Aufrüttelnde Bilder: So viel Zucker steckt in beliebten Lebensmitteln

Foto: © sinAzucar.org

Die meisten von uns nehmen jeden Tag deutlich mehr Zucker zu sich, als sie eigentlich brauchen. Das Problem: Oft ist uns gar nicht bewusst, wie viel Zucker unsere Lebensmittel enthalten. Ein spanischer Fotograf will das ändern – mit eindrucksvollen und zugleich erschreckenden Bildern.

Es gibt keine allgemeingültigen Richtlinien oder Grenzwerte darüber, wie viel Zucker man höchstens täglich zu sich nehmen sollte. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass der Zuckeranteil höchstens zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr betragen sollte. Das entspricht je nach Kalorienzufohr (1800 bis 2400 Kilokalorien) etwa fünf bis sechs Teelöffel.

Das klingt erst einmal nach viel – sieht man sich die Bilder des spanischen Fotografen Antonio Rodríguez Estrada an, wird jedoch klar, dass man schnell darüber liegt. Für sein Projekt „sinAzucar“ (ohne Zucker) fotografiert er Lebensmittel und platziert daneben die Menge an Zuckerwürfeln, die in ihnen stecken.

Für seine Aufnahmen nutzt Estrada nach eigenen Angaben dieselbe visuelle Sprache, die auch in der Werbung zum Einsatz kommt, etwa durch die Beleuchtung oder Retusche. Die Bilder sprechen für sich:

Starbucks-Kaffee

Dass in einem gesüßten Starbucks-Heißgetränk zum Beispiel mit Karamellsirup jede Menge Zucker steckt, war zu erwarten. Wie viel Zucker es aber tatsächlich ist, überrascht.

20 Würfel Zucker im Starbucks-Getränk. (Foto: © sinAzucar.org)

Babynahrung

Babybrei mit Früchten sollte gesund sein – eigentlich. Manche Sorten enthalten allerdings ziemlich viel Zucker, bei diesem Hipp-Brei sind es sechseinhalb Würfel. Schon mit einem Gläschen Babynahrung nimmt ein Baby zu viel Zucker auf.

Zu viel Zucker fürs Baby. (Foto: © sinAzucar.org)

Tomatensauce

Noch ein Fall, bei dem man keinen Zucker erwarten würde – vor allem nicht in dieser Menge: In einem kleine Glas fertige Tomatensauce der Supermarktkette „Carrefour“ stecken elfeinhalb Würfel Zucker.

Mehr Zucker als Tomaten? (Foto: © sinAzucar.org)

Früchte-Joghurt

Dieser Activia-Joghurt von Danone ist offenbar ein Light-Produkt – null Prozent Fett. Dafür aber umso mehr Zucker: In dem kleinen Becher stecken vier Zuckerwürfel.

Kein Fett, dafür jede Menge Zucker. (Foto: © sinAzucar.org)

Salzige Lebensmittel

Auch andere eigentlich salzige Speisen enthalten Zucker – wie etwa Salami oder Pizza:

Zucker in Salami. (Foto: © sinAzucar.org)
Selbst in Pizza steckt Zucker. (Foto: © sinAzucar.org)

Eis

Besonders erschreckend ist auch, wie viel Zucker Eis enthält: Bei dem McFlurry-Eis von McDonalds sind es 14 Würfel, bei einer halben Packung Eiscreme von Ben & Jerry’s sogar 15.

Softeis von McDonalds. (Foto: © sinAzucar.org)
15 Zuckerwürfel. (Foto: © sinAzucar.org)

Sportgetränk

Powerade ist eine Sportgetränke-Marke von Coca-Cola. Aber wieso steckt ausgerechnet in einem Sportgetränk so viel Zucker – neuneinhalb Würfel?

Powerrade (Foto: © sinAzucar.org)

Smoothie

Ein Smoothie zwischendurch – und dann auch noch mit Gemüse, das kann doch nur gesund sein? Nicht wenn man einen Smoothie wie den der Marke Zumosol erwischt. Ein kleines Fläschchen enthält sieben Würfelzucker.

Doch nicht so gesund wie er aussieht: Gemüse-Smoothie (Foto: © sinAzucar.org)

Nutella

Ein ähnliches Bild kennen wir bereits von der Verbraucherzentrale Hamburg – aber auch dieses hier macht Eindruck: Nutella besteht zum größten Teil aus Zucker.

Bei Nutella ist mehr als die Hälfte Zucker. (Foto: © sinAzucar.org)

Noch mehr Bilder von Lebensmitteln mit ihrem enthaltenen Zucker gibt es auf der Webseite von sinAzucar, sowie auf Facebook, Instagram oder Twitter.

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(8) Kommentare

  1. Unglaublich ,aber leider schon „unserem“ Geschmack „geschuldet“!Dadurch hohes „Diabetes“ Risiko ,mehr Gewicht ,etc.,etc.,Doktore ;Krankenschwestern ,Pharma Lobby ,dürften niemals“arbeitslos“ werden…..etc.,

  2. Stelle eben fest, dass ich das Meiste, was hier ausgestellt ist, gar nicht kenne und Nutella schon gar nie kaufe.
    Bei guter Vollwertkost (Alnatura oder Bioladen) brauche ich so Zeugs nicht.
    Dort kaufe ich gelegentlich einen Vollkorn-Pizzaboden und belege ihn selber, so wie er uns schmeckt.

    Den Gaumen kann man in die ganz falsche Richtung trainieren und er will immer mehr Süßes oder zuviel Salz.
    Schon bei unseren beiden Kindern haben wir darauf geachtet, viel mehr Obst als Schleckereien. Die Omas wussten Bescheid und brachten ein Malbuch, Buntstifte, kleiner Ball usw. mit.
    Das hat sie genauso gefreut, vor allem wenn Oma und Opa sich mit ihnen beschäftigten. Die Beiden wären nicht auf die Idee gekommen, nach Süßigkeiten zu fragen und haben bis heute als junge Erwachsene gute (und ganz weiße) Zähne.

    Der Industriezucker taugt nichts!! Leere Kalorien, sonst nichts, aber Vit.B entziehen, das der Körper zur Verarbeitung der Kohlehydrate braucht.
    Schlecht für die Zähne und vor allem jedesmal eine „Turbo-Leistung“ für die Bauchspeicheldrüse, die viel Insulin ausschütten muss.
    Beim Obst ganz anders, die Natur hat immer Recht. Obwohl Obst auch süß ist, isst man nie zu viel davon.
    Einige Äpfel, aber über den Tag verteilt oder zwei, drei Birnen, die viel süßer sind, nicht hintereinander, eine reicht erst mal.
    Eine oder auch zwei Bananen, dann reicht es und sie schmecken sehr gut. Andere Leute essen oft eine ganze Tafel Schokolade auf einmal (habe ich schon öfters gehört). Dann braucht man sich noch über die Übergewichtigen zu wundern!

    Wenig süßen und dann mit Honig oder gelegentlich auch Vollrohrzucker (Alnatura).
    Schokolade, Schokoriegel usw. brauche ich nicht, weil ich sie nicht kaufe, fertig.
    Ich kaufe Obst, lecker!

  3. Na dann schaue mal beim nächsten Bioladenaufenthalt aufs Kleingedruckte, z.B. Söbbeke Fruchtjoghurt: Kohlenhydrate 12,6 g – davon Zucker 12,5 g
    oder Zwergenwiese Tomaten Ketchup – Zucker 24 g
    im Vergleich: Kraft Tomatenketchup hat zum Beispiel 21,5 Gramm Zucker auf 100 Gramm.

    Aber im Bioladen ist es halt der gute Vollrohr-Bio-Zucker, der ist nämlich voll gesund.

    Wenn du den Ladner ansprichst, kommt nur: der Kunde will es so!

  4. Ich kaufe nie Fruchtjoghurts!
    Ein Joghurt natur mit 3, 8% Fett wie die Milch auch, schmeckt gut. Früchte kann ich, wenn ich das will, selber beifügen.
    Banane z. B. schmeckt auch im Quark gut und Äpfel oder Birnen, klein geschnitten dazu, egal, welche Früchte. Wenn ich einen Fruchtjoghurt möchte, mache ich ihn selber, können Sie auch!

    Verschonen Sie mich mit Tomatenketchup, brauche ich nicht.
    Auch keine Tomatensuppe aus der Tüte.
    Bei Alnatura gibt es gepresste Tomaten aus dem Bio-Anbau in der Glasflasche OHNE jeden Zusatz, auch kein Salz, keine Gewürze.
    Das alles füge ich selber nach meinem/unserem Geschmack bei.
    Aber keinen Zucker!
    Diese fein pürierten Tomaten, gut abgeschmeckt, schmecken lecker als Tomatensoße zu Spaghetti oder als Tomatensuppe, mit Wasser natürlich verdünnt und Kräuter (Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum darüber gestreut).
    Auch der Senf, den ich kaufe, enthält keinen Zucker. Im Supermarkt schon.
    Das ist mir doch zu blöd, alles zu kaufen, weil es die Firmenbosse wollen und riesige Umsätze machen mit dem ungesunden Industriezucker.
    Selber was denken und kritisch sein.
    Ich lese bei jedem Produkt, das ich noch nicht kenne, das Kleingedruckte. Da steht noch mehr drauf als nur Zucker oder Dextrose und sonstige Bezeichnungen für Zucker.
    Außerdem kaufe ich nie Fertigkost, auch bei Alnatura nicht.
    Zu teuer und meist zu viel Salz und Fett.
    Ich kann selber (gut!) kochen. Habe es damals gelernt, auch wenn es nie mein Beruf war.
    Im Büro kocht man nicht, aber zu Hause muss es gut schmecken und gesund sein.
    Viel Frischkost dazu. Auch Nüsse sind gesund und schmecken gut, oder als Abwechslung Kürbiskerne in den Salat.

  5. Wo ist die Neuigkeit?
    Steht doch auf der Verpackung.

    Noch schlimmer: denken, dass »anderer Zucker« (Bio-irgendwas, Zucker in anderer Form, wie Honig, Algavendicksaft, etc.) »gesünder« wäre.

  6. Habe meinen ständig Diät haltenden Kolleginnen die Bilder gezeigt. Kommentar:“ das kann so nicht stimmen, das ist gefälscht“. Man will halt nicht sehen, was man eigentlich genau weiß

  7. Wer kauft denn so ein Schrott. Diese Produkte sind mir fremd. Ja, ich kenne sie, aber ich würde sie nie kaufen und erst recht nicht essen.
    Industrie-Futter würde ich das nennen – Pfui !

  8. Wenn ich mir solche Sachen kaufe, was ich kaum tu, weiß ich durchaus – da ist viel Zucker drin. Ich würde jetzt Zucker auch nicht generell verteufeln. So schwarz/weiss ist das alles nicht. Es kommt, wie bei allem, auf die Menge an, ich schätze Bedarf und Obergrenze sind individuell sehr unterschiedlich. Z.B. meine Mutter war in ihren 95 Lebensjahren nie Diabetikerin, hat sich aber zeitlebens vorwiegend zucker-, salz- und fettreich, also überaus ungesund, ernährt.

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