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Schmutzige Straßen und gute Vorsätze

Das Silvester-Paradox

An Silvester nimmt der Mensch sich viele gute Dinge vor für das nächste Jahr – und betrinkt sich hemmungslos und verschmutzt die Umwelt mit Feuerwerk. Niemand ist perfekt, im Grunde wird man erst durch Widersprüche sympathisch. Aber Neujahr feiern geht auch weniger sinnlos schädlich.


Einmal im Jahr, da kann man doch ein Auge zudrücken. Gut essen, besser trinken und endlich wieder so richtig feiern. Die Sau raus lassen. Die Umwelt wird es einem schon verzeihen, dass man dieses eine Mal die Vernunft im Champagner ersäuft und sich, bewaffnet mit einem ordentlichen Rausch, Feierlaune, Feuerwerk und guten Vorsätzen, in den Jahreswechsel stürzt.

An Silvester entfaltet der Mensch sein volles Potential zum Widerspruch. Durch ihren/seinen volltrunkenen Kopf und rauchige Schwarzpulverwolken irrlichtert sie/er zum bestmöglichen Vorhaben für das neue Jahr. Keine Zigaretten mehr, ab jetzt Vegetarier, nur noch Mitfahrgelegenheiten, weniger trinken und öfter mal treu bleiben. Nur noch schnell jetzt den Schampus leer machen und die Böller zünden, dann kommt das Zwölf-Uhr-Läuten und eine bessere Zukunft. Während man also versucht, sich selbst auf  einen maximal positiven Weg für die nächsten 356 Tage zu bringen, begeht man nebenbei so unnötige Sünden an der eigenen Gesundheit und seiner Umwelt wie sonst nie. Oder kämen Sie an irgend einem anderen Tag im Jahr auf die Idee, sich bis an den Rand der Besinnung zu saufen, Sprengsätze durch die Gegend zu werfen und die Sauerei dann auch noch nicht aufzuräumen?

Wer die Menschen nicht kennt, der könnte daran glatt verzweifeln. Doch die Veranlagung zum Selbstbetrug liegt uns nun einmal tief im Blut. Fast genau so tief wie der Unwillen, sich zu einer Einsicht zwingen zu lassen. Darum wollen wir Ihnen auch nicht vorschreiben, wie Sie Ihr Silvester zu feiern haben. Aber ein paar Alternativen möchten wir Ihnen doch gerne mit einem Utopia-Klassiker mit auf den Rutsch ins neue Jahr geben:

Thema: Klima- und Umweltschutz, Stand: 25.12.2013 von
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