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Teilen, tauschen, leihen – das ist Kollektiver Konsum

Die Tage der Turbokäufer sind gezählt, „Kauf dich glücklich“ gilt nicht mehr. Kollektiver Konsum spart Geld und vermeidet Verschwendung. Die richtigen Webseiten und Apps helfen dabei.


Mal ehrlich: Wer braucht seine Bohrmaschine schon öfter als dreimal im Jahr? Deutsche Haushalte sind überfüllt mit teuer gekauftem und kaum benutztem Eigentum. In Zeiten der Wirtschaftskrise geradezu paradox. Mein Haus, mein Auto, mein Boot – was noch vor zehn Jahren Lebensziel war, gilt heute mehr und mehr als Dekadenz. Immer öfter hört man die Frage: „Warum soll ich das eigentlich kaufen?“ Die Lösung existiert bereits: kollektiver Konsum.

Wie funktioniert Kollektiver Konsum?

Im Grunde ist kollektiver Konsum so einfach wie genial: Wenn Menschen etwas jeweils nur selten benötigen, können sie sich zu einer Gruppe zusammen tun und den Gegenstand gemeinsam benutzen. Damit sparen sie eine Menge Geld und vermeiden Verschwendung. In Form von landwirtschaftlichen Genossenschaften und Verbrauchergemeinschaften existiert dieses Konzept schon lange. Eine größere Verbreitung, vor allem in private Haushalte, scheiterte aber bisher am Problem der Verständigung. Wie können sich Gleichgesinnte finden, wie kann der gemeinsame Gebrauch organisiert werden? Im Zeitalter von Internet und Smartphones scheint dieses Problem gelöst.

Die wichtigsten Webseiten und Apps für Kollektiven Konsum

Heutzutage ist virtuell jeder mit jedem vernetzt. Über Webseiten und Programme kommt man einfach und unkompliziert mit Unbekannten in Kontakt. Dadurch vergrößert sich die Reichweite für ein Anliegen enorm. Man gibt einfach auf der richtigen Webseite ein Gesuch auf und ist bald, sofern man möchte, kurzzeitiger Besitzer einer Heckenschere aus der Nachbarschaft. Mit diesen Programmen verleihen Sie Ihrem Alltag kollektive Züge:

Carsharing tamyca nachbarschaftsauto

Das Auto Geld verdienen lassen mit privatem Carsharing
Ein durchschnittliches Auto steht mehr als es fährt. Versicherung, Steuer und Rost fallen aber trotzdem an. Warum also nicht das Auto bequem und unkompliziert für ein paar Euro verleihen? Finden und bewerten Sie die besten Seiten für privates Carsharing in unserer Bestenliste

kollektiver konsum mitwohnen.org

Helfen statt zahlen – Mitwohnen.org
Oft können Haus- oder Wohnungsbesitzer ein bisschen Hilfe im Alltag besser gebrauchen als maximal hohe Mieteinnahmen. Auf mitwohnen.org finden sich Wohnungsinserate, bei denen der Großteil der Miete über Mithilfe, Minijob, etc. beglichen wird.

kollektiver konsum frents.com

Privat und gebührenfrei (ver)leihen - Frents.com
Auf Frents.com kann man Gegenstände aller Art umsonst oder gegen ein Entgelt aus- und verleihen. Die Plattform selbst erhebt dabei keine Gebühren.

Jenseits vom Leihen – andere Formen von Kollektivem Konsum

Kollektiver Konsum kann zu neuen Wirtschaftsmodellen führen. Die Share Economy, die "Teil-Wirtschaft" boomt. Bei der solidarischen Landwirtschaft beteiligen sich Kunden nach dem Genossenschaftsprinzip an einem Betrieb, bestimmen mit und profitieren von Ernte und Erlösen. Auch das Tauschgeschäft kann eine Art des kollektiven Konsums sein, der sich dem Kaufwahn entzieht. Wir haben Ihnen die wichtigsten Tauschbörsen im Internet zusammengestellt.

Online-Tauschbörsen

Immer und überall mit Freunden tauschen  - Online-Tauschbörsen
Tolle Alternative zum Gebrauchtkaufen oder verleihen: In Online-Tauschbörsen kann man ungeliebte oder überflüssige Dinge ganz einfach gegen andere Dinge eintauschen. Viele der Tauschbörsen bieten sowohl eine Eins-zu-Eins-Tauschoption als auch eine "Tauschwährung", die das Tauschen noch einfach macht.

 

Thema: Teilen, Tauschen & Leihen, Stand: 03.07.2013 von

Kommentare (10)   Kommentare abonnieren

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  • schrieb am 05.12.2014 um 17:32
    Kleidung kann man auch ganz einfach teilen. Wäre doch super, wenn man immer nur das im Kleiderschrank hat, was man auch gerade braucht! Für Kinder geht das auf jeden Fall schon, zum Beispiel auf

    http://kilenda.de/?pc=Free-Content-Utopia&pk=teilen-tauschen-leihen.
  • schrieb am 17.09.2013 um 23:44
    Guten Tag! Ich komme aus Hamburg und bin eine Leseratte. Letzte Woche suchte ich öffentliche Bücherschränke in Hamburg zum Bücher verschenken und tauschen und musste feststellen, dass es nur 2 davon gibt. Oder kenne ich die anderen einfach nicht?

    Seit Aug 2013 betreibe ich nachhaltigkeitstagebuch.de. Über einen Besuch meines Blogs würde ich mich sehr freuen.

    Hier habe ich zum Thema "Bücher nachhaltig loswerden" und insbesondere zum Thema "Öffentlicher Bücherschrank in Hamburg" gebloggt:
    http://www.nachhaltigkeitstagebuch.de/oeffentlicher-buecherschrank
    Über Kommentare würde ich mich sehr freuen. mehr weniger
  • schrieb am 13.07.2013 um 15:40
    Hallo zusammen,

    kollektiver Konsum finden ein Kommilitone und ich super.

    In diesem Themenfeld haben wir daher eine Umfrage erstellt (genauer: zum Thema "Shareconomy"), die nur 3-6 Minuten dauert, wir freuen uns über jede Unterstützung:

    http://ida.umwelt-campus.de/limesurvey/index.php?sid=75895&lang=de-informal

    Worum gehts genau?
    -> Diese Umfrage ist Bestandteil eines Projektes an unserer Hochschule, bei dem wir zum einen einen ersten Kriterienkatalog erstellt haben, mit dem man Websites auf Nachhaltigkeit bewerten kann. Eine Gesamtbewertung konnten wir als Studierende der Medieninformatik nicht vornehmen, da soziale Auswirkungen, Ressourcenverbrauch und eine CO2-Bilanz aufgrund vielfältiger Abhängigkeiten für uns sehr schwierig zu bestimmen sind. Aber erste Bewertungen je Kriterium kann man anhand des Kriterienkatalogs durchführen und auch ggf. Verbesserungspotentiale (z. B. machen wenige Webseiten auf Reboundeffekte aufmerksam und haben keine APIs bzw. generell keinen offenen Quellcode) aufdecken.

    Für eine Gesamtbeurteilung müsste man den Katalog (am besten mit Hilfe von jeweils Experten für die Berechnung des Ökologischen Fußabdrucks und der Soziologie) erweitern und die Kriterien zueinander in Bezug setzen und gewichten. Das wird im Rahmen unseres Projektes leider nicht mehr geschehen.

    Denn unser zweiter Hauptteil ist die Analyse, ob es sinnvoll ist, eine Plattform zu erstellen, welche bisher auf verschiedene Websites verstreute Dienste in den Bereichen Teilen, Tauschen, Schenken und Leihen auf einer Plattform zusammenführt (denn z. B. die im Beitrag oben erwähnten Portale haben für sich interessante Dienste, aber man müsste sich bei allen anmelden, was mindestens Zeit und Daten kostet). Dazu gehört u. a. die Umfrage oben, also helft uns bitte mit und nehmt teil :-)

    Gruß,
    rOben mehr weniger
  • schrieb am 10.07.2013 um 18:49
    Eine recht umfassende und inspiriernde Seite über Ko-Konsum: http://www.kokonsum.org/.
    Im Mai gab`s auch eine europäische OuiShare-Konferenz in Paris.
  • schrieb am 05.07.2013 um 13:47
    Im vor kurzem gegründeten Netzwerk »BGE-Kreise« besteht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in einem geschützten Rahmen mit dem Grundeinkommen zu machen. Elemente von Tauschring, Komplementärwährung und Grundeinkommen sind hier zu einer Einheit verschmolzen worden. Jeder Teilnehmer erhält dabei neben einem Startkapital ein monatliches Grundeinkommen in Form einer digitalen Währung. Dieses Geld kann eingesetzt werden, um z.B. Handel zu betreiben oder Dienstleistungen anzubieten. Über eine »Umlauf- und Umsatzsteuer« findet ein erneuter Rückfluss des Geldes in das BGE-Kreise-System statt. Das Geld ist zunächst als »Regionales Geld« vorgesehen, wobei nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Körperschaften an diesem System teilnehmen können:
    http://www.bge-kreise.de/

    http://youtu.be/59ykcjurCNQ

    In diesem Zusammenhang ist ebenfalls das »Regionalwarenhaus« zu erwähnen:
    http://www.regional-warenhaus.de/ mehr weniger
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