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15 Wege zu mehr Unabhängigkeit
Kaufen, kaufen, kaufen – für fast alles, was wir brauchen, rennen wir in Geschäfte oder bezahlen Fachleute. Wir machen uns abhängig, obwohl wir vieles ganz einfach selbst in die Hand nehmen könnten. Unsere Tipps helfen, ein Stück weit aus der Konsumgesellschaft auszubrechen.
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Eigenes Gemüse – auch ohne Garten
Seine eigenen Lebensmittel zu erzeugen ist der einfachste Weg zu mehr Unabhängigkeit von der Lebensmittelindustrie. Wer einen eigenen Garten hat, ist natürlich im Vorteil. Aber mit ein wenig Kreativität können auch gartenlose Stadtbewohner auf Balkon, Terrasse oder gar Fensterbank so einiges Essbares heranzüchten.
Kräuter, Tomaten, Erdbeeren oder sogar Kartoffeln – hier gibt es Ideen für eigenes Gemüse – auch ohne Garten.
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Schlagen Sie selbst zu!
Stopfen, flicken, kleben, schleifen, schrauben, streichen – Reparieren ist erstens gar nicht so schwer wie Sie denken und zweitens „voll öko“, denn es spart Müll und Ressourcen. Und drittens macht es Sie unabhängiger von der Konsumwelt, wenn Sie reparieren statt neu kaufen. Wer gerne Hilfe oder Gesellschaft beim Reparieren hätte, findet beides in Repair Cafés.
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Putzmittel selbst gemacht
Leider enthalten die meisten Reinigungsmittel Inhaltsstoffe, die uns und der Umwelt schaden. Dabei gibt es so einfache Hausmittel! Essig und Zitronensäure zum Beispiel helfen gegen Kalk, Soda gegen Fett, Kartoffelschalen sorgen für Glanz.
Hier ein simples Rezept für Allzweckreiniger: Orangenschalen in ein Glas mit Deckel geben, mit Essig auffüllen, 1-2 Wochen stehen lassen. Dann den Essig 1:1 mit Wasser verdünnt in in einen sauberen Behälter umfüllen. Fertig.
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Unterhalten Sie sich selbst!
Über dreieinhalb Stunden am Tag sieht der durchschnittliche Deutsche fern. Und begibt sich dabei in die totale Abhängigkeit von der Unterhaltungsindustrie. Gestalten Sie Ihr eigenes Programm: Schalten Sie den Fernseher öfter mal aus und unterhalten Sie sich mit anderen Menschen anstatt sich unterhalten zu lassen!
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Leute machen Kleider
Nähen, Stricken und Häkeln liegen wieder voll im Trend. Wer ein klein wenig handwerkliche Begabung, Geduld und eine Nähmaschine besitzt, ist auf dem besten Weg zur Unabhängigkeit von der Modeindustrie. Selber genähte Kleidung macht Sie außerdem unabhängig von Trends – und von dem peinlichen Moment, wenn Ihnen klar wird, dass die Gastgeberin der Party das gleiche Kleid trägt wie Sie.
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Die Freiheit des Fahrradfahrens
Nicht der neueste, aber ein sehr effektiver Tipp: Fahren Sie, wann immer möglich, mit dem Fahrrad zur Arbeit, zum Sport, zu Freunden, überall hin. So sind Sie unabhängig von Autokonzernen, Benzinpreisen, öffentlichen Verkehrsmitteln und der Verkehrslage, stecken weder in der überfüllten U-Bahn fest noch im Stau. Noch unabhängiger sind Sie nur zu Fuß.
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Erst das Huhn, dann das eigene Ei
Sie haben einen Garten? Bauen Sie eine Hühnerstange in Ihren Gartenschuppen, umzäunen Sie den Garten und schaffen Sie sich ein paar Hühner an. Tada! – Sie haben Ihre eigenen Eier aus Freilandhaltung. Ganz ohne Agrarindustrie, Massentierhaltung und Dioxinskandale. Plus: Ein Hahn ersetzt Ihren Wecker. Minus: Ein Hahn ersetzt auch Ihren Nachbarn den Wecker. Leider kann dieser wunderbare Weg nur Menschen mit Garten zu mehr Unabhängigkeit führen.
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Selbstgemachte Abenteuer statt All-inclusive
Mal ehrlich: Beim All-inclusive-Urlaub in der Hotelanlage ist es eigentlich egal, ob Sie auf Mallorca oder in Mecklenburg-Vorpommern am Pool liegen. Wer im Urlaub Neues erleben und gerne Land und Leute kennenlernen will, macht sich nicht abhängig von Reiseveranstaltern und Hotelketten. Ziehen Sie einfach los! Zu Fuß, zu Pferde, zu Wasser, mit dem Fahrrad, der Bahn, dem Bus oder notfalls mit dem Auto – organisieren Sie Ihre Reise selbst, wagen Sie ein Abenteuer!
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Kochen Sie Ihr eigenes Süppchen!
Ein einfaches Essen selber zuzubereiten, geht fast genauso schnell, wie ein Fertiggericht aufzuwärmen – ist aber gesünder, ökologischer und macht Sie unabhängiger von der Nahrungsmittelindustrie. Kochen Sie ein wenig mehr, frieren die Reste ein und Sie haben ein selbst gemachtes „Fertiggericht“. Lernen Sie, Marmelade einzukochen, Brot zu backen, Sauerkraut herzustellen, Kirschen einzumachen … und brechen Sie damit ein kleines Stück weit aus der Konsumwelt aus!
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Setzen Sie sich selbst unter Strom!
Ein sehr effektiver, aber etwas aufwendiger Weg, sich von Konzernen unabhängig zu machen, ist die eigene Stromerzeugung. Hausbesitzer haben dafür mittlerweile einige Möglichkeiten: Photovoltaik-Anlagen (PV), Kleinwindkraftanlagen oder Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) gibt es in verschiedensten Ausführungen und Größen. Für alle, die erstmal lieber klein anfangen: Wie wäre es mit einem kleinen solarbetriebenen Ladegerät für Handys und Kameras?
Mehr Infos: www.energiesparen-im-haushalt.de -
Marke Eigenbräu
Bier brauen ist gar nicht so kompliziert, wie Sie denken – jedenfalls für den Eigenbedarf. Im Internet gibt es eine große Auswahl an Brau-Sets und Hilfe zum selber Brauen. Probieren Sie es einfach mal aus, vielleicht werden Sie ja zum Braumeister – und verabschieden sich zumindest in Ihren eigenen vier Wänden von Konzern-Bieren wie Becks & Co. Und von der verzweifelten Suche nach Geburtstagsschenken können Sie sich dann auch gleich verabschieden.
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Überlassen Sie das Trocknen sich selbst
So simpel, dass wir hoffen, Sie verzeihen uns diesen Tipp: Trocknen Sie Ihre Wäsche auf dem Wäscheständer statt im Trockner. Ein Trockner verbraucht viel Strom und ist meist völlig unnötig. Egal, ob in der Wohnung oder draußen: Ihre Wäsche trocknet auf dem Ständer ganz von alleine und ohne Energieverbrauch. Nur auf das richtige Lüften sollten Sie achten.
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Kompost statt Tonne
Wer kann, tut sich und der Umwelt einen Gefallen, wenn er einen Kompost anlegt. So wandern Gemüse- und Obstabfälle nicht mehr einfach in die Bio- oder gar Restmülltonne, sondern werden zu gutem Humus. Wunderbar für Ihr selbst angebautes Gemüse! Ein Kompost erspart der Umwelt Müll und Ihnen das Schleppen von Blumenerde-Säcken. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstversorgung! Mehr zum Thema: Kompost anlegen: kostenloser Dünger für den Garten
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Haarige Angelegenheit
Ein Tipp nur für extra Fortgeschrittene und Talentierte: Wer eine ruhige Hand, eine scharfe Schere und unerschrockene Freunde hat, kann diesen ja mal selber die Haare schneiden – oder sich von dem beschriebenen Talent die Haare schneiden lassen. Damit gewinnt man Unabhängigkeit von einer Branche, die für niedrige Löhne und ungesunde Schönfärberei bekannt ist. Aber: wir möchten wirklich nur talentierten Hobby-Friseuren dazu raten. Die Folgen können sonst recht, nun ja, haarig sein.
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Zuhaus’ im Öko-Haus
Für ganz Mutige: Schon mal darüber nachgedacht, sich so richtig unabhängig zu machen und Ihr eigenes energieautarkes Öko-Haus zu bauen? Zugegeben, Sie brauchen ein wenig Kleingeld dafür, eine gute Portion Idealismus und etwas Kreativität.
Hier finden Sie ein paar Ideen zur Öko-Architektur.
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Extra-Tipp
Teilen Sie unsere Tipps nicht nur, sondern setzen Sie mindestens einen davon um! (Aber bitte teilen Sie sie trotzdem!)
Weiterlesen auf Utopia:











Fotos: © cottonfioc, Thomas Bethge - Fotolia.com; BamRob, boing Quelle: photocase.com
Ist das wirklich ökologisch sinnvoll?
Jeder braucht sein eigenes Equipment. oft plastikteile und viel verpackung etc. und wer doch kein spaß dran hat, schmeißt sein Brau-Set nach einem (womöglich gescheiterten) versuch weg.
Ich hab schon ein paar mal erlebt das dem Beschenkten das selbstgemachte Bier von irgendwem überhaupt nicht geschmeckt hat und nachdem alle nen Tropfen probiert haben, es im Abfluss gelandet ist. Zum Bierbrauen gehört schon etwas Erfahrung. Also ist es nicht viel effizienter Bier von Experten oder auch erfahrenen Hobbybierbrauer in größeren Mengen zu brauen?
Und wo bekommt man sein Hopfen und Malz her? selber anbauen? nicht jeder hat den passenden bauern um die ecke.
Ich denke es wäre sinnvoller Bio-Bier oder Bier von der lokalen Kellerbrauerei etc. zu kaufen.
sehe ich genauso!
Da geh ich lieber zu meiner Naturfriseurin, pflege mit ihr den sozialen Kontakt, darf auch schweigen und nur die Kopfmassage geniessen. Auf Dienstleistungen – möglichst nachhaltig natürlich – würde ich nicht verzichten wollen. Die Lösung gegen niedrige Löhne ist sicherlich nicht, gar nicht mehr zu konsumieren, sondern gerechte Entlohnung zu geben.
Bier oder noch lieber Wein trinke ich dann doch auch lieber vom Genuss-Experten, der mit viel Hingebung sich mit dem Thema beschäftigt, am liebsten natürlich in bio-Qualität.
Ich leb sie alle, Eure minimalistischen Tips. Bis auf die teureren Modelle, wie das Ökohaus, die eigene Stromerzeugung.
Wäsche trocknen wir schon immer ohne Trockner, dauert im Winter halt länger, im Sommer ca. ne Stunde.
was die Biotonne angeht, hat unsere Stadt Obertshausen verordnet, dass man Strafe zahlen muss, wenn man sie nicht zum Leeren rausstellt. Wir tun halt ein paar Pseudoöko sachen, wie Zitronen-und Grapefruitschalen rein, die wir nie auf unseren Kompost werfen würden. Oder wenn im Herbst die Blätter unseres wilden Weines zu viel für den Kompost werden. Ansonsten machen wir weiter unseren eigenen Kompost und dadurch auch eigene Erde.
Betreff Hühner. es gibt Orte, da darf man keinen hahn halten, weil sonst der Nachbar meckert…..ausserdem als veganer brauchts auch keine Eier….
Schöne Anregungen – aber auch nicht mehr. Beim Thema Lebewesen „Hühnerhaltung“ sollte man schon vorsichtiger sein. Die Haltung von Hühnern unter dem Tierschutzaspekt ist anspruchsvoll: Schutz vor Feinden (Marder, Füchse, Nachbars Jagdhund), Parasiten, für Sauberkeit sorgen, Urlaubsvertretung organisieren etc. Ohne diese Hinweise ist der Tipp oberflächlich. Vielleicht erst einmal keine Eier kaufen, die nicht von freilaufenden Hühnern sind oder besser gleich Bioeier kaufen und sinnvoll verwenden !
Na ja, hier ist schon einiges, worüber nachgedacht werden soll. Ich mach jetzt auch das Waschmittel selbst und ins Badewasser kommt eine Handvoll Natron, sofern ich überhaupt bade und nicht die Dusche benutze, um Wasser zu sparen. Ansonsten verwerte ich so oft es geht Gemüse aus dem eigenen Anbau und im Winter eben vom Bauernmarkt. Efeu kann man benutzen für die Herstellung von Spülmittel (probiere ich auch noch), mit den vielen Spezialreinigern bin ich schon abgefahren und benutze Schmierseife und für die Körperpflege Schafmilchseife, Kokosöl, und der Rest bleibt im Regal.
Hallo,
zum Gemüse anbauen, ja und sammeln gehen in öffentlichen Parks oder am Badeweiher wachsen, Kornelkirschen, Schlehen, Nüsse und Äpfel.
Und zum Kompost: Wenn man keinen Garten hat und nur ein paar Blumentöpfe, wie wäre es mit Maulwurfshügeln statt gekaufter Blumenerde?
Viele Grüße
Rabea
hm ich finde die ganzen tipps sind immer enorm utopisch.
mal ehrlich:
welcher normal arbeitende Mensch hat zeit sowohl sein Gemüse selbst zu pflanzen als auch seine Kleider selber zu machen nebenbei sein Waschmittel zu mixen etc.
wenn ich nur Zuhause bin kann ich die zeit dazu verwenden wenn ich aber 40h die Woche arbeite evtl noch viel reisen muss etc ist das nicht machbar.
ich würde mir eher mal realistische tipps für solche listen wünschen….
auch halte ich nicht viel von einem kompletten Boykott von Dienstleistern. die werden sich bestimmt nicht freuen! Lieber unterstütze ich faire Löhne Nachhaltigkeit etc. in diesen Bereichen.
(beim Frisör zb nach biologischen Substanzen fragen etc)
Du hast da was nicht verstanden wenn man selber anbaut oder herstellt, braucht man nicht mehr soviel zu verdienen um es dann wieder anderen zu zahlen um den Konsumschwachsinn weiter voranzutreiben, das sind mehr als nur realistische Tips, in einigen Bereichen geheich schon viel weiter
Wofür arbeiten wir denn nochmal..? Ach ja, um die hier beschriebenen Dinge zu finanzieren! 😀
Also mal angenommen, man investiert die Zeit ins Nähen einer Hose – da spart man sowohl 30€ als auch die Unkosten (und obendrein trägt man exakt das was man mag). 30€ bedeutet für manche 2 Stunden weniger arbeiten.
Ich selbst habe eine 60% Stelle und pflege viele der oben aufgeführten Möglichkeiten zu tun. Und selbst merke ich, dass es gesund, spanndend und erfüllend ist! 🙂
Probier‘ es doch mal mit ein bisschen weniger Leistung für eine ethisch nicht vertretbare Gesellschaft .. =)
Viele liebe Grüße!
Stopp den Konsumwahn! – Baue/Kaufe dir ein NEUES Ökohaus. <- sagt eigentlich alles.
Zum Friseur gehen werden wir auch weiterhin, denn nicht jeder Mensch ist für alles talentiert. Zum Friseur zu gehen ist ja auch eine Art von Material teilen. Und mein kleiner Friseur ist ein traditions Handwerksbetrieb und keine Kette. Auch das ist doch unterstützenswert.
Leitungswasser statt Bier. = Weniger (Luxusgüter) konsumieren.
Windkraftanlagen verschandeln in den großen Massen, in denen sie aus dem Boden schießen die Landschaft (Sauerland geht gar nicht mehr) und sind eine weitere Bedrohung für Wildvögel und Fledermäuse.
In Solaranlagen und Akkus sind umstrittene seltene Mineralien und Erden verbaut.
Es ist doch ein bisschen verwunderlich was hier so für Tipps gegen Konsum gegeben werden. Ich soll mir ein neues mobiles Solarladegerät kaufen, statt frei nach Peter Lustig, das Blödphone einfach mal abzuschalten und eben keine oder weniger Akku/Batterie betriebene Geräte mehr anzuschaffen.
Hühner artgerecht zu halten ist gar nicht so einfach. Und was mache ich mit dem Huhn, wenn es altersbedingt keine Eier mehr legt???
Kleidung selbst zu nähen kann das Klamottten kaufen nur ergänzen und nicht gänzlich ersetzen. Wenn ich für vier Leute stricken, häkeln, nähen soll komm ich nicht mehr dazu meine Hühner zu versorgen oder das Unkraut im Gemüsegarten zu zupfen. 😉
Putzmittel und einiges an Kosmetik und Drogerieprodukten selbst machen werde ich zukünftig jedoch. Das hatte ich sowieso geplant und werde mit der Zahnpasta beginnen, denn die ist fast leer.
Ihr Lieben, dass sind doch hier alles Tipps. Jeder kann davon machen was er möchte. Einfach mit etwas anfangen ist doch schon gut. Seid nicht so dogmatisch. Das sind ja keine Gesetze und keiner wird bestraft wenn er davon etwas nicht umsetzen kann oder möchte. Ich hätte gern Hühner, hab aber nur einen Balkon ;), dafür hab ich auf meinem Balkon Fenchel, Tomaten, Rucola, Schnittsalat, Minze, Basilikum, Rosmarin (ich hab einen kleinen Balkon), klappt wunderbar. Ist mein erstes Jahr an dem mein Balkon als Acker dient.
Das klappt bei mir auch mit 37h Woche. Ein Wochenende recherchieren, eines anpflanzen und ansonsten nur morgens gießen. Macht Spaß!