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Douglas auf dem Prüfstand

Nachhaltigkeit für die Nase?

Kann ein Parfum nachhaltig produziert sein? Wir fragen, warum nicht? Passend zur Weihnachtszeit hat Utopia die Parfümeriekette Douglas auf den Prüfstand gestellt.


Von Volker Eidems

Im Mainstream-Luxus steht das Thema Nachhaltigkeit nicht an erster Stelle, das würde wohl kaum jemand erwarten. Die Parfümeriekette Douglas legt Wert darauf, dass das Thema einen hohen Stellenwert im Unternehmen einnimmt. Als Händler mit nur wenigen Eigenmarken ist das Unternehmen natürlich nicht für alle von ihm vertriebenen Artikel verantwortlich. Wie aber vermarktet Douglas Lifestyle, wie nimmt man die Modezielgruppe LoHaS in den Blick? Und welche Stellschrauben gibt es, an denen Douglas drehen könnte, um sein Profil in Richtung Nachhaltigkeit zu verbessern? Seine internationalen Geschäftsbeziehungen etwa wickelt Douglas nach einem hauseigenen Lieferantenkodex ab, der auf der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und den Konventionen der International Labour Organization (ILO) basiert.

Soviele Lampen – wieviele sparen Energie?
Die Douglas-Filialen sind wahre Lichttempel, das Gefühl wie ein Star im Rampenlicht zu stehen, scheint dem Bedürfnis der Kunden zu entsprechen. Michael Rotermund, Pressesprecher der Parfümerie Douglas GmbH, erklärt dazu: „Douglas hat schon vor einiger Zeit damit begonnen, bei Neueröffnungen, Filialumbauten oder im Rahmen turnusmäßiger Wartungen die Leuchtmittel in den Parfümerien auf Energiesparlampen und LED-Technologie umzustellen und damit den Energieverbrauch in vielen Parfümerien senken können.“ Die mögliche Einsparung gibt Rotermund mit 50 Prozent an, weist aber darauf hin, dass die Filialen „sehr individuell auf die jeweilige räumliche Situation ausgerichtet sind. [...] Die Anwendung energiesparender Leuchtmittel kann natürlich nur unter Berücksichtigung der Warenpräsentation stattfinden, da z.B. die Farben von Make-up-Produkten vom Kunden unbeeinträchtigt wahrgenommen werden sollen.“ Douglas habe zudem bereits seit Jahren in allen Filialen „¼-Stunde-Leistungsmessungen („Cockpits“) eingeführt, um Spitzenlastwerte zu erkennen und abzustellen“, sagt Rotermund.

„Wärme im Geschäft und Kälte außen vor lassen“
Den Energieverbrauch hatte auch das Greenpeace Magazin im Visier, als es im Frühjahr die „Politik der offenen Türen“ des Unternehmens kritisierte. Michael Krings, CSR-(Corporate Social Responsibility) Beauftragter, hatte die für Douglas-Filialen auch im Winter gültige Vorschrift mit der Philosophie des Hauses begründet, sie stelle eine Einladung an die Kunden dar. Obwohl große Mengen Energie zur Türe hinausgeheizt werden, klappe man bei Douglas allenfalls bei großer Kälte einzelne Türflügel zu, eine „vollständige Schließung erlaubt die Technik an vielen Stellen nicht“, hatte Krings ergänzt. Rotermund wehrt sich gegen diese Darstellung: „Der Greenpeace-Artikel [...] steht nicht für die Gesamtheit der Douglas-Parfümerien. Ein großer Teil der Douglas-Parfümerien befindet sich in (geschlossenen) Shopping-Centern und für diese Geschäfte stellt sich die Problematik überhaupt nicht. Ein weiterer Teil der innerstädtischen Parfümerien hat sehr wohl die Möglichkeit, bei entsprechenden Temperaturen Türen zu schließen oder durch effiziente Luftschleiertechnologie die Wärme im Geschäft und die Kälte außen vor zu lassen und macht davon Gebrauch. Bei den anderen Parfümerien [...] wird intensiv daran gearbeitet, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um hier Abhilfe zu bereiten. “

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Thema: Unternehmen, Stand: 21.12.2009 von
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