Erste Frankfurter Fashion Week legt Fokus auf Nachhaltigkeit

Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Raden Prasetya

Zum ersten Mal findet die Fashion Week in Frankfurt statt. Im Zeichen der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung vor Ort abgesagt. Stattdessen bieten die Veranstalter:innen eine digitale Fashion Week mit einem virtuellen Programm an. Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit in der Modebranche.

Die erste Frankfurt Fashion Week findet in diesem Jahr vom 05. bis zum 09. Juli als rein digitale Veranstaltung statt. Nach der Absage der Messe vor Ort aufgrund der Corona-Pandemie bieten die Macher:innen stattdessen ein einwöchiges virtuelles Programm an. „Wir haben die Krise als Chance genutzt“, sagte Anita Tillmann, Geschäftsführerin des Veranstalters Premium Group, bei der Eröffnung am Montag. Auch für künftige Ausgaben der Frankfurt Fashion Week soll das digitale Format als Ergänzung beibehalten werden. „Die Zukunft der Messe ist hybrid“, so Tillmann.

Erst vor einem Jahr wurde bekannt, dass die Modestadt Berlin gleich mehrere Modemesse-Formate an Frankfurt abgibt (Quelle). Die für die Rhein-Main-Metropole geplanten Messen Premium, Seek, Neonyt und The Ground werden – je nach Pandemielage – erstmals im Januar 2022 an ihrem neuen Standort stattfinden.

Auch innerhalb der thematischen Ausrichtung liegt der Fokus in diesem Jahr auf dem Thema Nachhaltigkeit. Das soll auch für künftige Ausgaben beibehalten werden. „Auch rein digital ist unser Anspruch radikal zukunftsweisend. Wir forcieren nicht weniger, als die Transformation der gesamten Mode- und Kreativwirtschaft hin zu einer modernen, ressourceneffizienten Branche“, sagte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Er ergänzte noch: „Das ist auch unser Claim – „Reform the Future“. Und zwar global. Es ist unser Anspruch, dass die Frankfurt Fashion Week eine aktive Rolle dabei spielt, Lösungen für gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Unsere Interpretation einer neuen Fashion Week ist ein vieldimensionales Eco-System, das die gesamte Wertschöpfungskette an einem Ort zu einem Zeitpunkt erlebbar macht.“ Aus dem „FFW Studio“ werden noch bis Freitag Panels, Workshops und Showcases weltweit übertragen.

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Digitales Angebot: Die Krise als Chance nutzen

Frankfurt ist nach Berlin neuer Veranstaltungsort der Frankfurt Fashion Week. 2022 sollen weitere Messen folgen. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Stefan Elvis )

Die Corona-Krise als Chance zu nutzen war und ist das erklärte Ziel der Macher:innen und Veranstalter:innen der ersten Frankfurt Fashion Week. Höhepunkte der Messe sind unter anderem die erstmalig stattfindende Konferenz „The New European Bauhaus–Werkstatt der Zukunft“. Sie wird in Kooperation vom Fashion Council Germany mit der Frankfurt Fashion Week abgehalten und wurde am Dienstag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffnet.

Ein weiteres Highlight ist der erstmalig und künftig jährlich stattfindende Frankfurt Fashion SDG Summit, das am Mittwoch startet. Hierbei stehen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen im Mittelpunkt.

Über drei Tage erstreckt sich das Programm des Konferenzformats „Fashionsustain„, ein internationales Hub für Nachhaltigkeit und Innovation in der Mode. „Dieses progressive und zukunftsweisende digitale Format zeigt, welche großartigen Potenziale wir hier in Frankfurt nach der Pandemie für eine Fashion Week haben“, freute sich Oberbürgermeister Peter Feldmann zur Eröffnung der ersten digitalen Modemesse in Frankfurt.

Was an den fünf Tagen live im FFW STUDIO passiert, wird im Nachgang allen Modebegeisterten und Interessierten als Video-on-Demand kostenfrei auf der Website www.frankfurt.fashion zur Verfügung stehen.

Utopia meint: Digitale Angebote haben in der Corona-Pandemie einen enormen Zulauf erlebt. Ob die Messen künftig wieder als reine Vor-Ort-Veranstaltungen laufen können oder ob sich der Trend hin zu Hybrid-Veranstaltungen verlagern wird, ist ungewiss. Wer statt extra für eine Messe anreisen zu müssen, auch digital teilnehmen kann, spart damit nicht nur Zeit, sondern schont auch Ressourcen und tut durch Einsparungen wie beispielsweise von CO2 auch der Umwelt und dem Klima etwas Gutes.

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