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  • schrieb am 05.09.2009 um 12:59
    Ich verstehe ehrlich gesagt die Zielgruppe für diese Dinger nicht...
    Den womöglich auch noch verkaufsfördernen Artikel und die dahinter stehenden Motive noch etwas weniger.

    Ist wirklich zu erwarten, dass ernstlich Menschen fortan E-Fahrrad statt Auto fahren?
    Die weit größere Zahl dürfte wohl jenen gehören, die allen neuen Schickschnack kaufen müssen bzw. schon immer zu faul zu Radfahren waren. In meinen Augen nichts anderes als ein weiterer Lifestyle-Unsinn, der überall kräftig gehyped wird (bei "taff" [geraten] wie hier [erstaunt gesehen]) und eine miese Ökobilanz hat.
    Die Gebrechlichen, die einen Weg suchen, sich ökologisch sinnvoll fortzubewegen und aus eigener Kraft kein Fahrrad antreiben können, mögen von bösen Blicken und Spott unbehelligt bleiben - genau wir die paar Hundert Förster in Deutschland, die eben einen Geländewagen brauchen, um ihren Job machen zu können... Allen andern sei an dieser Stelle gewünscht, dass wundersamerweise ihre Frontallappen wieder anspringen - zur Not mit zusätzlichem Elektromotor für die geistige Höchstleistung, sich solcherlei groben Unfugs zu erwehren...
  • schrieb am 05.09.2009 um 13:44
    Und wieder so ein Trend. Der Hype um E-Räder wird spätestens dann verschwinden, wenn die Besitzer nach 2-3 Jahren einen neuen, teueren Akku kaufen müssen. Der Unterhalt eines solchen Gefährts ist aufwändiger als der eines Fahrrades und bei Fahrrädern jammern sehr viele Leute, wenn sie Jährlich 200 Euro in den Unterhalt investieren sollen. Ich fahre weiterhin ohne Motor, denn alles andere ist nicht Fahrradfahren...
  • schrieb am 05.09.2009 um 16:15
    Ich würde mir ein bißchen blöd vorkommen. Ich kenne Motoren an Rädern nur für alte Leute die nicht mehr so recht können. Mit einem Hilfsmotor am Fahrrad würde ich mir einfach nur affig vorkommen. Meine Tochter findets übrigens auch peinlich.
  • schrieb am 06.09.2009 um 10:44
    Was für ein Senf. Mit einer halbwegs vernünftigen Nabenschaltung (naja, und selbst ohne) kommt man als ebenso halbwegs gesunder Mensch problemlos auf 20 - 25 km/h. Die Ökobilanz eines Rades, die Investitions- und Instandhaltungskostender sowie der Fitnesswert sinken mit so nem Ding ja doch dramatisch im Vergleich zum klassischen Fahrrad. Klar, im Vergleich zum Auto ist's besser, aber ich glaube kaum, dass so ne Gurke viele Autofahrer von der Straße holt. Da könnten sie auch jetzt schon Mofa/Moped fahren, das kommt ja ungefähr auf's gleiche raus. Das wird wahrscheinlich (neben Hilfsmotorbedürftigen, für die ichs gut find) die Errungenschaft für Sonntagsausflügler und Schönwetterfahrer,die damit ihr Gesäß durch die Gegend schaukeln.
    Nö, Danke.
  • schrieb am 07.09.2009 um 13:16
    Also ich gehöre tatsächlich zu den Pedelec Besitzern (biketec flyer i:SY), obwohl ich keine Gebrechen habe, durchschnittlich sportlich bin und die 25km/h auch ohne Motor erreiche. Dafür habe ich mich von meinem Auto getrennt und bewältige meinen Arbeitsweg von 30km jetzt mit der Kombi Bus/Bahn/Pedelec. Mit Fahrradwartungskosten, Akku-verschleiß und ÖPNV-Ticket eingerechnet bin ich so knapp 1000 EUR im Jahr günstiger unterwegs - und ich fuhr vorher einen smart.
    Warum nun ein Pedelec? Weil ich damit auch bei den 35°C der letzten Wochen absolut schweißfrei auf der Arbeit erscheinen kann (in langer Jeans und T-Shirt), weil einem im eco-Modus (wo der Motor am wenigsten unterstützt) trotzdem keine Steigung ausbremst, man zügig unterwegs ist und trotzdem in den Beinen merkt, dass man was tut.
    Geladen wird der Akku bei mir zuhause mit Strom von Greenpeace Energy und verbraucht 0,4 Kw/h für eine Vollladung. Mein Ladezyklus nach den ersten 5 Wochen ist etwa 6 Tage.

    Ich bewundere jeden Radkurier, der an mir ohne Motor vorbeizieht, wenn ich meine Strecken ohne Motor fahre, bin ich entweder deutlich langsamer (17km/h Schnitt statt 22km/h Schnitt) oder deutlich verschwitzter.

    Bitte jeder nur einen Stein ;-)
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    schrieb am 08.09.2009 um 08:56
    ne,keine Steine. In dem Fall ist es ok. Aber ich verwette meinen Hintern, dass du nur ein Einzelfall bist. Oder zumindest eine kleine Randgruppe :o)
    95% werden aber eben doch die oben genannten Schönwetterfahrer sein. Mindestens. Und 30 km zur Arbeit - DEIN E-Bike sei dir gewährt. :o)
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    schrieb am 08.09.2009 um 11:11
    Muss jetzt aber dazu sagen, dass ich von den 30km bisher maximal die Hälfte mit dem Pedelec fahre und den Rest mit der Bahn. Aber irgendwann werde ich auch den ganzen Weg mal fahren, einfach um zu sehen, wie praktikabel das ist ;)
    Bin derzeit auch noch ein Schönwetterfahrer, das Budget für wetterfeste Radkleidung (natürlich von Patagonia oder anderen nachhaltigen Herstellern) ist leider erst im kommenden Monat verfügbar.
  • schrieb am 08.09.2009 um 09:06
    An der diesjährigen Eurobike wurde das erste Moutainbike mit E-Motor präsentiert, da stellt sich nun definitiv die Frage wozu das den gut sein soll. Ich fahre Moutainbike weil ich die Natur erleben und meine körperlichen Grenzen erfahren möchte. Mit Hilfsmotor ist dann auch nicht mehr viel mit Sport und Bewegung, da kann ich mir gleich eine Motocrossmaschine mit fettem Verbrennungsmotor zulegen, die fährt dann wenigsten richtig und mit der Natur erleben ist dann auch schluss.
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    schrieb am 18.09.2009 um 10:10
    Die Ära der Pedelec und E-Bike User ist eine komplett neue Fahrradgeneration, die man meiner Meinung nach nicht mit dem normalen Mountainbiken und sportl. Rennfahren verghleichen darf. Urbanes Movement, nachhaltig, mit dem rad zur Arbeit fgahren und eben nicht komplett abgekämpft ankommen, mehr das Fahrrad wieder nutzen, da man den berg nicht scheuen muss, nachhaltig dennken, da man das Auto mehr stehen lässt. Ein Zeichen setzen.

    Open minded!
  • schrieb am 22.09.2009 um 17:50
    Man sollte bedenken, dass die Batterien sich innerhalb von höchstens zwei Jahren verbrauchen und dann erhebliche Zusatzkosten fällig werden.

    Ausserdem sind die Weitreichenabgaben Bauernfängerei. Giant wirbt mit 130 km, faktisch kommt mal gerade die Hälfte heraus.
  • schrieb am 18.10.2009 um 14:35
    Was ist mit dem Akku?

    Apropos Umweltbilanz wäre es natürlich extrem interessant mehr über die Produktion des Akkus zu erfahren. Etwa bei einem Li-ion Akku belaufen sich die Kosten auf Grössenordnung 2 cents/km (500 Euro /500 Zyklen/50km. Und gehen wir zum Beispiel am absulten worst-worst case davon aus, dass die Hälfte dieses Geldes direkt für die Energiekosten für die Produktion in China drauf geht: Für einen cent bekommt man etwa eine kWh aus Kohlenstrom. Das entspräche dann wiederum einer Emission von Grössenornung 1000 g CO2/ km (!!!)
    Wie gesagt, es wäre interessant mal etwas genaueres zu dieser Sache zu hören.

    Nichts desto trotz habe ich mich übrigens für ein Pedelec entschieden (Stromer von Thömus Veloshop). Eine Rakete, die den Akku im Unterrohr des Rahmens eingebaut hat. Es ist schwierig das Ding unter 50 km/h zu halten, das mittreten wird von daher etwas schwierig :)

    NACHTRAG:
    Unter http://www.electrochem.org/dl/ma/202/pdfs/0068.PDF ist eine CO2 Bilanz der Li-ion-Akkus zu finden. Diese haben eine Emission von Grössenordnung 100 kg CO2 pro kWh Kapazität. Das ist natürlich lächerlich wenig. Nehmen wir zum Beispiel mein Akku, der hat etwa 1 kWh Kapazität, das macht 4 g CO2 Emissionen pro km bei 250000 Gesamtkilometern. Dabei wird diese Emission sinken, sobald man einen recycleten Li-ion Akku verwendet.

    Also, wer von seinem sparsamen Auto mit 100 g CO2 Emissionen umsteigt auf das E-Bike, der hat seine 95% Reduktion der Treibhausgase für 2050 im Bereich Transport bereits erreicht!
  • schrieb am 10.12.2009 um 19:08
    Ich kann mir vorstellen, dass Pedelec-Fahren Spaß macht. Und dass es einige Menschen hilft, vom Auto wegzukommen, je teurer der Sprit noch wird. Ich bin 49 und stehe im Saft. Beim Radfahren fühle ich mich lebendig und in Fahrt. Ich spüre meine Grenzen und lote sie aus. Ich frage mich, wann ein Pedelc für mich wichtig wäre. Wahrscheinlich, wenn die Kräfte mal nachlassen. Ich wäre schon froh, wenn einfach mehr Leute Rad fahren, nicht als eieriger Sonntags- und Sommer-Fun, sondern im Alltag. In Amsterdam, Münster und anderswo ist zügiges Radfahren normal und Autofahren gilt als oller, schmutziger Mainstream und gilt als eher unsexy.
  • schrieb am 25.12.2009 um 12:14
    Ich fahre seit etwa 50 Jahren mit Fahrrädern. Meine Begeisterung für das Radfahren ist in den letzten Jahren noch gestiegen, weil die Fahrräder immer besser werden.
    Die neuesten Innovationen sind sogenannte Pedelec's. Sie unterstützen meine Lust am Radfahren und setzen energetische Massstäbe.
    Ich habe mich einmal im Rahmen meiner Aktivitäten im Energietisch-Lübeck (www.energietisch-luebeck.de) mit dem Wirkungsgrad eines Fahrrades und dem Gesamtwirkungsgrad eines radfahrenden Menschen auseinandergesetzt und hierüber einen Artikel in den Lübecker Nachrichten geschrieben.
    Wer ihn lesen möchte:
    http://www.energietisch-luebeck.de/energie/Resources/Fahrrad_Musterbeispiel_fuer.pdf
    Wenn die Innovationen so weiter gehen, dann werde ich sicherlich bis in's hohe Alter ein begeisterter Radfahrer bleiben.
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    schrieb am 25.12.2009 um 22:41
    Ja, die Pedelecs machen v.a. wenns bergauf-bergab oder gegen den Wind geht, das Radeln viel attraktiver, v.a. wenn man wo hin muss, wo man nicht erschöpft ankommen sollte oder möchte.

    Eine tolle Sache finde ich auch Elektro-Dreiräder mit optionaler Pedalunterstützung mit leichter Karrosserie wie Aerorider oder Twike Active und andere. Da ist eine/r dann noch mehr vor kaltem Wind & Regen geschützt.
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    schrieb am 27.12.2009 um 16:55
    Einen schönen Bericht zum Thema Fahrrad mit Elektroantrieb findet man auch im aktuellen Kundenmagazin von Naturstrom auf Seite 22 http://www.naturstrom.de/fileadmin/rheinmedia_basic_template/media/pdf/energiezukunft_2009-7.pdf
  • schrieb am 04.01.2010 um 14:42
    Hallo, ja ich bin gerade begeistert von der Möglichkeit der Pedeltec-Technik. In diesem Frühjahr stelle ich ein Transportrad mit Pedeltec-Antrieb zusammen. Darauf soll eine Fahrradwerkstatt aufgebaut werden, mit der ehrenamtlich Schulen besucht werden und die Kinderfahrräder auf Verkehrssicherheit überprüft werden. Dieses Projekt findet in Hannover statt, wo ich auch nur mit Fahrrad unterwegs bin (hab ca. 17 Stück, für verschiedene Zwecke), aber die Transportmöglichkeit von größeren Geräten wie z.B. Mögel, Waschmaschine, Umzugskisten, u.ä., sollte auch mit einem Fahrrad möglich sein. Mein bisheriges Transportrad ist zwar schön klassisch, aber schwergängig und da schmerzen mir schnell die Knie. Deshalb freue ich mich richtig auf das Pedalpower.de Transportrad aus Berlin, mit 27-Gang Kettenschaltung und BionX-Motor. Das Eigengewicht beträgt mit Motor und Akkus ca. 45kg, (ohne Werkstattaufbau), es können aber 100kg zugeladen werden. Ich finde es ganz wichtig eine Alternative zum Autoverkehr in der Stadt zu finden, gerade bei größeren Einkäufen taucht die Frage auf, Auto leihen oder bringen lassen, was ja auch wieder C02´s, Lärm, Verkehrsbelastung und Zeit zur Organisation kostet. Mit dem Transportfahrrad möchte ich auch Werbung für alternative Beförderungsmöglichkeiten in der Stadt machen, denn immer noch ist das Auto ein sehr starker Anziehungspunkt für Fortschritt und Wohlstand, aber zu einem sehr hohen Zerstörungspreis. Deshalb finde ich die Weiterentwicklung der Pedelec-Fahrradtechnik wunderbar und nachhaltig vorbildlich um eine Alternative auch zum Elektroauto zu bieten, denn allein um das Eigengewicht eines E-Autos zu bewegen muß ein mehrfaches an Energie aufgebraucht werden wie beim E-Bike.
    Das wird ein ganz spannendes und tolles Jahr 2010!
  • schrieb am 14.01.2010 um 15:13
    hallo erstmal

    ich hab seit nem halben jahr ein e.bike. hat 2600 gekostet fährt mit rückenwind schon mal 38 kmh. durchschnittlich 30. mit der angegebenen leistung und der akkureichweite bin ich aber unzufrieden. muss viel häufiger aufladen als angegeben. so hält der akku nicht lang. bei kälte macht der akku mal richtig schnell schlapp. wenn ihr eins kaufen wollt leiht euch erst mal eins für minimum ne woche aus. nach 500 km hat der kettenantrieb schon probleme gemacht. kette ging immer runter und verklemmte sich. wer sein fahrrad liebt ... usw. der akku ist ökkologisch auch zweifelhaft li io mangan.
    will also gut überlegt sein.

    grüsse
  • schrieb am 13.07.2010 um 05:13
    Der Umsatz von Pedelecs ist gigantisch, angeblich 200tds. in diesem Jahr allein. Die Technik alles andere als ausgereift, vor allem die Batterien lassen sehr zu wünschen übrig, die Wartung höchst schwierig, Bei meinem Giant muss das Ding immer nach Düsseldorf geschickt werden und die können es auch nicht.

    Diesen Sommer an den Hügeln von Bornholm hat das Giant Rad mit seinen zwei Batterien gezeigt, wie wenig es kann. Fast im Minutentakt leere sich die Batterie. Man sollte immer ein Ladegerät mit sich nehmen, denn Schieben ist dann wikliche Schwerstarbeit.
  • schrieb am 09.03.2011 um 17:59
    ebike ist unsere zukunft.
    http://www.electric-bicycle.de/
  • schrieb am 19.01.2012 um 15:24
    Toller lesenswerter Artikel!
    FLAME ON
    Ein kleiner Fehler hat sich allerding in diesem Artikel eingeschlichen: Die klassischen Cityräder der Firma Hercules mit Verbrennungshilfsmotor, die vorwiegend von älteren Herrschaften bewegt wurden, gab es auch schon in den 1970ern und waren genauso häufig anzutreffen wie in den 1980ern!...:-)
    FLAME OFF
    Aber dies schmälert den Artikel auch nicht...:-)
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