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Into Eternity – Wohin mit unserem Atommüll

Atomenergie ist ein Thema, das nicht erst seit Fukushima alle Gemüter erhitzt. Wohin mit dem atomaren Abfall, der seit Jahren in Castor-Transporten durch ganz Europa transportiert wird? Eine ungewöhnliche Lösung portraitiert Michael Madsen in seiner preisgekrönten Dokumentation.


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In Finnland wird ein riesiges Tunnelsystem in den Fels gehauen. Es ist der erste Versuch überhaupt eine dauerhafte Speicherung für unseren Atommüll zu gewährleisten. Für mindestens 100.000 Jahre soll dieser von allen lebenden Organismen isoliert bleiben. Eine schwierige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass das älteste menschliche Bauwerk bislang nur 10.000 Jahre alt geworden ist. Während sich unten gigantische Maschinen tiefer und tiefer ins Dunkle graben, suchen oberhalb Experten nach Lösungen für den radioaktiven Abfall unserer Generation.

Michael Madsens Dokumentation bezieht Stellung zum aktuellen Thema atomare Endlagerung. Mit Hingabe und  Humor beleuchtet er alle Aspekte dieser absurden Aufgabe und denkt dabei insbesondere an unsere Nachwelt: Wie ist es möglich unsere Nachkommen über den tödlichen Abfall zu informieren? Wie können wir verhindern, dass sie denken, es handle sich um Pyramiden unserer Zeit gefüllt mit verborgenen Schätzen? Werden sie unsere Sprachen und Zeichen verstehen und respektieren?
Der Dokumentarfilm lief auf über 15 Festivals und gewann 2010 den IDFA Green Screen Award sowie den Special Mention Sheffield Green Award.

Trailer: Into Eternity – Wohin mit unserem Atommüll

Thema: Erneuerbare Energien, Stand: 25.08.2011 von

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  • schrieb am 08.09.2011 um 11:20
    Von wem wird der "Rebell" eigentlich bezahlt? Marketing-Abteilung, Schwerpunkt Social Media bei RWE vielleicht? Das sieht doch ganz nach einer gezielten Unterwanderung dieses Forums aus... :o)

    Für mich ist ein entscheidender Kritikpunkt an der Atomenergie neben der ungelösten Endlager-Problematik jedenfalls die DEMOKRATIE.
    Eine Monopolstellung von 4 Großkonzernen, die etwa 90% des nachgefragten Stroms liefern, ist nunmal keine Marktwirtschaft. Da gibt es Absprachen statt Wettbewerb. Schließlich ist der Strompreis in den letzten Jahren im Bundesdurchschnitt stetig gestiegen, obwohl die Atomenergie ja angeblich für "günstigen Strom" sorgt. Der Preisanstieg ist nicht allein mit der Einspeisevergütung für die Erneuerbaren zu begründen, sondern mit der wachsenden Gewinnspanne der Großkonzerne, die auch günstig an der Strombörse eingekauften Strom teuer an die Kunden weitergeben. Im Übrigen hat eine repräsentative Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien kürzlich ergeben, dass 1/4 der Bevölkerung die 3,5ct/ kWh Förderung sogar noch für zu niedrig halten!
    Die Zukunft muss jedenfalls in der Auflösung von Monopolen und dem Übergang zu dezentralen Versorgungsstrukturen liegen. Dann brauchen wir auch keine Mega-Stromtrassen für den Windstrom aus der Nordsee oder Unterwasserkabel für Sonnenstrom aus der Wüste, wo ein großer Teil der Spannung schon beim Transport verloren geht. Schon jetzt sind es die Kommunen, die BürgerInnen und Landwirte, die das Gros der Investitionen in Erneuerbare Energie-Anlagen stellen. Wir nehmen unsere Energieversorgung einfach selbst in die Hand und gründen Bürgergenossenschaften. DA will ich hin :o) mehr weniger
  • schrieb am 30.08.2011 um 17:17
    mit neuen lösungsansätzen beschäftigen sich einige experten und das sogar schon lange.
    insofern, im grundsatz richtig und den meisten lesern bekannt.
    dem respekt kann ich mich in großen teilen auch anschließen.
    die von ihnen genannte kontroverse diskussion hat aber wenig mit diesem austausch hier zu tun. mehr weniger
  • schrieb am 30.08.2011 um 16:57
    @ Rebell

    Kontroverse Standpunkte sind gut und ich bewundere es, dass Sie Ihren auf einer Plattform wie dieser so konsequent durchziehen.
    Realitisch betrachtet ist Utopia ein Tummelplatz für Leute, die umweltpolitischen Themen sehr "grün" gegenüber stehen. Die Meinungen gehen daher sehr selten so auseinander. Von so etwas lebt eine gute Diskussion und sie bringt in der Regel auch ganz neue Aspekte in die Gesprächsrunde.

    Und vor allem gibt sie einen Einblick in die Argumente, die für Atomkraft sprechen könnten. Und genau an dieser Stelle kann man auch ansetzen und versuchen, neue Lösungsansätze zu finden.

    Denn seien wir mal ehrlich, der Großteil der Leute in Deutschland denkt ähnlich wie Sie über dieses Thema. So hat man auch die Möglichkeit, sich mit Ihren Argumenten auseinanderzusetzen und Aspekte vielleicht von einer ganz anderen Seite zu betrachten.

    Wer weiß, vielleicht finden wir genau in Ihren Argumenten irgendwann den Punkt, der auch Sie überzeugt ;-) mehr weniger
  • schrieb am 30.08.2011 um 16:53
    sorry, wer nicht ernst nimmt, was bisher passiert ist und auch nur von einem reaktor(typen) behauptet, er sei sicher, ist die diskussion nicht wert.
  • schrieb am 30.08.2011 um 16:32
    danke für die beiträge, auch wenn rebell und andere sich selbst davon nicht bewegen lassen, sondern immer dieselben parolen bringen und uns einige antworten schuldig bleiben.
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