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Fundstück der Woche

Wolle aus Milch

Seit den 80er-Jahren geistert das Phantom der eierlegenden Wollmilchsau durch die Arbeitswelt. Das Utopia-Fundstück der Woche wartet jetzt mit einem Produkt dieses Phantoms auf: Wolle aus Milch.


Heute präsentieren wir Ihnen das letzte Fundstück unserer Serie. Mit Käse aus Milch hat sie begonnen, mit Wolle aus Milch geht sie zuende:

Selbstgestricktes ist wieder in – im besten Fall kommt dabei sogar nur Öko-Garn zwischen die Nadeln. Zu den Top-Innovationen auf dem Öko-Strickmarkt gehören neben Recylinggarnen jetzt auch Milchfasern.

"Latte" heißt die neueste Kreation aus der ökologischen Garnlinie des Wollherstellers Lana Grossa. Basis für dieses neuartige Garn ist ökologisch angebaute Baumwolle aus Tansania und Indien, der bei der Verarbeitung noch Milchfasern beigemischt wird. Sie verleihen der Wolle eine besondere Struktur, einen seidig-weichen Griff und sollen besonders hautfreundlich sein. Um diese „Milch-Wolle“ zu gewinnen, wird die Milch zunächst entwässert und dann abgeschöpft. Die so gewonnenen Milchproteine werden dann wie andere Funktionsfasern weiterverarbeitet.

Jetzt können Sie sich entscheiden: Latte Macchiato trinken oder doch lieber einen "Latte Pullover" stricken?

 

Was meinen Sie? Schräg, schön, genial oder überflüssig: Hier finden Sie mehr Details zur Wolle aus Milch.

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Im Utopia Produktguide finden Sie über 300 weitere Milchprodukte zum Essen, Trinken oder zur kreativen Verarbeitung.

Thema: Fundstück der Woche, Stand: 09.11.2010 von

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  • schrieb am 08.05.2012 um 13:56
    werden die Tiere nicht schon genug ausgebeutet? Bitte nicht...
  • schrieb am 09.04.2012 um 15:19
    Weiß hier eigentlich auch irgendjemand, wieviel Milch man dafür überhaupt braucht? Angenommen, das ganze ist echt effizient (kann ja durchaus sein!), so dass man für die Haltung der Kühe weniger Fläche braucht als für die gleiche Menge an Baumwollfeldern. Dann es überhaupt keinen Sinn machen, über diese "Verschwendung" von Milch zu schimpfen, da auf der frei gewordenen Fläche wiederum mehr Lebensmittel (Rinder, Bio-Gemüse etc.) gewonnen werden kann.

    Wir sollten auch davon ausgehen, das viele Kunden dieser Fasern von konvnetioneller Baumwolle wechseln und nicht schon Öko-Baumwolle aus Fairtrade-Produktion tragen. Da kann es vom Umweltaspekt her durchaus Sinn machen. Oder auch nicht. aber weiß denn irgendjemand hier wirklich, wieviel Milch man dafür braucht, wie die Co2-Bilanz aussieht? Ich habe das Gefühl, das diese Milchfasern ohne jegliches Wissen verteufelt werden, nur um eigene Öko-Prinzipien hochzuhalten. Falls man damit Baumwollfelder spart und dort ein Mehr an Lebensmitteln produzieren kann, kaufe ich in Zukunft auch gerne Milchfasern. Da braucht es aber erstmal unabhängige Kontrollen und Untersuchungen für. ;-) mehr weniger
  • schrieb am 30.10.2011 um 18:35
    bei www.pascuali.eu gibt es sogar aus 100% Milchfaser. Es soll sogar vom Ökotest die Qualifikation als 1. Qualität für Babyklamoten bekommen haben.
  • schrieb am 29.03.2011 um 13:35
    hi maria

    das sehen die schweine aber gaaaanz anders. :o)

    es gibt sehr viel schmuck daraus, sogar nahmhafte schmuckhersteller verwenden galalith. solange es aus nebenprodukten hergestellt wird habe ich auch nichts dagegen. wenn es eine möglichkeit gäbe schafwolle weniger "kratzig" zu machen damit, fände ich die idee auch gut. nur ein lebensmittel zu verwenden um eine gute pflanzenfaser aufzupeppen finde ich persönlich daneben. mehr weniger
  • schrieb am 29.03.2011 um 12:42
    hi maria

    es wird kaum mehr verwendet. anfangs 20 jahrhundert war es sehr verbreitet. schade finde ich dass das kindernetz nicht ganz die wahrheit sagt. galalith wird aus den kaseinen hergestellt die zurückbleiben bei der käseherstellung. also den kaseinen die durch lab nicht spaltbar sind und in der molke übrigbleiben. ist also eher eine methode die abfälle zu veringern wenn man keinen ziger oder ricotta herstellen will, oder keine schweine damit füttert. mehr weniger
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