konkurrenz.

    Ich sehe, dass H&M eben nicht LOHAS als besonders liquide und lukrative Kundengruppe im Auge hat. Es gibt halt viele Menschen, die wenig Geld auf der Hand haben. Das reicht leider nicht für die schicke, robuste Bio-Fairtrade Kluft. Ich finde es anerkennenswert, dass H&M und andere auch den niedrigpreisigen Massenmarkt so verantwortungsvoll wie möglich bedienen wollen. Das geht aber nicht mit denselben Mitteln und Margen wie im Hochpreissegment. Das sollte man nicht als gleich als Greenwashing abtun, ohne dabei gleich gutgläubig zu werden.

    Ich würde mir wünschen, dass Utopia zu solchen Themen noch fundierter und differenzierter berichtet.
  • schrieb am 05.05.2011 um 19:09
    danke zebadger

    ich schliesse mich deinen aussagen und deinen wünschen zu 100% an.

    ich möchte nur noch hinzufügen dass es auch immer ecken geben wird in denen es überhaupt nicht möglich ist bio zu sein, oder sobald mal wirklich auf alles geachtet wird biobetreibe geschlossen werden müssen obwohl sie seit jahren angeblich bio sind.
  • schrieb am 05.05.2011 um 20:19
    Hallo zusammen,
    sehr interessanter Bericht, den ich in Sachen H&M allerdings anders bewerte als einige meiner
    " Vorposter".Ich denke, H&M versucht hier auf clevere Art und Weise neue Kundengruppen zu gewinnen
    und Preiserhöhungen , die unvermeidbar sind damit weg zu argumentieren.

    Die bisherige Preisgestaltung lässt sich selbst für H&M nicht weiter halten , man kann aber auch nicht
    von der Positionierung des Low-Budget-Textilanbieters weg,da werden eben einige kreativ.

    Eine richtige Zertifizierung für " Organic " ist nicht nur extrem aufwendig sondern vor Allem ein extrem teurer Spass - zu H&M Preisen lässt sich so etwas nicht realisieren-auch nicht über die Stückzahlen.

    Und im Hause H&M weiß man sehr genau, das man Preise wie für richtige Oko-Produkte nicht bekommt-dafür hat man dort auch nicht die Kunden.
  • schrieb am 05.05.2011 um 20:38
    Vorweg der Ehrlichkeit halber: Ich kannte den Begriff BCI bislang nicht und lerne ihn hier kennen.

    Ohne eine "objektive" Bewertung und einen Vergleich von BCI mit Normal-Baumwolle und Bio abzuwarten und ohne wirklich zu wissen, welche Qualitäten BCI wirklich bietet, hielte ich eine positivere und etwas differenziertere Haltung zu BCI für angebracht.
    Wenn von den Anbietern von BCI behauptet wird, dass ernstzunehmende Verbesserungen den Produktionsprozess kennzeichnen, und wenn die beteiligten Marken ernsthaft große Marktanteile erringen wollen, dann wäre eine ablehnend negative Einstellung aus dem Öko-Bereich schädlich und würde im Endeffekt mehr kaputt machen, als richten. Die durch diese Marken erreichbaren Kundengruppen wären für normale Öko-Ware großenteils nicht erreichbar. Ferner ist allgemein bekannt, dass der Preis für die ökologische Zertifizierung die eigentlichen Mehrkosten um ein vielfaches übertrifft und wenn Marken ein neues "Brand" aufbauen, haben Sie die Chance, einen im Verhältnis zu den Mehrkosten hohen Umwelt und Sozial-Gewinn zu erzielen.
    Auch sollte nicht vergessen werden, dass die Kriterien für Öko-Anbau keine Sozialen Standards beinhalten, dass also BCI laut obigem Artikel sogar in einem Spezialfall Nachhaltigkeitsvorteile bietet.

    Mit diesem Statement will ich auf keinen Fall sagen, dass "wir" "Ökos" wortlos dem Treiben zusehen müssen oder sollen. Aber ich denke, die Kritik sollte in jedem Fall konstruktiv ausfallen. Mein Vorschlag zu einer Redensweise:

    - "BCI ist ein positiver Vorstoß und die Kunden konventioneller Kleidungsprodukte sollten Kleidungsprodukte aus BCI in jedem Fall anderen Billigprodukten bevorzugen!"

    - "Es darf aber nicht übersehen werden, dass BCI bei weitem nicht die Kriterien von zertifizierten Bio-Produkten erreichen und vor allem weniger Sicherheit für die Einhaltung von Standards bieten.
    Personen, die ein Bewusstsein für ihre Verantwortung haben sollten daher grundsätzlich die echten "Bio"-Alternativen bevorzugen."

    Eine weitere wichtige Frage ist die Ernsthaftigkeit, mit der die beteiligten Unternehmen Verbesserungen durchführen. Immerhin müssen die beteiligten Unternehmen auch viel Geld in die "Marke" bzw. das Image von "BCI" investieren. Wenn BCI ersteinmal auf dem Markt etabliert ist und in Verbindung mit den beteiligten Marken einen hohen Bekanntheitsgrad hat, können Reportagen aus den betroffenen Betrieben eine enorme Kraft entfalten. Sollte sich herausstellen, dass wirkliche Verbesserungen eingetreten wären, so verstärkt dies die Kraft der Veränderung. Sollten aber unabhängige Reporter nach erfolgreicher Etablierung der "besseren Baumwolle" von untragbaren Zuständen berichten können, dann könnten die beteiligten Firmen einen Rückzug aus der Entwicklung nur unter beträchtlichem Immageschaden vollziehen und wären gezwungen, die Veränderung im Nachhinein zu vollziehen - zum Wohl von Mensch und Natur.
  • schrieb am 05.05.2011 um 20:47
    hi beluga

    also ich mach mich ja gerne immer ein bisschen schlau bevor ich antworte.

    ich geb dir recht es ist echt schwer ein organic zertifikat zu bekommen. man kann zwar für 50€ an einen vortrag gehen oder für 500€ an ein symbosium. nur wenn man auf der internetseite informationen sucht um sich zu informieren lauter

    Entschuldigung!

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    oder

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    in der zusammenfassung liest man dann ganz klar und deutlich. kleinbauer mit ein paar hundert baumwollpflanzen sollen sich zum teufel scheren, wir wollen nur zertifizierte multinationale grossbetriebe. so interpretier ich persönlich das label. und genau deshalb brauchen wir was dazwischen, das auch für den kleinen irgendwo im busch machbar ist, und ihm geld einbringt. und genau dort ist im moment h&m. übrigens, ich habe bei h&m noch nie was gekauft und vermutlich werd ich auch nie aber das liegt eher an meinem geschmack als an irgendwelchen gütesiegel von "bio"-konzernen.
  • schrieb am 05.05.2011 um 22:21
    Vielen dank für den Artikel und die sehr konstruktiven Kommentare! Ich denke: die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Und, wie schon Zebadger schreibt: die Welt ist eben (Gott sei Dank) nicht schwarz-weiß!
  • schrieb am 05.05.2011 um 22:37
    Das häufige Argument - auch hier, z.B. in einigen (guten) Kommentaren angedeutet, dass eben viele Leute nicht so viel Geld hätten, um bio + fair hergestellte Kleidung zu kaufen, halte ich, zumindest für mindestens 95% aller Deutschen und etlicher anderer Mitteleuropäer_innen für falsch. Richtig ist, dass es für viele ungleich viel mehr Verzicht an anderer Stelle beinhaltet, aber es geht.

    Von mir abgesehen kenn ich auch andere Leute deren Einkommen deutlich unter dem deutschen Durchschnitt liegt, die aber lieber weniger Kleidung kaufen und dafür lieber möglichst bio + fair (oder second hand), und statt Sachen zu schnell wegzuwerfen auch mal ein Stück Stoff auf/unter einen Riss nähen u.s.w.
  • schrieb am 06.05.2011 um 00:46
    Danke, dass Sie einmal auf die ökologischen Folgen des Modewahns der besseren Hälfte unserer Bevölkerung hingewiesen haben. Diese Zahlen sollten jeder BesucherIn einer Modeboutique unter die Nase gehalten werden, bevor sie ein weiteres Kleidungsstück erwirbt.
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    gelöscht am 08.07.2011 um 20:19 von YouMe
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 06.05.2011 um 10:17
    Nicht nur bei der Mode wird viel Baumwolle verbraucht,auch für Slipeinlagen,
    und endlich gibt es bei DM Slipeinlagen aus Biobaumwolle!Also Kaufen und die Natur schützen!!!!
  • schrieb am 06.05.2011 um 12:07
    Soso. Neu scheint zu sein, dass nun offensichtlich auch Tatsachen diskriminieren.
  • schrieb am 06.05.2011 um 12:36
    ²Hutch Bücking:

    Slipeinlagen sind aber generell nicht so gut. Schau mal nach Periodentassen :-) Ich selbst habe eine, kann sie aber aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit nicht verwenden (mysteriöse Unterleibschmerzen, die dadurch etwas verstärkt werden), werde aber so bald wie möglich versuchen wieder darauf zurückzugreifen.
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    schrieb am 06.05.2011 um 12:44
  • schrieb am 09.05.2011 um 21:15
    Und dann bestelle ich beim Bio-Textil-Versand, weil ich eben weniger H&M und mehr Nachhaltigkeit in all unseren Kleiderschränken möchte - und dann schauen die bio-TShirts nach dem ersten Waschen aus wie ein Kartoffelsack. Das ärgert mich! Klar dürfen die "Konventionellen" mehr Chemie in ihre Shirts stecken, damit die Form bleibt. Gerade diese Chemie will ich ja auch nicht. Aber könnten die "Bio-Näher" denn nicht vor dem Zuschneiden und Nähen überlegen, wie sich ihr Stoff beim Waschen verändern wird, um ihn so zu schneiden und zu nähen, dass er nach dem Waschen ein ordentliches TShirt ergibt?
    Ich bin immer im Hin und Her zwischen sehr Bio (und sehr teuer) und dann doch wieder H&M (da wenigstens Möchtegernbio) - denn Deutschland hin oder her, wir geben viel Geld für Bio aus, aber vier Kinder sind acht durchgescheuerte Knie, auf denen auch die Flicken bald so weit durch sind, dass die Hosen nur zwei bis drei, aber eben nicht alle vier Kinder aushalten.
    Warum ist das mit der Nachhaltigkeit nur so schwer bzw. so anstrengend?!
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    schrieb am 10.05.2011 um 10:00
    Ich weiß nicht, wo dieser Kartoffelsack-Effekt auftreten soll, er ist mir jedenfalls auch bei Bio-Kleidung noch nicht begegnet. Ich stimme Ulrich Sommer hierKaufen Sie vielleicht nicht bei den richtigen Anbietern?

    Und zu "BioBananes" Kommentar weiter unten: Was "modisch annehmbar" ist, darüber gibt es sicher je nach Vorlieben zig verschiedene Meinungen - ich halte das Argument "nicht wirklich tragbar" jedenfalls für nicht (mehr) wirklich tragfähig ;-). Gute Bio-"Basics" gibt es bereits sehr viele, und teilweise auch etwas mehr - siehe z. B. Anbieter wie hessnatur, Maas, brainshirt, manomama...
  • schrieb am 09.05.2011 um 22:20
    Schade, dass "BIO" leider oft immer noch nicht wirklich "tragbar" ist. Selbst wenn ich bereit bin, mehr zu zahlen, kann ich kaum etwas finden, was modisch annehmbar ist. So wird den Anbietern signalisiert, dass kein Interesse an Bio-Mode besteht obwohl der Trend doch eigentlich da ist.

    Die Auswahl bei H&M halte ich für verschwindend gering, zu gering, als dass man daran einen Trend ablesen könnte. Man findet das Bio Angebot ja nicht mal richtig, wenn man danach sucht! Auch die Aufklärungsarbeit/Werbung für Bio-Baumwolle ist Stiefkind. Die Naturschutzorganisationen dringen leider nicht zu jedem durch und der Handel wird sich ja nicht selber ins Bein schneiden und seine Kunden allzu deutlich über die Folgen des Baumwollanbaus aufklären.

    Das Argument, dass man bei knapper Familienkasse auf billige Kleidung angewiesen ist, hinkt gewaltig. Abgesehen von der Second Hand Möglichkeit ist weniger manchmal mehr. Viele Leute können den (Kinder-)Schrank auch nicht voll genug haben.
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    schrieb am 10.05.2011 um 11:31
    Auswahl: derzeit 2795 Sachen gibts schon mal hier zum anschauen: https://utopia.de/0/produktguide/mode-35
  • schrieb am 09.05.2011 um 22:39
    Wieso ist Bio nicht "tragbar"? Weil Hess und co. noch keine von Fabrik weg zerrissenen Jeans anbieten oder T-Shirts mit völlig unverständlichen und unsinnigen Texten und Pseudo-Abzeichen im Programm haben?
    Welchen Modestil hätten Sie denn gerne, der Bio nicht geboten wird?

    Nebenbei habe ich schon viele Bio-Shirts gekauft (und oft getragen und oft gewaschen) und konnte den oben erwähnten Kartoffelsack-effekt noch nicht feststellen.
  • schrieb am 10.05.2011 um 11:15
    wenn ich könnte würde ich ausschließlich Biomode kaufen, mir gefällt sie viel besser als herkömmliche "moderne" Kleidung. Es ist vielleicht mein Stil, aber ich kaufe mir auch nicht jedes Jahr passend zur neuen Sainson etwas Neues, das ist Verschwendung von Resourcen, denn was heute modern ist ist morgen schon von gestern ;) Darum trage ich meine Kleidung so lange bis sie wirklich "untragbar" ist das heißt bis ich die vielen Löcher selbst nicht mehr stopfen kann oder unsere verwandte Schneiderin keinen Platz mehr findet noch mehr Flickendarauf zu setzen und das dauert in der Regel Jahre.
    Ich habe erst jetzt verglichen, legt man wirklich Wert auf qualitativ hochwertige Kleidung dann ist Biomode nicht viel teurer, manchmal sogar preiswerter (wenn man auch auf Angebote achtet) oder vergleichsweise teuer wie bestimmte Markenkleidung wie etwa Esprit und s. Oliver. Und qualitativ hochwertige Kleidung kann man wirklich jahrelang tragen, vorrausgesetzt an der eigenen Größe, Gewicht ändert sich nichts.
    Ich kann BioBanane da auch nicht ganz verstehen. Auf was legst du bei Kleidung denn Wert? Das sie der aktuellen Mode entspricht? Ich muss dir sagen, schau einmal in einen guten Biomodekatalog (Grüne Erde, Hess Natur, Maas) , da wirst du sehen auch diese Mode entspricht aktuellen Trends (siehe Orienthosen), die wie ich zufällig weiß gerade sehr angesagt sind. MIr ist das eigentlich egal, ich zieh an was mir gefällt. Auch die Farben sind heute sehr modern. Das Image der Ökomode, die früher oft viel zu groß geschnitten, weit und salopp war, hat sich wirklich geändert. Heute gibt es Biokleidung mit modisch figurbetonter Form,sexy oder sehr weiblich elegante Kleider, sportlich legere Hosen, T-shirts in knalligen Farben und sogar mit schönen oder frechen Sprüchen und Worten und Bildern. Da findet man wenn man sucht im Internet sehr viele junge Ökomodelabels.

    Hier hab ich gerade einen passenden Artikel dazu gefunden:

    http://www.sueddeutsche.de/leben/oeko-mode-mehr-als-wollsocken-und-latzhosen-1.3477

    und die haben wirklich hippe Ökomode, wenn das nicht tragbar ist weiß ich auch nicht?!:

    http://www.avocadostore.de/oeko-mode
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    schrieb am 10.05.2011 um 11:28
    Für mich ist nicht die Frage, ob Biomode nach dem Trend geht.
    Da bin ich vollkommen schmerzfrei und orientiere mich auch bei konventioneller Kleidung nicht daran, was Trend ist, sondern ausschließlich daran, ob es mir gefällt und zu meinem Stil passt.
    Mein Problem ist, daß mir viele Bio-Mode zu hippi-flippi ist.
    Klassisch zeitlose Kleidung, nicht zu bunt, sehe ich eigentlich wenig.
    Will sagen, für mich muß die Kleidung nicht wirklich hipp sein.
    Aus dem Hipp-Alter bin ich irgendwie raus, ich bevorzuge heute eher feste Nahrung ;-)
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    schrieb am 10.05.2011 um 11:36
    na dann findest du auch was bei Ökomode, es gibt ja auch noch die klassische Ökomode und ich finde so hipp ist vieles auch wieder nicht, besonders bei grüne Erde und HessNatur aber auch Maas finde ich vieles zeitlos, das ist ja das schöne daran. Man kann es immer anziehen und zu allem kombinieren. Ich achte ja auch nicht auf Mode und ziehe an was mir gefällt. Ich habe da auch meinen ganz individuellen Stil :)
  • schrieb am 10.05.2011 um 23:54
    Das ist doch mal die Art Artikel, die ich bei Utopia lesen will. 100% Zustimmung - weniger kaufen, besser kaufen, länger überlegen, länger tragen! (Mal von der Baumwolle weg: Die Leinenlaken der Großeltern-Generation benutze ich noch heute, die aus Baumwolle halten keine 3 Jahre)
  • schrieb am 11.05.2011 um 19:17
    Ich finde die einfachen dunkelblauen T-Shirts zum Glück im Bio-Versand, ich brauche keine neueste Mode und trage die Sachen - alles Basics -, bis sie nicht mehr zu flicken sind. Den Anbieter, bei dem ich die "Kartoffelsäcke" erwarb, habe ich extra nicht genannt, weil ich finde, dass er schöne, schlichte Sachen und eine gute Auswahl hat, er mir sehr sympathisch ist und ich ihn nicht schlecht machen möchte. So ganz der falsche kann er jedoch nicht sein, sonst wäre er nicht in den vielen Kommentaren, in denen gute Anbieterbeispiele genannt werden, jedesmal namentlich dabei.
  • schrieb am 11.05.2011 um 21:41
    Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich kaufe seit Jahren ausschliesslich ökologische Mode,das geht tatsächlich und ohne Kartoffelsäcke. Mein Budget ist beschränkt deswegen heisst mein, -und ich denke dies wäre für die Allgemeinheit auch gültig,- Rezept: wenig kaufen, dafür gute ausgewählte Stücke die lange halten und vielseitig zu tragen sind. Wenn H&M wirklich etwas ändern wollten dann müssten sie neben der dringenden Erweiterung des Bio-Baumwollanteils weg von diesem superbilligen Ramsch der genau nur solange an einem Stück bleibt, bis seine Trendfarbe ausgewaschen und die nächste Farbe hipp wird. Wenn es das was ich möchte nicht in Bio gibt oder mir zu teuer ist dann warte ich eben.......... oder was dann auch super hilft und Spass macht: zu hause den Kleiderschrank ausräumen, alle Kleider neu sortieren und dabei entdecken was für schöne Stücke da rumliegen und hängen und endlich wieder mal getragen werden wollen.
  • schrieb am 09.06.2011 um 12:33
    Alles schön und gut- für Außenstehende. Ist man erstmal in dieser Branche, und kennt die Hintergründe, sieht die Bio-Cotton Welt ganz anders aus. H&M zum Bespiel macht auf Bio-Cotton und Recycling-Stoffe, dies allerdings zu einem hohen, ethischen Preis. Denn was bringt ein Bio-Cotton Stoff, wenn diese Kleidungsstücke zu über 90% in Bangladesch unter menschenunwürdigen Verhältnissen, und zu Gehältern bei denen sich einem die Haare sträuben hergestellt werden? Aber klar-alle wollen ihr Gewissen beruhigen, auf der Bio-Welle mitschwimmen, aber vergessen dabei, daß zu solchen Preisen Bio + Fashion nicht möglich ist.
    Ein weiterer schlimmer Faktor ist die Tatsache, daß beim Anbau von Bio Baumwolle auf Insektizide und Pestizide verzichtet wird. Klingt gut, ist es aber nicht in jedem Land. Denn, seit darauf verzichtet wird, erlebt die Tse-Tse Fliege eine Renaissance, und die Malaria Rate steigt drastisch an. Leider haben in vielen Dritt-und Viertwelt - Anbauländern die Menschen kein Geld, um die Prophylaxe zu bezahlen. Somit erkranken viel mehr Meschen an Malaria, nur damit der reiche Europäer sich in Bio Cotton kleiden kann. Ist es das wert?
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    schrieb am 09.06.2011 um 12:50
    "Ein weiterer schlimmer Faktor ist die Tatsache, daß beim Anbau von Bio Baumwolle auf Insektizide und Pestizide verzichtet wird. Klingt gut, ist es aber nicht in jedem Land. Denn, seit darauf verzichtet wird, erlebt die Tse-Tse Fliege eine Renaissance, und die Malaria Rate steigt drastisch an"
    Sorry...was hat das Problem der TseTse Fliege und Malaria mit Bio Baumwolle zu tun?
    Die Pestizide, mit denen Baumwolle behandelt wird, hat doch nichts zu tun mit den Pestiziden, die gegen Malaria ect. eingesetzt werden.
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    schrieb am 09.06.2011 um 13:23
    Die Insektizide, die gespritzt werden, dämpfen auch die Population der Tse-Tse Fliege (dem Überträger der Malaria) ein. Wird also auf Insektizide verzichtet, gibt es wieder mehr Fliegen.
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    schrieb am 09.06.2011 um 13:44
    @Rapunzelwurzel045:

    Die Tsetsefliege – in Afrika und nicht in Bangladesh heimisch – überträgt nicht Malaria, sondern die sog. Schlafkrankheit.
    Malaria wird hingegen durch die Anophelesmücke übertragen.
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    schrieb am 09.06.2011 um 13:58
    Danke YouMe für die Aufklärung.
    Das hatte ich ganz überlesen.

    Rapunzelwurzel, Bio-Baumwolle macht 1% des Baumwollanbaus aus.
    http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=10976;gartnr=90;bernr=10
    Selbst wenn Deine Aussagen richtig wären über die Pestizide, die auch gegen Tse Tse wirken, dann wäre das wohl kaum spürbar.
    Hast Du Zahlen für Deine These oder saugst Du Dir das aus den Fingern?
  • schrieb am 09.06.2011 um 13:57
    Ich habe ja auch nicht geschrieben, daß die Baumwolle in Bangladesch angebaut wird, sondern nur die Ware dort produziert wird.........
  • gelöscht am 24.07.2014 um 15:21 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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