9 „grüne“ Dinge, die jeder in seinen Alltag integrieren kann

Frau trinkt Kaffee
Foto: CC0 Public DOmain / Pixabay.de

Es muss nicht gleich Selbstversorgung auf dem Land sein. Jeder kann seinen Alltag nachhaltiger angehen und somit unsere Zukunft positiv mitgestalten.

1. Bekomme deine Infos und tu dabei etwas Gutes

Hast du schon einmal einen Baum gepflanzt? Ecosia.org ist eine Google-Alternative, die CO2-neutral arbeitet und einen Teil der Einnahmen an ein Regenwaldprojekt gibt. Das kleine Banner unter dem Suchfeld zeigt an, wie viele neue Bäume dadurch schon unsere Erde bereichern: knapp 4.6 Millionen. Wir haben noch mehr alternative Suchmaschinen unter die Lupe genommen.

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2. Zeig deinen Becher!

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden stündlich 320.000 Coffee-To-Go-Becher über die Ladentheken gereicht. Kaum ist der Kaffee ausgetrunken, landen Becher samt Deckel im Müll (oder im Gebüsch). Krame in den Untiefen deines Küchenschrankes und führe deinen Thermobecher seiner Bestimmung zu: Er möchte unterwegs mit Kaffee befüllt werden. Für immer mehr Bäckereien und Cafés gehört es zum Alltagsgeschäft, dass ihre Kunden eigene Becher mitbringen. Initiativen wie „Coffee to go again“ setzen sich dafür ein. Hier zeigen wir die besten BPA-freien Kaffeebecher für unterwegs.

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3. Weniger Fleisch essen

Die „richtige“ Ernährung ist zu einem Thema geworden – und das birgt viel Diskussionspotenzial. Letztlich sollte jeder nach eigenem Gewissen seine Lebensmittel auswählen. Trotzdem schadet es nicht, sich über Verbesserungsmöglichkeiten im eigenen Konsumverhalten zu informieren und zum Beispiel weniger Fleisch zu essen und lieber zu Bio-Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu greifen. Keine Frage, Bio-Fleisch kann bis zu drei- bis viermal teurer sein als Fleisch aus der Intensivtierhaltung. Doch wer im Discounter Rinderhack für 2,50 Euro kauft, der sollte sich auch bewusst sein, dass dahinter tierquälerische Bedingungen stecken.

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4. Ökostrom statt Atomkraft

Anbieterwechsel fällt wohl in die gleiche Lust-Kategorie wie „die Steuer machen“, aber eigentlich ist es gar nicht so kompliziert. Mit einem einmaligen unkomplizierten Wechsel wirst du 365 Tage im Jahr zum Atomkraftgegner. Wir zeigen, wie du problemlos auf Öko-Strom umsteigst.

5. Geld sparen beim Kaffeetrinken

Der morgendliche Kaffee gehört für die meisten zum Alltag. Nachdem wir ja bereits mit unseren Thermobechern durch die Stadt laufen, ist es nun an der Zeit, zu sparen. Kaffeekapseln verursachen nicht nur eine Menge Alumüll, sondern kosten auch deutlich mehr als loser Kaffee. Marktführer Nespresso ist mit 70 Euro pro Kilo etwa viermal teurer als ein durchschnittlicher Bio-Kaffee. Schau dir doch mal die Alternativen zu Nespresso an.

Frau trinkt Kaffee
Schon mit dem Morgenkaffee können wir uns für den „grünen“ Weg entscheiden. (Foto: CC0 Public DOmain / Pixabay.de)

6. Keine Werbung, bitte

Hand aufs Herz, wer liest schon die Werbeprospekte und Flyer aus dem Briefkasten? Bei den meisten Menschen landen diese ungelesen im Müll. Die Lösung ist simpel: Der „Keine Werbung“-Sticker verhindert unadressierte Werbung. Du kannst dich zudem kostenlos in die Robinsonliste eintragen und dich somit vor unaufgeforderten Werbesendungen und Telefonanrufen schützen.

7. Endlich keine Klamottensuche mehr

Es ist entweder der Klamottenstapel in der Ecke oder die scheinbare Leere des Kleiderschrankes: Beides sorgt regelmäßig für Verärgerung. Kaufe lieber wenige ausgewählte Schmuckstücke und setze mit deiner Wahl ein grünes Zeichen. Wir haben die besten nachhaltigen Modelabels zusammengestellt. Second-Hand-Kleidung und Flohmarktfundstücke sind außerdem Raritäten, die nicht jeder zweite auf der Straße trägt.

8. Radel dich fit!

Nach der Arbeit schnell mit dem Auto ins Fitnessstudio gedüst? Spar dir die teure Mitgliedschaft und radle dich stattdessen mit deinem Fahrrad fit. Bei kurzen Strecken sparst du oftmals sogar noch Zeit und die nervige Parkplatzsuche entfällt ebenso. Wer aus unterschiedlichen Gründen nicht aufs Auto verzichten kann oder will, der kann bei gutem Wetter und kurzen Strecken aufs Rad wechseln.

9. … Pflanzen!

Diesen letzten Tipp konnten wir uns nicht verkneifen. Verschönere deine Wohnung, deinen Balkon, betreibe Urban Gardening oder sei es die kleine Pflanze auf dem Bürotisch: mehr Grün in deinem Leben!

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(9) Kommentare

  1. Schöne knappe Liste, die wirklich jeder machen kann um der Erde etwas Gutes zu tun. Für noch mehr Tipplese ich neben Utopia gerne den Blog „Hundertsand.de“. Dort geht es darum, was der Einzelne auch wirklich machen kann und sollte.
    Liebe Grüße, Martin

  2. Eine wirklich gute Liste, die zum Nachdenken anregt. Ich versuche schon seit längerem mehr mit dem Rad zu fahren und weniger Fleisch zu essen. Aber jetzt habe ich neue Punkte 🙂 Gleich mal ecosia als Suchmaschine eingestellt und werde mal gucken wer bei Coffee to go again mit macht. Grüße

  3. Hi,
    gute Punkte.. Leider klappt das mit dem „Bitte keine Werbung“ Schild am Briefkasten nicht so wirklich.
    Ich bekomme immer wieder Postwurfsendungen, die direkt im Müll landen.. Habt ihr hier einen Tipp, bzw. wie kann ich gegen die „Werfer“ (also Beauftrager) vorgehen??

    wie gehts euch bei diesem Thema??

    lg m

  4. Anrufen und Beschweren, solange bis es aufhört.
    Alles andere hilft nicht.
    Da wird dann gefragt, in welcher Straße man wohnt und der Werfer bekommt gesagt, sie sollen besser aufpassen.
    Inzwischen funktioniert das ganz gut, weil offensichtlich viele Leute Anzeigen machen, wenn das nicht berücksichtigt wird.

  5. Anrufen und Beschweren ist wichtig, denn dann sind die Firmen selber konfrontiert.
    Ich würde das Schild auch ziemlich groß machen, dann übersieht auch ein Schnellwerfer es nicht so leicht.
    Dort, wo ich wohnte, gab es wohl mehr als die Hälfte solcher Aufkleber in einem Haus, ob das besser wirkt? Entsprechend Tipp, die Nachbarn vielleicht auch mit Aufklebern zu versorgen ( Überzeugen!)

  6. Ich hatte auch erst nur „Bitte keine Werbung“ aufm Briefkasten stehen. Das hat aber nicht so gut gewirkt. Hab mich dann bei einer Firma beschwert, von der ich noch Werbung bekommen habe und die meinten, dass kostenlose Zeitungen etwas andres als Werbung seien. Seitdem ich noch „… und keine kostenlosen Zeitungen“ hinzugefügt habe, bekomme ich nur noch ganz selten Werbung.

  7. Schade, dass das Selber-Bäumchen-pflanzen so schwierig ist, weil der kaum ne Chance zum wachsen hat. Man unterstützt dann Projekte, und sieht seinen Baum kaum wachsen…

  8. Ich finde ja, da fehlt noch die Nummer 10: Online-Umfragen in Zukunft respektvoller und mit Baum incentiviert durchführen…
    Wir (www.greenadz.de) glauben, dass User (wieder) mehr Respekt verdient haben und Marktforschung fühlt sich für viele wie lästige Online-Werbung an. Das wollen wir ändern – wenn nur ein Teil der Online-Umfragen auf Websites in Zukunft über unsere unaufdringliche Ansprache und mit Baumspende als Dankeschön umgesetzt würden – wir könnten hoffentlich irgendwann so viele Bäume pflanzen wie Ecosia.
    Die Einbindung unserer unaufdringlichen Einladung, Menschen zu befragen, kostet mit GreenAdz.de übrigens nur 1,-€ für jeden Teilnehmer. Soviel sollten die Teilnehmer an Befragungen jedem Unternehmen, das Umfragen durchführt wert sein, finden wir. Wie ist Eure Meinung zu Online-Umfragen auf Websites? Würde Euch eine weniger nervende Einladung und eine Baumspende als Dankeschön überzeugen (doch) mitzumachen?

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