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Gewinnen: "Food Crash" – bio oder gar nicht

„Bio? Als Luxus für Reiche ist das ja ganz nett. Aber jetzt wird’s ernst. Fast sieben Milliarden Menschen müssen ernährt werden, und es werden ständig mehr. Jetzt muss industriell produziert werden: mit Pestiziden, Kunstdünger, Gentechnik!“ Diese These klingt doch nach gesundem Menschenverstand! Aber ist sie wirklich zutreffend? Oder gehen wir damit der Agrarindustrie auf den Leim, für die der Hunger in der Welt die Grundlage für ein florierendes Geschäft mit Pestiziden, Düngemitteln und Gentechnik-Saatgut ist?


In seinem Buch FOOD Crash macht der international angesehene Fachmann für Ökolandbau Felix zu Löwenstein verständlich, dass eine industrielle Landwirtschaft, die auf der Übernutzung von Ressourcen aufbaut, kein Weg zur Lösung, sondern eine Sackgasse ist. Und dass nicht die mangelnde Produktionssteigerung, sondern der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln, die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie mangelnde Gerechtigkeit zum Zusammenbruch des globalen Ernährungssystems führen. Mit seiner zugespitzten These »Wir werden uns entweder ökologisch ernähren oder gar nicht mehr« betreibt Löwenstein keine apokalyptische Schwarzmalerei. Vielmehr zeigt er an spannend und lebendig erzählten Beispielen, wie es im Einklang mit der Natur – und damit nachhaltig – gelingen kann, die Ernährungsgrundlage der Menschheit zu sichern. Und er beschreibt, welche Hebel politischen und privaten Handelns dafür in Bewegung gesetzt werden müssen.

"Food Crash – Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr" von Felix von Löwenstein ist im Pattloch Verlag erschienen und kostet 19,99 Euro (D) bzw. als eBook 17,99 Euro.

Utopia verlost zehn Exemplare von "Food Crash". Um an der Verlosung teilzunehmen, schreiben Sie uns einfach bis zum 26. September 2011 in einem Kommentar unter diesem Artikel, was Ihnen spontan zu der These von Felix zu Löwenstein, nur in Bio läge eine Zukunft, einfällt.

Viel Glück!

 

>>Lesen Sie auf Seite 2 ein Interview mit Felix zu Löwenstein<<

 

Seite 1 / 2
Thema: Bio, Stand: 13.09.2011 von

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alle Kommentare (160)
  • schrieb am 10.04.2012 um 11:10
    Erst muss es "klick" machen und damit es "klick" macht muss es "weh tun" und damit es "weh tut" muss wieder einmal erst eine ernsthafte Katastrophe passieren. So ist´s nunmal. Der gute Herr Felix zu Löwenstein hat schon recht.
  • schrieb am 19.01.2012 um 15:34
    Eine lesenswerte Buchbesprechung: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1562584/

    Der Text:

    Biolandwirtschaft ist nur etwas für reiche Staaten, die Armen der Welt kann sie nicht ernähren - diese Einstellung ist weit verbreitet. Ein Vorurteil, das der Vorsitzende des Bundes ökologischer Lebensmittel, Felix zu Löwenstein, ohne Polemik auf über 300 Seiten detailliert, sachkundig und gut verständlich widerlegt.

    Für ihn stimmt eher das Gegenteil: Die industrialisierte Landwirtschaft ist ein Auslaufmodell, dass sich die Welt zukünftig nicht mehr leisten kann. Sie hängt am Tropf des billigen Erdöls, stößt enorme Mengen klimarelevanter Gasen aus. Pestizide und Kunstdünger belasten das Grundwasser, verschmutzen Flüsse und Meere, bedrohen die Artenvielfalt. Zudem führt ihr Einsatz auf lange Sicht zur Verarmung der Böden.

    All diese Probleme, so der studierte Agrarwissenschaftler, kennt der ökologische Landbau nicht. Er fördert Bodenfruchtbarkeit, schützt das Klima, erhält Biodiversität. Um die Welt zu ernähren, muss er allerdings intensiviert werden und das geht nur, wenn er sich an die örtlichen Bedingungen anpasst. Die europäischen Ökolandbauregeln auf die Entwicklungsländer zu übertragen, wäre fatal. Vielmehr gilt es die jahrhundertealten Erfahrungen der Bauern vor Ort sinnvoll für eine ökologische Intensivierung zu nutzen.

    Was darunter zu verstehen ist, macht Löwenstein an Beispielen aus mehreren Entwicklungsländern deutlich. So haben sich zum Beispiel auf den Philippinen inzwischen über eine Million Reisbauern der Masipag-Bewegung angeschlossen, die gemeinsam mit Hochschulforschern alte Reissorten sammelt, sichtet, weiterzüchtet und dabei auch ohne Pestizid- und Kunstdüngereinsatz höhere Erträge erzielt als die Hochertragssorten der "Grünen Revolution".

    Die von Löwenstein geforderte ökologische Intensivierung bedarf allerdings einer Menge Forschung, um ertragreichere und widerstandsfähigere Pflanzen zu züchten, die ohne Pflanzenschutzmittel auskommen. Hier ist der Staat gefragt, denn private Unternehmen haben daran wenig Interesse: Es gibt zu wenig zu verdienen.

    Doch bei allen Verbesserungen wird der Ökolandbau die Welt nicht ernähren können, solange noch 40 Prozent aller Nahrungsmittel mangels vernünftiger Speicher und Transportmöglichkeiten in den Entwicklungsländern verrotten. Der Autor beklagt zudem, dass in Europa und Nordamerika rund 50 Prozent aller Lebensmittel im Müll landen. Unsere Nachfrage nach Getreide auf dem Weltmarkt führt zu so hohen Preisen, dass die Hungrigen es nicht mehr bezahlen können.

    Zu Löwenstein lässt keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass unser westlicher Lebensstil keine Zukunft hat. Millionen Hektar Ackerland in der 3. Welt dienen allein dem Anbau von Futtermittel für unser Vieh. Die fehlen für die Speisung der Armen. Wollten alle so viel Fleisch essen wie wir, bräuchte man dafür eine zweite Erde. Der Biolandwirt fordert, dass die Fleischpreise zukünftig die "ökologische Wahrheit" sprechen, das heißt, die versteckten Kosten der Umwelt- und Klimazerstörung mit enthalten. Das Fleisch würde teurer, der Konsum zurückgehen.

    "Food Crash" ist ein beeindruckendes und überzeugendes Plädoyer für eine ökologische Landwirtschaft.

    Besprochen von Johannes Kaiser mehr weniger
  • schrieb am 22.11.2011 um 10:56
    Utopia verlost zehn Exemplare von "Food Crash". Um an der Verlosung teilzunehmen, schreiben Sie uns einfach bis zum 26. September 2011 in einem Kommentar unter diesem Artikel, was Ihnen spontan zu der These von Felix zu Löwenstein, nur in Bio läge eine Zukunft, einfällt.

    -Wir sind, leben mit und von natur-

    Freundliche Grüsse
    Wolfgang Gerber
    Pflegefachmann/Gesundheitsberater
    Spitalstrasse 15
    8902 Urdorf
    Tel. : Fest +41 43 817 32 77
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    Mail: wolfgang.helmut.gerber@googlemail.com
    -Strahlende Gesundheit-
    -Sonnenkraft- mehr weniger
  • schrieb am 05.10.2011 um 23:26
    wir deutschen geben so wenig geld für unsere ernährung aus, wie kaum ein anderes volk.
    man hat kaum noch einen überblick darüber woher das lebensmittel, das man in der hand hält, das einen nähren soll, kraft spenden für den tag (für den geist) tatsächlich kommt und wie es zu dem wurde, was es ist.
    oftmals gehen wir mit unseren lebensmitteln respektlos um.
    mit biologischen lebensmitteln steigt schon die wertschätzung für das nahrungsmittel an sich. das bewusstsein sollten wir wieder erlernen, dass das essen ein grundbedürfnis ist - kein lästiges übel.
    essen kann so viel vergnügen bereiten, wenn man weiß worauf man achten muss!
    essen kann die welt verbessern - vorausgesetzt man ist sich dessen bewusst und ändert sein konsumverhalten! - das ist deutlich wichtiger, als alle 4 jahre ein paar lumpige kreuze auf einem papierzettel zu machen! wir entscheiden uns tagtäglich aufs neue! mehr weniger
  • schrieb am 30.09.2011 um 11:42
    Hallo Dude,

    is okay so.Du hast Recht. Wie alle anderen auch. Sorry für die Wortwahl, aber ich kann so einen Fatalismus nicht mehr verstehen. Du hast Recht. Ganz klar. Oder mit den Beispielen oder wie auch immer. Ist okay so. Macht alle das was ihr für richtig haltet. Ich weiss gar nichts. Wer auch immer was weiss, sollte man fragen. mehr weniger
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