Gute Nachrichten für Fans: das Smartphone aus fairer Produktion ist ab sofort bei 1&1 mit Vertrag zu haben.
Der Internetanbieter 1&1 bietet seit 1. August das neue Fairphone 2 zusammen mit einem Tarif an – und ist damit der erste Tarifvertrag-Anbieter in Deutschland. Das Fairphone 2 ist ein leistungsstarkes Android-Smartphone, das durch eine fairere Produktion, transparentere Rohstoff-Lieferketten und revolutionäre Reparierbarkeit überzeugen will.
Fairphone 2 bei 1&1 mit Vertrag
Das fairere Smartphone hat ein 5-Zoll-Display mit HD-Auflösung, eine 8-Megapixel-Kamera, 32 GByte Speicher (erweiterbar) und kann vom Anwender selbst repariert werden. Details zur Leistung im Beitrag Fairphone im Test, Details zur Reparierbarkeit im Beitrag So kannst du es auseinanderbauen und zerlegen.
Das Gerät gibt es mit schützendem, schwarzem Bumper-Case in Verbindung mit einem von mehreren 1&1-Mobilfunkverträgen.

Preise und Tarife:
- Mit Vertrag 1&1 All-Net-Flat Pro kostet es 44,99 Euro im Monat, einmaliger Kaufpreis ist dann 0 Euro. Mit dabei sind 5 GByte Internet-Flatrate pro Monat mit LTE sowie Telefonie-, SMS-, und Auslands-Flatrate.
- Mit Vertrag 1&1 All-Net-Flat Plus kostet es 34,99 Euro im Monat, einmaliger Kaufpreis ist dann 99,99 Euro. Mit dabei sind 4 GByte Internet-Flatrate pro Monat mit LTE sowie Telefonie- und SMS-Flatrate.
- Mit Vertrag 1&1 All-Net-Flat Basic kostet es 24,99 Euro im Monat, einmaliger Kaufpreis ist dann 249,99 Euro. Mit dabei sind 3 GByte Internet-Flatrate pro Monat mit LTE sowie Telefonie-Flatrate (Festnetz und deutsche Handy-Netze).
Es gilt jeweils eine Vertragslaufzeit von mindestens 24 Monaten.
- Hier der Link:
https://mobile.1und1.de/fairphone-2
Bislang gab es das Gerät nur in der Schweiz und in Österreich mit Vertrag. In Deutschland war es bislang nur ohne Vertrag für etwa 530 Euro zu haben. Das Fairphone 2 will nicht nur einfach ein faires Smartphone sein, es soll auch über Probleme bei den Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Elektronikbranche informieren, sie bewusster machen und am Ende auch verändern.
Mit 1&1 wagt sich der erste deutsche Anbieter an das Gerät. Weil T-Mobile zumindest an einer Studie beteiligt war (siehe Es ist einzigartig, nachhaltig und modular), darf man damit rechnen, dass es vielleicht auch bald von anderen Mobilfunkanbietern ins Programm genommen wird.
Weiterlesen auf Utopia.de:
- Fairphone 2 bestellen, kaufen (ohne Vertrag)
- Fairphone 2 mit Vertrag – aber wo?
- Mehr zum Fairphone 2: Test: so gut ist es – Tipps und Tricks – Update: das bringt es, so geht es












Eine gute Entwicklung, auch wenn das Fairphone 2, genau wie das Fairphone 1, eine für mich nervenaufreibende Schwäche besitzt – der fehlende „Home“ Button unten in der Mitte des Geräts.
Durch diesen fehlenden Knopf und der damit verbundenen Haptik, wird man jedes Mal, wenn man mit dem Handy etwas schreiben will, aus dem Programm geschmissen, sobald man an Stelle der Leertaste den virtuellen „Home“ Button darunter trifft.
Dies führt inzwischen bei meinem Fairphone 1 regelmäßig zu solchem Frust, dass ich das Teil irgendwann an die Wand werfe. Klar, man könnte das Handy auch seitlich drehen und dann schreiben, aber daran kann ich mich nicht gewöhnen… Das muss doch noch anderen Usern so gehen? Ich kann nicht verstehen, wieso man beim Fairphone 2 diese Schwäche nicht beseitigt hat.
Eine physikalische, also nicht virtuelle Taste wäre Mechanik und damit anfällig für Schaden – man suchmaschine hierzu mal Home Button defekt. In diesem Sinne ordnete man hier den Bedienkomfort wahrscheinlich der Langlebigkeit unter.
Gab es nicht mal einen Bericht, wo der Lohn welcher von Fairphhone an die Arbeiter in China bezahlt wird, nur halb so hoch ist, wie bei anderen (z.B. Samsung oder Apple)? Hat sich das geändert? gibt es dazu einen Transparenzbericht, welcher das widerlegt. Soweit ich weiß, ist das Fairphone nicht wirklich Fair. Aber ich kann mich auch täuschen. Vielleicht klärt mich jemand mal auf. Finde ich wichtig.
Was mich aber am allermeisten stört ist Android. Ich mag kein Betriebssystem von Firmen, die Ihr Geld mit Kundendaten verdienen.
https://www.fairphone.com/category/on-manufacturing/
Danke Tina. Ich werde mir das mal durchlesen, damit ich wieder up-to-date bin.
„Was mich aber am allermeisten stört ist Android.“
Du meinst vermutlich Google Apps. Solche, die eine Registrierung voraussetzen, Daten sammeln – wofür man deren Berechtigungen explizit zustimmen muss, und die letzten Endes ein Backup per Synchronisierung ermöglichen.
Android funktioniert ohne Google Apps, setzt jedoch etwas Mühe voraus, über Root/Admin Zugang eine Auswahl zu treffen, welche Apps überhaupt installiert werden dürfen.
Beispiel cyanogenmod.org, anfangs eine unkommerzielle Organisation, später mit kommerzieller Sparte, inzwischen ist Letztere wieder eingestampft. Die Community funktioniert, ist in einem Forum unter Beteiligung von Entwicklern bestens aufgestellt, der Support reicht auf viele Geräte zurück, die schon älteren Baujahres sind. Eigentlich perfekt für Besitzer von gebrauchten Geräten, die auf die Anschaffung eines neues Smartphones verzichten wollen, weil:
– neue Android Versionen bereit gestellt werden
– unter Schließung von Sicherheitslücken
– individuelle Zusammenstellungen der Apps möglich sein
– Fremdbestimmung durch Google auf diesem Weg ausgeschlossen wird
Android sehe ich als neutrale Linux-Distribution, kritikwürdig bleibt was Google daraus macht.
iOS von Apple hingegen wird von Anfang bis Ende fremdgesteuert sein und bleiben, Apple könnte ihr tolles Betriebssystem samt Apps lizenzieren, doch das lehnen sie bis heute ab. Kontrolle und Gewinn, die Kunden werden gezwungen.
Mit Windows Mobile/phone/Pocket/10 gäbe es Alternativen für Kleingeräte wie Smartphones, die Anteile am Gesamtmarkt sind gering, ihre angedachte Kooperation mit Android liegt meines Wissens auf Eis bzw. wurde eingestellt. Es gab zuwenig echte Übergangslösungen von (altem) Gerät zu (neuem) Gerät, sie haben es leider verpasst, schlüssige Angebote zu schaffen. Auf Hardware Ebene sind sie top, doch zum Gesamtprodukt gehört nun mal Software.
Für mich sind ARM Prozessoren DIE Effizienzentwicklung schlechthin, weg von stromfressenden Overhead (was der Nutzer real benötigt), hin zu „smartem“ Computer für alle Lebenslagen. Welches Betriebssystem darauf läuft, ist (dem Kunden) relativ egal, wir wollen Flow = es muss funktionieren und natürlich Sicherheit, bei Google wird ganz transparent jedes Data gesammelt, das sie kriegen können.
Bedenklich finde ich im Google Play Markt vor allem die fehlende Kontrolle bei der Qualität der Apps. iTunes weiß ebenfalls alles über seine Kunden, jeder Aufruf und Spieldauer wird „gesammelt“, doch sie achten intensiver auf ihre Kriterien und die Sicherheit, zum Schutz der Kunden.
Interessanter und wichtiger Punkt mit der Bezahlung! Hab ein wenig gegoogelt und ein paar ziemliche alte Blog Posts und Kommentare gefunden, wo das behauptet wird. Gleichzeitig konnte man die Bezahlung allerdings nicht direkt vergleichen (Gibt es Essen gestellt oder muss man es sich selbst kaufen etc..)
Es scheint jedenfalls als Reaktion darauf die Einführung des „Worker Welfare Funds“ gegeben zu haben [1]. Aber aktuelle Zahlen beziehungsweise einen direkten Vergleich hab ich noch nicht gefunden.
100% perfekt wirklich fair ist nichts auf der Welt. Das Fairphone ist ein Versuch und ein Schritt in die richtige Richtung.
Zum Betriebssystem: Du kannst dir Android ohne Google Kram installieren [2], dann bist du raus, was die Überwachung angeht. Oder gleich ganz alternative Betriebssysteme, wie Sailfish OS, Firefox OS oder Ubuntu Touch. Weiß aber nicht genau, inwieweit das schon praktisch eingesetzt werden kann. Aber das Potential ist da!
Und zu den faireren Rohstoffen, den vermutlich besseren Arbeitsbedingungen und der Freiheit der Wahl des Betriebssystems kommt ja immer noch die Modularität und die Möglichkeit des selber Reparierens. Wenn ich mir mal ein Smartphone zulegen will, wird es vermutlich das Fairphone.
[1] https://www.fairphone.com/projects/worker-welfare-fund-fairphone-2/
[2] https://www.fairphone.com/2016/04/28/releasing-the-fairphone-2-open-operating-system/
Ich finde die Fairphone-Initiative super, da wird immerhin versucht(!), vieles richtiger zu machen, als bei den Großen. Aber auch in einem Fairphone stecken Rohstoffe, die irgendwo unter Energieeinsatz ausgebuddelt werden müssen und irgendwann zu Ende gehen. Und durch die Gegend geschippert werden müssen. Krankt systembedingt an den gleichen Problemen, wie die ganze „Grünes-Wachstum“-Bewegung.
Am Nachhaltigsten isses halt immer noch das Smartphone, welches nicht produziert wird.
Kleine Anmerkung: Es gibt das Fairphone 2 neben der Schweiz und Österreich auch in den Niederlanden (KPN), Luxemburg (Post), UK (The Phone Coop) und Schweden (ETC Mobil) schon seit Längerem mit Verträgen. Hoffentlich kommen in Deutschland bald noch mehr Anbieter dazu. Dafür müssen sie aber die Nachfrage sehen.
Es gibt auch gebrauchte, alte Mobiltelefone. Oft auf dem Flohmarkt für 5-10 Euro – oder im Freundeskreis für umsonst. Habe damit ganz gute Erfahrungen gemacht 😉
Wir empfehlen das ausdrücklich! Je älter, desto weniger auch „Smartphone-Stress“…