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Der Gen-Food-Wahnsinn

Wie gefährlich sind gentechnisch veränderte Organismen wirklich? Wie mächtig sind Monsanto & Co.? Und welche Rolle spielen die Verbraucher in der Gentechnik-Debatte? Die Dokumentation "Der Gen-Food-Wahnsinn" stellt die aktuellen Erkenntnisse über die Gentechnik-Branche in den USA vor.


Anders als in Europa sind in den USA und Kanada genetisch veränderte Lebensmittel weit verbreitet. Für viele Menschen sind genveränderter Mais, Soja, Raps und Zucker normale Bestandteile ihrer Ernährung. Eine klare Kennzeichnungspflicht gibt es bisher nicht. Daher sind die Erkenntnisse der Doku nur bedingt auf Europa übertragbar. Doch einige Probleme der Gentechnik betreffen uns genauso, etwa der Mangel an Sicherheitsprüfungen und belastbaren Studien zu genveränderten Nahrungsmitteln. Im Originaltitel bezeichnet der Filmemacher und Aktivist Jeffrey M. Smith das gefährliche Spiel als "Genetic Roulette".

Gefahren, Mythen, Verbrauchermacht

Langzeitstudien zu gesundheitlichen Auswirkungen von Gen-Food existieren bisher nicht. Die Dokumentation schafft es jedoch, einen überzeugenden Zusammenhang zwischen dem Konsum von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und verschiedenen Krankheiten herzustellen. Demnach haben in den USA schwere Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Asthma sowie Allergien und Unfruchtbarkeit in dem Maße zugenommen in dem sich Gen-Produkte durchsetzten. Auch Nutztieren scheint ihr genmanipuliertes Futter nicht gut zu bekommen: Der Film dokumentiert auch hier einen Anstieg an Krankheiten, Unfruchtbarkeit und Todesfällen.

Die Doku entkräftet einige der Mythen, mit denen die Agrarkonzerne für Gentechnik werben und deckt nebenbei auf, wie massiv Monsanto auf Wissenschaft und Politik Einfluss nimmt. Die These: Die profitorientierten Biotech-Konzerne wollen über die Schwächen der Technologie hinwegtäuschen und versuchen uns mit dem Märchen von der Ernährung der Weltbevölkerung einzulullen. "Die Welt kann sich selbst ernähren!" ist nicht nur eine wichtige Aussage des Films, sondern zugleich eine Kriegserklärung an Monsanto & Co. Dazu passen auch die Empfehlungen, wie die Verbraucher Gen-Food vermeiden können und der klare Aufruf zum Boykott von genveränderten Nahrungsmitteln.

Das Fazit macht Mut: Durch verantwortungsvolle Konsumentscheidungen können wir die Gentechnik-Branche in ihre Schranken verweisen und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion stärken. Das gilt hierzulande genauso wie in Nordamerika.

Trailer: Der Gen-Food-Wahnsinn


Mehr zum Film auf: www.tiberiusfilm.de

Thema: Bio, Stand: 05.03.2014 von

Kommentare (159)   Kommentare abonnieren

alle Kommentare (159)
  • schrieb am 20.03.2014 um 21:09
    also ich bin gegen jede form gentechnisch veränderter lebensmittel - gegen jede - aber dieser film ist ein wirklich schlimmes machwerk und es lohnt sich nicht in anzuschauen. da gibt es wirklich besseres und informativeres material gegen gentechnik. absolut tendentiös, einseitig und emotional aufbauschend....gruselig. mehr weniger
  • schrieb am 19.03.2014 um 14:14
    ein wahl - tipp für die EU wahl:

    mensch - tier - umwelt - partei

    danke !!!
  • schrieb am 18.03.2014 um 23:36
    > in der man Biodiversität zerstört und Nahrungspflanzen zum Patent von Unternehmen werden!

    es sind nicht nur Pflanzen. Es sind auch Versuche gemacht worden, gentech. Tiere patentieren zu lassen. Im Prinzip lassen sich alle gentech Erfindungen entweder von der Seite der Land- und Forstwirtschaft oder von der Seite der Medizin patentieren.

    Wir sind auf die Frage eines Patents von gentech Embryonen - weltweit - nicht vorbereitet. Nach der derzeitige Lage gibt es wohl keinen weltweiten Ausschluß von Tieren und Menschen aus dem Patentrecht.

    Alle hier diskutierten Phänomene, (Erb-)Krankheiten zu vermeiden, "Resistenzen" zu schaffen gegen Krankheiten usw. lassen sich auch auf Tiere und Menschen übertragen. * Zum Beispiel den Menschen, der nie Krebs bekommen kann oder nie Diabetiker werden kann, oder nie süchtig von Drogen werden kann ... das wird eine Zerreißprobe in der Diskussion.**

    - -
    Quellen/Links:

    ** zum Ausdruck "Zerreißprobe" -> "Patent auf Turbo-Kuh bleibt" SZ 3.3.2010
    über das Verfahren beim Europäischen Patentamt. Die Einsprüche reichten von Greenpaece bis zur katholischen Einrichtung Miserior
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/patent-auf-leben-patent-auf-turbo-kuh-bleibt-1.22902

    * zur gentech Anpassung tierischer Eigenschaften an menschliche Verträglichkeiten (Eiweisse in der Fleischproduktion)
    -> "Die Designer-Kuh: Genmanipuliert, geklont, patentiert"; Bundesverband der Tierversuchsgegner
    http://www.tierrechte.de/themen/landwirtschaftliche-intensivtierhaltung/kuehe/die-designer-kuh-genmanipuliert-geklont-patentiert mehr weniger
  • schrieb am 12.03.2014 um 20:17
    Ich habe keine Angst, dass diese Lebensmittel irgendwie ungesund oder schädlich sind. Aber ich möchte nicht in einer Welt Leben, in der man Biodiversität zerstört und Nahrungspflanzen zum Patent von Unternehmen werden!

    In wenigen Dingen sind sich die Deutschen so einig. 80% der Bevölkerung lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Das kann doch von der Bundesregierung nicht einfach ignoriert werden! Das ist für mich die größte Enttäuschung. Wenn die Tür und Tor einmal geöffnet sind werden wir doch überschwemmt von gv-Fleisch und Co. ! mehr weniger
  • gelöscht am 14.03.2014 um 08:58 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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