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Stefan Schaltegger im Interview

Woran erkenne ich Greenwashing?

Er hat Deutschlands erstes Zentrum für Nachhaltigkeitsmanagement eingerichtet: Professor Stefan Schaltegger. Bei ihm werden die Manager ausgebildet, die in den Unternehmen die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit stellen. Zum Abschluss unseres ersten Vertrauensbarometers erzählt er uns, wie ernst die großen Konzerne ihr Umweltengagement wirklich nehmen.



Video: Philippe Stalla

 

Die Leuphana in Lüneburg. Aufgeräumte Gänge, leere Hörsäle – es sind Semesterferien. Stefan Schaltegger vom Center for Sustainability begrüßt uns in seinem Büro und beginnt gleich zu erzählen; über die „Manager der Zukunft“, wie er seine Studenten nennt und über die sich verändernde Wirtschaft, für die Nachhaltigkeitsfragen immer wichtiger werde. Und wie sehr die Unternehmen auf seine Nachhaltigkeitsexperten made in Lüneburg angewiesen seien – „die finden sofort einen Job.“ Wir vergessen bei diesen geballten Informationen beinahe, die Kamera aufzubauen, und verlassen am Ende des Gesprächs die Universität mit der beruhigenden Einsicht, dass selbst Chemiekonzerne zu Umweltengeln werden können, wenn ihnen Wirtschaftswissenschaftler beweisen, dass sich Nachhaltigkeit betriebswirtschaftlich lohnt.


Hier geht es zum Utopia-Vertrauensbarometer

Hier geht es zur Homepage vom Center for Sustainability an der Leuphana





Konsumentenmacht: Green my Apple

Thema: Unternehmen, Stand: 07.03.2008 von

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  • schrieb am 01.04.2009 um 17:23
    Mir wäre eine Definition, die man messen kann ganz Recht. Wir haben aus dem Begriff Nachhaltigkeit ein Synonym für ein Paradies auf Erden gemacht. Das gleiche gilt für seinen Zwillingsbruder Zukunftsfähigkeit. Auf welcher Welle der "Nachhaltigkeit" reiten wir gerade? Auf der ökologisch kleinräumigen aus der Forstwirtschaft? Oder auf der ökologisch globalen des ökologischen Fußabdruckes? Auf der sozialen Schiene der Milleniumszielen der UN?
    oder... oder... oder... auf allen gleichzeitig? Versteht mich nicht falsch, dass sind alles wünschenswerte Entwicklungen. Doch hinter ökonomischer Nachhaltigkeit verbirgt sich allein eine Anpassung auf eine steigende Nachfrage und politische Vorgaben - und Marktanteile von Unternehmen, die das verpennen, werden schlichtweg sinken. mehr weniger
  • schrieb am 09.03.2008 um 12:06

    Prof. Schaltegger macht in seinen Ausführungen u.a. deutlich, dass das Vorantreiben nachhaltiger Produktionsweisen in der Industrie maßgeblich vom Gesetzgeber und von öffentlichem Druck abhängt. Als Beispiele nennt er zwei wichtige Industriebranchen - Auto und Chemie. Diese sind durch EU Regularien und Bundesgesetze gezwungen worden, zunehmend auf eine umweltschonende Produktion umzusteigen. Das deutet daraufhin, dass es in erster Linie Aufgabe von Politik sein muss, diesbezügliche Weichenstellungen vorzunehmen. Auch Studien im In-und Ausland (z.B. Globescan) belegen, dass primär eine klare Gesetzgebung eine effektive Nachhaltigkeit herbeileiten kann.
    Nachhaltigkeitsmanager können diesen Prozess m.E. vor allem unterstützen und konsequent weiterentwickeln. mehr weniger
  • schrieb am 08.03.2008 um 08:40
    Ich finde das Interview mit Prof. Schaltegger eine super Ergänzung für das Vertrauensbarometer und ein richtig hilfreiches Tool für mich in der Bewertung von Unternehmen. Er spricht sehr klar und verständlich darüber, was Nachhaltigkeit für Unternehmen bedeutet und wie sie das Thema angehen sollten.
    Dabei pauschalisiert er nicht sondern gibt ein differenziertes Bild über die Hintergründe verschd. Branchen, ihre Treiber und ihre Nachhaltigkeits-Problematiken. Seine Erläuterung dazu, wie wir ernstgemeintes Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen erkennen können, finde ich richtig hilfreich.
    @ Utopia: macht weitere solche Interviews mit Menschen aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Die sind echt klasse!
    mehr weniger
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