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Massentierhaltung stoppen!


Neun Hühner auf einem Quadratmeter, ein halber Quadratmeter für ein Schwein: Die Massentierhaltung ist alles andere als artgerecht. Leider ist sie bei uns längst die Regel. Das liegt auch daran, dass viele Verbraucher Fleisch, Eier und Milch am liebsten möglichst billig einkaufen. Dabei leiden unter der Massentierhaltung nicht nur die Tiere, sondern auch Umwelt und Klima und damit letztlich auch die Konsumenten.


Artikel

Tierleid, Umweltverschmutzung, Klimawandel

Die Massentierhaltung (auch Intensivtierhaltung genannt) ist die in Deutschland häufigste Form der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Dabei bringt sie eine Menge Probleme mit sich – in erster Linie für den Tierschutz. Denn für die Tiere ist die Massentierhaltung mit enormem Stress verbunden; durch die Enge und die Beschaffenheit der Stallungen leiden die Tiere häufig unter Schmerzen, Verletzungen und verschiedensten Krankheiten. Einige verbreitete Praktiken, wie das Schnabelkürzen bei Küken oder das Schwanzentfernen bei Ferkeln, stellen schmerzhafte Eingriffe dar.[M1]  Zudem kommen in der industrialisierten Landwirtschaft in erster Linie speziell gezüchtete Hochleistungsrassen zum Einsatz, die allein durch ihre angezüchteten Merkmale (beispielsweise viel Brustfleisch, schnelles Wachstum) oft unter Behinderungen und Schmerzen leiden.

  • Kranke Tiere: Antibiotika in Lebensmitteln und Abwasser

    Weil in der Massentierhaltung erstens hunderte oder tausende Tiere auf extrem engem Raum zusammenleben und zweitens Hochleistungsrassen „verwendet“ werden, werden die Tiere leicht krank. Daher werden den Tieren oft schon präventiv Antibiotika verabreicht. Rückstände können sich in Fleisch, Milch oder Eiern finden, aber auch im Abwasser. Das zudem durch Düngemittel und Tierausscheidungen stark verschmutzte Abwasser von Massentierhaltungs-Betrieben bedarf einer aufwändigen Reinigung. Nicht alle Rückstände von Antibiotika und anderen Medikamenten können dabei zu 100 Prozent entfernt werden und bleiben so im Wasserkreislauf. Es finden sich zunehmend Hinweise darauf, dass der massive Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft dazu führt, dass Antibiotika auch bei uns Menschen immer weniger wirksam sind.

  • Klimawandel durch Massentierhaltung: Gen-Soja aus Südamerika

    Neben den gesundheitlichen Folgen für Tier und Mensch, ist die Intensivtierhaltung äußerst problematisch für Umwelt und Klima: Die industrielle Tierhaltung ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen weltweit – vor allem von Methan, Stickoxiden und CO2. Doch nicht nur das berühmte Pupsen der Kühe, sondern vor allem deren Fütterung setzt Klimagase frei. Denn konventionell gehaltene Rinder, Schweine und Hühner werden oft mit Soja gefüttert. Soja wird häufig in Südamerika oder Asien angebaut, wobei für die Anbauflächen immer wieder Regenwälder abgeholzt werden. Sowohl diese Rodungen, als auch der lange Transport nach Europa setzt riesige Mengen CO2 frei, das den Klimawandel vorantreibt. Zudem ist konventionelles Soja größtenteils gentechnisch verändert – gekennzeichnet werden muss das auf Wurst, Milch oder Eiern aber nicht.

    Die einzige echte Lösung für das Problem der Massentierhaltung wäre die radikale Reduzierung unseres Konsums an Fleisch und Milchprodukten und der Kauf von hochwertigen Bio- statt Billigprodukten.