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Ökosex – Kolumne

Bin ich ein grüner Fascho?

Martin Unfried meint: Wer ein harmloses Verbot von Kohlekraftwerken fordert, sieht sich schnell in der Fascho Ecke – dahinter stecken starke Gefühle.


Ich habe in der taz ein längeres Stück geschrieben zum Thema “Ordnungsrecht”. Kurz zusammengefasst, warb ich dafür in Sachen Klimaschutz und Energiewende künftig einfach mal ein paar Sachen gesetzlich zu regeln, nachdem die Hoffnungen auf ökonomische Instrumente – wie den Emissionshandel – verflogen sind. Beispielsweise denke ich, man sollte den Neubau von Kohlekraftwerken gesetzlich einschränken, oder strengere Standards entwickeln für den Einbau von fossilen Heizungsanlagen. Als Fahrradfahrer hatte ich ebenso ein paar deutliche gesetzliche Verbesserungen für den innerstädtischen Radverkehr gefordert.

Die online-Kommentare dazu waren erfrischend. Jemand schrieb, dass würde uns grünen Faschos so passen. Wir wollten ja nur alle regulieren, denen es besser gehe als uns selbst. Überhaupt sei ich ein Berufsversager. Dazu muss ich sagen, dass es mir eigentlich recht gut geht, und ich keinen Groll hege gegenüber Leuten, denen es noch besser geht. Ein anderer Leser wünschte mir viel Spaß in einer Welt voller Orwellscher Überwachung, in der man das Denken anderen überlässt und alles vorgeschrieben werde.

Hinter den heftigen Emotionen steckt ein interessantes Phänomen. Es ist der immer wiederkehrende “Ökodiktatur”-Vorwurf, der sich gegen staatliche Vorgaben richtet, die einem nicht in den Kram passen. Dabei gibt es verschiedene Niveaus dieser eher emotionalen als politischen  Haltung. Die erste ist nicht pauschal gerichtet gegen ökologische Politik, sondern speist sich aus einer tiefen Abneigung gegen nervige Ökos, die grüne Partei und ihre Köpfe und gegen grüne Weltverbesserung als Ganzes.

Diese Haltung ist gerichtet gegen tatsächliches oder nur behauptetes “moralisches” Nervensägen der grünen Bande und ihre angebliche Inkompetenz in Sachen Politikinstrumente. Tatsächlich waren natürlich einige Vertreter der Ökobewegung in ihren Anfängen unerträgliche Moralapostel. Das ist allerdings Geschichte. Interessanterweise begründen Vertreter ökologischer Politik heute eher ökonomisch oder politisch. Das Feindbild “grüner Tugendwächter” ist dagegen mehr als lebendig.

Einige Publizisten haben in diesem Genre eine schöne Nische und ein dankbares Publikum gefunden und schreiben Artikel und Bücher mit dem Motto “die große Ökolüge” oder “jetzt noch größere Ökoirrtümer”.

Hier wird berechtigte oder unberechtigte Kritik an einzelnen Instrumenten (Biotreibstoffe, EEG, Glühlampe, Umweltzone) verknüpft  mit dem generellen Idiotenvorwurf gegenüber Umweltpolitikern. Stefan Kreutzberger hat dazu ein schönes Buch geschrieben in der Tradition von Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Interessanterweise liegt diesen Autoren meistens die Umwelt sehr am Herzen, sie wollen aber unter keinen Umständen mit den jetzigen Protagonisten von Umweltbewegung und grüner Politik etwas zu tun haben.

Es gibt daneben eine Gruppe Intellektueller, die ein harmloses Glühlampenverbot als Zeichen der um sich greifenden allgemeinen Bevormundung sehen. Sozusagen als Kronzeuge der These des “Tugendstaates”. Autoren der Zeit haben eine Schwäche dafür. Jan Ross hat diesen Begriff schon vor Jahren herrlich zelebriert in einem Artikel mit dem Titel “Verschont uns!” Und zwar vor Ökostrom und Auto-Feindschaft. Durch grünes Hineinregieren in die Freiheit des Einzelnen drohe nämlich was ganz Schlimmes:  ein Gemeinwesen von hochmoderner, umweltverträglicher und moralisch vorbildlicher Spießigkeit. Harald Martenstein, der lustige Kolumnist der ZEIT, hatte im Januar seinen Austritt aus der EU erklärt, wegen des Verbots von Mentholzigaretten. Er wolle keinen Staat, der ihm solche Vorschriften mache.  Und erst vor wenigen Wochen hat die Schriftstellerin Thea Dorn in der ZEIT Tempolimit und Glühlampenverbot als Vorboten des schlimmen Fürsorgestaates gedeutet.

Da lachen ja die Hühner, möchte ich Thea Dorn zurufen. Empirisch ist die Zunahme des Tugendstaates relativ zweifelhaft. Immerhin hat der Staat vor nicht allzu langer Zeit noch ganz anders ins Private hinein regiert: Frauen durften keine Verträge ohne Einstimmung des Ehemannes abschließen. Gleichgeschlechtliche Liebe wurde mit Zuchthaus bestraft und an unverheiratete Paare durften bis 1969 keine Wohnungen vermietet werden. Tendenz zum Tugendstaat? Glühbirne? Wie ich letzte Woche in deutschen Zeitungen gelesen habe, sank der Anteil der Raucher in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf 12 Prozent im Jahr 2012. Lange lebe das Rauchverbot.

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Thema: Kolumne: Ökosex, Stand: 02.07.2013 von

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alle Kommentare (8)
  • schrieb am 15.07.2013 um 13:43
    Liegt Autoren, die anderen öko-faschistische Gedanken vorwerfen, oft selbst die Umwelt sehr am Herzen, haben sie auch berechtigte Kritiken an politischem Unfug, der mit Verweis auf scheinbar unweltfreundliche oder umweltfschädliche Wirkungen herbei geführt wurde. Diese wollen folglich unter keinen Umständen mit den jetzigen Protagonisten (Haupt-Vertretern) von Umweltbewegung und grüner Politik etwas zu tun haben.

    Natürlich kann, wer will, und sich die Mühe macht, auch die Autoren verstehen, die (um am oben genannten Beispiel zu bleiben) ein sinnloses Glühlampenverbot als Zeichen der um sich greifenden allgemeinen Bevormundung sehen.

    Stecken doch da gleich mehrere Bedürfnisse[1] dahinter.

    1. Das Bedürfnis (auch) gehört, beachtet vielleicht sogar gefragt zu werden, die rechtlich zugesagte "Selbstbestimmung" und "Mittbestimmung" auch zu spüren.
    und
    2. Das Bedürfnis sich äußern zu dürfen, wenn das Bedürfnis nicht erfüllt ist.
    und
    3. Das Bedürfnis auf Gefahren durch Fehl-Orientierung (Manipulation) aufmerksam zu machen um Schaden von sich (und anderen) abzuwenden.
    und ...? (wenn Du empatisch bist fällt Dir sicher noch etwas ein)

    * Auch technisch ist das Verbot von Glühlampen insofern sinnlos, da die Herstellung einer Glühlampe mit Sicherheit weniger Aufwand bedeutet, als die Herstellung anderer Leuchtmittel, also der ökologische Fußabdruck,... auch beim Recyceln... Aber das will ich hier nicht länger ausführen.

    * Das Verbot von Glühlampen ist auch insofern sinnlos, da in der Jahreszeit, wo es länger dunkel ist, es oft auch kälter ist und so die "Neben-Leistung" "Wärme-Strahlung" da auch einen Nutzen bringt (Lagerräume können so frostfrei gehalten werden und dennoch erhellt sein). ...Aber das will ich hier nicht länger ausführen.

    Irgendwie schaffen (wir?) es immer wieder, uns gegenseiteig fertig zu machen, statt gemeinsam nach sinnvollen, zielführenden[2], freundliche/re/n[3] Lösungen, Wegen, Organisations~[4], Kommunikations~[5], Enstscheidungsfindungsmodellen[6],.., den hinter den Worten liegenden Informationen, Bedürfnissen[1], Wünschen[8], Werten[8], Modellen[8],.. zu suchen.

    [1] Grund-Bedürfnisse > http://de.wikipedia.org/wiki/Bed%C3%BCrfnis#Dringlichkeit
    [2] Was sind Ziele unseres Agierens? (Herrschafts-Erhalt / Gemeinwohl [7] / nachhaltiger flächendeckender Gesundheits-Erhalt...? ☺)
    [3] Was erzeugt Freundliche Armosphäre? Wohlwollen, enander verstehen wollen,...
    [4] Hirarchien flach oder groß, am Vermögen, an Leistung, Wissen/Erfahrungen orientiert?
    [5] konstruktiv, parallel, quer, vereinend, spaltend, hinterfragend, wohlwollend,...
    [6] es gibt verschiedene Konsens-Bildende-Modelle, die wenig anschließenden Aufwandes (zu deren Einhaltung, Realisierung, Überwachung, Zwangsdurchsetzung) bedürfen, aber vielleicht bin ich da auch zu naiv
    [7] Gemeinwohl-Ökonomie > http://youtube.com/watch?v=iWL6natINvM&list=PL5FBB925271DEF143 + Seite: http://gemeinwohl-oekonomie.org/de
    + Konzept-Download: http://christian-felber.at/schaetze/gemeinwohl.pdf
    [8] Wünsche, Werte, Modelle,.. wären allerdings mal zu hinterfragen, wie ausgeglichen sie gegenüber denen der Anderen sind. mehr weniger
  • schrieb am 05.07.2013 um 00:10
    Netter Einwurf. Ich denke, an solche Artikel, wenn jemand die klugen Köpfe sucht, die der FDP abhanden gekommen sind. An ihrer Argumentation sollt ihr sie erkennen und anscheinend sitzen sie mit ihrem Lifestilegeseiere bei der Zeit. Wie tief ist diese Zeitung doch gesunken...nicht in der politischen Ausrichtung, aber im Niveau. Demnächst trauert dort noch jemand um das Billigbier von Aldi und beschwört spießige Zeiten herauf, weil er nicht mehr mit 100 durch die geschlossene Ortschaft fahren darf. Ich frag mich auf welchem Planeten die Herrschaften leben und was sie mit solch geistig zweidimensionalem bewirken wollen? Der anderen vier Buchstabenzeitung Leser weg nehmen? Natürlich ist das Erfolgsrezept dieses anderen Blattes einmalig um die Verkaufszahlen hoch zu puschen. Jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf treiben bis sie erschöpft stirbt und ansonsten sich nirgendwo festlegen. Das schafft einen breiten Leserstamm, aber Qualitätsjournalismus ist das nicht. Schließlich kann man da immer politisch opportune Hetzkampagnen zwischenschalten und die wirken! Wie sehr muss sich ein Blatt wie die Zeit danach sehen zu wirken, wenn sie sich solch ein Konzept aneignet. Eine Wochenzeitung, in der eigentlich wirklich Durchdachtes drin stehen könnte...
    Den Niedergang der Presse, der so oft beschworen wird, beschreit die Zeit mit solchen Artikeln nicht nur, sie schafft ihn auch eigenhändig. Wenn ich mir vorstelle, dass ich sie lange gelesen habe weil sie zumindest klar und gut recherchiert berichtet hat. Und jetzt sowas. mehr weniger
  • schrieb am 04.07.2013 um 18:40
    Kommentare zu Zeitungsartikeln, ob online oder per Leserbrief, sind Ausdruck uns zu positionieren, Meinungen zu stärken oder Gegenmeinungen ins Spiel zu bringen, was oft Scheindebatten auslöst um Nebensächlichkeiten. Selten geht es um objektive Fakten, eher spornt die Symbolkraft des Diskussionsgegenstandes die Phantasie der Leser an und man schwadroniert.

    Je mehr der Staat sich ökologischer Themen annimmt und regulierend eingreift, ob aus Eigeninitiative einer Regierung oder auf Druck der Opposition, umso eher dürfte für den Bürger der Eindruck von Ökodiktatur entstehen.

    Wie soll man umgekehrt die früher praktizierte Ressourcenpolitik nennen, die weder ökologische Nachhaltigkeit noch einen sozialen Ausgleich in den Verteilungsfragen bzw. ökonomische Weitsicht im Sinn hatte ? Etwa Wirtschaftsdiktatur ? Wäre "Steuerdiktatur" der passendere Ausdruck, zumal es einem Staat v.a. darum geht, Steuereinnahmen zu maximieren ? Demnach wäre grüne Politik aufgrund der Nachfrage oder der Umstände die beste Methode, das Steuerdiktat zu erfüllen. Den Begriff "Wiederwahldiktatur" stelle ich mal dem Leser anheim.

    Symbole sollte man keinesfalls unterschätzen. Manche EU-Erfindungen scheinen Stückwerk, treiben seltsame Blüten, provozieren den EU-Bürger oder finden gar keinen Eingang in die Wahrnehmung, geschweige den Sprachgebrauch. Selbst Stufenpläne, bspw. bei der Glühbirnenverordnung oder den CO2-Grenzwerten bei KFZ-Neufahrzeugen, überfordern die Anpassungsfähigkeit vieler Konsumenten. Schnelle Umsetzung für politische Erfolge auf der einen Seite (bzw. Verhinderung durch die Interessengruppen), Kosten und Wertverluste auf der Seite der Bürger resp. Konsumenten. Die produzierende Industrie benötigt i.d.R. noch frühzeitigere wie verbindlichere Bekanntgaben von neuen und erwartbaren Rahmenbedingungen. Weil es um Gewinne geht, anders als in der Gemeinwohlökonomie.

    Grüne Politik erlebt m.M. mit dem Ökodiktatur Vorwurf eine Bestätigung, dass sie, gelinde gesagt, endlich Respekt bei der Bevölkerung verdient hat durch reale oder wahrgenommene Umsetzung von Machtansprüchen.

    Einen Tugendstaat kann ich dennoch weit und breit nicht erkennen, die Nachrichten in meinem Kurzzeitgedächtnis sind beherrscht von Küngelei bei Abgeordneten, chaotischen Großprojekten und viel politischem Gezänk in nahezu allen Sachfragen. Ein Tugendstaat müsste von oben her Vorbilder hergeben, die eine politische Kultur begründen, auf dieserart tugendhafte Weise dem Bürger das Ohr zuwenden und politische Ziele über die Wahlperioden hinweg verargumentiert wie gestaltet.

    Diktatur geht anders. Öko geht anders. Formen des Faschismus drohen uns meines Erachtens überall dort, wo ein Kommunitarismus verhindert wird bzw. scheitert, abhängig vom Gedächtnis der Generationen. Die Vermittlung von Herrschaftsansprüchen scheint mir im Zeitalter der digitalen Kommunikation von zentraler Bedeutung zu werden, Formen der Mitbestimmung deshalb unausweichlich.

    Die totale Freiheit von jeglicher Verpflichtung, als Mensch, als Bürger, als Konsument, muss ein Wunschtraum bleiben in einer globalisierten Welt, die enger wird, die schneller kommuniziert, in der die Grenzen durch die Freiheit der Anderen spürbarer wird. Man mag diese Entwicklung durch Positionierung (wieder am Anfang angekommen) dramatisieren, das löst dieses Dilemma nicht auf, es führt vielleicht eher zu psychologischen Barrieren. Welche man nun sprachlich in Schlag- oder Schimpfworte fasst oder lediglich die emotionalen Strukturen in Richtung Unübersichtlichkeit einer objektiven Gegenwartsanalyse vorantreibt. Was den Widerwillen vieler gg. Öko-Themen erklären könnte.

    Entscheidend wird die Gesamtheit sein, die Masse an Bürgern, die sich - im Themenfeld Ökologie - als Wähler für mehr Gewicht grüner Zielsetzungen entscheiden oder als Konsumenten die Wirtschaftsprozesse umsteuern hin zu einem nachhaltigen Lebensstil.

    Die Statistiken in diesem Sektor heranzuziehen, halte ich für eine ausgezeichnete Methode, weil Zahlen den Verantwortlichen in den Steuergremien noch den stärksten Eindruck an Objektivität vermitteln. Doch Zahlen trügen dort, wo Trends entstehen, in einer breite Bevölkerung positives Interesse begründet, ähnlich wie bei Produktinnovationen könnten solche Trends selten hinsichtlich ihrer "starken Phasen" vorausgesagt werden. Globale Trends sind unabhängig von lokalen Ausformungen zu sehen, wir mögen in Deutschland vorne dran sein, am Puls der Weltzeit direkt am Glasfasernetz horchen (Prism, ick hör dir trapsen), aber ich traue weniger entwickelten Staaten und v.a. anderen Kulturen zu, die weitere Zukunft unseres Planeten viel stärker zu prägen als wir es mit unserer technischen oder politischen Kultur je könnten.

    Kinder und Frauen an die Macht statt Ökos an die Macht ? Immer noch besser als machtgeile Männer in Form des Berufspolitikers an die Macht. So, zumindest eine Pauschalisierung habe ich noch untergebracht. Sonst antwortet ja niemand. ;-) mehr weniger
  • schrieb am 04.07.2013 um 17:59
    Tatsächlich hat auch schon mal ganz öffentlich und ohne - meines Wissens - jemals es zurückzunehmen oder von Fraktionskolleginnen/-en dazu aufgefordert worden zu sein, der damals hochrangige CSU Politiker Michael Glos dem bündnisgrünen Politiker Jürgen Trittin "Ökostalinismus" * vorgeworfen (* was auch als eine Variante von "Ökofaschismus" zählen kann), konkret als es um europaweit schärfere Grenzwerte für Kfz Emissionen ging, soweit ich mich erinnere.

    Das Thema ist aber m.E. auch in anderer ernstzunehmender Weise relevant.

    Etwa wenn Autoren wie O. Bruker als "Ernährungspäpste" gehandelt werden,
    und ihre politisch "rechtsextreme" Gesinnungen dabei vergessen, verschwiegen oder verharmlost werden.

    Vgl. dazu auch die Besprechung eines Buches: "Ökologie von Rechts" (versch. Autorinnen/-en)
    https://utopia.de/0/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/oekologie-von-rechts-203873
    und einer Schriftenreihe "Braune Ökologen" (Heinrich Böll Stiftung)
    https://utopia.de/0/gruppen/gegen-nazis-281/diskussion/schriftenreihe-braune-oekologen-199439?page=1

    Wie weit jmd dazu gehört oder nicht, ist sicher graduell (mehr oder weniger).
    Manchmal ist es schlichtweg schlecht informiert zu sein etwa über einen Autor und seine Gesinnung(en)
    etwa wenn er ein paar Ansichten vertritt, die eine/r "richtig" findet und die viell nicht "per se"
    schon notwendigerweise "rechte" Ansichten implizieren.

    Die Fehleinschätzung mancher Autoren wird zuweilen auch dadurch gefördert,
    dass in Neuauflagen von BÜchern diverse Passagen herausgenommen sind,
    so beispielsweise in späteren AUflagen von BÜchern des
    Biologen Konrad Lorenz (ein aktiver Anhänger des Nationalsozialismus,
    der, unter anderem, Krieg als eine Art von befürwortenswerter Auslese-Verfahren
    sowie ein befürwortenswertes Mittel gegen Bevölkerungswachstum beschönigt hat)
    - um nur 1 Bsp. zu nennen. Seine Ansichten über die Prägung von Federvieh sind davon natürlich nicht direkt betroffen
    und so kommt es, dass er bis heute in Biologiebüchern auch eher wg Letztgenannter Erkenntnisse zitiert wird
    (andere seiner biol. Theorien sind allerdings heute auch sehr infrgegestellt, z.B. bzw. Aggression,
    zumindest menschliches aggressives Verhalten ist nur extrem unzureichend als "Triebhandlung" im Lorenzschen Sinn erklärbar) mehr weniger
  • schrieb am 04.07.2013 um 16:47
    Wo bleibt sie denn, die immer wieder beschworene Ökodikdatur? Ich warte schon lange darauf :-))
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