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Tipp des Tages

Kassenbons sind Sondermüll!

Wir bekommen sie täglich in die Hand gedrückt: Kassenbons. Aber wussten Sie, dass die kleinen Zettel ein Gesundheitsrisiko und Entsorgungsproblem darstellen?


besser:machen

Kassenbons bestehen in den meisten Fällen, genauso wie Automatenbelege, Lotteriezettel, Kontoauszüge und gelegentlich noch Faxpapiere aus Thermopapier.

In der Regel wird als Entwickler für den eigentlichen Farbstoff im Thermopapier eine Bisphenol-A-Beschichtung verwendet. Insgesamt werden für diesen Zweck laut Umweltbundesamt EU-weit etwa 1.900 Tonnen der Chemikalie verbraucht. Gefährlich ist das vor allem für Menschen, die ständig mit diesem Papier in Kontakt kommen, Kassierer zum Beispiel. Denn der Stoff ist hormonell wirksam.

Der Einsatz alternativer phenolfreier Farbentwickler wird zwar mittlerweile von vielen Seiten gefordert, er ist jedoch noch lange kein Standard. Eine Vorreiterrolle hat diesbezüglich Rewe übernommen, seit 2009 setzt die Handelskette auf bisphenol-a-freie Kassenzettel.

Bisphenol-a-haltiges Thermopapier ist nicht nur ein Gesundheits-, sondern auch ein Umweltproblem. Durch falsche Entsorgung gelangt mit dem Papier Bisphenol A in den Recyclingkreislauf. Folge: Die Aufbereitung von thermopapierhaltigem Altpapier und die dabei entstehenden Klärschlämme und –wässer tragen neben anderen Quellen zu der erhöhten Gewässer- und Bodenbelastung bei.

Schmeißen Sie deshalb den Kassenbon auf keinen Fall ins Altpapier! Ignorieren Sie bitte die diesbezüglichen Empfehlungen einiger Entsorgungsunternehmen, Thermopapier in die Blaue Tonne zu stecken!

Der Weg in die Müllverbrennung ist im Fall von Kassenzetteln die bessere Alternative. Dr. Andreas Gies vom Umweltbundesamt rät deshalb, Kassenzettel und anderes Thermopapier in jedem Fall über den Restmüll zu entsorgen!

Thema: Klima- und Umweltschutz, Stand: 03.08.2011 von

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  • schrieb am 27.10.2012 um 19:12
    Zu sagen man solle die Kassenbons in die blaue tonne werfen ist falsch! Wie weithin bekannt ist, werden von den einzelnen Abfallbetrieben unterschiedliche Farben den tonnen zugeordnet, sodaß in Niedersachsen z.B. die blaue Tonne für Altpapier ist, der Restmüll kommt in eine schwarze Tonne. In anderen Bundesländern ist es umgekehrt. mehr weniger
  • schrieb am 21.01.2012 um 22:27
    Verstehe deine Argumentation. Ich bin ja was das BPA/S betrifft ja eh deiner Meinung.
    Das Problem mit der email Adresse wird sicher überbewertet. Wie überhaupt vieles beim Thema Datenschutz, aber das ist ein anderes Thema... :)
    Nur dass ein Geschäft deine email Adresse hat macht die ganze Sache ja nicht unsicher. Oder führt automatisch zu Mißbrauch. Das ist mir eine zu ideologische Denke. Heutzutage läuft doch wahnsinnig viel an Buchungen, Käufen. etc übers Internet und per Mail, das dürfte auf jeden Fall kein Argument sein nicht auch in dem Bereich auf Digitale Quittungen umzustellen. Aber das führt vom Thema des Artikel schon mächtig weg;) mehr weniger
  • schrieb am 21.01.2012 um 18:50
    insofern bräuchte man dann aber rein gar nichts zu tun, denn der Lauf der Zeit und die Weiterentwicklung der Technik zeigt sowieso in Richtung E-Bon. Das hilft uns "jetzt" nicht weiter, uns die wir weiterhin noch jahrelang BPA-belastete Kassenzettel begrabbeln müssen. Die "nachhaltige" Lösung wird eh kommen, aber es wird Jahre dauern und braucht unser Zutun nicht.

    Die Argumentation ist aus obigem Grund eben nicht absurd. Man sollte schon gegeneinander aufwiegen, in welchen Bereichen es sinnvoll ist, auf "Nachhaltigkeit" zu drängen, und sich auch fragen ob wirklich die paar weggeworfenen Bons das Problem sind (Die Sturmflut kommt in 30 Minuten, nehmen wir Sandsäcke aus Jute oder aus Kunstfaser?). Die Bons landen eh im Altpapier (hoffentlich) und man macht Klopapier draus. Das dann wieder bpa-belastet ist. Ein weiterer Grund, warum das BPA wegmuss ;)

    Zudem sollte man nicht unterschätzen, wie konservativ, unbeweglich und festgefahren die Welt der Kassensysteme ist. Etwa so unbeweglich wie die Autobranche.

    Übrigens: Sind digitale Kassenbons nicht daran gebunden, dass man seine E-Mail-Adresse preisgibt? Das wird sicher die Datenschutzfans unter uns nicht gerade begeistern ;) mehr weniger
  • schrieb am 21.01.2012 um 18:21
    Das wäre dann eine Frage des gegeneinander Aufwiegens ob das nicht doch nachhaltig ist auf neue Systeme umzusteigen.Auch die heutigen Systeme müssen gewrtet und erneuert werden, ich sehe an der Stelle nicht das große Problem. Da könnte man schrittweise auf digitale Systeme umsteigen. Die ersten Photovoltaikanlagen waren auch nicht nachhaltig, aber dann forscht man weiter und befindet sich so langsam auf einem interessanten Weg.


    "Ich glaube, sich über einen ausgedruckten Bon, den man nicht braucht, zu erregen ist müßig. Da gibt es viel üblere Umweltvergehen im Einzelhandel"

    Diese Argumentation ist absurd. Es gibt immer schlimmere Dinge. Aber es geht doch darum, dass man an verschiedenen Stellen ansetzen kann. Und da ist kein Problem unwert beachtet zu werden. mehr weniger
  • schrieb am 21.01.2012 um 18:21
    Das wäre dann eine Frage des gegeneinander Aufwiegens ob das nicht doch nachhaltig ist auf neue Systeme umzusteigen.Auch die heutigen Systeme müssen gewrtet und erneuert werden, ich sehe an der Stelle nicht das große Problem. Da könnte man schrittweise auf digitale Systeme umsteigen. Die ersten Photovoltaikanlagen waren auch nicht nachhaltig, aber dann forscht man weiter und befindet sich so langsam auf einem interessanten Weg.


    "Ich glaube, sich über einen ausgedruckten Bon, den man nicht braucht, zu erregen ist müßig. Da gibt es viel üblere Umweltvergehen im Einzelhandel"

    Diese Argumentation ist absurd. Es gibt immer schlimmere Dinge. Aber es geht doch darum, dass man an verschiedenen Stellen ansetzen kann. Und da ist kein Problem unwert beachtet zu werden. mehr weniger
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