Coffee Circle: Fairer Kaffee aus eigener Rösterei

coffee circle
Foto: enorm/ Maria Steinwender

Das Berliner Start-up Coffee Circle beschreitet mit seinem sozialen Engagement rund um die Kaffeebohne das siebte Jahr und macht die Vision vom perfekten Kaffee mit der Eröffnung der eigenen Rösterei komplett. Ein Kurzbesuch vor Ort.

Der Ursprung des Kaffees ist fahlgrün und riecht nach Erbse. Erst nach 16 bis 20 Minuten Röstzeit wird das rohe Produkt zu dem, was wir kennen: sattbraun, matt und wohlriechend. So sieht die perfekte Kaffeebohne aus. Alles, was über 20 Minuten im Röster hinausgeht, wird schwarz und glänzend. Kein Zeichen von Qualität, sondern Verbranntheit. Diese und mehr erleuchtende Erkenntnisse gewinnt, wer der Coffee-Circle-Rösterei in Berlin-Wedding einen Besuch abstattet. Das Start-up mit Online-Kaffeeversand eröffnete vor Kurzem eine hauseigene Rösterei im Hinterhof des Coffee-Circle-Hauptquartiers.

Diese ist laut Mitgründer Martin Elwert das letzte fehlende Puzzleteil, um den Kaffee so transparent wie nie für die Kunden zu machen und für jeden Geschmack den perfekten Kaffee zu finden. Schon 2014 gab es Umsetzungspläne für die hauseigene Rösterei. Nachdem bereits die Röstmaschine bestellt war, geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten – das Projekt war vorerst gescheitert.

Drei Jahre später geht es Coffee Circle wirtschaftlich deutlich besser und der Traum ist Wirklichkeit geworden. Finanziert wurde die Rösterei aus Eigenleistung und Crowdfunding, bei dem man als Dankeschön unter anderem eine Reise zur Kaffee-Kooperative in Äthiopien oder lebenslange Kaffee-Abos erstehen konnte.

Für jeden Kunden der richtige Kaffee

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die eigene Rösterei ein sinnvoller Schritt, denn mittlerweile gehen bei Coffee-Circle mehr als 10.000 Bestellungen pro Monat ein. So kann das Start-up die individuellen Vorlieben seiner Kunden noch besser bedienen. Aktuell gibt es 12 Sorten Kaffee und von von der Röstung bis hin zu Expertentipps für jede denkbare Art der Kaffeezubereitung wird man bei Coffee Circle fündig. Zudem werden verschiedene Kaffee-Seminare angeboten. „Wir wollen jedem Kunden genau den Kaffee bieten, der perfekt zu seinem Geschmack und seinem Zubehör passt“, erklärt Röstmeister Hannes Fendrich, der 2013 und 2015 „Deutscher Filterkaffeemeister“ wurde.

Coffee Circle
Endlich: die eigene Rösterei (Foto: enorm / Mara Steinwender)

Mit derselben Leidenschaft für Kaffee gehen auch die Projekte einher, die Coffee Circle in Äthiopien gemeinsam mit den ortsansässigen Kaffeebauern in den Bereichen Gesundheit, Trinkwasserversorgung und Kaffeeanbau konzipiert und umsetzt: Pro verkauftem Kilogramm Kaffee fließt 1 Euro in die Trinkwasserprojekte in Äthiopien.

Jedes Jahr reist das Team durch die Kaffeeländer Äthiopien und Kolumbien, immer auf der Suche nach der besten Ernte und persönlichen Beziehungen zu den Menschen vor Ort. Durch den direkten Handel können gerechte Einkaufspreise und beste Qualität gesichert werden. „Guter Geschmack alleine reicht uns nicht“, sagt Martin Elwert, „je mehr Kaffee wir verkaufen, umso mehr können wir in den Anbauländern für die Menschen vor Ort erreichen. Mit der Rösterei sind wir diesem Traum ein ganzes Stück näher gekommen“.

Bezugsquellen**: online direkt im Coffee Circle Shop  oder z.B. bei Avocadostore.de oder Amazon.de

GASTBEITRAG aus enorm
TEXT: Maria Steinwender

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(2) Kommentare

  1. In Plastik/Alu Kombi verpackt. Nicht alles biologisch erzeugt. Hauptsächlich Plantagen Kaffee (=extrem hoher Wasserverbrauch).
    Zudem im Vergleich zu anderen Röstereien (in meinem Fall im Raum Frankfurt) überteuert und auch geschmacklich keines Weges besser.
    Sicher, es gibt schlechtere Alternativen und Coffee Circle mag trendy und sogar „Fair“ sein, aber sicher nicht nachhaltig und meiner Meinung nach insgesamt einfach nicht wirklich weiter erwähnenswert.

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