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Auflagen aus Brüssel

EU-Pflock gegen Stromvampire

Immer wieder wurden die Elektrogeräte-Hersteller aufgefordert, energieeffizientere externe Netzteile anzubieten. Passiert ist bislang wenig. Die Quittung kommt von der EU: Ab Sommer 2010 gelten strengere Auflagen für die energieschleudernden Stromumwandler. Dadurch könnte jährlich der Strombedarf eingespart werden, den etwa ein kleiner Staat wie Litauen benötigt.


Noch immer hat es sich nicht weit genug herum gesprochen, dass Netzteile Strom verbrauchen, sobald Sie in der Steckdose stecken. Ganz unabhängig davon, ob sie ein Elektrogerät mit Strom beliefern oder nicht. Das kann jeder leicht überprüfen, indem er das Netzteil mit der Hand berührt. Die Wärme ist nichts anderes als nutzlos in Hitze umgewandelter Strom. Durch diesen für viele unbewussten Stromverbrauch hat ein Durchschnittshaushalt nach Berechnungen des Öko-Instituts Freiburg einen Mehrverbrauch von etwa 500 Kilowattstunden im Jahr. Das sind rund 100 aus dem Fenster geworfene Euros – und eine vollkommen unnötige Zusatzbelastung des Klimas um 330 Kilogramm CO2. Einzige Gegenmaßnahme: Stecker ziehen, und zwar kompromisslos. Erleichtert wird das Ausschalten mehrerer Geräte durch Steckerleisten mit Schaltknopf, die es mittlerweile für kleines Geld an jeder Ecke gibt.


In die Pflicht genommen wird jetzt endlich die Industrie. Nach Informationen von “Spiegel Online“ soll durch die neue EU-Verordnung bis zum Jahr 2020 der Energieverbrauch um fast ein Drittel gesenkt werden. Die Verordnung werde in allen EU-Mitgliedstaaten unmittelbar gelten, müsse also nicht mehr umständlich in nationales Recht umgesetzt werden.


Teurer werden die neuen Netzteil-Modelle den Angaben zufolge aber nicht, wenn die verschärften Vorschriften schrittweise ab Frühsommer 2010 in Kraft treten. Eine Stromspar-Steckerleiste ist aber auch dann sinnvoll. Spiegel Online +++

 

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Thema: Energiesparen, Stand: 08.04.2009 von

Kommentare (1)   Kommentare abonnieren

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  • schrieb am 08.04.2009 um 09:46
    So macht die Union Sinn. Einer globalen Wirtschaft müssen auch globale Rahmengeber gegenüberstehen.

    Endlich macht die EU Schluss mit diesen unerträglich Ineffizienzen, mit denen vollkommen sinnentleert die wertvolle elektrische Energie verbrannt wird.

    Auch wenn der Konsument mit einem "wird nicht teurer" besänftigt wird, dann wird das wohl so gemeint sein, dass der Aufpreis im Einkauf durch die Effizienz während des Betriebs mehr als aufgewogen wird. Das ist ja das Problem: die unter Preisdruck stehenden Konzerne wollen (oder müssen sogar) die Netzteile möglichst billig (und damit im Leerlauf ineffizient) bauen, weil der Konsument im Laden nur den Preiszettel, nicht aber die Betriebskosten direkt sieht.

    Danke, weiter so!! mehr weniger
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