Goood will der erste soziale Mobilfunkanbieter in Deutschland werden

good sozialer Mobilfunkanbieter
Foto: Youtube / goood

Hohe Gebühren, schlechter Kundenservice – solche Dinge kommen einem vielleicht als erstes in den Sinn, wenn man an Mobilfunkanbieter denkt. Das könnte sich bald ändern. Das Unternehmen Goood will Gutes tun und hat dafür eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

„Durch Telefonie die Welt verändern“ – der Titel der Kampagne mag die Weltrettungs-Rhetorik endgültig überstrapazieren, aber das sollte niemanden davon abhalten, sich das Projekt mal anzusehen.

Denn was soll ein sozialer Mobilfunkanbieter nun sein? Im Prinzip ganz einfach: Goood will zehn Prozent der monatlichen Grundgebühr seiner Kunden an gemeinnützige Organisationen spenden. Die Kunden entscheiden, welche Organisation unterstützt werden soll: „So kannst du mithelfen, dass z.B. elternlose Kinder eine neue Perspektive erhalten oder dass ein neues Zuhause für streunende Katzen in deiner Umgebung gebaut wird“.

Goood will dazu mit siebzig Partner-Organisationen kooperieren, die in den Themenbereichen Kinder und Jugend, Bildung, Soziales, Gesundheit, Armut, Nothilfe sowie Tier- und Umweltschutz aktiv sind.
Diesen Winter soll es losgehen, Goood wird das Netz von Telefonica (O2) Nutzen.

Goood: Faire Preise bei den Tarifen

Wer Goood beim Crowdfunding unterstützt und sich für einen Ein-Jahres-Vertrag entscheidet, kann sich jetzt einen attraktiven Tarif sichern:

Early-Bird-small
1 Jahr 199 EUR, Monatlich 16,59 EUR, Allnet Flat, 3 GB Datenvolumen, 100 Min/SMS und 100 MB ins EU-Ausland.

Early-Bird-Telefonpaket-big world
1 Jahr 377 EUR, Monatlich 31,42 EUR, Allnet Flat, 6 GB Datenvolumen, Allnet Flat und 1 GB im EU-Ausland.

Warum sollte man das Projekt unterstützen?

Goood meint: „Inzwischen hat jeder ein Handy. Genau in dieser Masse liegt das Potential. Wenn nur ein Prozent der deutschen Mobilfunkkunden zu Goood wechselt, können innerhalb der nächsten fünf Jahre 40 Mio. Euro für gemeinnützige Projekte generiert werden. Darin liegt für uns das größte Potential von Goood.“

Hier geht es zum Crowdfundig auf Startnext.

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(4) Kommentare

  1. … oder man kann einfach einen Anbieter mit gutem Netzausbau nehmen und paar Euro selber an Organisationen spenden.
    Irgendwo haben weltrettungskapitalistische greenwashing-Ideen ihre Grenzen erreicht.

  2. Im Prinzip liegst du richtig. Allerdings ist es nun mal so, ist zumindest meine Vermutung, dass es solcher Initiativen bedarf, um in kleinen Schritten auch größere Wirtschaftsunternehmen zu einem Umdenken zu bewegen. Wenn z. B. die Telekom mitbekommt, dass mehrere tausend Menschen ein kleines Unternehmen nur wegen deren Wohltätigkeit auswählt (günstig ist es ja nicht wirklich, da findet man Gleiches für die gut die Hälfte), würden vielleicht auch andere („grünere“) Produkte in die Produktpalette aufgenommen werden. So weit die Theorie. Mal sehen wie es sich weiter entwickelt.

  3. Bis zu der Stelle, wo das O2-Netz genannt wird, war ich begeistert. Wie kann grade dieses Netz gewählt werden, das so vielen solche unglaubliche Probleme macht? Sogar die Bundesnetzagentur geht jetzt gegen Telefonica/O2 vor.

    Ich habe 1&1 demgegenüber als verläßlichen Partner kennengelernt.

    Warum ist das Netz nicht wählbar? Dann würde ich sofort zugreifen.

    Bleibt allerdings – trotz aller besten Absichten- abzuwarten, wie mit den KundInnen umgegangen wird.

    Bei Problemen ist mensch dann doch wieder auf O2 angewiesen, und das tue ich mir nicht mehr an.

  4. Ich finde, beides sind Angebot für „Vieltelfonierer“, und das will ich nicht unbedingt unterstützen.
    Spenden kann ich auch direkt, dann sogar für mich noch steuerlich absetzbar.
    Die Netze müssen ohnehin von den „großen“ abgekauft werden (hier das Telefonica Netz, mit dem ich übrigens aktuell zufrieden bin bei einem anderen Provider).

    Nur durch Spenden ändert sich aus meiner Sicht rein gar nichts.

    Von einem „sozialen“ Mobilfunkanbieter würde ich mir mehr wünschen.

    Weniger mobil telefonieren zu forcieren wäre ein Thema.
    Strahlungsarme Mobiltelefone ein anderes.
    Fair hergestellte Telefone das nächste.
    Ideen wie: Treue-Boni
    z.B. je länger ich das selbe Handy nutze, desto Nachhaltiger bin ich als Kunde (keine neue SIM-Karte, kein Service etc.)
    z.B. je länger ich Kunde bin, desto nachhaltiger bin ich, weil besser kalkulierbar (kein Marketing, kein Service notwendig)
    Überschaubare Tarife, Verträge ohne Haken.

    All das würde ich mir von einem fairen und nachhaltigen und somit aus meiner Sicht auch „sozialen“ Mobilfunkanbieter wünschen. Dann dürfte dieser von mir aus nebenher auch noch spenden.
    Wenn es hierfür ein Fundraising gibt: her damit!

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