Deutschlands Website Nr. 1 für nachhaltigen Konsum
Hausbesuch

Strom und Energie sparen in der Küche

Wenn Sie die Welt verbessern wollen, fangen Sie am besten zu Hause an. Wir schauen uns heute in der Küche um, öffnen ein paar Schränke und geben einfache Tipps für klimafreundliches Wohnen und Energiesparen – das auch noch viel Geld spart. Klicken Sie einfach auf die Geräte im Bild!


Die Bereiche des Fotos, die sich orange verfärben, wenn Sie mit der Maus darüber fahren, lassen sich aktivieren - Sie können auch die Schränke öffnen.


Kühlschrank
und Gefrierschrank leisten rund um die Uhr Schwerstarbeit. Sie haben den größten Anteil am Stromverbrauch in der Küche. Je älter die Geräte sind, desto größer ist das Risiko, dass sie enorme Stromfresser sind. Ein zehn Jahre alter Kühlschrank verbraucht bis zu dreimal so viel Strom wie ein neuer. Nur: Wie lässt sich der Stromverbrauch drosseln?
Stellen Sie die Geräte nicht auf die tiefstmögliche Temperatur. Tauen Sie bei sichtbarer Vereisung unbedingt ab, und achten Sie nach dem Öffnen der Tür immer darauf, sie wieder zu schließen. Und wenn ein neues Gerät ins Haus steht: Unbedingt auf die Effizienzklasse achten (am besten: A+++)! Geräte dieser Klasse sind zwar in der Anschaffung oft etwas teurer, sparen aber abgesehen von ihrer Umweltfreundlichkeit auf lange Sicht bares Geld.

Wer Wasser auf dem E-Herd kocht, verbraucht viel Strom. Deshalb gehört hier ein Wasserkocher hin. Aber: Billigwasserkocher verbrauchen mehr Strom und ziehen einem auf lange Sicht wiederum Geld aus der Tasche. Die Rentabilitäts-Schwelle für Wasserkocher liegt bei etwa 30 Euro. Wer bisher für Kaffee und Tee den Wassertopf auf den Herd gestellt hat, hat die investierten 30 Euro schnell wieder heraus.

Der gute alte Schnellkochtopf hat sein altbackenes Image zu Unrecht. Denn: Er ist der Klimaschützer unter den Kochtöpfen, weil durch den hermetischen Deckelverschluss weitaus weniger Energie benötigt wird. CO2 -Einsparung: bis zu 60 Prozent! Außerdem ist die Zeit der klobigen Dampfkessel-Monstren lange vorbei, denn mittlerweile haben die Hersteller erkannt, welches Potenzial im Schnellkochtopf steckt und bieten Modelle an, die auch in durchgestylte Designer-Küchen passen.

In 60 Prozent aller Haushalte übernimmt eine Maschine das Spülen. Das ist bequem, aber nicht unbedingt ökologischer. Wer die Spülmaschine nur halb befüllt anstellt, das Geschirr per Hand vorspült und Töpfe im Spülbecken säubert, weil sie nicht in die Maschine passen, sollte gleich alles von Hand spülen. Wer die Maschine dagegen effizient nutzt, kann gegenüber dem Handspülen deutlich Energie sparen. Es sollte aber eine Spülmaschine der Energieeffizienzklasse A++ sein.

Kochen und Backen mit Gas ist umweltfreundlicher als mit Strom, denn Gasnutzung verursacht etwa 55 Prozent weniger Treibhausgase. Außerdem ist es günstiger. Spitzenköche schwören schon aus Qualitätsgründen auf Gasherde.

Der Begriff „Leckeres Mikrowellengericht“ war immer schon ein Paradoxon. Mies kochen kann man auch auf dem Herd, nur erwärmt dieser Speisen im Vergleich zur Mikrowelle mit weniger Energieaufwand. Ausnahme: Wenn man wenig Nahrung erhitzt, liegt die Mikrowelle im Energiesparen vorne – bei Singles darf sich also der Teller drehen.

Wer Brötchen vom Vortag aufbacken möchte, nimmt lieber den Toaster als den Backofen – das spart bis zu 70 Prozent Energie.

Mal ehrlich: Wie oft nutzt man eigentlich eine Küchenmaschine? Und dann das nervige Saubermachen der Einzelteile. Gemüseschnippeln per Messer schult die Hand-Augen-Koordination und ist garantiert CO2-frei.

So eine Kaffeemaschine ohne viel Schnickschnack emittiert verhältnismäßig wenig CO2 (19 Gramm bei der Erhitzung eines Viertelliters. Zum Vergleich: Wasserkocher 26 Gramm, Mikrowelle 33 Gramm). Der Kaffeefilter wandert hinterher auf den Kompost.

Eierkocher sind irgendwie tantenhaft, aber sie bringen die Eier viel energiesparender auf den Punkt, als im Wassertopf auf dem Herd gekochte Eier – Ersparnis: rund 50 Prozent!

Blöder Name, aber gute Idee: „Wassermaxe“ und „Sodastreamer“ reichern Leitungswasser mit Kohlensäure an, Kistenschleppen entfällt völlig, und die Patronen der Trinkwassersprudler werden mehrweggerecht wiederbefüllt.

Wer seinen Kühlschrank direkt neben Herd oder Spülmaschine platziert, verbraucht bis zu 30 Prozent mehr Strom, weil der Kühlschrank gegen die Abwärme der anderen Geräte zusätzlich powern muss. Kühlschränke, die im Sonnenlicht stehen, verbrauchen ebenfalls mehr Strom.

 

Hier geht's ins Badezimmer

Hier geht's ins Schlafzimmer


Thema: Energiesparen, Stand: 01.09.2012 von
Mehr zu Energiesparen
  1. Das SchlafzimmerWer die Welt verbessern will, fängt am besten zu Hause an. Wir haben uns im Schlafzimmer umgeschaut, neugierig ein paar Schränke geöffnet und Tipps für klimafreundliches Wohnen gesammelt, die auch noch Geld sparen. Klicken Sie einfach auf die Gegenstände auf dem Foto.

    Das Schlafzimmer
  2. Vorräte richtig lagern und die optimale Kühlschrank-Temperatur einstellenObst, Gemüse und Salat sind voll mit wertvollen Inhaltsstoffen - doch bis sie auf Ihrem Teller landen, kann viel davon verloren gehen. Wie Sie Lebensmittel optimal lagern können, verrät Ihnen unser Utopia-Kühlschrank-Guide. Zum Selbstausdrucken und an den Kühlschrank hängen.

    Vorräte richtig lagern und die optimale Kühlschrank-Temperatur einstellen
  3. Frieren zur Klimarettung?Das Dilemma: Darf ich mir zuhause mollig warm einheizen und damit das Klima belasten, wenn draußen eine Kältewelle durchs Land rollt?

    Frieren zur Klimarettung?