Deutschlands Website Nr. 1 für nachhaltigen Konsum
Nachhaltiger Warenkorb

Reisen mit kleinem Fußabdruck

Seit Jahren sind die Deutschen Weltmeister im Reisen. Die einen zieht es an den Strand, die anderen erholen sich lieber in den Bergen. Die einen möchten aktiv sein, die anderen suchen vor allem Entspannung. Damit Sie Ihren Urlaub nicht zulasten der Umwelt und der Menschen am Urlaubsort planen, gibt es Tipps aus dem "Nachhaltigen Warenkorb".



Vernünftig Reisen heißt vernünftig planen

  • Wählen Sie als Verkehrsmittel möglichst den Bus oder die Bahn.
  • Entdecken Sie eines der vielen schönen, nahe gelegenen Reiseziele.
  • Verhalten Sie sich am Urlaubsort respektvoll gegenüber Menschen und Natur.

Neben einigen grundlegenden Verhaltensweisen helfen auch bestimmte Kennzeichen und
Label bei der Umsetzung einer möglichst umweltschonenden und sozial verträglichen Reise.

Von A nach B – wie lange, wie weit und womit?


Die Schattenseite von Urlaubsreisen sind die Treibhausgase, die vor allem durch An- und Abreise entstehen und den Klimawandel beschleunigen. Die Wahl des Verkehrsmittels ist ausschlaggebend für die Klimabelastung und den Klima-Fußabdruck, den wir mit unserer Reise hinterlassen. Bei Flugreisen in ferne Länder ist der CO2-Verbrauch besonders hoch. Prüfen Sie die Möglichkeit einer Bahnfahrt, bevor Sie den PKW oder das Flugzeug für längere Strecken wählen. Beispielsweise ermöglichen Nachtzüge gute Verbindungen zwischen einer Vielzahl deutscher und europäischer Städte. Oder nutzen Sie den Autoreisezug. Auf diese Weise legen Sie lange Strecken stressfrei und umweltfreundlich zurück und sind an Ihrem Reiseziel uneingeschränkt mobil.

Nutzen Sie das Flugzeug als Verkehrsmittel nur für weite Entfernungen. Für kürzere Strecken ist die Bahn die bessere Wahl. Ein besonderes Erlebnis bietet die Reise mit dem Fahrrad zu nahe gelegenen Urlaubsorten oder auch die Kombination von Bahn und Rad. Außerdem sollten Sie die Wahl des Verkehrsmittels und des Urlaubsziels von der Dauer Ihrer Reise abhängig machen. Für eine Flugreise sollten Sie sich am Urlaubsort mindestens zwei Wochen aufhalten. Wenn Sie nur ein paar Tage Urlaub haben, suchen Sie sich lieber ein näher gelegenes Ziel aus und reisen Sie am besten mit der Bahn an.

Wenn Sie auf den Flug nicht verzichten möchten, können Sie als Ausgleich für die Klimagase, die dadurch entstehen, einen bestimmten Geldbetrag für Klimaschutzprojekte spenden. Informieren Sie sich unter: www.atmosfair.de oder www.myclimate.org.


Beispiel: Der Skipaß in Österreich


Wintersport bedeutet viel Bewegung an der frischen Luft. Beliebte Reiseziele in Österreich,
der Schweiz und in Deutschland sind bequem mit der Bahn erreichbar.

  • Probieren Sie auch umwelt- und klimaschonende Sportarten wie Schneeschuhwandern oder Langlauf aus.
  • Achten Sie bei der Wahl der Unterkünfte auf die Kennzeichnungen Viabono oder Biohotel.
  • Nutzen Sie Skibusse für die Mobilität vor Ort.

Drei Beispiele für Urlaubsreisen mit unterschiedlich großem Klima-Fußabdruck zeigen, wie hoch der CO2-Ausstoß einzuschätzen ist, der bei einer vergleichbaren Reise entsteht. Mehr Informationen zum Klima-Fußabdruck von Urlaubsreisen finden Sie in der WWF-Broschüre „Der touristische Klima-Fußabdruck“. Dort werden die CO2-Emissionen für unterschiedliche Reisen genau berechnet.


Gehen Sie in Deutschland auf Entdeckungsreise


Erholung, spannende Erlebnisse und Abenteuer finden Sie nicht nur auf Fernreisen. Verbringen Sie Ihren Urlaub doch mal wieder in Deutschland oder den Nachbarländern und entdecken Sie viel Neues. Natursportarten garantieren schöne Urlaubserinnerungen. Waren Sie z. B. schon einmal mit einem Paddelboot auf Entdeckungstour auf Deutschlands Flüssen und Seen? Und haben Sie jemals auf Langlaufskiern verschneite Landschaften erkundet? Oder sind an Deutschlands Küste mit dem Segelboot von Insel zu Insel gefahren? Auch für Fahrradreisen und Wanderurlaube bieten Deutschland und die angrenzenden Länder zahlreiche schöne Reiseziele.

Beispiel: Fahrrad- oder Wanderreise


Mit dem Fahrrad oder zu Fuß sind Sie nicht nur umweltfreundlich unterwegs, sondern auch sportlich aktiv. Zudem haben Sie Kontakt zu Land und Leuten. Für die Anreise eignet sich jeweils die Bahn.

  • Ideen und Tipps für die Tourenplanung finden Sie unter: www.deutschlandtourismus.de
  • Achten Sie bei der Wahl der Unterkünfte auf die Kennzeichnungen Viabono oder Biohotel.

 

 

 

Seite 1 / 2
Thema: Nachhaltig reisen, Stand: 19.02.2009 von

Kommentare (5)   Kommentare abonnieren

alle Kommentare (5)
  • schrieb am 08.11.2009 um 18:04
    Hier fehlt noch der Hinweis, dass gerade der aktuelle Trend zum häufigen Kurzurlauben (zum Wochenend-Shopping nach Mailand oder New York) das Problem vergrößert. Ich kenne Leute, die machen mittlerweile 5 -6 Flugreisen im Jahr, bis an das andere Ende der Welt, z.T. für gerade mal 4 Tage...

    Umgekehrt also lieber einmal im Jahr richtig für 3, 4 oder mehr Wochen, als mehrfach das verlängerte Wochenende. Bei einem Lang-Aufenthalt steht dann die An/Abreise in einem ganz anderen Verhältnis und der Erholungseffekt ist auch viel größer.

    Ich fahre genau (je nach Hafen) 800 - 1100 + 42 km 8 (dazwischen Schiff). Dann bleibe ich aber auch 4 - 12 Wochen und fahre vor Ort kaum... mehr weniger
  • schrieb am 18.06.2009 um 22:42
    wenn ich es dann richtig sehe, dann war mein vergangener Urlaub in Dänemark mit drei Personen und einem Hund in einem PKW, für 2 Wochen, nicht so belastend, wie ich es eigentlich angenommen hätte. Ich mache nur selten Urlaub und werde mich bemühen Flugreisen dabei in Zukunft zu vermeiden, obwohl ich gerne mal nach Australien, Neuseeland und Island möchte. Aber wenn ich wieder nach Irland reise, dann werde ich die lange Verbindung mit der Fähre nehmen, das ist ja auch ganz schön, wenn man sich sanft annähert und wieder verabschiedet, als das bei Flugreisen der Fall ist.

    Ist es dann eigentlich umweltfreundlicher, wenn ich ne Ferienwohnung nehme, statt anderer Übernachtungsmöglichkeiten?

    Gruß, Andrea mehr weniger
  • schrieb am 05.06.2009 um 23:32
    Ich finde den Artikel goldrichtig und möchte daher eine Anmerkung zu Diogenes machen. Das Bild oben veranschaulicht meines Erachtens die "Gesamtauswirkung auf das Klima" für uns "Normalos" (umgerechnet), denn die Verbrennung von Kerosin verursacht nicht nur CO 2, sondern auch Wasserdampf, Stickoxide und Ruß. Während der Wasserdampf in Erdnähe unerheblich ist, verursacht er in Reiseflughöhe Kondensstreifen (Eiswolken). Eine Zunahme dieser Eiswolken wirkt sich erheblich (negativ) auf unser Klima aus. Wir sollten daher stets abwägen, ob wir wirklich fliegen müssen, oder ob es nicht auch anders geht und lieber in der Nähe Urlaub machen. mehr weniger
  • schrieb am 02.04.2009 um 23:41
    aber dieser Beitrag würde mich weder überraschen, noch überzeugen, wenn ich doch mein Spaß haben möchte. Die Beispiele sind zu einfach, um Öko gegen Spaß (meistens ist es so!) abwegen zu können.
    Ganz unfair ist das Bild mit dem Flugzeug ganz oben! Genau dann, wenn fliegen wirklich sinnvoll ist, also lange Strecken (ich bin mal mit dem Bus bis in die Türkei gefahren - tuen Sie es mal mit Kinder..), kommt der Durchschnittsverbrauch unter "cruising" Bedingungen zur Geltung. Also die Vorteile, dass es da oben im Wesentlichen kein überholen, bremsen usw. kompensiert den riesigen Aufwand beim Abflug. Unter diesen Bedingungen ist nun mal das Flugzeug das sparsamste Verkehrsmittel (bis auf Frachterschiffe, die wohl nicht in Frage kommen)! Das Problem ist dann aber mit der Ozonschicht. mehr weniger
alle Kommentare (5)
Kommentar schreiben
(5000/5000)
Mehr zu Nachhaltig reisen
  1. Verträglich Reisen: So geht sanfter TourismusVerträglich reisen ist gar nicht schwer. Sie müssen nur ein paar Dinge beachten und Ihr Urlaub wird zum sanften Tourismus. Das Reiseziel ist besonders wichtig.

    Verträglich Reisen: So geht sanfter Tourismus
  2. Tipps für Besser-CamperCamping ist per se klimafreundlicher als der Urlaub im Hotel. So wird es sogar noch ökologischer.

    Tipps für Besser-Camper
  3. In 5 Schritten zum nachhaltigen SkigebietMit diesen fünf Faustregeln finden Sie einen guten Skiort.

    In 5 Schritten zum nachhaltigen Skigebiet