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Neue Story of Stuff

Die Geschichte der Kosmetik

Wissen Sie, was Sie sich täglich unter Ihre Arme, in Ihre Haare, auf Ihre Lippen und an viele andere Stellen Ihres Köpers schmieren? Gift! Utopia zeigt den neuen Story-of-Stuff-Film zum Thema Kosmetik: „The Story of Cosmetics“.


Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Ihr Shampoo Ihre Haare so wunderbar zum Glänzen bringt?  Ein Blick auf die Inhaltsstoffe würde die Antwort verraten, allerdings verstehen diese nur Experten: Sodium Laureth Sulfate, Etrasodium Edta, Methylisothiazolinone. Nicht nur Ihr Shampoo, auch Ihr Deo, Ihr Lippenstift und viele andere alltägliche Kosmetika enthalten Stoffe, die mit Krebs, Asthma und anderen Krankheiten in Verbindung gebracht werden.
Die amerikanische Aktivistin und Moderatorin Annie Leonard lässt ihrem populären und allgemein konsumkritischen Erstlingswerk "The Story of Stuff" sowie dem Nachfolger „The Story of Bottled Water“ nun eine Kritik des Kosmetik-Konsums folgen. „The Story of Cosmetics“ kritisiert vor allem die fortwährende Chemiedominanz in Kosmetika, die aus einer Denke der 1950er Jahre stammt. Zudem werden die chemischen und gesundheits-gefährdenden Inhaltsstoffe allzu gern hinter natürlich-klingenden und ungeschützten Produkt-Bezeichnungen verschleiert.

Letztlich fordert der Film das ein, was derzeit für viele Bereiche des Konsums, nicht nur für jenen der Kosmetik benötigt wird: eine verständliche und einheitliche Produktetikettierung sowie eine verpflichtende Prüfung der Wirkung von Inhaltsstoffen.

Sehen Sie selbst!

 

Thema: Kosmetik, Stand: 05.08.2010 von

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  • schrieb am 23.08.2010 um 11:31
    Sodium Laureth Sulfat ist kein harmloses Tensid!
    Sodium Laureth Sulfat Ist die alkoholische (ethoxylierte) Form des Sodium Lauryl Sulfats. Es ist etwas weniger reizend als Sodium Lauryl Sulfat, kann aber ein stärkeres Austrocknen bewirken und zum kurzzeitigen Ausschalten der Augenschleimhaut führen. Das bedeutet, dass dadurch leichter Schadstoffe in die Augen eindringen können, weil sie durch die Tränenflüssigkeit nicht ausgespült werden. Sowohl Sodium Lauryl Sulfat als auch Sodium Laureth Sulfat können in Shampoos und Reinigungsmitteln durch Reaktion mit anderen Inhaltsstoffen möglicherweise zur Bildung von krebserregenden Nitraten und Dioxinen beitragen. Schon durch eine einzige Shampoobehandlung können größere Nitratmengen in den Blutkreislauf gelangen. Wird in nahezu allen Körperreinigungs-, Haarpflegemitteln – ja sogar in Babyshampoos und Babybädern verwendet. Unser Körper kann diese Giftstoffe nicht ausscheiden. Dadurch können u.a. Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und Lymphkrebs verursacht werden.
    In der Realität entpuppt sich dieser Stoff als sehr gefährlich. Während des Ethoxylierungs-Prozesses (Lauryl zu Laureth) entsteht die äußerst schädliche Verbindung 1,4-Dioxan.
    1,4-Dioxan ist eine Substanz, die den Hormonhaushalt stört; zudem steht sie im Verdacht, Hauptauslöser zahlreicher Krebserkrankungen zu sein. Diese Substanz ist dem Hormon Östrogen sehr ähnlich, und man vermutet, dass es die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs, Endometriumkarzinom, stressbedingte Erkrankungen und für eine reduzierte Spermienproduktion erhöht (Quelle: Steinman, D. & Samuel S. Epstein: The Safe Shopper’s Bible).
    Im Vietnam Krieg waren über 60 % des Entlaubungsmittels 'Agent Orange' mit 1,4- Dioxan verseucht. Noch heute haben über 30 Millionen Menschen mit den Folgen zu kämpfen.

    Wer an einer Liste mit Bedenklichen Inhaltsstoffen interessiert ist, schreibt eine mail an info@mybestbio.de und ich sende gerne eine pdf Datei zu. mehr weniger
  • schrieb am 12.08.2010 um 17:54
    Tja, mit derart oberflächlichen und unsachlichen Videos ist aber leider niemand geholfen. Die Frau redet Stuss anstatt konkrete Inhaltsstoffe und ihre Gefahren zu benennen. EDTA etwa ist in Kosmetik für den Menschen völlig harmlos, es sollte nur nicht in die Umwelt gelangen. Dumm, wenn man in den USA lebt, wo es in der Regel keine Kläranlagen gibt. Sodium Laureth Sulfate ist ein Tensid, ersetzt klassische Seife und ist für die Haut harmloser als diese. Produkte mit Triclosan sollte man meiden, aber nicht etwa weil sie "giftig" sind, sondern weil es Resistenzen fördert und schlicht unnötig ist. Dass die meisten Mainstreamkosmetika auf Erdölbasis hergestellt werden, weiss auch jeder, der es wissen will, und warum das eigentlich giftig sein soll, konnte mir auch noch keiner erklären (Es gibt andere gute Gründe sie zu meiden). Aber wir machen mal überall ein toxic Bapperl drauf und benutzen den hochwissenschaftlichen Terminus "linked to". Übrig bleibt nur wieder das Gefühl beim Verbraucher, man könne es ja nur falsch machen, obwohl das nicht stimmt. Auf der anderen Seite ist es naiv zu glauben, man könnes sich die Haare bleichen oder Farbe auf den Nägeln fixieren, ohne zu agressiver Chemie zu greifen. mehr weniger
  • schrieb am 10.08.2010 um 20:34
    Neben der Frage der Wirkung auf die Nutzerinnen (und Nutzer) finde ich auch wissenswert, welche Wirkungen schon die Herstellung hat, z.B. wenn für verwendete Öle Urwälder zerstört werden, oder wenn Menschen in gefährlichen Chemieanlagen arbeiten oder deren Nähe wohnen u.s.w. (berühmtester Fall ist vielleicht die Katastrophe von Bhopal in Indien, damals durch profitintorientierte grob fahrlässige Sparmaßnahmen im Sicherheitsbereich verursacht) mehr weniger
  • schrieb am 10.08.2010 um 10:56
    Sehr bedenklich finde ich das die Gesetzgebung bei Kosmetischen Artikeln strengere Richtlinien und Verordnungen anwendet als für Lebensmittel und deren Zulassung.

    Hallo !! ?

    Was wir so zu uns nehmen ist also weniger wichtig als die Dinge die wir auf die Haut "schmieren " .... ???
  • schrieb am 10.08.2010 um 08:12
    Man bedenke immer, dass sich der Inhalt des Films auf die Situation in den USA bezieht, wie auch im Film erwähnt wird:
    (7:38)
    "European Governments have required the removal of many toxic chemicals"...
    Wenn man mal in die Kosmetikverordnung dieses Landes schaut, sieht das ganze schon etwas weniger toxisch aus - wenn auch nicht immer gesund, aber hier wird immerhin mehr kontrolliert.
    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/kosmetikv/gesamt.pdf
    Aber alles in allem ein echt genialer Film! mehr weniger
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