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Anti-Fracking Film

Promised Land

Ein gewissenloser Energiekonzern will die Gasvorräte einer Kleinstadt aufkaufen und mit der umstrittenen Fördermethode Fracking an die Oberfläche bringen. Promised Land ist ein Film über ökologisches Gewissen und die großen Verheißungen von neuen Technologien.


Man darf dankbar sein, wenn Hollywood Filme über Umweltzerstörung und Klimaschutz macht. In Geschichten und Bildern eingebettet erreichen wichtige Themen Menschen, die sich sonst nicht dafür interessieren. Das beste Beispiel ist wohl James Camerons Avatar: Über 200 Millionen Menschen haben in Kinos auf der ganzen Welt gesehen wie ein fernes Urwald-Paradies vor der Zerstörung durch ein profitgieriges Unternehmens gerettet werden muss.

Gus van Sants Promised Land folgt einem ähnlichen Muster, spielt aber nicht auf einem fremden Planten, sondern in einer Kleinstadt in den USA. Diese bekommt Besuch von Steve Butler (Matt Damon) und seiner Kollegin Sue Thomason (Frances MacDormand), die einen Energiekonzern vertreten und großes Interesse an den Grundstücken der Bewohner hegen. Tief unter der Erde lagert dort eine große Menge Gas und das soll mittels Fracking an die Oberfläche gefördert werden. Fracking? Wasser, Sand und ein giftiger Chemikalien-Cocktail wird dabei mit Bohrtürmen in tiefliegende Schieferschichten gespült, um darin enthaltenes Gas herauszulösen und abzubauen. Und wie so viele neue Technologien birgt auch Fracking große Risiken: zum Beispiel Gift im Grundwasser und verödete Landstriche.

Der Energie-Konzern lockt die Bürger der wirtschaftlich maroden Kleinstadt mit viel Geld; dem gegenüber steht die mögliche Umweltzerstörung durch das Fracking. Aus dieser Ausgangslage spinnt Promised Land eine sehenswerte Geschichte über bürgerlichen Widerstand, ökologisches Gewissen und dem amerikanischen Traum von der Unabhängigkeit vom Öl.

Trailer Promised Land


Hier erfahren Sie mehr über die Risiken der Fracking-Technologie und den Stand der Dinge in Deutschland: Fracking: Brennt uns bald der Wasserhahn?

Stand: 15.01.2014 von

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  • schrieb am 01.02.2014 um 20:25
    Meine Gewinn-DVD ist heute angekommen, gerade richtig zum Wochenende. Vielen Dank!
  • schrieb am 31.01.2014 um 19:36
    gas wird nicht gleich aus unserem wasserhahn kommen,da wir eine öffentliche wasserversorgung haben und nicht auf eigene brunnen angewiesen sind.
    Es gibt im internet einen armerikan professor der jahrzehnte als geologe gearbeitet hat und vor den Umweltschäden warnt. Das Problem sind unteranderem die Bohrungen ,es ist nicht möglich bohrungen und Rohre dicht durch die verschieden Schichten in mehere 1000 m tiefe zu bringen und sicher mit beton zu ummanteln wie es die Konzerne behaupten! Technisch unmöglich ein rohr mit ca. 5 cm Beton dicht im Erdreich zu ummanteln. Also dringen die chemikalien in die Erdschichten ein. Das chemisch vereuchte Wasser kommt an die Oberfläche und in die Seen und Flüsse etc. die Tiere und Menschen werden verseucht.
    In Amerika sind die positiven gutachten zum Fracking von der Industrie bezahlt.
    Die umweltgesetze wurden unter Busch geändert,jeder Betroffene muss alleine gegen die ERDÖLkonzerne klagen.
    Beim Handelsabkommen mit den USA werden diese gleiches Recht und gleiche Freiheiten für amerikanische Konzerne einklagen. Fracking wird dann auch hier von unseren Politikern geduldet werden müssen.
    im Augenblick werden geheime Verhandlungen in Amerika geführt um einen "freien Handel" mit der EU zu erreichen. Dann gilt amerikan. Recht bei uns. Das Kapital bestimmt!
    Der schwächere gibt nach. mehr weniger
  • schrieb am 30.01.2014 um 12:49
    EU - wahl ?

    wählt : die tier - mensch - umwelt - partei !

    danke !!!
  • schrieb am 23.01.2014 um 22:15
    In den USA rückt man bereits wieder ab vom Fracking. Die Felder sind nicht so ergiebig wie erwartet und die teure Förderung rentiert sich angesichts gesunkener Gaspreise nicht mehr.
    Aber Herr Öttinger ist begeistert. Ja, ich gebe es zu, seinerzeit war ich auch froh, dass er endlich "entsorgt" war. Aber seine Begeisterung für Fracking, sein Einsatz zur Förderung von AKWs - ganz aktuell in GB, mit garantiertem Preis und Förderung bei Bau etc. - ein Platz an einem Ort, noch viel viel weiter weg, wo er vorallem keinen Schaden anrichten kann, wäre besser gewesen.
    Das schlimmste für mich ist in Deutschland gerade das Verhalten des Grünen Umweltministers Franz Untersteller in Baden-Württemberg - es darf jetzt lustig weiter nach Fracking-Orten rund um den Bodensee gesucht werde. Unser Bergbaugesetz verhindert auch nichts. Die Trinkwasserversorgung von halb Süddeutschland, Österreich und Schweiz - für unsere Politiker nicht schützenswert. Hauptsache der Rubel rollt. mehr weniger
  • schrieb am 23.01.2014 um 18:00
    Nicht nur möchte ich einen der wenigen wirklich ein die Zukunft der Menschheit (mit) bestimmendes Thema (Energierohstoffgewinnung, hier am Beispiel von Frackuing, das es auch in der BRD gibt!) in einem US-Film sehen. Dieses Thema ist zu wichtig, um es von kapitalstarken Konzernen in ihrem und gegen unsere Interessen durchsetzen zu lassen.

    Wundert mich nur, daß in einem derart "sozialkritischen" und gegen den Mainstream-Strich gebürsteten Film große US-Filmstars zu sehen sind...

    Den Film würde ich gern zeigen bei attac. Wenn das erlaubt ist. Dort ist Fracking schon länger Thema. mehr weniger
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