Deutschlands Website Nr. 1 für nachhaltigen Konsum
Kommentare abonnieren
Jetzt kommentieren
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:03
    Manche Menschen meinen sie müssten *über den Dingen* stehen und einen solchen Blödsinn verzapfen. Das das nicht gesund sein kann, sagt einem der gesunde Menschenverstand....solange dieser noch gesund ist ;-) Die Natur hat schon alles richtig gemacht....da muss kein Mensch *nachbessern* :-(
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:14
    So wie es aussieht wird die substantielle Äquivalens durch das Freihandelsabkommen auch bald in Europa Einzug finden.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 17:48
    Dass dies nicht geschieht, werde aktiv und unterschreibe hier gegen Gen-Mais:
    http://www.greenpeace.de/kampagnen/gen-mais-1507-stoppen#machmit

    zum Freihandelsabkommen gibt es von www.campact.de auch eine Mitmachaktion.

    Runter vom Sofa und aktiv mitmachen, z.B. in einer der Greenpeace-Gruppen, die alle seit Jahren gegen Gentechnik kämpfen
    http://gruppen.greenpeace.de/
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:16
    ich finde die totale situation total erschreckend. seitdem ich den film food inc. angeschaut habe, hat sich beim mir viel in meinen persönlichen gewohnheiten geändert. total deprimierend finde ich auch, wie sehr wenige konzerne über unsere gesundheit entscheiden können. ich frag mich nur wieso!?! warum muss das den sein? ich war immer "beruhigt" das es wir in deutschland davon (naja) verschont worden sind. aber die derzeitige diskussion empfinde ich als total beunruhigend. zum glück habe ich eine familie, die in der landwirtschaft viel tätig ist und die sehr viel selber anbaut. aber was ist mit den anderen menschen die so ein glück nicht haben?
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:36
    Wir haben ein Stück Acker gepachtet auf dem wir seit 3 Jahren unser Gemüse selbst ziehen. Natürlich macht es mir viel Spaß, aber insbesondere will ich uns gesund ernähren. Dieses Jahr werde ich auch die Samen sammeln und habe dazu extra sortenfestes Saatgut gekauft. Gibt es z.B. bei Arche Noah und demeter und vielen mehr. Diese Vielfalt ist doch wunderbar!! Natürlich habe ich auch Rückschläge gehabt - aber das ist dann halt so und das fehlende wird im Bioladen ergänzt.
    Genmampf kommt mir nicht auf den Tisch soweit ich es beeinflussen kann. Für die jetzige Fastenzeit verzichte ich in der Familienküche erstmalig komplett auf Fleisch, Alkohol und Süssigkeiten. Ich denke, das wird eine kulinarisch sehr spannende Zeit.
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:39
    Dass Gen-Food nicht zur gesunden Ernährung beiträgt, würde ich mit dem Film gerne meinen Schülern in der Kursstufe zeigen. Meine jungen G8-Abiturienten haben immer noch die Illusion, dass alles, was die Menschheit "verbockt" hat, mit ein paar cleveren Ideen und neuen Erfindungen sicher wieder geradegebogen werden kann. Die Haltung " Was machbar ist, sollte auch gemacht werden" versuche ich, etwas erschüttern und denke, der Film wäre hilfreich...
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:41
    Immer will der Mensch "bestimmen" ,sich alles und jeden zu untertan machen....ich bin mir sicher, daß so etwas nie gut ausgehen kann! Ich wil keine genmanipulierten Samen und Lebensmittel!
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:55
    Man muss das aber auch ein bisschen differenziert sehen.
    Gen-Food ist ganz klar mit äußerster Skepsis zu begegnen. Da weiß schließlich niemand, was das wirklich für Langzeitfolgen hat.
    Auf der anderen Seite können gentechnisch veränderte Zierpflanzen (gerade Hybride) auch Vorteile haben, nämlich dann, wenn man im Garten gerne Exoten pflanzen möchte, die sich hier sonst wie Unkraut verbreiten würden (Wie hieß diese Wucherpflanze? Ambrosia?). Wobei ich das hier nicht völlig unterstützen möchte, auch Zierpflanzen haben Auswirkungen auf die heimischen Tiere und Böden und das können natürlich auch schlechte sein.
    Aber mir ist noch wichtig, dass Gentechnik an sich nicht schlecht ist (Ich weiß, es gibt auch moralische Einwänden. Aber die betrachte ich jetzt nicht). Jeder Diabetiker wird froh sein, dass mal jemand rausgefunden hat, wie mithilfe von Bakterien die Insulinproduktion vorangetrieben werden kann. Schlecht ist es nur, wenn Menschen mit der Gentechnik Unfug treiben und sich dann Sachen wie Genmais ausdenken.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 14:45
    Gentechnik für Zierpflanzen... und dann am besten im Bioladen einkaufen, weil man ja daheim dann keine Fläche mehr hat, um eigenes Gemüse anzubauen, oder Bedenken hat, dass die genveränderten Zierpflanzen doch einen schädlichen Einfluss haben könnten... :-)
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 15:58
    Du vermischt da einige Punkte, @KEKSesserin.

    Gentechnik aus medizinischen Gründen mag für viele Menschen ein echter Fortschritt sein. Diese Form der Gentechnik nennt man weiße Gentechnik.
    In der Regel finden die Versuche dazu im Labor statt und es wird sehr genau getestet. Das bedeutet nicht ,daß alles toll ist, was da gemacht wird.
    Ich würde es aber auch nicht grundsätzlich ablehnen, wenn dadurch Menschenleben gerettet werden können.

    Im Gegensatz dazu steht die s.g. grüne Gentechnik, gegen die der Widerstand gerichtet ist.
    Dabei steht vor allem in der Kritik, daß die Pflanzen freigesetzt werden, obwohl man bis heute nicht genau weiß, welche Auswirkungen das hat.
    Der Vorgang läßt sich nicht mehr rückgängig machen.

    Schon jetzt ist es in manchen Regionen unmöglich, noch Soja oder Raps zu finden, der nicht gentechnisch verändert ist.

    Und da kommen wir zum nächsten Kritikpunkt. Bauern, die solchen Raps unabsichtlich angebaut hatten sollten plötzlich dafür an Monsanto zahlen.

    Das ist der Wahnsinn, der System hat....
    Einige Firmen wollen unsere gesamten Lebensmittel unter Kontrolle bringen.

    Von gentechnisch veränderten Zierpflanzen halte ich gar nichts.
    Als ehemalige Gärtnerin bin ich überzeugt davon, daß es für jede Gartensituation schöne Pflanzen gibt. Es müssen keine Exoten sein, mit denen die heimische Tierwelt nix anfangen kann.

    Was das mit Ambrosia zu tun hat, verstehe ich nicht. Das ist ein anderes Thema.
    Hat aber auch was damit zu tun, daß Pflanzen unkontrollierbar freigesetzt wurden, die am neuen Standort zum Problem werden.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 17:30
    Danke Maria_L für die ausführliche Erklärung.
    Genau deswegen mein ich ja, dass man Gentechnik differenziert betrachten muss, eben weil die weiße Seite davon auch Gutes bewirkt.

    Zum Ambrosia meinte ich nur, das Hybride, also Pflanzen, die sich nicht mehr fortpflanzen können, eben den Vorteil hätten, dass sie sich in ihrer nichtheimischen Umgebung nicht fortpflanzen können.

    Aber du hast da völlig recht, dass man auch auf Exoten verzichten kann.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 18:51
    "also Pflanzen, die sich nicht mehr fortpflanzen können, eben den Vorteil hätten, dass sie sich in ihrer nichtheimischen Umgebung nicht fortpflanzen können."
    Ja, mag im Einzelfall ein Vorteil sein.
    Manche Pflanzen, die äußerst rabiat sind, pflanzen sich vegetativ fort.
    (Durch Knollen, Ausläufer ect.).
    Da nutzt das dann auch nichts.

    Und auf der anderen Seite wird genau diese Eigenschaft (sich nicht mehr aus Samen fortpflanzen können) von den Saatgutfirmen als Vorteil genutzt. GärtnerIn bzw. LandwirtIn müssen jedes Jahr nachkaufen statt selbst zu ziehen.

    Deswegen kann ich das auch in dem Fall nicht als Fortschritt wahrnehmen.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 20:19
    Das ist das Fatale, dass bei der Gentechnik meistens nicht unterschieden wird.
    Es gibt die rote, medizinische Anwendbarkeit, hat niemand etwas dagegen, da es im geschlossenen System erfolgt, ebenso, wie die weisse Gentechnik, das sind Zusatzstoffe in Backwaren etc. Möchte ich auch nicht essen, aber da gibt es die Wahlfreiheit.
    Wo es keine Wahlfreiheit mehr gibt, ist bei der grünen Gentechnik, und nur um die geht es. Einmal in die Natur gebracht, gibt es aufgrund der Vermischung durch Pollenflug und Samen (durch Mäuse usw) keine Rückholbarkeit mehr. Es gibt dann mit der Zeit nur noch und ausschliesslich diese gentechnisch veränderten Samen und die dringend notwendige Artenvielfalt geht verloren. Stattdessen gibt es die Abhängigkeit der Landwirte von Konzernen und vermehrten Pestizideinsatz.
    Und KEKsesserin, Hybridezüchtungen haben mit Gentechnik nicht zu tun. Das sind Züchtungen, die seit Jahren so betrieben werden. Bei der Gentechnik werden artfremde Gene miteinander gemischt, z.B. ein Bazillus wird in eine Pflanze eingebaut oder ein Fischgen. Das ist etwas völlig anderes.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 06:45
    Oh, Bada, hast recht.
    weiße Gentechnik ist ja gar nicht die Medizin.
    Ich dachte wohl an weiße Ärzte-Kittel...
  • schrieb am 05.03.2014 um 13:56
    Warum muss der Mensch alles beeinflussen? Die Natur hat schon sehr tolle Produkte im Angebot, mit denen man leben kann. Ich brauche keine getunten Produkte, keine Genmanipulationen. Von mir gibt es ein klares

    N E I N

    N I E M A L S

    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • schrieb am 05.03.2014 um 14:00
    2014/15 soll der Goldene Reis auf den Philippinen eingeführt werden. Ein Wundermittel gegen Vitamin A-Mangel. Damit können sich Biochemische Konzerne einen Super Zugang zu dem nächsten Kontinent ergattern… Was will man gegen kommerzielle Gentechnik noch einwänden, wenn Gentechnik doch schon für humanitäre Zwecke genutzt wird?
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 20:26
    Es wird sich zeigen, dass der "Golden Rice" kein Wundermittel gegen Vitamin A Mangel ist.
    Wie schon bei der Baumwolle in Indien zeigen sich die Folgen im Laufe der Zeit.
    Vitamin A Mangel kommt von Mangelernährung und das betrifft die arme Bevölkerung. Wieviel soll ein Kind denn täglich essen von diesem Reis, kiloweise? Woher soll plötzlich der nötige Geldfluss kommen um dieses Saatgut plus Pestizide, denn das gibt es nur im Doppelpack, kommen?
    http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/archiv/2-01/trojanisches-korn/
  • schrieb am 05.03.2014 um 14:07
    ich verstehe nicht, warum sich der mensch in die natur einmischt. über jahrtausende hat es sich gezeigt, dass die natur erfolgreich arbeitet. leider wollen manche mit der nahrung nur profit machen und denen ist es egal was mit den menschen passiert. das tragische ist, dass bei krankheiten die konzerne doppelt verdienen. erst machen sie uns krank und dann zocken sie uns mit medikamenten ab. ein guter film, der mich aufweckte war auch "good food, bad food", der auch lösungen aufzeigt und anmahnt, was die agrarindustrie gerade falsch macht. ich hoffe, dass die eu so schlau ist und sich dem willen des volkes beugt und nicht der konzerne, die sowieso nur unser geld wollen.

    ich bin definitiv gegen gen-food und boykottiere deswegen schon eine menge lebensmittelkonzerne. wir bekommen einmal die woche die bio-kiste und gehen ansonsten im grünen markt einkaufen. ich hoffe, wir können auch weiterhin auf genfreie lebensmittel in deutschland in der zukunft zurück greifen.
  • schrieb am 05.03.2014 um 14:40
    Zumindest ein Gutes hat Gentechnik... man weiß, wen man nicht mehr wählen kann, weil die Partei für Gentechnik ist...

    Also u.a. CDU, CSU, SPD und Grüne... Grüne? :-)
    u.a.
    http://www.focus.de/wissen/natur/staatsgeld-kuenast-zuechtet-gentech-pflanzen_aid_439581.html
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 16:03
    Tja, die Künast war allerdings nicht nach meinem Geschmack.


    Aber gestern Abend war ich auf einer Veranstaltung der Grünen anläßlich der bevorstehenden Kommunalwahl.
    Da ging es u.a. um Augsburg als Biostadt.
    Stichwort Bio in der Außerhausverpflegung.

    Die Grünen sind die einzigen, die da wirklich was voran bringen.

    Und Biokonsum ist immer noch das beste Bollwerk gegen Gentechnik.
    Also werden es bei mir wohl bis auf Weiteres die Grünen bleiben.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 16:29
    die grünen sind wohl das kleinere übel der parteien! alternativ gibt es auch noch die ödp, die zwar klein ist, aber nach dem wegfall der 3%-hürde gute chancen hat in die eu einzuziehen:

    http://www.gegen-freihandelsdiktatur.de/

    zumindest verzichtet diese partei auf konzernspenden.
  • kommentieren
    schrieb am 05.03.2014 um 19:44
    Ich war vor paar Wochen auch auf einer Veranstaltung der Grünen (Straubing) - zumindest heißt es da nicht "Wahlkampf", sondern das war echt interessant.

    Aber ich glaube fast, dass kommunal eher die Personen im Vordergrund stehen und nicht die Parteien - was ich meine, kommunal würde fast jeder von jeder Partei in Frage kommen, wenn die Person sich gut für die Region engagiert.

    Morgen ist eine Veranstaltung der ödp - das wäre evtl. eine Alternative.
  • schrieb am 05.03.2014 um 16:56
    das es keine belastbaren Studien zu Wirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen gibt, möchte ich so nicht stehen lassen. Es gibt diese Studien sogar in Deutschland.

    Aber ... die Freisetzung von gentechnischem Material unterliegt derzeit noch der Genehmigungs- und Überwachungspflicht. Aus der Überwachung gibt es für jeden Acker individuell Untersuchungen, Ergebnisse und Auswertungen der Wirkungen - ausgehend von diesem einzelnen Versuch. Es gibt also eine ganze Menge - aber immer nur lokal bezogene - Studien mit sich daraus ableitenden Ergebnissen.

    Die Krux liegt darin, dass diese Studien noch nicht zu einer Gesamtstudien zusammengefasst sind. Nur eine gesamtdeutsche Studie kann auf Bundesrecht (Gesundheitsschutz / Bodenschutz / Naturschutz und Diversität) Einfluß nehmen. Eine einzelne aus Wanne-Eickel vom Flurstück 27 eben nicht.

    Dazu kommt noch, dass die Aussaat von Anfang bis Ende privatwirtschaftlich projektiert ist. Der Auftraggeber (KWS, Saatenunion, Monsanto ...) kann hieraus ein "Betriebsgeheimnis" ableiten. Insbesondere, wenn sich die Sorte in der Erprobung zur Patentanmeldung befindet. Das ist dann das Ende jeder staatlichen Studie, die sich "Betriebsgeheimnissen" und Patentrecht zu beugen hat.

    Es gibt aber ein Schluploch: der Bauer, auf dessen Acker die Lohnsaat durchgeführt wurde hat einen Anspruch auf Aushändigung der Studie zu seinem Schlag. Das leitet sich irgendwo im Bodenschutzgesetz ab und suche ich jetzt nicht raus. Die Pflanzen werden nach der Saat in aufsteigenden Verdünnungsreihen mit Pestiziden behandelt. Dabei geht es nicht nur um die Bekämpfung von Schädlingen / Krankheiten, sondern auch um die Belastbarkeit des "Bodeninventars" und den Nachweis des gesprühten Stoffs im Boden und Grundwasser. Auch aus versicherungsrechtlichen Gründen ergibt daraus der Herausgabeanspruch der Studie, aber eben nur an den Bauern. - soweit zum rechtlichen Bestandteil -

    Es gibt aber auch anfänglich einige studienähnliche Beobachtungen mit Langzeitwerten zu Kreuzkontaminiationen. D.h. der Blütenstaub des gentechnisch veränderten Raps wird auf die umliegenden Biotope verweht und bestäubt dort andere Pflanzen, die auf einmal ganz andere Eigenschaften aufweisen. Diese Daten kann man meines Erachtens besser nutzen, als die aus Monokulturen. Denn in der selben Richtung verwehen auch die Pestizide, die man ebenfalls nachweisen kann.
    - -
    In dem Artikel kommt mir der Zweck von Gentechnik zu kurz. Ich sehe es als biotechnologischen Eingriff, um unter anderem
    - die Toleranz von Pflanzen gegen neue hochwirksame Pestizide auszutesten
    - zusätzliche zweckbezogene Pflanzeneigenschaften auszubilden (Klimatoleranz, Bodentoleranz usw.; zB bei Soja, der inzwischen auch im kühleren Mitteldeutschland angebaut werden kann)
    - im Zusammenhang mit dem Pestizideinsatz tolerante Sortenpatente zu sichern: "nur die Sorte xyz ist für das gegen Mehltau am besten wirksame Herbizid geeignet" sprach der Agrarberater
  • gelöscht am 06.03.2014 um 09:12 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 05.03.2014 um 22:50
    Zu Regina`s "weißer Gentechnik" ein paar Zahlen aus DE

    @2008
    - Zulassungen: 134 Medikamente mit 98 gentechnisch hergestellten Wirkstoffen
    - Großteil davon sind monoklonale Antikörper (mAK) = direkt wirkende Eiweisse, Spritzen keine Pillen
    - 19 Antikörper zur Therapie von Tumorerkrankungen, Rheumatoider Arthritis, Psoriasis und Multipler Sklerose

    Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31296
    dort werden auch onkologische Biotech-Pharmazeutika einzeln vorgestellt.

    @ 2012/2013
    - 2012 waren 5 von 28 neu zugelassenen Arzneimitteln Biopharmazeutika (18 %),
    - darunter auch das erste Gentherapeutikum (Einfügen eines Ersatzgens in eine defekte Zelle)
    wenn`s interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Gentherapie als sog. neue Therapie
    - biopharmazeutische Präparate in der klinischen Entwicklung 578 (Entwicklung ! Noch nicht für den Markt zugelassen)

    Quelle: Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA)
    http://www.vfa-bio.de/vb-de/aktuelle-themen/branche/biopharmazeutika-wirtschaftsdaten-und-nutzen-fuer-patienten-im-demografischen-wandel.html

    @ Fraunhofer
    forscht seit 2008 an der Produktion von Antikörpern in gentechnisch veränderten Tabakpflanzen gegen Krebs. Im ersten Stadium gelang es gegen HIV wirksame Antikörper in den USA herzustellen. Mit derselben Methodik sucht man eine Biotherapie gegen humane Papillomviren, die Krebs auslösen können (u.a. Gebärmutterhalskrebs)

    Ziel: "Die Antikörper verhindern ein weiteres Wachstum der Tumore beziehungsweise Metastasen und eignen sich daher zur Behandlungbereits bestehender Erkrankungen."

    Die im Artikel erwähnte Anlage zur Extraktion der Pflanzeninhaltsstoffe gibt es lt. einem Filmbericht über die Anlage heute Abend auf H3 bereits.

    Zum Artikel (2008), der sich schnell und gut lesen lässt:

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CDAQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.archiv.fraunhofer.de%2Farchiv%2Fmagazin04-08%2Ffhg%2FImages%2FMagazin4-2008_28_tcm5-105401.pdf&ei=g5kXU6nWDoHJtQaR04Bw&usg=AFQjCNGzkUwxFPQ-22AVT3xAYmiePfyipw&bvm=bv.62577051,d.Yms

    - -

    @ 2016 (ein Beispiel aus der Brustkrebsforschung mit Sustanzen der Tabakpflanze)
    wird PlantForm das Mittel Trastuzumab auf den Markt bringen. Trastuzumab ist eine Modifikation des bereits am Markt befindlichen Stoffes Herceptin von Roche, dessen Patente 2014 auslaufen.

    PlantForm wirbt mit einem Verfahren, dass 95% günstiger in der Herstellung und deshalb breiter verfügbar sei. Forschungschronik und Hintergrund zur Marktstrategie, weshalb Europa der Hauptmarkt werde .... unter
    http://www.bionity.com/de/news/125624/mit-tabak-gegen-krebs.html


    @ Fazit des Ganzen
    Irgendwie sind Gentechnik und Landwirtschaft eins geworden. Nur das sich die Rolle der Landwirtschaft als Primärsektor unserer Ernährung mit Gentechnik zum Produktlieferanten von Rohstoffen für eine ganze Reihe von Industriesektoren gewandelt hat.

    "Noch" ... denn auch die Tabakpflanze ist extrem klimaabhängig und nicht tolerant gegen Ozon am Boden. Im nächsten Schritt wird man voraussichtlich die Produktion in große Gewächshausmodule verlagern um Idealbedingungen zu schaffen und das Verwehen von Gentech-Pollen zu unterbinden. Theoretisch wäre es möglich, dafür große abgebaute Gebiete (Braunkohletagebau, Steinbrüche etc.) zu nutzen und neue - hermetisch abgeschlossene - Produktionswelten zu schaffen.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 06:54
    Bada hat es oben richtig geschrieben:
    Die medizinische ist die "rote" Gentechnik.
    Weiße Gentechnik ist die der Lebensmittelindustrie.

    Nur, damit meine falsche Schreibweise sich jetzt nicht fortpflanzt. ;-)
  • schrieb am 05.03.2014 um 23:03
    Und das "Beste":

    DIE Auszeichnung für besondere Leistungen für die Verbesserung der Quantität, Qualität oder Verfügbarkeit von Lebensmitteln - der Welternährungspreis, auch gern als Oscar der Lebensmittelbranche bezeichnet - ging am 17. Oktober 2013 ausgerechnet an die Agrar-, Gentech- und Chemieriesen Monsanto und Syngenta!

    Monsanto
    ...produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den 1990er Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein. Dieses börsendotierte Unternehmen gehört zu den mächtigsten Konzernen der Welt, der in seiner Geschichte für so viele Kontroversen gesorgt hat, wie kaum ein anderes Unternehmen. Da wären der umstrittene Einsatz von Wachstumshormonen in der Milchproduktion, deren skrupelloses Geschäftsverhalten gegenüber Bauern, ihr Kauf und Umgang mit Patenten, deren politische Einflussnahme und Verquickung mit der Politik, deren gesundheitsgefährdende Produkte, wie der Mais MON863 oder Roundup, nur mal als einige wenige Beispiele zu nennen.

    Syngenta
    ...gehört ebenfalls zu den weltweit grössten Konzernen im Agrargeschäft. Das schweizerische Unternehmen soll das Herbizid Paraquat beispielsweise in Entwicklungsländern auf Palmöl-Plantagen, entgegen den Anwendungsvorschriften des Herstellers, ohne die notwendige Schutzkleidung eingesetzen lassen haben. Hier wurden Vergiftungs- und Todesfälle von Landarbeitern in Kauf genommen. In der EU und der Schweiz ist Paraquat wegen seiner hohen Humantoxizität verboten. Nicht ohne Grund wurde der Konzern also im vergangenen Jahr für den Public Eye Award nominiert.

    (http://kleineroeko.blogspot.de/search/label/Gentechnik)
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 14:14
    Angesichts von Monsanto, Syngenta & Co vergisst man leider sehr schnell, dass auch unsere "heimischen" Chemieriesen wie Bayer usw. eifrig an der grünen Gentechnik arbeiten.
  • schrieb am 06.03.2014 um 01:29
    Das verstehe ich nicht, weil der Preis an Marc Van Montagu, Mary-Dell Chilton und Robert T. Fraley ging. http://de.wikipedia.org/wiki/Welternährungspreis#Preistr.C3.A4ger

    Schaut man genauer, dann sind das zwei Wissenschaftler
    - Em. Prof. Dr. Marc Van Montagu -emeritiert i.d. Ruhestand, Uni Gent
    - Mary-Dell Chilton -- Jahrgang 1939 müsste also auch im Ruhestand sein, University of Illinois

    und ein Monsanto - Mann
    - Dr. Robert T. Fraley, Vizepräsident bei Monsanto http://www.monsanto.com/whoweare/pages/robert-fraley-bio.aspx
  • schrieb am 06.03.2014 um 09:38
    Ob genveränderte Lebensmittel direkt für schwere Krankheiten verantwortlich sind, erscheint mir zumindest unsicher: In welcher Reihenfolge die Aminosäuren, die verdaut werden, genau vorliegen, dürfte dem Magen recht egal sein. Aber: Genveränderte Lebensmittel führen oft zu einer minderwertigen Ernährung (z.B. viel zuckerhaltiger Mais-Sirup in allen möglichen Lebensmitteln vom Brot bis zum Getränk), was wiederum sehr gut für diverse Krankheiten verantwortlich sein könnte.

    Es ist aus meiner Sicht nicht primär Gentechnik schlecht (wobei auch ich hier erhebliche Bedenken habe), sondern die Art und Weise, was wir daraus machen, z.B. riesige Mais-Monokulturen, Mais-Zucker als Hauptnahrungsmittel oder die Verdrängung von biologischer Vielfalt und nicht genveränderten Sorten. Deswegen müssen wir etwas gegen die Ausbreitung dieser Gentechnik tun.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 09:59
    Ich glaube auch nicht, daß ich mir sofort schade, wenn ich mal Lebensmittel esse, die GVO enthalten.
    Aber es bleibt eben das völlig unkalkulierbare und nicht reversible Restrisiko, das evt. erst nach Jahrzehnten erfassbar wird.
    Das sollte reichen, um die Ausbringung nicht zu befürworten.

    Ansonsten stimme ich Dir zu, daß es vor allem die Begleitumstände sind, die kritisch zu betrachten sind.
    Vor allem das Monopol, das sich die großen Saat-Konzerne damit schaffen.
    Oder gar die Anwärter auf patentierte Lebewesen.

    Und wir sollten uns nicht vom Märchen-Onkel verkaufen lassen, daß gentechnisch veränderte Organismen notwendig sind, um Hunger oder Mangelernährung zu verhindern.
  • schrieb am 06.03.2014 um 10:39
    Beim Gedanken an Gentechnik verstört mich am meisten, dass einmal veränderte Pflanzen oder Tiere nach der Freilassung nicht mehr kontrolliert werden können und wir einfach nicht wissen, welche Folgen diese Eingriffe eventuell zukünftig haben können.
  • schrieb am 06.03.2014 um 11:47
    Ich finde Gentechnisch veränderte Lebensmittel und Produkte, die diese enthalten sollten speziell Gekennzeichnet werden, um dem Verbraucher die Entscheidung zu ermöglichen, ob er so etwas konsumieren möchte oder nicht.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 14:19
    Eine Kennzeichnung wäre von Vorteil, da stimme ich dir zu. Wenn aber immer mehr Genpflanzen angebaut werden, brauchen wir irgendwann keine Kennzeichnung mehr, da es keine anderen Sorten mehr gibt, denn die gentechnisch veränderten organismen vermischen sich mit den anderen Pflanzen.
    Es gibt z.B. in Kanada nur noch gentechnisch veränderten Raps. Die anderen Sorten sind verschwunden.
  • schrieb am 06.03.2014 um 12:36
    @BenediktGleich "Aber: Genveränderte Lebensmittel führen oft zu einer minderwertigen Ernährung"

    das wäre noch besser als der gegenwärtige Trend zu funktionalen Lebensmitteln. Denkbar: Der Genmais, der gleichzeitig "Anti-Aging" - Faktoren produziert und dann als spezielles Getränk im Kühlregal steht. Ob die Faktoren darin nur die Haut glätten oder gleichzeitig Leberkrebs usw. auslösen können ...

    @ Lucky2011 die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte ändert nichts daran, dass sie mit zunehmender Frequenz produziert werden. Du würdest eines Tages vor dem Regal stehen und feststellen, es gibt sie nicht mehr ... die schönen Dinge.
  • schrieb am 06.03.2014 um 13:14
    @enviro schreibt: "Du würdest eines Tages vor dem Regal stehen und feststellen, es gibt sie nicht mehr ... die schönen Dinge."

    Dazu ein Dokument, in dem Fälle unkontrollierter Ausbreitung gentechnisch veränderter Arten beschrieben werden (z.B. Seite 10).
    https://www.testbiotech.org/sites/default/files/Testbiotech_Ausbreitung_Transgene.pdf

    Ich habe extra ein Dokument gewählt, das nicht von absoluten (Gen-)Technik-Gegner stammt.
    Eigenbeschreibung:
    "Testbiotech e. V. wurde 2008 von einer Gruppe kritischer Experten gegründet, um unabhängige Forschung und die gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen der Biotechnologie zu fördern. Im Vergleich zu anderen Vereinen und Initiativen hat Testbiotech e. V. eine starke Ausrichtung auf wissenschaftliche Fragen und fungiert als eine Art Kompetenzzentrum und Institut für unabhängige Risiko- und Begleitforschung."
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 17:12
    schaue ich mir in Ruhe an
  • schrieb am 06.03.2014 um 13:22
    Eine gentechnologisch veränderte Pflanze ist außerhalb des Gewächshauses alsbald in die bestehenden Kulturpflanzen eingekreuzt. Massenhaft zu sehen in USA und Mexiko bei Betrachtung der Meiskulturen. Selbst die "Ur-Maissorten" von Kleinbauern in Mexiko und Südamerika, haben mittlerweile Eigenschaften der gentechnisch veränderten Maissorten, was zu Patent-/Lizenzproblemen und häufigen Klagen führt. Denn die Patente sind auf Eigenschaften definiert und kreuzen sich schnell ein. Folglich kann es noch einfacher alte Kulturpflanzen verdrängen, wenn die Big-Five der Saatguthersteller noch irgendwann eine positive Rechtsprechung erhalten und Kleinbauern Lizenzgebühren zahlen müssten, die sie sich nicht leisten können.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 17:17
    > Denn die Patente sind auf Eigenschaften definiert und kreuzen sich schnell ein.

    das ist mal ein interessanter Ansatz ...

    Dann ist es nach Einkreuzung nicht mehr patentfähig, weil die Eigenschaften nicht mehr für dieses einzelne Patent stehen, sondern ubiquitär (überall) vorhanden sind. Damit könnte man sogar nachträglich ein Patentaufhebeverfahren betreiben und den Patentinhaber beweisen lassen, dass er der Verursacher der Einkreuzung ist. Da würde man schon in Deckung gehen wg. Schadenersatzansprüchen oder Verboten von ganzen Herstellungsmethoden.

    Das wäre so ein Ansatz, Aufklärung über die Herkunft von Veränderungen zu betreiben und Herstellung zu begrenzen, wie oben beschrieben.
  • schrieb am 06.03.2014 um 13:34
    Ich finds einfach erschreckend, wenn sich die Gentechnik immer weiter ausbreitet. Man weiß nicht, was das für Spätfolgen haben kann, kann aber irgendwann auch nix mehr dagegen tun. Gentechnik hat in meinen Augen auf den Feldern nix verloren.
  • schrieb am 06.03.2014 um 14:15
    Ich finde es echt blöd, dass man uns Verbraucher täglich Lebensmittel andreht, die schon verseucht sind mit Gentechnik!
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 14:25
    Momentan gibt es bei uns noch keine Lebensmittel, die mit Gentechnik verseucht sind, wie du schreibst. Ob gentechnisch veränderte Zutaten enthalten sind, meistens in Lebensmittel aus den USA, steht in der Zutatenliste.
    Was problematisch ist, Milch, Eier, Fleisch müssen nicht gekennzeichnet sein, wenn die Tiere mit Gensoja o.Ä. gefüttert wurden.
    Zur Zeit gibt es wieder eine initiative, von Wiesenhof ausgehend, dass zukünftig wieder mehr gentechnisch verändertes Soja im Geflügelfuttertrog landen soll. Angeblich stünde gentechnischfreies Soja nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Das ist eine Lüge.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 17:22
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 18:55
    Ein Grund mehr, froh zu sein, nicht (mehr) zu rauchen...
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 20:08
    > Ein Grund mehr, froh zu sein, nicht (mehr) zu rauchen...

    das kann man so nicht sagen ...
    a.) der Versuch zu Pflanzen mit geringem Nikotingehalt läuft lt. der Transgen - Datenbank (link oben)
    b.) eine Kippe hat 800 °C, gentech. Eiweisse sind ab 42°C platt
  • schrieb am 06.03.2014 um 14:23
    Wenn jeder Bio kaufen würde, dann hätten wir kein Problem damit. Die Ursache ist dei unersättliche Gier nach Billig und Masse. Geil (mit und ohne Geiz) war schon immer das Gegenteil von Vernunft.
  • schrieb am 06.03.2014 um 14:34
    Ich stehe dem Thema Gentechnik sehr kritisch gegenüber - man hat ja gesehen, was dabei raus kommen kann, wenn die Kühe mit solchem Futter versorgt werden!
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 14:44
    Auf was spielst Du da genau an?

    Ich frage deshalb, weil es so schwer ist Studien zu finden, die von nachweisbaren Problemen durch Fütterung mit gentschnisch verändertem Futter berichten.
    In unserer Initiative Gentechnikfreie Region haben wir schon mal zu mehreren Leuten solche Studien gesucht und dann eine englische gefunden und mühsam übersetzt.

    Schwierig...
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:28
    Es gibt Studien in Österreich, die sind schon weiter als wir:
    http://www.planet-burgenland.at/2012/08/06/zweite-studie-beweist-gentechnisch-verandertes-futter-macht-unfruchtbar/

    Es gibt immer wieder Berichte von Bauern, die jahrelang gent.verändertes Soja verfüttern, dass genau diese Unfruchtbarkeit eintritt.
    Kühe sind Gras- und Kräuterfresser, Soja fressen sie nur mangels Alternative. Dies führt bei den Kühen auch zu enormen Verdauungsproblemen und gesundheitlichen Problemen.
    Wozu der Verzehr dieses Fleisches beim Menschen führt, sehen wir erst in der übernächsten Generation, denke ich mal.
    Einige Wissenschaftler sehen auch einen Zusammenhang zwischen BSE und der Art und Weise der Fütterung. Dazu habe ich mal einen Vortrag gehört, finde aber leider keinen Link dazu.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:36
    Die erhöhte Krebsrate bei Ratten, die mit Genmais gefüttert wurden wurde kleingeredet und der Wissenschaftler massiv unter Druck gesetzt. Es gab auch einmal ein Fütterungsexperiment mit Erbsen. Das Ergebnis war ähnlich erschreckend.
    Die Generbsen haben zu Lungenkrankheiten geführt.
    http://www.taz.de/Streit-ueber-Gen-Mais-Studie/!128507/

    http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2008/oeaez-1314-15072008/gentechnik-langzeitstudien-notwendig.html
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:52
    Danke Bada.
    Diese Studie mit den Ratten wollten damals ein paar Leute auch nicht gelten lassen.

    Kannst Du bitte noch mal schauen wegen dem planet-burgenland Link.
    Der funzt bei mir nicht.
  • schrieb am 06.03.2014 um 14:46
    Ich bin kein Fan der AZK, bin aber froh über den Vortrag von Jörg Bergstedt!

    https://www.youtube.com/watch?v=fDRekfXJY5k
  • schrieb am 06.03.2014 um 14:54
    Unsere massiv subventionierte (EU-)Hightechlandwirtschaft macht es den Biobauern aber auch normalen kleinen und mittleren Landwirtschaftlichen Betrieben immer schwerer Schritt zu halten. Leider auch mit Unterstützung der Regierung unsere ehemalige Landwirtschaftsministerin Aigner tat sich wahrlich schwer sich für diese einzusetzen und sich den Forderungen von Lobbyisten zu entziehen. Der jetzige Schritt der Bundesregierung ist wider allen Wünschen der deutschen bürgerlichen Mehrheit und zeigt das der Koalitionsvertrag der Groko wenig Bestand hat. Eine solche massive Macht hinsichtlich der Bundestags und -ratsmehrheiten sollte für die Bürger entscheiden, Fortschritte für die Menschen bringen und nicht dagegen stimmen. Das ist nur eines von vielen Themen die in Deutschland zum Himmel stinken. Mehr TUN statt Lippenbekenntnisse oder pures aussitzen meine Damen und Herren Politiker.
  • schrieb am 06.03.2014 um 15:02
    Die Natur braucht 100, 1000 und mehr Jahre um Pflanzen fortzuentwickeln. Die wenigen Jahre bei der Entwicklung von Genpflanzen sind zu kurz um die Auswirkungen prüfen zu können. Dies sieht man u.a. bei den "Baumwollsorten" von Monsanto in Indien. Würden die Hersteller von Genpflanzen streng in die Haftung und Beweispflicht genommen, würde diese Branche vom Markt verschwinden oder auf sinnvolle Produkte schrumpfen.
  • schrieb am 06.03.2014 um 15:38
    Wie auf dem Plakat des Kindes richtig steht, möchte ich auch nicht der Bestandteil eines Gen-Experiments sein. Die Nachwirkungen auf diese genetischen Veränderungen, die im Labor entwickelt wurden, sind mir einfach zu ungewiss. Eine Argumentation, dass es in der Natur auch durch unkontrollierte Bestäubung zu Genveränderungen schon immer gekommen ist, hinkt meines Erachtens nach sehr. Bei dieser Art der Verbreitung von neuen Sorten geht es langsam voran, es werden keine artfremden Genanteile ineinander neu zusammengesetzt und besteht dann einfach so. Warum wohl kommt es in der Natur vor, dass artfremde Begattungen nicht erfolgreich sind? Zumindest hat unsere Biolehrerin uns dies erklärt. (Realschulabschluss 1975) Mit einer ganz einfachen Kreuzung, wie es Gärtner versuchen gute Eigenschaften in Ihr Saatgut zu bekommen, vergeht auch mehr Zeit, die wir Menschen für eine Gewöhnung haben. Aber dieser "profitorientierte Frankensteinissmus", wo beim Verkauf der ersten Charge schon vertraglich zugesichert werden muss, dass man aus seinem Ertrag kein Saatgut für die nächste Aussaat nutzen darf, sondern der Bauer gezwungen wird neues Saatgut zu kaufen. Und soweit ich informiert bin, ist die Fähigkeit des Pflanzensamen wieder zu sprießen sowieso vorsichtshalber herausoperiert worden aus der DNA, damit kein Bauer Erfolg hat, wenn er versucht Geld für Saatgut zu sparen. Und die Vorgabe bestimmte Spritzmittel zu nutzen gibt es meines Wissens auch. Natürlich verdient derselbe Konzern wieder. Mein Fazit ist: Ich möchte nicht durch unerprobte Experimente gesundheitlich derart geschädigt bzw. mit der Zeit verändert werden, dass es unter Umständen möglich sein wird, mich oder meine Nachkommen auf Knopfdruck - sprich mithilfe von neuen genveränderten Produkten - zu eliminieren, gefügig zu machen oder in irgendeiner Form abhängig von bestimmten Dingen. Ich entscheide gerne selbst darüber, ob ich etwas bestimmtes gerne unbedingt essen oder trinken möchte, oder mich gar süchtig nach Lebensmitteln fühle - in meinem Fall Schokolade. Ich möchte nicht durch eine Auswirkung von genveränderten Lebensmitteln in eine, von den Herstellern gewollte, Abhängigkeit gebracht werden.
  • schrieb am 06.03.2014 um 15:46
    Ich bin gerne gewinnen
  • schrieb am 06.03.2014 um 15:47
    Ich befürchte, dass sich gentechnisch veränderte Stoffe bereits in Lebensmitteln befinden und nicht gekennzeichnet sind. Da hoffe ich auf Aufklärung, Deklarierungspflichten und Bestrafungen bei Zuwiderhandlungen.
  • schrieb am 06.03.2014 um 16:23
    Hm.

    Beim Lesen hier ist ein Gedanke in mir gewachsen: wie wird die Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung ausreichen?

    Ich kaufe bevorzugt "Bio": hier in Deutschland ist das aufgrund unseres sehr hohen Lebensstandards (global betrachtet) möglich: und mittlerweile ein richtiger "Run" geworden.

    Ich beschäftige mich zunehmend mit diesem globalen Gedanken.

    Ein Beispiel:
    in China wird Milch aus Deutschland immer mehr nachgefragt: erstmal schön für hiesige Milchbauern, da die Nachfrage-und damit der Preis-steigt: und sie damit als Milchbauern endlich in "schwarze Zahlen" kommen.

    Aber was bedeutet das in der Konsequenz?

    Ich komme immer weniger mit diesen kurzsichtigen und auf unsere Denkweise beschränkten Gedanken zurecht.

    Mein Zwiespalt:
    Dürfen wir es uns in unserer "fetten" Lebensweise überhaupt erlauben, darüber zu urteilen, ob Gen-Food schlecht oder gut sei?
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:32
    Es wäre ja schon mal ein Anfang, wenn die Industriestaaten nicht so viele Lebensmittel wegwerfen würden und ihren Fleischkonsum zügelten, damit etwas gegen den Hunger in der Welt passiert.
    Wenn das noch immer nicht reicht (gerechte Verteilung der Lebensmittel), muss man evtl. weiter denken, aber ganz sicher noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Noch geht es hervorragend ohne Genfood.
    Die Folgen sind unabsehbar und sehr wahrscheinlich unumkehrbar.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:50
    Hi smartynie,

    Da kann ich nur mal wieder das Buch Food Crash empfehlen.
    http://www.droemer-knaur.de/buecher/FOOD+CRASH.7768538.html

    "Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr"

    Felix zu Löwenstein erklärt da sehr genau, warum das Argument mit dem Hunger, das ja gerne von der konventionellen Seite gebracht wird, nicht greift.
    Ich habe ihn auch mal auf einem Vortrag in Augsburg gehört.

    Wenn du magst, dann schicke mir Deine Adresse per PM, dann kann ich Dir das Buch gerne leihweise zusenden. Bei mir stehts ja nach einmal lesen auch nur im Schrank.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:52
    Zwei Seelen - EIN Gedanke :-))
    gentechnikfreie Grüße an die gentechnikfreie Region - aus der gentechnikfreien Region!
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 17:07
    Super Tipp. Danke.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 17:41
    Dem kann ich nur zustimmen, das Buch klärt sehr gut auf über die Situation in der Landwirtschaft (Monokulturen, Gentechnik) und zeigt Möglichkeiten auf, ohne Gentechnik gegen den Welthunger vorzugehen.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 19:28
    Ich möchte nochmal das Buch von Anita Idel - "Die Kuh ist kein Klimakiller" empfehlen. Da kannst Du lesen, dass mit (Gen)-Soja systematisch versucht wird, die Kuhmägen zu umgehen, um das Tier schneller wachsen zu lassen (frisst mehr - nimmt mehr zu). Da ist dann auch erklärt, wie die Böden ruiniert werden. Aber eben auch, wie es alles besser gemacht werden kann (viele tolle Beispiele).
    Ich hoffte, mehr Leuts würden sich kümmern.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 16:50
    Ich empfehle Dir das Buch von zu Löwenstein:
    Food Crash - wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr
    http://www.droemer-knaur.de/buecher/FOOD+CRASH.7768538.html

    Gentechnik schafft enorme Abhängigkeiten der Bauern von großen Argrarkonzernen.
    Sie geraten in eine Schuldenfalle, aus der sie nicht mehr herauskommen. In Indien gab es massenweise Selbstmorde, da der erhoffte größere Ernteertrag ausblieb, die Schulden aber blieben.
    Gentechnik rettet nicht die Welt im Gegenteil.
    Sehr empfehlenswert auch der Film: Leben ausser Kontrolle
    http://www.youtube.com/watch?v=zNUcvgMrIBg

    Darin kommt auch Vandana Shiva zu Wort. Trägerin des alternativen Nobelpreises und engagierte Kämpferin gegen Gentechnik in Indien.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 18:53
    ;-))
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 19:42
    Ich habe erfahren, dass die Chinesen die europäische Milch wollen, weil ihre eigene Milch vergiftet ist (Rückstände durch schlechte Verarbeitung und Keime).
    Noch härter ist die Info, dass alle höheren Chargen der Regierung von extra dafür angelegten Bio-Erzeugern versorgt werden. Ratet mal, warum... :-(
  • schrieb am 06.03.2014 um 16:28
    Letztes Jahr habe ich bereits eine Doku über die erpresserischen und kriminellen Handlungen von Monsanto gesehen. Es ist widerlich, wie Bauern zur Nutzung genmanipulierten Saatguts gezwungen werden.
    Das Freihandelsabkommen wird diesen Dreck auch zu uns spülen. Der EU und unserer inkonsequenten Regierung sei Dank.
    Noch ist man im Bioladen ja einigermaßen sicher vor Genfood, aber wie lange noch?
  • schrieb am 06.03.2014 um 16:32
    Vor Gen-Technik Produkten kann man sich nicht schützen, wenn sie einmal da sind. Alle benachbarten Felder werden auch zum Gen-Technik Feld und somit werden sie auch abhängig von Monsanto und co. Das große Hauptargument, dass angeblich kaum/keine Pestizide mehr benötigt würden ist auch nichtig, da in anderen Ländern nach wenigen Jahren Resistenzen bei Insekten festgestellt wurden, durch die noch mehr Pestizide zum Einsatz kamen. Man sollte nur noch ökologische Landwirtschaft fördern und das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) auf keinen Fall so in Kraft treten lassen wie es momentan vorgesehen ist, denn sonst haben wir bald nur noch Gen-Technik in Deutschland.
  • schrieb am 06.03.2014 um 17:08
    Wenn auch Produkte deklariert sind , so versteht die Formulierungen kaum jemand , wenn man nicht Hintergrundwissen hat
  • schrieb am 06.03.2014 um 17:28
    Langzeitstudien sind notwendig


    Im Gegensatz zu Medikamenten reichen bei genetisch veränderten Nahrungsmitteln Prüfungen von rund vier Wochen aus, ehe ein Produkt auf den Markt kommt. Und: Bis jetzt ist noch immer nicht geklärt, welche Vorteile gentechnisch veränderte Lebensmittel haben.
    Von Jutta Maucher

    'In Verkehr bringen’ sagen Juristen, wenn Nahrungsmittel oder Arzneimittel auf den Markt gebracht werden. Obwohl das Gleiche gemeint ist, sind die Unterschiede gewaltig. „Bei Medikamenten, die nur wenige Menschen erhalten, sind jahrelange Zulassungsprozesse strengstens vorgeschrieben. Dagegen reichen bei genetisch veränderten Nahrungsmittel Prüfungen von durchschnittlich vier Wochen ehe ein Produkt, das die gesamte Bevölkerung ständig erwerben kann, auf den Markt kommt“, sagt der Umweltreferent der Kärntner Ärztekammer, Dieter Schmidt. Er kritisiert nicht Gen-Versuche per se, sondern deren Dauer und mangelnde Wissenschaftlichkeit. Denn genetische Veränderungen werden in der Regel erst viel später sichtbar und er nennt ein plakatives Beispiel: „Wenn jemand vier Wochen lang 40 Zigaretten täglich raucht, gilt er nach dieser Zeit trotzdem noch als gesund.“ Daher fordert Dieter Schmidt eine unabhängige Grundlagenforschung, die über Monate und Jahre geht. „Bis jetzt wissen wir nicht, ob uns gentechnisch veränderte Lebensmittel einen Vorteil bringen“, so Schmidt.

    Vieles andere in Bezug auf gentechnische Veränderungen ist allerdings bekannt. Beispielsweise haben Gen-Erbsen in Australien bei Versuchsmäusen zu Lungenentzündungen geführt. „In Europa hätten die Gen-Erbsen aber eine Marktzulassung als Lebensmittel erhalten können. Denn Fütterungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind in der EU nicht zwingend vorgeschrieben“, sagt Schmidt. Zu den Bestimmungen der EFSA (European Food Safety Authority) führt er weiter aus: „Wichtig ist nur, dass die Proteine im Gen-Nahrungsmittel die gleiche Aminosäure-Frequenz aufweisen. Das ist normalerweise der Fall und dann begnügt man sich mit vier Wochen Fütterungsversuchen.“

    Dabei reichen oft jahrelange Vorstudien bei Medikamenten nicht, um sämtliche Nebenwirkungen zu erfassen. Beispielsweise ist der Einführung des Medikaments Rofecoxib eine randomisierte und placebokontrollierte Langzeitstudie vorausgegangen, bei der 2600 Patienten beobachtet wurden. Erst nach 18 Monaten wurde ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte festgestellt, woraufhin die Substanz vom Markt genommen werden musste. Ein weiteres Beispiel: Bereits 1999 wurden in Frankreich 27 Kinder mit einer angeborenen Immunschwäche X-Scid durch Übertragung eines so genannten il2rg-Gens behandelt. 2003 musste die Behandlung abgebrochen werden, da drei der Kinder an Leukämie erkrankten. Deutsche Forscher haben dazu in einer Studie an Mäusen die krebsfördernden Eigenschaften des il2rg-Gens nachgewiesen. In einem Beobachtungszeitraum von eineinhalb Jahren erkrankte etwa ein Drittel der Mäuse an Lymphdrüsenkrebs. „Das bedeutet, dass Langzeitfolgen einer Gentherapie noch weitgehend unbekannt sind“, so Dieter Schmidt.


    Für gentechnikfreie Nahrung

    Trotzdem: Insgesamt scheint es bei Arzneimitteln einfacher zu sein, eine Unverträglichkeit zu erkennen: Entweder die Salbe wirkt oder sie ruft allergische Reaktionen hervor – was leicht nachzuprüfen sei, meint Schmidt.
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 17:28
    hier der zweite Teil:
    Anders ist das bei Nahrungsmitteln: „Wenn ich beispielsweise einen Hamburger esse, der Fett, Zwiebel und noch so einiges mehr enthält, dann weiß ich nicht sofort von welchem Bestandteil die Unverträglichkeit stammt. Dazu sind langfristige Versuche nötig.“ Daher bezeichnet es der Umweltmediziner als „grob fahrlässig“, dass in der EU bei genmanipulierten Nahrungsmitteln nur kurze, unwissenschaftliche Prüfungen stattfinden. „Ein fehlerhaftes oder nebenwirkendes gentechnisch erzeugtes Nahrungsmittel wird in der überwiegenden Praxis als Teil eines in den Verkehr gebrachten Produktes verwendet, etwa Maisstärke in Chips“, erklärt Schmidt. Ein Rückruf sei mühsam oder gar unmöglich, da es doch unzählige Zwischenhändler und Verarbeiter gibt.

    In diesem Sinn wünscht sich der Kärntner Umweltreferent eine Sensibilisierung seiner ärztlichen Kollegen in Bezug auf gentechnisch veränderte Nahrungsmittel und hält dazu ein eindringliches Plädoyer: „Wir Ärzte sollten uns immer fragen, wem was nützt. Welchen Vorteil hätte gentechnisches Essen? Werden wir gesünder davon? Sind die Risken es wert, alle Konsumenten und unsere Patienten am Gentechnik-Versuch teilnehmen zu lassen? Als Umweltmediziner möchte ich stets der Vorsorge, dem Prinzip der Minimierung von Gesundheitsrisiken oberste Priorität geben, dazu gehört begleitende, unabhängige Forschung, zur Hälfte von der Industrie, zur Hälfte vom Staat finanziert, viel Grundlagenforschung, gesetzlich verpflichtendes Monitoring und selbstverständlich vollständiger Verzicht auf Antibiotika-Resistenzgene, die derzeit vielfach bei der Erzeugung von GVO verwendet werden.“



    © Österreichische Ärztezeitung Nr. 13-14 / 15.07.2008
  • kommentieren
    schrieb am 06.03.2014 um 18:02
    Für fast alles muss eine Privatperson in unserem Land eine Zulassung, diverse Anträge und 'zig Genehmigungen etc. einholen aber die Industrie pflastert uns zu mit nahezu ungeprüften Lebensmitteln ... und sollte es dann nach Jahren zu nachweislichen Gesundheitsrisiken kommen, bedarf es erst wieder langwierige Verfahren um diese vom Markt zu nehmen, bzw. eventuelle Risiken, in Minischrift auf der Packung für den Verbraucher zu deklarieren.
  • kommentieren
    schrieb am 07.03.2014 um 21:33
    > "Anders ist das bei Nahrungsmitteln: „Wenn ich beispielsweise einen Hamburger esse, der Fett, Zwiebel und noch so einiges mehr enthält, dann weiß ich nicht sofort von welchem Bestandteil die Unverträglichkeit stammt. Dazu sind langfristige Versuche nötig.“

    die unterschiedliche Behandlung von Medikamenten / Kosmetika und Lebensmitteln hat ihren Ursprung im Herstellungsprozess und im Kreis der Hersteller.

    Wenn jeder Gastronomiebetrieb - weil er zum Beispiel Gewürzmischungen verwendet, die gentech. verändert sein können - ein spezielles Zulassungsverfahren durchlaufen muss, ist das unmöglich.

    Um sichere Prüfungen machen zu können, muss jeder Betrieb nach der gleichen Rezeptur die gleichen Gerichte herstellen und die gleichen Rohstoffe verwenden. Das ist ebenfalls im handwerklichen Bereich der Gastronomie, Bäcker usw. unmöglich.

    Darum greift man oben bei den chemischen und biotechnischen Zusätzen die Importeure ab, verbietet den Zugang gleich im deutschen Markt und kontrolliert dies straff. Diese Importeure können einen Teil der Waren aber für die Viehfutterproduktion umdeklarieren und an sonstwen ausliefern.
  • schrieb am 06.03.2014 um 18:06
    Wann endlich akzeptieren unsere gewählten Volksvertreter die Meinung des "Volkes", das in der Mehrheit gegen genmanipuliertes Saatgut ist und knicken nicht immer vor der Lobby ein?
  • schrieb am 06.03.2014 um 18:11
    Allein schon die Tatsache, dass Gentechnik zu einer Monopolisierung des Saatguts in den Händen weniger großer Konzerne führt, spricht gegen deren Verbreitung. Wer keine Abhängigkeit will, setzt auf Vielfalt statt Einfalt, d.h. auf die Bewahrung möglichst vieler alter Sorten und deren Weiterentwicklung.
  • schrieb am 06.03.2014 um 19:11
    Bestes Beispiel: Der überwiegende Teil unserer Bevölkerung will keinen Genmais - und durch die bewusste Enthaltung Deutschlands bei der EU-Abstimmung wird dieser Unsinn doch eingeführt.
    Auf die Leute hört doch keiner mehr - es geht nur noch um Kommerz und Profit. Großkonzerne arbeiten auf Saatgut-Monopole hin, unsere Nahrung wird immer mehr synthetisiert. Schlimm!

    Da bleibt uns nur, noch kritischer einzukaufen - regional, biologisch, bewusst!
  • schrieb am 06.03.2014 um 19:20
    In Sachen Gen-Food war es von Anfang an klar (durch Studien und Labortests), dass das nix werden kann. Hier wird, ähnlich wie bei der Atomkraft, auf höchst naive Weise mit Risiken gespielt, die auf der einen Seite heruntergespielt und auf der anderen Seite gar nicht erst offengelegt werden. Dabei sind sie den Verantwortlichen bei Monsanto und Co. bekannt...
  • schrieb am 06.03.2014 um 19:29
    ich bin gegen Gentechnik
  • schrieb am 06.03.2014 um 19:46
    In Zeiten der Online-Petitionen mag es ja altmodisch anmuten:
    n-bnn.de/sites/default/dateien/bilder/Seiteninhalte/Nein%20zu%20Gen-Mais.pdf

    Aber ich persönlich glaube, daß solche Unterschriften-Aktionen, die von renommierten Organisationen wie BÖLW, Schrot & Korn oder Bundesverband Naturkost gestartet werden, mehr bringen, als die meisten Online-Petitionen.

    Wer also in absehbarer Zeit ein paar gleichgesinnte Leute trifft, möge doch vorher so eine Liste ausdrucken und fleißig sammeln.

    Die Aktion läuft noch bis 31.03.2014
  • schrieb am 06.03.2014 um 20:01
    obwohl die deutsche Bevölkerung mehrheitlich Gentechnik ablehnt, hat Deutschland sich am 11.Feb. 2014 bei der EU-Abstimmung gegen Genmais enthalten. Welch heldenhafte PolitikerInnen wir doch haben :-(
  • schrieb am 06.03.2014 um 20:42
    Ich bin gegen Gentechnik und habe auch Angst davor. Keiner kann genau sagen wie es in einigen Jahren damit aussieht und wie stark die Umwelt verändert bzw. geschädigt wird.
  • schrieb am 06.03.2014 um 20:55
    Mit der Enthaltung des deutschen (jetzt Ex-)Landwirtschaftsministers wurde ganz klar gegen den Willen der Bevölkerung abgestimmt - über 70% Ablehnung ist ziemlich deutlich. Vertreten unsere Politiker das Volk oder ziehen die nur ihr eigenes Ding durch? Schade, denn wenn nur noch entschieden wird, wenn sich unsere Koalitionäre einig sind, wird da nicht viel zu erwarten sein.
  • schrieb am 06.03.2014 um 21:05
    Ich lehne Gentechnik ab, weil ich nicht glauben kann, dass wir uns im jetzigen Stadium bereits über die gesamte Bandbreite der möglichen Folgen im Klaren sind. Vielleicht werden wir die Geister, die wir jetzt rufen, später nicht mehr los -> siehe Atomenergie.
  • schrieb am 06.03.2014 um 21:09
    Ich bin absolut gegen Gentechnik. Ich will sowas nicht essen und will schon gar nicht, das es meine Tochter essen muss. Ich befürchte das es sehr gefährlich ist und die Folgen schwerwiegend sein werden. Ich hoffe sehr, das wir noch eine Wahl haben.
  • schrieb am 06.03.2014 um 21:30
    Da ich Kinder habe und keiner genau sagen kann, wie sich die Gentechnik später gesundheitlich auswirken kann, bin ich gegen Gentechnik. Mir ist das zu gefährlich, wieso muss so in die Natur eingegriffen werden?
  • schrieb am 06.03.2014 um 21:34
    Da keiner so genau weiß, was die Gentechnik für Folgen mit sich bringt, bin ich gegen Gentechnik und halte sie für überflüssig.
  • schrieb am 06.03.2014 um 21:49
    Ich lehne Gentechnik ganz klar ab und finde es absolut nicht in Ordnung, dass uns Verbrauchern indirekt veränderte Nahrungsmittel "untergejubelt" werden, z. B. durch Futtermittel (ich selbst ernähre mich seit vielen Jahren ohne Fleisch) oder weil veränderte Produkte einfach nicht deklariert werden (warum wohl?).
  • gelöscht am 07.03.2014 um 09:10 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 06.03.2014 um 22:01
    Lebensmittel mit Gentechnik kommt bei mir nicht auf den Teller. Ich lehne solche Eingriffe in die Natur ab.
  • schrieb am 06.03.2014 um 22:48
    Die Gentechnik beeinflußt uns schon heute - ohne, dass es die meisten Menschen wissen.
    Mich bewegt der Einsatz bei Textilien - hier wissen die wenigsten Leute bescheid - sehr wichtiges Thema!
  • schrieb am 07.03.2014 um 00:20
    Ich glaube, dass es heute so gut wie unmöglich ist komplett auf Genfood zu verzichten. Selbst wenn man sehr genau darauf achtet, bleibt immer ein kleiner Teil in unsrer Nahrungskette hängen. Das darf nicht mehr werden. Natur und Leben sind eins. Da sollte man nicht eingreifen.
    https://www.campact.de/ttip/appell/teilnehmen/
  • schrieb am 07.03.2014 um 03:00
    Ehrlich gesagt steh ich Gentechnik bisher neutral gegenüber. Ich würde die DVD gern gewinnen um mich endlich mal richtig darüber zu informieren.
  • schrieb am 07.03.2014 um 07:39
    Ich will einfach mehr über Gentechnik wissen
  • schrieb am 07.03.2014 um 07:56
    Klar gekennzeichnete Produkte kommen uns nicht ins Haus. Problematisch wird es mit den versteckten Anteilen. Deswegen und auch um ein umfassendes Wissen zu der Thematik aufzubauen wäre diese DVD super. Wir würden uns sehr freuen!
  • schrieb am 07.03.2014 um 08:19
    Neben meinen großen Bedenken der Gentechnik hinsichtlich den Auswirkungen allgemein auf Organismen - was passiert, wenn wir Gentechfood konsumieren- darüber gibt es noch überhaupt keine Klarheit, welche Auswirkungen hat es auf die Tierwelt, etc. finde ich es einen Skandal, dass einige wenige Konzerne viele Landwirte in eine unglaubliche Abhängigkeit bringen, genverändertes Saatgut zu kaufen. Und dass diese Firmen es geschafft haben, ihre Leute geschickt an Entscheidungsträgerstellen zu platzieren, eine Lobbyarbeit sondersgleichen. Dagegen wehre ich mich und möchte gerne mehr Hintergrundwissen dafür bekommen.
  • schrieb am 07.03.2014 um 09:19
    Ich freue mich sehr über diesen Film, da ich wirklich gerne mehr über Gentechnik erfahren möchte.
  • schrieb am 07.03.2014 um 09:41
    Ich bin strikt gegen Genveränderung! Es ist schade, das die Menschen kaum darüber informiert sind. Ich würde die DVD (wie viele ähnliche aus diesem Bereich) mit Freunden ansehen und sie verleihen um möglichst viele Menschen zu informieren. Was sagen wir unseren Kindern, wenn sie uns fragen, was wir dagegen getran haben um Spätfolgen für die nächsten Generationen zu vermeiden?
  • schrieb am 07.03.2014 um 11:11
    Ich bin klar gegen Genfood, die Pflanzen ohne Gentechnick reichen doch total aus. Für mich ist das einfach nur ein sehr perverses Geschäftsmodell um Kohle zu scheffeln. Da hilft nur die Verbraucher macht solche Produkte nicht zu kaufen.
  • schrieb am 07.03.2014 um 11:41
    Die Tatsache, dass es Konzerne gibt, die Patente auf Lebensmittel, bzw. schlimmer die Rohstoffe dafür halten, ist meiner Meinung nach nicht vertretbar. Besonders die dadurch geschaffene Abhänigkeit der Bauern klingt für mich sehr nach moderner Sklaverei.
    Aber auch die nicht abzuschäzenden biologischen Folgen machen mir Bauchschmerzen und ich kann die Argumente der Befürworter, jede Zuchtpflanze sei gentechnisch verändert, nicht mehr hören, denn es ist grundliegend falsch. Ich kann noch so viel züchten, verschiedene Spezies bekomme ich nicht gekreuzt und somit auch ihre Gene nicht rekombiniert.
  • schrieb am 07.03.2014 um 11:56
    Ich befürchte Allergien bei Gen-food. Vor allen Dingen verurteile ich die Aktionen der Multi's bei Gen-Mais und Gen-Soja.
  • schrieb am 07.03.2014 um 12:16
    Ich würde nie Genfood kaufen und hoffe, dass ich nichts untergeschoben bekomme, wovon ich nichts weiß ...ich finde es eine Schweinerei, wie man das alles so durchdrücken kann ohne dass der Verbraucher überhaupt eine Chance hat ...aber ist eben alles von "Oben" gesteuert, leider !!!
  • schrieb am 07.03.2014 um 12:55
    Ich bin vollkommen gegen Genfood und andere genetische Veränderungen. Die Folgen sind nicht vorhersehbar und einmal im Kreislauf der Natur auch kaum zu stoppen oder unter Kontrolle zu halten.
  • schrieb am 07.03.2014 um 14:21
    Wir versuchen nach Möglichkeit Bioprodukte und regionale Produkte in unserem Hause einzusetzen. Leider interessieren sich nicht viele Leute dafür und winken argwöhnisch ab. Die Nachfrage nach "großen Marken" ist leider sehr hoch.
    Gentechnik belastete Produkte ist ein "nogo".
    Regional haben wir uns auch gegen Versuche eines großen Konzerns eingesetzt, der Freisetzungsversuche mit Kartoffeln bei uns in der Region probiert hat. Hier sollte jeder wachsam sein und sich gegen solche Initiativen wehren, bevor es dann zu spät ist und man es nicht mehr aufhalten kann.
  • kommentieren
    schrieb am 07.03.2014 um 15:16
    Ich hätte vermutet, daß wenigstens die Menschen, die im Bio-Landhotel Urlaub machen nicht n u r auf die großen Marken gucken und fregionale Bioprodukte wertschätzen.

    Sehr ernüchternd, wenn das nicht der Fall ist...

    Danke für Euren Einsatz gegen die Freisetzungsversuche.
    Ich finde es wichtig, daß sich nicht nur Privatleute engagieren, sondern auch Unternehmen sagen, daß sie das nicht wünschen.
  • schrieb am 07.03.2014 um 14:26
    Gentechnisch modifiziert und geklont damit es nur noch Einheitsbrei gibt - lecker.
  • schrieb am 07.03.2014 um 14:50
    GVO bedeutet ,in der Regel nach einigen Jahren sehr viel mehr Pestizide, Resistenzen der
    bekämften Unkräuter und auch der Schädlinge, gegen die das eingebaute Gift wirken soll,
    kaputte Böden, oft überschuldete Bauern, da sie stets neues patentiertes Saatgut kaufen müssen, Monokulturen, Verschwinden der Regenwälder, der Kleinbauern,
    Verlust der Artenvielfalt, eventuell auch Beitrag zum Bienensterben,und politisch gesehen ,immer
    grössere Machtkonzentrationen auf dem Saatgutsektor, Kontrolle über unsere Nahrungsmittel, Lobbyismus, politische Einflussnahme, da Regierungen sich hinter die Konzerne stellen, wie in den USA bei Monsanto, und auch Manipulation durch gesponserte Wissenschaftler, also viel, viel Kriminalität. Ausserdem haben alle unabhängigen Forschungsberichte bei mit GVO gefütterten Tieren Auffälligkeiten des Immunsystems oder auch vermehrtes Zellwachstum und anderes festgestellt, doch leider wurden diese Wissenschaftler auf eigentümlichen Wegen ihres Amtes enthoben oder denunziert. Die meisten Studien machen die Konzerne selbst und da ist alles eitel Sonnenschein, alles , was den Bürger beunruhigen könnte, verschwindet ganz einfach aus den Berichten. Und, was auch seltsam ist,, bevorzugen Mitarbeiter der Biotec-Institute für GVO biologische Nahrungsmittel.
  • schrieb am 07.03.2014 um 18:46
    Wir leben vegan und ich möchte nur gentechnikfreie Lebensmittel auf meinem Teller. Über das Video würde ich mich sehr freuen, um mich noch besser zu informieren.
  • schrieb am 07.03.2014 um 21:11
    Wenn wir Menschen überheblicherweise denken, schlauer als die Natur zu sein, ist das in der Vergangenheit noch nie gutgegangen. Wir drehen nach belieben an Stellschräubchen, die das empfindliche Zusammenspiel der Natur vollkommen durcheinanderbringen. Und das alles nur, um immer mehr Profit zu erzielen, den keiner wirklich braucht. Gentechnik ist in meinen Augen etwas, was uns künftig leicht entgleiten kann und dann gibt es kein Zurück mehr. Die Auswirkungen kann doch niemand wirklich abschätzen....
  • schrieb am 07.03.2014 um 22:09
    Die einfachste Art Gentech zu vermeiden besteht darin, auf Fertigprodukte weitgehend zu verzichten. Den Rest (Brot, Brötchen,Milch-/Sojagetränke usw.) sorgsam und intiutiv einzukaufen und insbesondere nur Produkte zu kaufen, deren Zustand von außen erkennbar und deren Angaben deutlich lesbar deklariert sind.

    Das Ideal der Selbstversorgung vom Anbau bis auf den Teller kann heutzutage nicht Jede/r mit beruflichen und familiären Verpflichtungen oder in der Mietwohnung bzw. ohne Grundstück leben.

    Gentech ist derzeit auf Massenproduktion unter Industriebedingungen angewiesen. Angefangen vom Gensojaanbau auf Äckern so groß wie ein Stadtteil, über Mengenabnahmen in der Fastfoodindustrie, die täglich mehrere Millionen Einheiten an Waren produzieren, bis zur Verteilerkette, die täglich mehrere Millionen Wareneinheiten, zB an Fastfood in Restaurants vertreibt.

    Die "Wackelkandidaten", die sich sicherlich schon heute mit Genfood beschäftigen sind: die Viehfutterindustrie, die Backwarenindustrie, die Milch- / Käseindustrie, die Suppen-/Fertigprodukthersteller (auch Babykost), die Fleischverarbeiter (Wurstwaren, Vorprodukte für industrielle Weiterverarbeitung), Hefeindustrie (Industriehefe für Backwaren, Wein, Bier usw.).

    Wer aufgrund seiner Konsumgewohnheiten nicht in das typische Beuteschema der o.g. Hersteller passt, sollte weitgehend gentech-frei leben können, wenn er/sie die hochgradig aufgearbeiteten sogenannten "Kunstprodukte" vermeidet (zB Fertigsaucen, Schmelzkäse, künstlich wirkende Backwaren, Cornflakes / Chips usw.). Je höher der Aufarbeitungsgrad von Lebensmitteln, umso weniger sind deren Bestandteile noch erkennbar und nachverfolgbar. Da ist es gefühlt besser, die eigene "Schrot&Korn" - Küche kulinarisch weiter zu entwickeln. So dass Möhren noch nach Möhren, nicht nach Erdbeeren oder Tomaten, schmecken.
  • kommentieren
    schrieb am 07.03.2014 um 22:32
    "Die einfachste Art Gentech zu vermeiden" ...
    Einfach vielleicht schon, aber auf Dauer nicht ausreichend.
    Etwas mehr Einsatz ist schon von Nöten, wenn wir hier keine Verhältnisse wie in Kanada, Brasilien oder Argentinien wollen.
    Sonst gibts die nicht gentechnisch veränderten Varianten einfach nicht mehr.
    Und somit auch keine Wahlmöglichkeit.
    http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/articleD8MEF-1.177834
  • kommentieren
    schrieb am 07.03.2014 um 23:26
    enviro65 - So einfach ist das nicht, das ist Wunschdenken was Du praktizierst.
    Du hast dann keine Möhren mehr, die ohne Gentechnik sind. Es ist dann aus und vorbei mit der Wahlfreiheit und kochen nach Schrot&Korn. Du bist dann gezwungen den Einheitsbrei zu essen und aufgrund von Pollenflug usw. bleibt auch dein hauseigenes Gärtchen nicht gentechnikfrei.
  • kommentieren
    schrieb am 08.03.2014 um 21:12
    > keine Möhren mehr, die ohne Gentechnik sind

    nee, die Gemüsesorten abseits der Lebensmittelindustrie sind für die Gentech Industrie vollkommen uninteressant. Mit 6 Gramm Samentütchen sind keine Billionen zu verdienen. Wüsste auch keinen Fall, in dem Iglo (Ranchmaster) die Hausgärten nach Ware abgrast -)

    > aufgrund von Pollenflug

    das ist in der Tat ernstzunehmen und eine mal interessante Frage an den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer
  • kommentieren
    schrieb am 09.03.2014 um 08:03
    @enviro, da täuscht Du Dich:
    http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Die_Kalzium_Karotte__Genetisch_veraenderte_Moehren_zum_Schutz_vor_Osteoporose_1741015584636.html

    Keine Ahnung, ob die Kalzium-Möhre inzwischen noch ein Thema ist.
    Die Konzerne arbeiten an allen Ecken daran, uns angebliche Verbesserungen zu verkaufen.
    Und es gelingt.

    Gestern habe ich irgendwo gelesen, daß sehr viele Menschen laktosefreie Produkte kaufen, ohne eine Laktose-Unverträglichkeit zu haben.
    Einfach, weil ihnen suggeriert wird, das sei gesünder.
  • kommentieren
    gelöscht am 09.03.2014 um 08:06 von Maria_L
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • kommentieren
    schrieb am 09.03.2014 um 17:30
    Es gibt die sogenannten Sicherheitsabstände zwischen Gentechnikpflanzenfeldern und konv. Feldern, das sind in der Regel einige Meter. Der Flugradius einer Biene beträgt aber immerhin 5 Kilometer, was ja für eine Pollenverbreitung sprechen würde. Deshalb heisst es jetzt von der Gentechnikindustrie, die Maispollen wären für Insekten uninteressant. Dies wiederum ruft eine neue Gefahr auf den Schirm, keine Nahrung für Bienen & Co. Völlig ausser Acht gelassen wurde auch die Verbreitung durch Nagetiere, Mäuse etc., die diese Körner auf andere Felder schleppen und die Stoppschilder nicht lesen können. Die Verbreitung über die Erntemaschinen, die die Gentechnikpflanzen in die Scheune transportieren wurde auch gänzlich "vergessen".
    http://www.transgen.de/recht/koexistenz/757.doku.html
    Zitat:
    "Transport über große Entfernungen
    Maispollen wird kaum über große Entfernungen verbreitet. Die männlichen Maisblüten produzieren zwar große Mengen Pollen, doch er ist schwer und befruchtet in erster Linie weibliche Blüten in der Nähe. Auch Insekten fliegen die für sie unattraktiven Blüten nur selten an und spielen daher bei der Befruchtung kaum eine Rolle.

    Unter bestimmten Umständen - bei Wind, Thermik oder starken Luftströmungen - können Maispollen über große Entfernungen verfrachtet werden. Dabei
    „verdünnt“ sich der Pollen und verteilt sich über eine größere Fläche. Zwar kann es zu einzelnen GVO-Einkreuzungen in andere Maispflanzen kommen, auch wenn diese mehrere Kilometer vom gv-Maisfeld entfernt sind. Doch: Dieses bleiben einzelne, zufällige Ereignisse. In der Maisernte sind sie kaum oder gar nicht messbar."
    Zitat Ende
    Alles nicht so schlimm, lt. Genindustrie
    Hier gibt es den Atlas der unvorhergesehenen Verbreitung:
    https://www.testbiotech.org/sites/default/files/Testbiotech_Ausbreitung_Transgene.pdf
  • kommentieren
    schrieb am 10.03.2014 um 11:41
    > Kalzium-Möhre
    und
    > daß sehr viele Menschen laktosefreie Produkte kaufen, ohne eine Laktose-Unverträglichkeit zu haben. Einfach, weil ihnen suggeriert wird, das sei gesünder.

    ich ahne, worauf Du anspielst und es erinnert mich an den angeblich so "besonders eisenhaltigen Spinat" -) Die Karawane ist schon länger (50 Jahre ?) unterwegs.

    Gentech - Saatgut benötigt verschiedene genau definierte Wachstumsvoraussetzungen, die nur auf einen Ausschnitt von einigen privaten Kleingärten erreichbar passen. Die Kalziummöhre wächst auf Sand und braucht ein ausgesprochen warmes Meeresklima. Als "functional Food" ist sie nur für einen bestimmten Teil der Menschheit interessant, aber für die Lebensmittelindustrie wieder nicht. So teuer ist die Zugabe von "Gips" nicht.

    Die Herstellung von Gentech - Sämereien lohnt sich nur, wenn dahinter Super-Großabnehmer der Agroindustrie stehen, die in kurzer Zeit eine sehr hohe Stückzahl abnehmen. Die Keimfähigkeit von Saatgut hält ungefähr 2 Jahre, ist also kein Lagerposten.

    Ich kann mir nur ein Überschwappen von Gentech vorstellen, wenn die typische Massenware (Tomaten, Gurken, Zucchini ...) mit Gentechsamen erzeugt wird und diese Samen zugleich den privaten Gärtnern, in Tütchen gefüllt, als "neue Sorte" präsentiert wird. Das ist dann eine Sorte von bis zu Hundert anderen.

    Versteh mich nicht falsch, aber Gentech kostet erheblich mehr als Züchtung. Darin sehe ich die Chance, dass sich Gentech mit den gegenwärtigen Methoden nicht komplett verbreitet. Anders bei der Züchtung. Evtl. kannst Du Dich noch an die (mediale) Jagd auf Kleingärtner erinnern, die ihre Erdbeeren selbst vermehrten und auch teilweise weitergaben bzw. an Kartoffelzüchter. Da haben Züchter alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Vermehrung schon für den Eigenanbau (!) gerichtlich zu untersagen und Lizenzgebühren eingetrieben.
  • kommentieren
    schrieb am 10.03.2014 um 13:27
    @enviro, ich bin nicht sicher, ob wir über das gleiche Thema reden.

    Parallelen zum Eisen-Spinat-Problem kann ich jedenfalls nicht erkennen.
    Damals war ein Messfehler schuld daran, daß eine bestimmte Pflanze ein falsches Image bekam.

    In Fall gv- Möhre bzw. laktosefreie Produkte geht es darum, daß dem Verbraucher suggeriert wird, ein natürliches Produkt (in dem Fall die normale Möhre oder die laktosefreie Milch) sei nicht so gesund, wie eine industriell veränderte Variante.
    "Als "functional Food" ist sie nur für einen bestimmten Teil der Menschheit interessant".
    Das glaubst Du und ich glaube es auch...aber viele Verbraucher sind da sehr leicht zu beeinflussen und halten diese Produkte tatsächlich für einen Gewinn und sind auch bereit, mehr Geld dafür zu zahlen.

    Deine Einschätzungen über die Feldmöhre halte ich für sehr weit hergeholt. Noch ist das Ganze ja fiktiv und wir sollten uns nicht an der Möhre festbeißen (obwohl es ja gesund wäre ;-))

    Ich hatte ja nur erwähnt, daß auch Pflanzen betroffen sind, die im Garten angebaut werden.
    Damit meinte ich nicht, daß zu befürchten wäre, die Kalziummöhre käme in den Garten-Handel.

    Aber es könnte versehentlich normales Saatgut der Feld-Möhre mit gv-Saatgut vermischt werden und ab dem Moment gibt es kein normales Saatgut mehr und somit auch keine Wahlfreiheit.

    OK - bei der Möhre ist die Gefahr weniger groß, weil im Feldanbau sowieso vorwiegend F1-Hybriden zum Einsatz kommen und in der Saatgewinnung wird sicher sehr gut aufgepasst, daß es nicht zur Duchmischung kommt.

    Die Möhre war nur ein Beispiel.
    Bei anderen Pflanzenarten oder auch Honig besteht ja in manchen Regionen heute schon keine Wahlfreiheit mehr.

    Da es in der USA / Kanada heute fast unmöglich ist, Bio-Pflanzen ohne gv-Verunreinigung zu ziehen, wird diskutiert, ob die Produkte davon (z.B. auch Honig) in DE auch verunreinigt auf den Biomarkt kommen dürfen.
    Als nächstes wird das Gesetz dann für hiesige Produkte aufgeweicht u.s.w.

    Das Problem des Pollenflugs brauchst Du der Landwirtschaftskammer nicht mehr stellen. Das ist seit vielen Jahren bekannt und durch und durch diskutiert.
    Es wird nur von manchen Stellen bis heute hartnäckig verniedlicht.
  • kommentieren
    schrieb am 10.03.2014 um 15:20
    "Ich kann mir nur ein Überschwappen von Gentech vorstellen, wenn die typische Massenware (Tomaten, Gurken, Zucchini ...) mit Gentechsamen erzeugt wird und diese Samen zugleich den privaten Gärtnern, in Tütchen gefüllt, als "neue Sorte" präsentiert wird. Das ist dann eine Sorte von bis zu Hundert anderen."

    bezieht sich auf die realen und bereits am Markt für private Gärtner angebotenen toleranten / resistenten Sorten gegen Braun-/Stengelfäule , die wie aus dem Nichts beworben werden mit den selben Argumenten (Ernte nicht mehr in Gefahr; Lösung gegen einen Pilz, gegen den es kein Mittel gibt ...)

    > Parallelen zum Eisen-Spinat-Problem

    Eisen - Spinat ist das zweite beworbene "functional food", wie vorher Milch - Kalzium und Butter - Intelligenz, später Fisch - Jod ....
  • kommentieren
    schrieb am 10.03.2014 um 15:26
    Deine Feststellung, dass gentechnisch veränderte Pflanzen in der Herstellung teurer sind als normale Züchtungen, mag richtig sein.
    Monsanto& Co verdienen an den Patentgebühren, vor allen Dingen an den mitverkauften Pestiziden, wie Round Up. Gentechnikpflanzen gibt es nur im Doppelpack mit Pestiziden. Aufgrund der Anpflanzungen gentechn.veränd.Pflanzen hat sich der Pestizideinsatz enorm erhöht. Die Pflanzen werden immun gegen die Spritzmittel, ebenso die Schädlinge. Es entstehen sogenannte "Superunkräuter". Die Pollen der gent.veränd.Pflanzen vermischen sich auch mit Pflanzen aus der ihnen zugehörigen Pflanzenfamilie. Das ist in Kanada mit Roggen geschehen.
    http://www.ngo-online.de/tags/pestizide/
    Da liegt der Gewinn und in der Saatgutabhängigkeit der Bauern.

    Nachtrag:
    Noch gibt es keine gentechn.veränderte Samen im Samentütchen zu kaufen. Das Saatgut, das jetzt im Verkauf ist, wurde durch Züchtung verbessert. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Züchtung hat mit gentechnischer Veränderung nichts zu tun.
  • kommentieren
    schrieb am 10.03.2014 um 16:23
    "Züchtung hat mit gentechnischer Veränderung nichts zu tun."
    Ja, diese Unterscheidung ist sehr wichtig.

    Die Züchtung resistenter Sorten ist gerade für den Bio-Anbau wesentlich, wo eben k e i n e (oder weniger Biozugelassene ) Pestizide eingesetzt werden müssen, weil Äpfel gegen Schorf resistent sind oder Kartoffeln gegen Fäule u.s.w.

    Dagegen werden die gv Sorten - wie Bada schon schreibt - (größtenteils) gezüchtet, um in Kombination mit Pestiziden vermarktet zu werden.
  • schrieb am 08.03.2014 um 03:50
    Ich war letztes Jahr auf der Demo gegen Monsanto in London. Es war unglaublich ueberraschend, wie wenig Leute da waren! Ich meine, London ist eine der groessten Staedte Europas, und es leben mehrere Millionen Menschen dort. Aber nur ein paar hundert waren dort. Die Leute muessen echt mehr aufmerksam gemacht werden auf diese Schei*** - auf diese Ungerechtigkeit, die ihnen (den "Uninformierten") einfach untergeschoben wird! .... macht mich soooo sauer, dass Konzerne wie Monsanto mit GMO davonkommen... Schweinerei!!!
  • schrieb am 08.03.2014 um 10:05
    Wir bearbeiten zur Zeit in unserem Fach Biotechnologie das Thema Gentechnik. Ich muss ehrlich gestehen, das ich mich vorher nicht so mit Gentechnik befasst habe. Ich habe es vorher eher als positiv angesehen, weil ja sooo viele tolle Sachen dabei heraus kommen können und es gar nicht schädlich ist. Ich kann mir nun auxh erklären warum so viele Menschen sich nicht weiter krümmen machen im die Einführung solcher Produkte zu vermeiden. Es ist auf dem Lande schwer sich gegen alte Prinzipien durchzusetzen. Wir haben schon immer Monsanto, Pioneer und Co. Produkte gekauft. Die waren gut, also können die nur noch besser werden. Ich versuche nun im kleinen Kreis die Leute wach zu rütteln und denen eibe Aufklärung zu bieten. Ich achte auf regionales. Und informiere mich auf vielen Portalen auf Neuigkeiten um es dann auch weiter zu geben. Ich würde den Film gerne in der Schule zeigen und bei uns im Dorf, um dort ein größeres Publikum aufklären zu können. Nette Grüße Annette
  • schrieb am 08.03.2014 um 11:48
    Ich telefonierte mit Monsanto. Diese Firma ist überzeugt davon, dass sie nachhaltig ist. Wer hat mit den Managern schon fachkundig gesprochen oder korrespondiert?
  • kommentieren
    schrieb am 08.03.2014 um 13:48
    6Utopia:
    Was versprichst du dir von einem Gespräch? Das sind geschulte PR Leute, die natürlich ihre Firmenstrategie. als Retter der Welternährung, nach aussen tragen.
    Dir geben sie sehr gerne am Telefon Auskunft darüber, Fragen von prof. Journalisten oder NGOs verweigern sie sich..
    Monique Robin, die eine Reportage über Gentechnik gemacht hat und auch ein Buch darüber geschrieben hat. "Monsanto, mit Gift und Genen" hat vergeblich versucht, ein Interview zu bekommen, wie viele vor und nach ihr.
    http://www.youtube.com/watch?v=OuRxppqKQds
  • kommentieren
    schrieb am 08.03.2014 um 18:36
    "Wer hat mit den Managern schon fachkundig gesprochen oder korrespondiert?"
    Oh, da haben sich schon viele versucht.
    Frag mal diesen Herren
    http://de.wikipedia.org/wiki/Percy_Schmeiser
    (und seine Frau)

    Aber wenn Du es noch mal probieren willst, dann lass uns gerne wissen, mit welcher Telefonnummer Du irgendwelche Verantwortlichen erreicht hast.
  • gelöscht am 10.03.2014 um 13:09 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 08.03.2014 um 22:40
    Ich bin immer wieder schockiert, wenn ich sehe und höre, was sich da in Nordamerika aber auch hierzulande in Europa alles abspielt. Umso stolzer bin ich dann auf meine Eltern, die in ihrem Garten immer noch alte Sorten zum Beispiel von Tomaten und Kartoffeln anbauen und so auch für den Saatguterhalt sorgen. Ich für meinen Teil versuche beim Einkauf und Konsum ganz bewusst darauf zu achten, welchen Ursprung die Lebensmittel haben.
  • schrieb am 09.03.2014 um 09:44
    Gentechnik kann ein Segen, aber auch ein Fluch sein.
  • kommentieren
    schrieb am 10.03.2014 um 15:28
    Wo liegt Deiner Meinung nach der Segen? Das würde mich mal interessieren, Heerdtie
  • schrieb am 09.03.2014 um 11:11
    Gentechnik ist vielleicht wichtig für die Medizin, hat aber nichts auf unseren Feldern und in unseren Gewächshäusern zu suchen! Schon jetzt werden auf ganzen Landstrichen der USA und Südamerikas Gen-Mais und Gen-Soja angebaut. Ganz zu schweigen von den rießigen Regenwaldgebieten, die dafür abgeholzt wurden. Wir brauchen keine Gentechnik, weder in unserem Essen noch in dem unserer Nutztiere.
    Die großen Firmen wollen die Bauern doch nur in ihre Abhängigkeit bringen und selbst den großen Profit machen.
  • schrieb am 09.03.2014 um 18:22
    Bäuerliches altes Saatgut sollte in Kolumbien verboten werden, dagegen regt sich heftiger Widerstand. So versuchen die Konzerne, wie Monsanto & Co. ihre Marktmacht durchzusetzen.
    Das heisst, immer aufmerksam sein und immer wieder dagegen kämpfen, denn Politiker sind um es höflich auszudrücken, zu "konzernnah", auch bei uns.



    http://www.saatgutkampagne.org/kolumbien.html
  • schrieb am 09.03.2014 um 19:58
    Ich kaufe seit Jahren ausschließlich im Naturkostfachhandel. Doch wenn es den USA erlaubt wird, gentechnisch veränderte "Bio"-Lebensmittel nach Deutschland zu importieren, werde ich dann noch genauer hinsehen und nachfragen, wo die Produkte oder Zutaten herkommmen. Wenn ich mir daneben ansehe, was die EU so alles durchwinkt auch in BEzug auf Gentechnik, finde ich diesen Einheitsgedanken immer unattraktiver. Man verliert als EInzelner immer mehr Einflussmöchkeiten, je größer die Gremien werden.
  • schrieb am 09.03.2014 um 22:19
    Gentechnik auf den Äckern ist für mich nicht zu akzeptieren.
  • schrieb am 10.03.2014 um 07:53
    Gentechnik könnte Saatgut theoretisch besser machen, doch die Praxis hat in der Vergangenheit zu oft gezeigt: greift der Mensch ein - sucht sich die Natur einen anderen Weg. Es gibt genug Beispiele aus Züchtungen. Dazu kommt, dass kein Konzern etwas herstellt, weil er Gutes für die Menschen tun möchte, sondern einfach und allein deshalb, weil es um Profit geht. Umweltschutz, krebserregende Stoffe, unerwünschte Nebenwirkungen - egal, Hauptsache der Umsatz stimmt. Ich bin absolut gegen Gentechnik, denn kein Mensch kann in die Zunkunft sehen und damit die Folge solcher Experimente abschätzen.
  • gelöscht am 10.03.2014 um 14:17 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 10.03.2014 um 11:29
    Bäuerliches Saatgut lässt sich bei angrenzenden Gentech-Feldern fast nicht von dem genveränderten Erbgut reinhalten - gerade bei Mais kann durch den Pollenflug auch bei großen Abständen eine solche Verunreinigung stattfinden. Dabei wäre es im Prinzip den Saatgutherstellern sogar möglich, für das dann gentechnisch verunreinigte Saatgut Lizenzgebühren zu erheben, da entprechende Gensequenzen patentiert wurden. Zumindest aber wird es Bauern fast unmöglich, eigenes Biosaatgut herzustellen. Daher kann es kein Nebeneinander mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln geben.

    Ein weiterer mir wichtiger Punkt: Die Idee, den Mais selbst zu vergiften (nichts anderes ist die sogenannte Insektenresistenz) und danach die gesamte restliche Planzenwelt abzutöten (außer den Mais, genannt "herbizidresistenz") erzeugt einen Bereicht toter Erde, in der alle ökologischen Kreisläufe zum Erliegen kommen. Das Problem der Bodenzerstörung in der konventionellen Landwirtschaft wird durch die Nutzung von genverändertem Saatgut also nochmals potenziert.


    Zu den unabsehbaren Folgen für Ökosysteme auch jenseits des konkreten Feldes wurde von anderen Teilnehmern schon viel geschrieben, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
  • schrieb am 10.03.2014 um 15:34
    Gentechnik ist gemeinsam mit der Atomkraft eine der großen, unberechenbaren Techniken der Menschheit.
    Ich fühle mich verpflichtet, dagegen zu kämpfen!
  • schrieb am 10.03.2014 um 15:44
    Die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren ist eines der unverzichtbaren Notwendigkeiten auf unserer Erde - mit Gentechnik ist das unvereinbar. Wem das nicht reicht, der denke darüber nach:

    Was ist der nächste Schritt? Wo soll uns die Gentechnik noch hinführen? Erst Pflanzen, dann Tiere und dann der Mensch???
  • schrieb am 10.03.2014 um 18:38
    Bzgl. der Gentechnik komme ich mir als Versuchskanninchen vor, welches Konzernen und Politikern günstig zur Verfügung steht.
  • schrieb am 11.03.2014 um 09:01
    ich würde mir wünschen,daß viel mehr Menschen gegen Genmanipulationen protestieren.
    Es sollte aber auch mehr aufgeklärt werden.....denn ,wer in der Bevölkerung weiss schon,daß wir schon längst Gen-Mais haben ( von Monsanto und Pioneer),die aus den USA importiert werden dürfen.
  • schrieb am 11.03.2014 um 09:08
    ....übrigens...auch das Gemüse-Saatgut,daß man hierzulande kaufen kann (Kiepenkerl & Co.) ist laut Recherche im Internet von MONSANTO und ggf. genmanipuliert ...und das obwohl Kiepenkerl-Samen auch als BIO angeboten werden
  • kommentieren
    schrieb am 11.03.2014 um 09:38
    Das wäre mir neu, könntest du mir dafür vielleicht ne konkretere Quelle geben ?. Nachvollziehbar ist mir, dass Monsanto jede Menge Saatgutfirmen aufgekauft hat bzw. beliefert, z.B. De Ruiter, Seminis, Gärtner Pötschke, Wyss Samen und Pflanzen, Kiepenkerl. Wenn man also Monsanto nicht indirekt unterstützten möchte, sollte man auch diese Marken meiden. Allerdings ist das vertriebene Gemüse-Saatgut eigentlich nicht genmanipuliert, dazu bräuchte es eine entsprechende Zulassung, die zumindest momentan in der EU noch nicht existiert.

    Einen guten Artikel dazu findet man unter http://www.tinto.de/tipps/monsanto-als-ungebetener-gast-im-garten/
  • kommentieren
    schrieb am 19.03.2014 um 21:31
    Bei einem Blick in den neuen Katalog von Gärtner Pötsche habe ich drei Artikel Roundup entdeckt. Das Zeug "erobert" jetzt also auf diesem Wege die Familiengärten. Möchte nicht wissen, wieviele Menschen sich dieses Zeug bedenkenlos bestellen und einsetzen.
  • kommentieren
    schrieb am 19.03.2014 um 21:38
    > Pötschke
    da brauchst Du gar nicht zu P. gehen. Einmal in den nächsten Baumarkt, wahrscheinlich offen auf Palette in Kinder-Griffhöhe. Die Flaschen haben auch die entsprechend ansprechende Farbe und tief gebaute Displays. Bis mal einer mit Schaum vorm Mund durch den Hornbach / Obi / Toom / Hellweg / Dehner .... läuft. Wenn noch nicht geclont, auch nicht gesundheitsfördernd.
  • kommentieren
    schrieb am 19.03.2014 um 21:48
    Da hast Du wahrscheinlich Recht. In diese Ecke gehe ich nicht im Baumarkt. Braue mir meinen Dünger selber: aus Kanne Brottrunk und diversen anderen Zutaten aus dem Garten.
  • kommentieren
    schrieb am 11.03.2014 um 09:44
    Das stimmt so nicht, der Samen ist nicht genmanipuliert. Kiepenkerl allerdings wurde von einem Tochterunternehmen von Monsanto aufgekauft.
    Die Saatgutriesen sind momentan dabei, die kleineren Firmen aufzukaufen besonders Monsanto ist da sehr aktiv.
    https://denkbonus.wordpress.com/2012/05/04/warnung-monsanto-unter-falscher-flagge/

    Ob sich auf diese Weise ab und zu gentechn.veränderter Samen auch unters Volk bringen läßt, sei dahingestellt.
  • schrieb am 11.03.2014 um 10:52
    "ggf. genmanipuliert" soll heißen "gegebenfalls genmanipuliert" und war meine Vermutung ...zumindest,daß die Verknüpfung mit Monsanto nicht vertrauensfördernd ist .

    "Allerdings ist das vertriebene Gemüse-Saatgut eigentlich nicht genmanipuliert, dazu bräuchte es eine entsprechende Zulassung" ----> ist sicherlich richtig.

    Mein Kommentar war da zu oberflächlich ...danke für die interesanten Links und Korrekturen.
  • kommentieren
    schrieb am 11.03.2014 um 12:21
    Alles klar, gerne & liebe Grüße
  • schrieb am 11.03.2014 um 12:17
    Gentechnik ist nicht sonderlich natürlich. Mich stört am meisten, dass die Risiken nicht erforscht sind. Mme Curie dachte damals auch, Radioaktivität ist ein Segen und völlig harmlos!
    Viele Grüße
  • schrieb am 11.03.2014 um 17:22
    Schlimm, dass uns die Regierung nicht vor diesem Wahnsinn schützt und die Angst des Bürgers vor Gentechnik nicht für voll nimmt. Da hilft es nur Bioprodukte zu kaufen.
  • gelöscht am 11.03.2014 um 17:37 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • gelöscht am 11.03.2014 um 17:36 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • gelöscht am 11.03.2014 um 17:36 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • gelöscht am 14.03.2014 um 08:58 von Utopia-Team
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • schrieb am 12.03.2014 um 20:17
    Ich habe keine Angst, dass diese Lebensmittel irgendwie ungesund oder schädlich sind. Aber ich möchte nicht in einer Welt Leben, in der man Biodiversität zerstört und Nahrungspflanzen zum Patent von Unternehmen werden!

    In wenigen Dingen sind sich die Deutschen so einig. 80% der Bevölkerung lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Das kann doch von der Bundesregierung nicht einfach ignoriert werden! Das ist für mich die größte Enttäuschung. Wenn die Tür und Tor einmal geöffnet sind werden wir doch überschwemmt von gv-Fleisch und Co. !
  • schrieb am 18.03.2014 um 23:36
    > in der man Biodiversität zerstört und Nahrungspflanzen zum Patent von Unternehmen werden!

    es sind nicht nur Pflanzen. Es sind auch Versuche gemacht worden, gentech. Tiere patentieren zu lassen. Im Prinzip lassen sich alle gentech Erfindungen entweder von der Seite der Land- und Forstwirtschaft oder von der Seite der Medizin patentieren.

    Wir sind auf die Frage eines Patents von gentech Embryonen - weltweit - nicht vorbereitet. Nach der derzeitige Lage gibt es wohl keinen weltweiten Ausschluß von Tieren und Menschen aus dem Patentrecht.

    Alle hier diskutierten Phänomene, (Erb-)Krankheiten zu vermeiden, "Resistenzen" zu schaffen gegen Krankheiten usw. lassen sich auch auf Tiere und Menschen übertragen. * Zum Beispiel den Menschen, der nie Krebs bekommen kann oder nie Diabetiker werden kann, oder nie süchtig von Drogen werden kann ... das wird eine Zerreißprobe in der Diskussion.**

    - -
    Quellen/Links:

    ** zum Ausdruck "Zerreißprobe" -> "Patent auf Turbo-Kuh bleibt" SZ 3.3.2010
    über das Verfahren beim Europäischen Patentamt. Die Einsprüche reichten von Greenpaece bis zur katholischen Einrichtung Miserior
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/patent-auf-leben-patent-auf-turbo-kuh-bleibt-1.22902

    * zur gentech Anpassung tierischer Eigenschaften an menschliche Verträglichkeiten (Eiweisse in der Fleischproduktion)
    -> "Die Designer-Kuh: Genmanipuliert, geklont, patentiert"; Bundesverband der Tierversuchsgegner
    http://www.tierrechte.de/themen/landwirtschaftliche-intensivtierhaltung/kuehe/die-designer-kuh-genmanipuliert-geklont-patentiert
  • schrieb am 19.03.2014 um 14:14
    ein wahl - tipp für die EU wahl:

    mensch - tier - umwelt - partei

    danke !!!
  • schrieb am 20.03.2014 um 21:09
    also ich bin gegen jede form gentechnisch veränderter lebensmittel - gegen jede - aber dieser film ist ein wirklich schlimmes machwerk und es lohnt sich nicht in anzuschauen. da gibt es wirklich besseres und informativeres material gegen gentechnik. absolut tendentiös, einseitig und emotional aufbauschend....gruselig.
Kommentar schreiben
(5000/5000)